Wie können Familienbildungseinrichtungen und ähnliche Bildungsanbieter auf ungewöhnliche und gleichzeitig gewinnbringende Weise Weblogs für sich nutzen? In dieser Arbeit erläutere ich wichtige Grundlagen zum Bloggen und verbinde sie zu einem PR-Konzept, das eben diese Einrichtungen bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit nutzen können. Ich werde dieses PR-Instrument am Beispiel der Familienbildungsstätte (FBS) „Neuweghausen“ beschreiben. Diese Einrichtung ist ebenso wie die Stadt fiktiv. Dennoch: Aufbau und vor allem Problematiken sind der Praxis realer Einrichtungen entnommen. Die FBS Neuweghausen steht also stellvertretend für Einrichtungen der (Familien)Bildung. Auch wenn hier stets von Familienbildungsstätten die Rede ist, kann das Konzept auch auf vergleichbar aufgebaute Bildungsanbieter wie VHS etc. übertragen werden. Das neue blogbasierte PR-Konzept soll als Inspiration für neue Wege der Öffentlichkeitsarbeit solcher Einrichtungen dienen. Zudem biete ich in der Arbeit eine Übersicht zum Thema Bloggen, gebe Antworten zu den wesentlichen Fragen dieser neuen Medienform und Hinweise zum professionellen Texten im Web.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung in die mediale Gegenwartssituation
2 Einführung in die PR
2.1 Grundgedanken der PR
2.2 Formen der Öffentlichkeit
2.2.1 Interne Öffentlichkeit
2.2.2. Fach-(politische) Öffentlichkeit
2.2.3 Kern-Öffentlichkeit
2.2.4 Medienöffentlichkeit
3 „FBS 2.0“
3.1 Der „Ist-Zustand“ – ein Beispiel
3.2 Möglichkeiten des Web. 2.0 für die FBS
4 Voraussetzung des Bloggens an der FBS
4.1 Grundlagen des Bloggens
4.2 Technische Aspekte des Bloggens
4.3 Layout Aspekte des Bloggens
4.4 Mögliche Gefahrenquellen des Bloggens
5 Vorbereitung des FBS-Blogs
5.1 Festlegen von Zielen und Zuständigkeiten
5.2 Häufigkeit der Blogaktualisierung
5.3 Klärung der Kommentarbetreuung
5.4 Klassifizierung des Blogtyps für die FBS-Leitung
6 Professionelle Medienarbeit
6.1 Arbeit mit Bildern im medialen Kontext
6.2 Themenauswahl
6.2.1 Kategorisieren von Blogs
6.2.2 Öffentlichkeitsrelevante Themen finden
6.3 Nutzen einer Marktlücke im Internet
7 Professionelles Schreiben
7.1 Kreieren von Überschriften
7.2 Textaufbau
7.2.1 Die AIDA-Formel
7.3 Sprache im medialen Einsatz
8 Weiterführende Möglichkeiten
9 Formatvorlagen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit entwickelt ein PR-Konzept für Familienbildungseinrichtungen, um deren Öffentlichkeitsarbeit durch ein blogbasiertes „FBS 2.0“-Modell im Web 2.0 zu optimieren und professioneller zu gestalten.
- Grundlagen der Public Relations und Formen der Öffentlichkeit
- Etablierung eines blogbasierten PR-Instruments für Bildungseinrichtungen
- Journalistische Standards für Blogbeiträge und professionelle Themenauswahl
- Strategien zur Verknüpfung von lokalen Themen mit Bildungsinhalten
- Technische und layouttechnische Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einrichtungs-Blog
Auszug aus dem Buch
3.2 Möglichkeiten des Web. 2.0 für die FBS
Der Grundgedanke dieser Studienarbeit ist das Einrichten einer „Blog-Lösung“ für die FBS. In dem jungen und inzwischen boomenden Medium „Blog“ (auch Weblog genannt) sollen die Mitarbeiter gemeinsam und unter strategischen PR-Gesichtspunkten und mit journalistischer Schreibfertigkeit einen Blog füllen. Wie kann ein Entscheider der FBS sich das konkret vorstellen?
Der Blog ist inhaltlich an aktuellen Debatten (Erziehungsfragen etc.) festgemacht, orientiert sich aber vor allem an bald stattfindenden Seminaren bzw. deren Themen. Er ist ein Appetitmacher mit Erkenntniswert – keine Plattform für zusätzliche Veröffentlichung von ohnehin herausgegebenen Pressemeldungen oder zusätzlichen Werbetexten. Jeder Dozent wird angehalten, ab und an - insbesondere vor seinen Veranstaltungen - zu bloggen. Er sollte in kurzen und griffigen Einträgen einige Tipps, Tricks und Techniken aus seinem Themengebiet herausgeben. Dabei soll er natürlich nicht die Essenz seines Seminars vorwegnehmen, sondern so viel veröffentlichen, dass die Blogbesucher
• die Relevanz des Themas erkennen,
• schon ein paar wissenswerte Informationen haben und sich so der Blogbesuch lohnt,
• den Dozenten auf gewisse Weise kennen lernen.
