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Tugendethik, der Mensch und das Tier. Zur Verteidigung eines tugendethischen Veganismus

Titel: Tugendethik, der Mensch und das Tier. Zur Verteidigung eines tugendethischen Veganismus

Hausarbeit , 2021 , 20 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Saphira Lopes (Autor:in)

Philosophie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Beziehung zwischen Mensch und Tier gewinnt seit den letzten Jahrzehnten an immer größer werdender Bedeutung. Insbesondere angesichts globaler Massentierhaltung drängt sich in der Tierethik die Forderung auf, den Kreis der moralisch relevanten Objekte um uns zu erweitern. In der Folge würde dies bedeuten, den bisherigen Habitus vieler Menschen grundlegend zu verändern. Gerade deshalb gilt die Frage danach, ob wir tierische Produkte konsumieren sollten oder nicht, als eine der am hitzigsten geführten Debatte unserer Zeit.

Auch in der Tugendethik hat die Diskussion um unseren Umgang mit Tieren Einzug gehalten. Bei dieser moraltheoretischen Konzeption handelt es sich allerdings nicht um die Tugendethik der Antike, wie sie vor allem von Platon und Aristoteles entwickelt worden ist. Vielmehr gehen tugendethische Positionen in der Tierethik auf moderne Perspektiven der Tugendethik zurück. Diese zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass auf die bereits erwähnte Erweiterung der moralischen Berücksichtigung auf Tiere verzichtet wird. Anders als deontologische oder konsequentialistische Moraltheorien rückt die Tugendethik den moralischen Charakter des Menschen in den Vordergrund, um tierethische Fragen zu beantworten.

Im Rahmen dieser Arbeit liegt der Fokus auf der Verknüpfung von Tugendethik und Veganismus. Während sich der Vegetarismus inzwischen an breiter Akzeptanz und Popularität erfreut, gilt Veganismus oftmals noch als unzumutbare Lebenspraxis. Denn die bereits erwähnte Veränderung des Habitus scheint schlichtweg zu groß. Auch in der Philosophie obliegt dem Vegetarismus eine breitere Aufmerksamkeit als dem Veganismus. Genau hier setzt die vorliegende Arbeit an und fragt danach, welchen Beitrag tugendethische Positionen zur Veganismus-Debatte beitragen können. So sollen nicht abstrakte Moralprinzipien aus der Deontologie oder dem Konsequentialismus, sondern Tugenden zur Verteidigung einer veganen Lebensführung herangezogen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Moderne Tugendethik

3. Veganismus

3.1 Begriffe und Definitionen

3.2 Motive und Beweggründe

4. Tugendethik und Veganismus

4.1 Vegetarismus nach Rosalind Hursthouse

4.2 Tugendethischer Veganismus

4.2.1 Inkonsequenz des Vegetarismus

4.2.2 Tugenden des Veganismus

4.2.3 Zwischen Umweltethik und globaler Gerechtigkeit

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, den Veganismus aus der Perspektive der Tugendethik zu begründen und zu verteidigen. Dabei wird untersucht, inwiefern tugendethische Konzepte – anstatt abstrakter moralischer Prinzipien oder konsequentialistischer Erwägungen – eine überzeugende ethische Basis für eine vegane Lebensweise bieten können.

  • Grundlagen der modernen Tugendethik nach Rosalind Hursthouse
  • Differenzierung von Begriffen und Beweggründen für eine vegane Lebensweise
  • Kritische Analyse des Vegetarismus hinsichtlich seiner ethischen Konsequenz
  • Verbindung von Tugenden wie Mitgefühl, Fairness und Solidarität mit veganem Handeln
  • Einordnung des Veganismus in den Kontext von Umweltethik und globaler Gerechtigkeit

Auszug aus dem Buch

4.2.2 Tugenden des Veganismus

Folgt man Hursthouse, dann werden mäßige Personen charakteristischerweise ohne inneren Konflikt auf Wollpullover, Milch, Käse, Eier und Co. verzichten. Man kann dann von einem tugendethischen Veganismus sprechen. Dieser Begriff wurde im Zuge dieser Hausarbeit neu entwickelt und soll für einen Veganismus stehen, der in seiner Begründung einzig und allein auf Tugenden beruht. Dabei wird von konsequenten Veganerinnen und Veganern ausgegangen, die in Kapitel 3.2 als Personengruppe definiert wird, die ausschließlich pflanzliche Nahrung verzehrt und keine von Tieren stammenden Produkte und Erzeugnisse verwendet (vgl. Leitzmann, 2018, S. 14ff.). Zur Verteidigung einer veganen Lebens- und Ernährungsweise erscheint die von Rosalind Hursthouse gewählte Tugend der Sophrosyne als unzureichend, sodass nachfolgend weitere Tugenden herangezogen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Mensch-Tier-Beziehung ein und skizziert die Fragestellung, wie tugendethische Positionen eine vegane Lebensführung begründen können.

