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Multiperspektivität und Fremdverstehen im Geschichtsunterricht. Eine Schulbuchkapitelanalyse

Title: Multiperspektivität und Fremdverstehen im Geschichtsunterricht. Eine Schulbuchkapitelanalyse

Term Paper , 2023 , 18 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Henrik Berentzen (Author)

Didactics - History
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In dieser Arbeit soll im analytischen Teil der Schulbuchanalyse folgende Frage behandelt werden: Inwieweit wird die Denkoperation des "Fremdverstehens" als Teil der Multiperspektivität (sowie auch der Ausdrucksform Kontroversität), in den ausgewählten Quellen, Verfasser- und Expertentexten, ebenso wie in den Aufgabenstellungen, des Schulbuchkapitels zum Imperialismus berücksichtigt bzw. gefordert?

Schon seit Jahrzehnten werden Schüler und Schülerinnen im schulischen Alltag mit geschichtsdidaktischen Prinzipien und Methoden wie Multiperspektivität, Fremdverstehen, Perspektivenübernahme oder Rollenspiel konfrontiert und dazu aufgefordert, verschiedene historische Perspektiven zu erkennen. Diese Arbeitsweisen und Manieren sind heutzutage aus der Schulpraxis nicht mehr wegzudenken. Trotz einer intensiven Auseinandersetzung mit Themen wie Multiperspektivität, musste man feststellen, dass Schüler und Schülerinnen oft noch große Probleme damit haben, sich in fremde Zeiten und deren historische Akteure hineinzuversetzen. Somit bleibt zuerst die Frage, ob die Schüler und Schülerinnen sich gegenüber der Denkoperation des Fremdverstehens eher verschließen ("nicht wollen") oder ob sie der Methodik nicht gewachsen sind ("nicht können"). Aufgrund von Bestrebungen, derartige Prinzipien stärker im geschichtsdidaktischen Kontext zu befestigen, ist die Thematik rund um das Fremdverstehen im historischen Kontext zu Beginn des 21. Jahrhunderts immer wieder normativ und theoretisch behandelt und diskutiert worden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Multiperspektivität

2.1 Geschichtsdidaktische Begründung von Multiperspektivität

2.2 Ziele von multiperspektivem Lernen

2.3 „Fremdverstehen“

3. Analyse des Kapitels zum Imperialismus auf Multiperspektivität

3.1 Multiperspektivität in den narrativen Darstellungen

3.2 Multiperspektivität in den Text- und Bildquellen

3.3 Multiperspektivität in den Arbeitsaufträgen

4. Ergebnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die geschichtsdidaktische Umsetzung der Denkoperation des „Fremdverstehens“ als Teil der Multiperspektivität und Kontroversität innerhalb eines spezifischen Schulbuchkapitels zum Thema Imperialismus, mit dem Ziel zu ermitteln, inwieweit die dortigen Materialien und Aufgabenstellungen dieses historische Lernen tatsächlich fordern und fördern.

  • Theoretische Fundierung von Multiperspektivität und Fremdverstehen im Geschichtsunterricht.
  • Analyse der Qualität und Quantität multiperspektivischer Quellen im Schulbuchkapitel.
  • Überprüfung der Wirksamkeit von Aufgabenstellungen zur Aktivierung historischer Empathie.
  • Evaluation der Diskrepanz zwischen multiperspektivischem Materialangebot und tatsächlicher Bearbeitungstiefe.
  • Überprüfung der Forschungsfrage im Kontext aktueller geschichtsdidaktischer Kontroversen.

Auszug aus dem Buch

3. Analyse des Kapitels zum Imperialismus auf Multiperspektivität

Für die folgende Kapitelanalyse habe Ich mir in dem Schulbuch Zeiten und Menschen 3, welches für die Jahrgangsstufe G9 ist, das Kapitel zum Thema des Imperialismus ausgesucht. Der Imperialismus ist aufgrund seiner unterschiedlichen Betrachtungs- und Vorgehensweisen, eine gute Möglichkeit um multiperspektivische Zeugnisse oder Darstellungen in ein Schulbuch einzubauen und so die verschiedenen Sichten der einzelnen Nationen, aber auch einzelner Menschen, darzustellen. Für die Schüler und Schülerinnen sollte gerade bei so einem Thema also die Möglichkeit bestehen, multiperspektivisch zu arbeiten und zu lernen.