Denn: zu jedem Blogeintrag wird im unteren Teil des Beitrags eine kurze Dozentenvita veröffentlicht. So soll das Kompetenzprofil demonstriert und mit einem kleinen Dozentenfoto die Möglichkeit gegeben werden, dass sich der Leser ein „Bild“ machen kann und die Berührungsängste abgebaut werden können.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung in die mediale Gegenwartssituation: Beschreibt den Wandel zur digitalen Kommunikation und die Notwendigkeit für soziale Einrichtungen, ihre Strategien im Web 2.0 anzupassen.
2 Einführung in die PR: Erläutert die Grundlagen professioneller Öffentlichkeitsarbeit und deren verschiedene Zielgruppen sowie die ethische Verantwortung von PR-Verantwortlichen.
3 „FBS 2.0“: Analysiert den Ist-Zustand des Webauftritts einer fiktiven Familienbildungsstätte und entwirft das „FBS 2.0“-Modell als crossmediale Strategie.
4 Voraussetzung des Bloggens an der FBS: Behandelt die technischen, rechtlichen und inhaltlichen Grundlagen, die zur Einführung eines professionellen Blogs in einer Bildungseinrichtung nötig sind.
5 Vorbereitung des FBS-Blogs: Fokus auf die strategische Planung, inklusive Zieldefinition, Redaktionsfrequenz und dem Umgang mit Kommentaren.
6 Professionelle Medienarbeit: Gibt Leitlinien zur Bildnutzung, Themenfindung und zur Besetzung einer Marktlücke im Lokaljournalismus.
7 Professionelles Schreiben: Vermittelt journalistische Techniken für Überschriften, Textaufbau mittels AIDA-Formel und einen angemessenen Sprachgebrauch.
8 Weiterführende Möglichkeiten: Erörtert, wie erfolgreiche Blogbeiträge als Grundlage für Printpublikationen wie Bücher dienen können.
9 Formatvorlagen: Bietet konkrete Gestaltungsvorgaben und Layout-Standards für die Umsetzung des Blogs.
Schlüsselwörter
Öffentlichkeitsarbeit, PR-Konzept, Familienbildungsstätte, Web 2.0, Bloggen, Weblog, Online-Journal, Dozenten, Journalistische Standards, AIDA-Formel, Crossmediales Denken, Interne Kommunikation, Medienarbeit, Social Web, Bildungsmarketing
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Optimierung der Öffentlichkeitsarbeit von Familienbildungseinrichtungen durch den gezielten Einsatz von Weblogs.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen PR-Strategie, Online-Kommunikation, journalistisches Schreiben und die technische sowie organisatorische Umsetzung von Blogs in sozialen Einrichtungen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, ein Konzept („FBS 2.0“) zu entwickeln, mit dem Bildungseinrichtungen ihre Expertenrolle online glaubwürdig vermitteln und Kunden besser ansprechen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse des Ist-Zustands, die Anwendung von PR-Fachliteratur und die Adaption journalistischer Standards auf das Medium Blog.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt die strategische Vorbereitung des Blogs, die Themenauswahl, journalistisches Handwerk sowie den professionellen Textaufbau.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Öffentlichkeitsarbeit, Web 2.0, Bloggen, Bildungsmarketing und Journalistische Standards charakterisiert.
Welche Rolle spielen die Dozenten bei diesem Blog-Konzept?
Die Dozenten fungieren als Experten und Autoren, die durch ihre spezifischen Fachthemen den Blog mit Inhalten füllen und so zur Kundenbindung beitragen.
Warum ist die AIDA-Formel für dieses PR-Konzept relevant?
Sie dient als dramaturigisches Modell, um Aufmerksamkeit zu erregen und Leser von den Inhalten und Bildungsangeboten der Einrichtung zu überzeugen.
Wie wird mit der Gefahr negativer Kommentare umgegangen?
Das Konzept empfiehlt klare Zuständigkeiten, eine proaktive Betreuung und den schnellen Kontakt zwischen Pressesprecher und Dozenten bei kritischen Beiträgen.
- Quote paper
- Ansgar Fabri (Author), 2008, Blogger im Dienste der PR, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134540