In dieser Hausarbeit werden die Auswirkungen, die Medien auf Kinder haben können, mittels einer Falldarstellung anhand eines Interviews untersucht. Hierbei ist zu beachten, dass sich auf die subjektiven Angaben der Befragten bezogen wird, die besonders aufgrund ihres jungen Alters eine verzerrte Darstellung der Verhältnisse enthalten können.
Die Autorin stellt der zehnjährigen Interviewpartnerin Fragen bezüglich der Rolle, die Medien in ihrem Alltag spielen. Nach einer Zusammenfassung des Interviews, werden die Ergebnisse unter Einbezug verschiedener theoretischer Ansätze eingeordnet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Falldarstellung
3. Fazit
I Literaturverzeichnis
II Anhang
1. Interview
2. Postskript
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Mediensozialisation von Kindern im Grundschulalter durch eine qualitative Fallanalyse. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, welchen Stellenwert Medien im Tagesablauf und im sozialen Umfeld des Kindes einnehmen und wie das Kind diese subjektiv bewertet sowie in seinen Alltag integriert.
- Analyse des kindlichen Medienkonsums und dessen Einbettung in den Alltag
- Untersuchung der Einflussfaktoren wie Familie, Freunde und mediale Vorbilder
- Bewertung der subjektiven Wahrnehmung von Medien als lehrreich oder unterhaltend
- Vergleichende Betrachtung technischer und nicht-technischer Medien
Auszug aus dem Buch
2. Falldarstellung
Bei der Interviewpartnerin handelt es sich um ein zehn Jahre altes Mädchen. Damit kann Lisa in die Entwicklungsgruppe der Kinder eingeordnet werden. Sie lebt in einer Siedlung am Rande einer Kleinstadt mit ihrer sechs Jahre alten Schwester Lena und ihren leiblichen Eltern. Das Wohnhaus liegt in einem ruhigen Viertel mit vielen Familien und hat einen Garten. Das Interview wurde am 29. Juni 2019 im gemeinsamen Spielzimmer der Schwestern für eine halbe Stunde geführt. Lisa macht einen ruhigen, etwas zurückhaltenden ersten Eindruck und scheint ihre Antworten gut zu durchdenken. Während sie am Anfang noch etwas mit der Situation überfordert wirkt, scheint es ihr zunehmend mehr Spaß zu machen, sodass sie auch vermehrt eigene Einfälle äußert.
Zu Beginn des Interviews im Hinblick auf ihren normalen Tagesablauf nehmen Medien keinen Stellenwert ein, da sie nicht in ihren Erzählungen auftauchen. Auch unter den ersten Freizeitbeschäftigungen finden sich keine Medien und die Ferien und Urlaube stehen ebenfalls für sie nicht mit Medien in Verbindung. Als erstes benutztes Medium wird das Handy ihrer Mutter genannt, um ein Problem, dass sie derzeit beschäftigt, mittels Youtube zu lösen: Die Frage, was sie basteln soll, also wieder eine Beschäftigung, die erst einmal grundsätzlich nonmedial funktioniert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel verortet das Thema Mediensozialisation in der modernen Gesellschaft und erläutert die theoretische Relevanz des kindlichen Medienumgangs.
2. Falldarstellung: Hier wird anhand eines ausführlichen Interviews die individuelle Medienbiografie und das aktuelle Nutzungsverhalten der zehnjährigen Lisa detailliert beschrieben und analysiert.
3. Fazit: Das Fazit stellt die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und diskutiert das Spannungsfeld zwischen Medienkonsum und anderen Freizeitaktivitäten, verbunden mit einem Ausblick für weitere Forschungsansätze.
Schlüsselwörter
Mediensozialisation, Kindheit, Medienkonsum, Qualitative Fallstudie, Freizeitverhalten, Familienalltag, Youtube, Medieneinfluss, Sozialisation, Medienpädagogik, Smartphone, Fernsehen, Kindliche Entwicklung, Mediennutzung, Vorbilder
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Mediensozialisation von Kindern und analysiert, wie Medien den Alltag, das Verhalten und die soziale Entwicklung eines zehnjährigen Mädchens beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der Stellenwert moderner Medien wie Smartphones und Youtube im kindlichen Alltag, der Einfluss von Vorbildern sowie die Abgrenzung von Mediennutzung zu nonmedialen Freizeitaktivitäten.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, ein detailliertes Verständnis für die subjektive Medienwahrnehmung und -nutzung eines Kindes zu gewinnen und aufzuzeigen, welche Rolle Medien in der persönlichen Sozialisation spielen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die qualitative Methode der Einzelfallstudie (Fallbeispiel) und stützt sich dabei primär auf ein Experten- bzw. Leitfadeninterview mit einem zehnjährigen Kind.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Darstellung des geführten Interviews und die Interpretation der Aussagen in Bezug auf das Mediennutzungsverhalten der Probandin.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Mediensozialisation, Kindheit, Medienkonsum, Sozialisation, Medienpädagogik und Familienalltag beschreiben.
Wie bewertet das befragte Kind seinen eigenen Medienkonsum?
Das Kind stuft seinen Medienkonsum zwar selbst als "ein bisschen zu viel" ein, rechtfertigt ihn aber durch den vermeintlichen Lerneffekt der genutzten Medieninhalte.
Welche Rolle spielt die Familie bei der Mediensozialisation im Fallbeispiel?
Die Familie fungiert sowohl als Modell als auch als Regulierungsinstanz; gemeinsame Erlebnisse mit den Eltern, wie etwa das Sehen von Filmen, fördern die emotionale Nähe und die Ritualisierung der Mediennutzung.
- Quote paper
- Leonie Straßburger (Author), 2018, Mediensozialisation im Kinder- und Jugendalter. Eine Falldarstellung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1347381