Nach Jörn Rüsen sollen in einem Geschichtsschulbuch Historische Erfahrungen multiperspektivisch veranschaulicht werden. Dabei darf es den Schülern und Schülerinnen nicht an geeignetem Material fehlen (auch in Darstellungen). Es soll klar werden, dass ein und derselbe Sachverhalt unterschiedlich wahrgenommen werden kann. Vor allem Konflikte eignen sich gut in der Thematik, da den Schülern und Schülerinnen gar keine andere Wahl bleibt als argumentierend Stellung zu nehmen.

Bereits bei einem kurzen Blick über das ausgewählte Kapitel sind verschiedene Perspektiven durch Quellen und Darstellungstexte festzumachen (bspw. S. 16-17 oder S. 27). Eine anfängliche Hypothese könnte wie folgt lauten: Das Schulbuchkapitel zum Imperialismus bietet viele verschiedene Möglichkeiten multiperspektivisches Lernen zu fördern, bringt die Schüler und Schülerinnen allerdings nicht vertiefend mit der Denkoperation des Fremdverstehens in Berührung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die geschichtsdidaktischen Konzepte des Fremdverstehens und der Multiperspektivität ein und formuliert die zentrale Fragestellung der Schulbuchanalyse.

2. Multiperspektivität: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des multiperspektivischen Lernens sowie die Bedeutung von Empathie und Fremdverstehen als kognitive Fähigkeiten für historische Erkenntnisprozesse.

3. Analyse des Kapitels zum Imperialismus auf Multiperspektivität: Hier erfolgt die praktische Untersuchung des Schulbuchkapitels, gegliedert in die Analyse von narrativen Texten, Quellenmaterial und den begleitenden Arbeitsaufträgen.

4. Ergebnis: Das abschließende Kapitel fasst die Analyseergebnisse zusammen und bestätigt die Hypothese, dass trotz vorhandener Materialien die vertiefende Anwendung der Fremdverstehen-Denkoperation zu kurz kommt.

Schlüsselwörter

Multiperspektivität, Fremdverstehen, Geschichtsunterricht, Imperialismus, Schulbuchanalyse, historische Empathie, Quellenarbeit, Kontroversität, Pluralität, historische Urteilskompetenz, Perspektivenübernahme, Geschichtsdidaktik, Lernprozess, Zeitgenossenschaft, Interpretation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das geschichtsdidaktische Prinzip der Multiperspektivität und die darin verankerte Denkoperation des „Fremdverstehens“ in einem konkreten Schulbuchkapitel zum Thema Imperialismus umgesetzt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die geschichtsdidaktische Theorie der Multiperspektivität, historische Empathie im Unterricht sowie die kritische Analyse von Schulbuchmaterialien und Aufgabenstellungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu evaluieren, ob das untersuchte Schulbuch Schülern tatsächlich ermöglicht, Perspektiven historischer Akteure einzunehmen und das Fremdverstehen als zentrale Kompetenz zu trainieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine kriteriengeleitete Inhalts- und Kapitelanalyse angewandt, die sich auf geschichtsdidaktische Fachliteratur stützt, um das Schulbuchmaterial qualitativ zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert strukturiert die narrativen Darstellungen, die verwendeten Text- und Bildquellen sowie die pädagogischen Arbeitsaufträge hinsichtlich ihrer Eignung für den multiperspektivischen Unterricht.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Multiperspektivität, Fremdverstehen, narrative Darstellungen, Kontroversität, historische Urteilskompetenz und Schulbuchanalyse.

Wie unterscheidet sich diese Arbeit von einer bloßen Inhaltsangabe?

Die Arbeit bewertet die im Schulbuch enthaltenen Materialien kritisch anhand didaktischer Theorien, statt sie nur zusammenzufassen, und hinterfragt die methodische Tiefe der gestellten Aufgaben.

Welches Fazit zieht der Autor zur Förderung des Fremdverstehens?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass das Schulbuch zwar eine gute Materialgrundlage bietet, die Aufgabenstellungen jedoch das Potenzial zur vertiefenden Perspektivenübernahme und zum Fremdverstehen weitgehend ungenutzt lassen.

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Details

Title
Multiperspektivität und Fremdverstehen im Geschichtsunterricht. Eine Schulbuchkapitelanalyse
College
University of Münster
Grade
2,3
Author
Henrik Berentzen (Author)
Publication Year
2023
Pages
18
Catalog Number
V1352380
ISBN (PDF)
9783346864079
ISBN (Book)
9783346864086
Language
German
Tags
Multiperspektivität Fremdverstehen Geschichte Schulbuchkapitelanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Henrik Berentzen (Author), 2023, Multiperspektivität und Fremdverstehen im Geschichtsunterricht. Eine Schulbuchkapitelanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1352380
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