Diese Arbeit stellt die Vorteile heraus, die das Spiel "Brennball" im Schulsport bezogen auf Inklusion bringen kann.
Das Spiel gehört zu den klassischen Bewegungsspielen, welche sich vor langer Zeit im Schulsport etabliert haben. Dabei stellt es vor allem Laufen, Fangen und Werfen sowie das taktische Miteinander der Schüler:innen in den Mittelpunkt.
Inhaltsverzeichnis
1 Spiel Brennball
2 Mögliche Barrieren des Spiels
3 Begriff Inklusion im Sport(-unterricht)
4 Das „6+1-Modell eines adaptiven Sportunterrichts“ nach Heike Tiemann
5 Adaption des Spiels
5. 1 Förderbedarf: Körperliche und motorische Entwicklung
5. 2 Förderbedarf: Sehen
5.3 Schüler*innen mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ)
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, den klassischen Schulsportklassiker „Brennball“ durch spezifische methodische Anpassungen für eine inklusive Schülerschaft zugänglich zu machen, um Barrieren abzubauen und die Teilhabe aller Kinder zu gewährleisten.
- Analyse der Inklusionsanforderungen im Sportunterricht.
- Einführung in das 6+1-Modell nach Tiemann zur Unterrichtsgestaltung.
- Identifikation spezifischer Barrieren bei Bewegungseinschränkungen und Sehbehinderungen.
- Praktische Adaptionsmöglichkeiten des Spiels Brennball für verschiedene Förderbedarfe.
- Strategien zur sprachlichen Unterstützung von Schüler*innen mit Deutsch als Zweitsprache.
Auszug aus dem Buch
1 Spiel Brennball
Das Spiel Brennball gehört zu den klassischen Bewegungsspielen, welche sich vor langer Zeit im Schulsport etabliert haben. Dabei stellt das Spiel vor allem das Laufen, Fangen und Werfen sowie das taktische Miteinander der Schüler:innen in den Mittelpunkt. Aufgrund der Spielidee und der einfach sowie klar strukturierten Regeln sind Schüler*innen motiviert und interessiert, das Spiel im Sportunterricht zu spielen (Tiemann, 2015). Darüber hinaus sind keine speziellen Techniken erforderlich (ebd.).
Bei dem Spiel Brennball werden die Schüler:innen in zwei gleichgroße Mannschaften eingeteilt, die gegeneinander auf einem begrenzten Spielfeld antreten (Boe & Verlemann, 2018). Eine Mannschaft zieht Leibchen an. Am Rand des Spielfeldes liegen vier bis sechs kleine Matten, die sogenannten „Bases“ (ebd.). Diese begrenzen auch gleichzeitig das Spielfeld. In der Mitte des Spielfeldes befindet sich ein umgedrehter Kasten oder ein Reifen. Dieser kennzeichnet das sogenannte „Brennmal“. Eine Mannschaft verteilt sich im Spielfeld („Fänger:innenmannschaft“) und die andere („Läufer:innenmannschaft“) stellt sich am Startpunkt auf. Ziel und Startpunkt werden durch Hütchen dargestellt, wobei das Ziel zusätzlich durch eine „Zielmatte“ gekennzeichnet ist (ebd.).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Spiel Brennball: Dieses Kapitel führt in die Grundlagen des klassischen Brennballspiels ein und erläutert dessen zentrale Bewegungsabläufe und Regeln.
2 Mögliche Barrieren des Spiels: Hier wird analysiert, welche physischen und kognitiven Herausforderungen bei der Umsetzung des Spiels für Schüler*innen mit Förderbedarf auftreten können.
3 Begriff Inklusion im Sport(-unterricht): Es werden die theoretischen und bildungspolitischen Grundlagen der Inklusion im niedersächsischen Schulwesen erörtert.
4 Das „6+1-Modell eines adaptiven Sportunterrichts“ nach Heike Tiemann: Dieses Modell wird als methodisches Framework vorgestellt, um Sportunterricht an individuelle Bedürfnisse anzupassen.
5 Adaption des Spiels: Der Praxisteil entwickelt konkrete Spielanpassungen für die Bereiche körperliche Beeinträchtigung, Sehbehinderung sowie für Schüler*innen mit DaZ.
Schlüsselwörter
Brennball, Inklusion, Sportunterricht, 6+1-Modell, Barrierefreiheit, Adaption, Körperbehinderung, Sehbehinderung, Deutsch als Zweitsprache, Teilhabe, Sportspiel, Pädagogik, Differenzierung, Inklusives Lernen, Methodenkompetenz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der inklusiven Gestaltung des Ballspiels Brennball im Sportunterricht für heterogene Lerngruppen.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Inklusionskonzepten, dem 6+1-Modell nach Tiemann und der praktischen Modifikation von Spielregeln und Materialien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch gezielte Adaptionen Barrieren abzubauen, sodass Schüler*innen mit verschiedenen Förderbedarfen aktiv am Spiel Brennball teilnehmen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Es wird das 6+1-Modell des adaptiven Sportunterrichts herangezogen, um das Spiel Brennball systematisch in den Bereichen Material, Regeln und Sozialformen zu analysieren und anzupassen.
Worum geht es im Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zur Inklusion und eine spezifische Anwendung der Adaptionsmodelle auf die Förderbereiche Sehen, Motorik und Sprachförderung.
Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Inklusion, Adaptive Spielgestaltung, Brennball, Barrierefreiheit und sportpädagogische Differenzierung.
Wie werden visuelle Elemente im Spiel für sehbehinderte Kinder angepasst?
Es werden akustische Signale (z.B. lautes Rufen beim Brennen) und taktile Hilfen eingesetzt, um die Orientierung auf dem Spielfeld zu erleichtern.
Welche Bedeutung hat das Rollbrett-Duo für das Spiel?
Das Rollbrett-Duo ermöglicht es körperlich stark eingeschränkten Schülern, aktiv an der Laufstrecke teilzunehmen, indem sie unterstützt von einem Partner die Base-Strecken absolvieren.
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- Lea Hempel (Autor), 2022, Inklusion im Schulsport. Adaption des Spiels "Brennball", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1351664