Um die Beweggründe zu analysieren und zu untersuchen, die zu einem Abschluss einer Sportwette führen und ob diese Gründe Aussagen über das Risiko- bzw. Wettverhalten liefern, wird in dieser Arbeit eine Umfrage mittels eines Online-Fragebogens durchgeführt. Bei diesem Fragebogen werden ferner auch die soziodemografischen Daten der Teilnehmer erhoben.
Nach der Einleitung befasst sich das Kapitel 2 mit der Geschichte des Glückspiels und den theoretischen Grundlagen der Sportwetten. Hierbei werden Definitionen geschildert und voneinander identifiziert. Dementsprechend überbringt das Theoriekapitel eine Übersicht über aktuelle Begebenheiten, sowie vorherige Praktiken, als auch einen Einblick über die Motive und das Risikoverhalten der der Wettenden sowie die Gefahren für die Wettenden.
Im 3. Kapitel wird auf die durchgeführte Online-Befragung eigegangen. Hierbei wird begründet, warum genau diese Methodik verwendet wurde, Vor- und Nachteile aufgedeckt und die gewählten Befragungsinhalte dargestellt. Des Weiteren wird kurz auf die Stichprobe bzw. Zielgruppe eingegangen und die Auswertungsplanung vorgestellt.
Im Kapitel 4 werden die erhobenen Daten übersichtlich und neutral dargestellt, bevor in Kapitel 5 die generierten Daten diskutiert und die Rückschlüsse in Bezug auf Motive, Wett- sowie Risikoverhalten abgeleitet werden. Des Weiteren wird hier eine Reflexion der Arbeit, sowie die Aussagekraft der Daten dargestellt, bevor mit dem Kapitel 6, der Schlussbetrachtung, die Arbeit abgerundet wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Aufbau der Arbeit
2. Sportwetten
2.1 Der Glücksspielmarkt
2.2 Die Geschichte des Glücksspiels
2.3 Der deutsche Sportwettenmarkt
2.4 Arten von Sportwetten
2.4.1 Die Einzelwette
2.4.2 Die Kombiwette
2.4.3 Die Systemwette
2.4.4 Pre-Match-Wette
2.4.5 Live-Wette
2.4.6 Handicap-Wette und Über/Unter-Wette
2.5 Zustandekommen einer Sportwette
2.6 Sportwettenanbieter auf dem deutschen Markt
2.7 Teilnehmer von Sportwetten
2.8 Das menschliche Verhalten
2.8.1 Entscheidungen
2.8.2 Motive / Beweggründe
2.8.3 Risikoverhalten
2.8.4 Gefahren von Sportwetten
2.9 Forschungsfrage
3. Methodenkapitel
3.1 Begründung der Methode (Online-Befragung)
3.2 Rahmenbedingungen der Online-Befragung
3.3 Durchführungsplanung der Online-Befragung
3.4 Pretest
3.5 Relevante Befragungsinhalte
3.6 Gestaltung des Fragebogens
3.7 Zielgruppe / Stichprobe
3.8 Planung der Auswertung
4. Datenübersicht der Online-Befragung
5. Messgrößen und Variablen
5.1 Ergebnisse
5.2 Sportwettverhalten
5.3 Risikoverhalten
5.4 Diskussion
5.5 Reflexion der Eigenen Vorgehensweise / Aussagekraft der Ergebnisse
6. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Risiko- und Wettverhalten von Sportwettenteilnehmern in Deutschland, um zu klären, welche Motive zur Teilnahme führen und ob Unterschiede im Wettverhalten zwischen Spielern mit verschiedenen Bewegunggründen bestehen.
- Analyse der Sportwetten-Motive (Geldgewinn vs. Unterhaltung/Spannung).
- Untersuchung des Wett- und Risikoverhaltens mittels Online-Befragung.
- Vergleich von Spielergruppen basierend auf ihren primären Beweggründen.
- Evaluation des Einflusses von Wissen und Erfahrung auf das Wettverhalten.
- Erkenntnisgewinn über die Rationalität und Entscheidungsfindung beim Wetten.
Auszug aus dem Buch
2.8.1 Entscheidungen
Jedem Verhalten in unserem Leben liegt praktisch eine Entscheidung zugrunde. Bei Sportwetten werden die Teilnehmer mit einer Situation konfrontiert, die einen drängt eine Entscheidung zu treffen. Und trotz ihres erworbenen Fachwissens sind sie vermutlich nicht in der Lage, sich richtig bzw. rationell und logisch zu entscheiden. Das Konzept der Entscheidungsfindung ist mit der Auswahl einer Handlung aus mindestens zwei bestehenden potenziellen Alternativen unter Gewissheit und Ungewissheit verbunden. Jede Entscheidung birgt ein gewisses Risiko. Neben Entscheidungen mit geringen Konsequenzen sind auch solche mit existenzieller Bedeutung zu treffen, die die Zukunft der Sportwettenteilnehmer nachhaltig beeinträchtigen könnten. Die Entscheidungstheorie will Menschen helfen, „vernünftige Entscheidungen“ zu treffen und wie echte Entscheidungen zustande kommen.
