Ziel der vorliegenden Arbeit ist eine kontrastive Darstellung von Modalität und Modusgebrauch im Deutschen und Französischen. Die Arbeit verfolgt dabei zwei Ansätze der Beschreibung: Einerseits wird ausgehend von den Verwendungsweisen der nicht-indikativischen Modi im Deutschen und Französischen untersucht, mit welchen Mitteln die jeweils andere Sprache dieses Phänomen realisiert, zum zweiten werden sprachliche Phänomene verglichen, die ohne Wechsel des Modus eine modale Färbung erreichen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Deutschen und des Französischen in Bezug auf Modalität und Modusgebrauch
2.1 Was sind Modalität und Modus?
2.2 Der Konjunktiv I im Deutschen und seine Entsprechungen im Französischen
2.3 Der subjonctif im Französischen
2.4 Der Konjunktiv II im Deutschen und der conditionnel im Französischen
2.5 Modale Verwendungsweisen der Tempora
2.6 Modalverben
2.7 Modalpartikeln
2.8 Der Imperativ im Deutschen und im Französischen
3. Zusammenfassung
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine kontrastive Darstellung von Modalität und Modusgebrauch im Deutschen und Französischen zu erarbeiten, wobei insbesondere untersucht wird, mit welchen Mitteln die jeweilige Sprache Phänomene der nicht-indikativischen Modi sowie modale Färbungen ohne Moduswechsel realisiert.
- Kontrastive Analyse von Konjunktiv und Subjonctif
- Vergleich von Modus- und Temporagebrauch zur Modalitätsausdrückung
- Untersuchung der Rolle von Modalverben und Modalpartikeln
- Analyse der Imperativverwendung und deren Nuancierung
Auszug aus dem Buch
2.3 Der subjonctif im Französischen
Auf eine Aufzählung der Anwendungsbereiche des subjonctif soll an dieser Stelle im Einzelnen verzichtet werden. In aller Kürze sei gesagt, dass dieser im abhängigen Gliedsatz mit que steht, sofern der einleitende Hauptsatz in affektiver Weise modal ist, zum Beispiel ein wertendes Urteil, einen Wunsch oder eine Willensäußerung enthält, oder in intellektueller Weise modal ist, also den Grad der Assertion des Nebensatzes angibt. Desweiteren steht der subjonctif nach bestimmten Konjunktionen und schließlich in einigen Sonderfällen, wie zum Beispiel dem vorangehenden que-Satz oder im Relativsatz, wenn Bezugswort und Relativsatz als hypothetisch angesehen werden.
Diese Aufzählung kann nur ganz groben Ansprüchen genügen, und Grammatiken des Französischen verwenden einen nicht unwesentlichen Teil auf die Auflistung von Anwendungsgebieten des subjonctif. Folglich wird er im Gegenwartsfranzösischen recht frequent gebraucht. Dennoch ist er eine häufige Fehlerquelle und bildet – zumindest in den meisten Fällen – nicht einmal eine semantische Opposition zum Indikativ, sondern ist zur modalen Variation geworden, die in bestimmten Fällen einfach stehen muss.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Es wird das Ziel der kontrastiven Untersuchung von Modalität und Modusgebrauch definiert und die methodische Vorgehensweise skizziert.
2. Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Deutschen und des Französischen in Bezug auf Modalität und Modusgebrauch: Dieses zentrale Kapitel analysiert systematisch die verschiedenen grammatischen Kategorien wie Konjunktiv I und II, Subjonctif, Tempora, Modalverben, Modalpartikeln und Imperative in beiden Sprachen.
3. Zusammenfassung: Die Ergebnisse der Untersuchung werden synthetisiert und die wesentlichen Differenzen sowie die gefundenen Parallelen im Bereich der modalen Ausdrucksmittel zusammengefasst.
Schlüsselwörter
Modalität, Modus, Konjunktiv, Subjonctif, Conditionnel, Tempora, Modalverben, Modalpartikeln, Imperativ, Kontrastive Grammatik, Indikativ, Fremdsprachenerwerb, Sprachvergleich, Linguistik, Grammatik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit einer kontrastiven Darstellung von Modalität und dem Gebrauch von Modi, Tempora und weiteren modalen Ausdrucksmitteln im Deutschen und Französischen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind die Verwendung von Konjunktiv I und II, dem französischen Subjonctif und Conditionnel, modale Aspekte von Zeitformen (Tempora), Modalverben, Modalpartikeln sowie der Imperativ.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Sprachen aufzuzeigen, wie sie subjektive Nuancierungen und Modalisierungen in Aussagen ausdrücken.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um einen kontrastiven Ansatz, der auf der Analyse von Standardgrammatiken sowie fachwissenschaftlicher Literatur basiert und die theoretischen Erkenntnisse an zahlreichen Sprachbeispielen veranschaulicht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Abschnitte, die jeweils spezifische grammatische Bereiche (Modi, Tempora, Partikeln, Verben) kontrastiv gegenüberstellen und deren Anwendungsbedingungen diskutieren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Modalität, Modus, Konjunktiv, Subjonctif, Kontrastive Grammatik und die funktionalen Entsprechungen zwischen den beiden Sprachen.
Warum ist der Konjunktiv I im Deutschen eine Besonderheit?
Der deutsche Referatskonjunktiv zur Distanzierung von der Faktizität des Gesagten ist im europäischen Sprachraum weitgehend einzigartig und wird im Französischen anders, meist durch Indikativ oder Zeitenfolge, gelöst.
Welche Rolle spielen Modalpartikeln beim Übersetzen?
Modalpartikeln sind typisch für das Deutsche, für die es im Französischen selten direkte lexikalische Äquivalente gibt, weshalb eine Übersetzung meist über syntaktische Umstellungen oder prosodische Mittel erfolgen muss.
- Arbeit zitieren
- Christian Schulze (Autor:in), 2008, Kontrastive Darstellung von Modalität und Modusgebrauch im Deutschen und im Französischen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134530