2. Moderne Tugendethik: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen tugendethischer Konzeptionen und grenzt diese von deontologischen sowie konsequentialistischen Ansätzen ab.

3. Veganismus: Hier erfolgt eine Begriffsbestimmung des Veganismus in Abgrenzung zum Vegetarismus sowie eine Darstellung verschiedener individueller Motive für eine vegane Lebensweise.

4. Tugendethik und Veganismus: Dies ist der Schwerpunktteil, der die Anwendung tugendethischer Prinzipien auf den Veganismus diskutiert, die Unzulänglichkeiten des Vegetarismus analysiert und zentrale Tugenden wie Mitgefühl und Fairness expliziert.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Tugendethik eine starke Argumentationsbasis für einen konsequenten, ethisch motivierten Veganismus bietet, der sich auch ökologischen und globalen Gerechtigkeitsfragen stellt.

6. Literaturverzeichnis: Hier sind sämtliche im Text verwendeten Quellen und Internetressourcen aufgeführt.

Schlüsselwörter

Tugendethik, Veganismus, Vegetarismus, Rosalind Hursthouse, Tierethik, Tierleid, Mensch-Tier-Beziehung, Sophrosyne, Mitgefühl, Fairness, Gerechtigkeit, Umweltethik, Globale Solidarität, Anthropozentrismus, Nachhaltigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie eine pflanzliche Lebensweise durch die Prinzipien der Tugendethik begründet werden kann, anstatt sich auf klassische Regeln oder reine Nutzenkalkulationen zu stützen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Moderne Tugendethik, die kritische Abgrenzung zwischen Vegetarismus und Veganismus sowie die moralische Verankerung von Mitgefühl, Gerechtigkeit und globaler Solidarität im Kontext des Veganismus.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass ein ethisch konsequenter Veganismus eine logische Konsequenz der tugendhaften Lebensführung darstellt, insbesondere unter Berücksichtigung der Mensch-Tier-Beziehung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophische Diskursanalyse, bei der primär die theoretischen Entwürfe von Rosalind Hursthouse auf die aktuelle Debatte um den Veganismus angewandt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung der Tugendethik, eine Begriffs- und Motivationsanalyse des Veganismus sowie eine praktische Anwendung, in der die Grenzen des Vegetarismus aufgezeigt und vegane Tugenden fundiert begründet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Tugendethik, Veganismus, Tierethik, Sophrosyne, Mitgefühl und globale Gerechtigkeit charakterisieren.

Warum hält die Autorin den Vegetarismus für inkonsequent?

Die Autorin argumentiert, dass der Konsum tierischer Produkte wie Milch und Eier weiterhin Ausbeutung und Leid im tierischen Sektor unterstützt, was im Widerspruch zu einem wahrhaft tugendhaften Verhalten steht.

Welche Rolle spielen ökologische Aspekte in dieser Arbeit?

Die Arbeit verknüpft die Tugendethik mit der Umweltethik, indem sie aufzeigt, dass ökologische Zerstörung und Ressourcenverschwendung durch eine nicht-vegane Lebensweise nicht mit der Tugend der Mäßigung (Sophrosyne) vereinbar sind.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Tugendethik, der Mensch und das Tier. Zur Verteidigung eines tugendethischen Veganismus
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Note
1,0
Autor
Saphira Lopes (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
20
Katalognummer
V1351046
ISBN (PDF)
9783346857095
ISBN (Buch)
9783346857101
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tugendethik Vegan Tierethik Ethik Tugend Veganismus Vegetarismus Umweltethik Globale Gerechtigkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Saphira Lopes (Autor:in), 2021, Tugendethik, der Mensch und das Tier. Zur Verteidigung eines tugendethischen Veganismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1351046
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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