Die deskriptive Entscheidungstheorie versucht auf die Frage, wie und warum Entscheidungen in Wirklichkeit getroffen werden, zu antworten. Sie versucht das tatsächliche Entscheidungsverhalten von Menschen zu beschreiben. Der Mensch der nach dieser deskriptiven Entscheidungstheorie handelt, geht empirisch vor und beobachtet oder überprüft den tatsächlichen Ablauf der Prozesse. Er handelt aber bei der Entscheidungsfindung nicht immer rational, da oft die kognitiven Kapazitäten nicht ausreichen um auf alle wichtigen Fakten einzugehen und diese zu untersuchen.
Im Mittelpunkt der normativen Entscheidungstheorie steht die Entscheidungslogik. Diese Entscheidungstheorie beschreibt nicht die Realität, aber sie soll Menschen zeigen, wie sie in unterschiedlichen Situationen, Entscheidungen „rational“ treffen können. Der Mensch der nach der normativen Entscheidungstheorie handelt, ist mit seinem rationalen Denken und Handeln nur am eigenen Nutzen interessiert und handelt rein egoistisch.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, beleuchtet das Wachstum des Sportwettenmarktes und definiert den Rahmen der Bachelor-Thesis.
2. Sportwetten: Hier werden der Glücksspielmarkt, die Historie sowie theoretische Grundlagen zu Wettarten, Teilnehmern und menschlichem Entscheidungsverhalten im Kontext von Wetten detailliert beschrieben.
3. Methodenkapitel: Dieses Kapitel erläutert die Konzeption, Durchführung und methodische Begründung der durchgeführten Online-Befragung als Forschungsinstrument.
4. Datenübersicht der Online-Befragung: Hier werden die soziodemografischen Daten der Stichprobe neutral dargestellt und statistisch zusammengefasst.
5. Messgrößen und Variablen: In diesem Teil werden die erhobenen Daten analysiert und nach Wett- und Risikoverhalten differenziert diskutiert.
6. Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und bietet einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Sportwettenmarktes.
Schlüsselwörter
Sportwetten, Motive, Risikoverhalten, Wettverhalten, Online-Befragung, Glücksspiel, Wettanbieter, Entscheidungstheorie, Quoten, Spielsucht, Sportwettenmarkt, Sportwettenteilnehmer, Online-Wetten, Risikobereitschaft, Tippverhalten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem deutschen Sportwettenmarkt und analysiert das konkrete Risiko- sowie Wettverhalten der Teilnehmer, um die Motive hinter dem Wetten besser zu verstehen.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Studie ab?
Die Schwerpunkte liegen auf den Motiven zur Teilnahme, den verschiedenen Wettarten, dem Risikoverhalten sowie sozioökonomischen Aspekten der Wettenden.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, herauszufinden, warum Menschen wetten und ob diejenigen, die den Sport/Wetten als Hobby betreiben, weniger risikoreich handeln als diejenigen, die explizit auf einen monetären Gewinn abzielen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die empirische Untersuchung basiert auf einer quantitativen Online-Befragung mit N=132 Teilnehmern, deren Ergebnisse anschließend ausgewertet und diskutiert werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zum Glücksspiel, eine detaillierte Auseinandersetzung mit Wettarten und Anbietern sowie die methodische Umsetzung und Auswertung der Primärforschung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Sportwetten, Motive, Risikoverhalten, Wettverhalten, Glücksspiel und Spielsuchtprävention.
Wie unterscheiden sich die Wettenden je nach Motivation?
Die Studie identifiziert zwei Gruppen: solche, die primär auf den Geldgewinn aus sind, und solche, die durch andere Motive (z.B. Unterhaltung) getrieben werden, wobei letztere oft aktiver wetten.
Welche Rolle spielt die „Cash-Out“-Funktion in dieser Untersuchung?
Die Untersuchung beleuchtet die Nutzung der Cash-Out-Option als spezifische Strategie zur Gewinnabsicherung oder Verlustminimierung bei risikoreichen Entscheidungen.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Bildungsstand und dem Wettverhalten?
Die Studie deutet darauf hin, dass die Mehrheit der befragten Teilnehmer über ein hohes Bildungsniveau verfügt, was ein interessanter Kontrast zu gängigen Klischees darstellt.
Was sind die wichtigsten Erkenntnisse zu den Motiven?
Während Geld der erwartete Hauptgrund ist, zeigen die Studienergebnisse, dass der Unterhaltungswert und der „Nervenkitzel“ (Adrenalin) als zentrale Beweggründe für viele Teilnehmer fungieren.
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- Anonym (Author), 2022, Sportwetten. Analyse des Risiko- und Wettverhaltens von Teilnehmern an Sportwetten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1348757