Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Law - Tax / Fiscal Law

Familienstiftungen. Ertragsteuerliche Gestaltungspotentiale im Hinblick auf Immobilieneigentum

Title: Familienstiftungen. Ertragsteuerliche Gestaltungspotentiale im Hinblick auf Immobilieneigentum

Bachelor Thesis , 2022 , 46 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Hannah Arija Ilchmann (Author)

Law - Tax / Fiscal Law
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das Ziel dieser Arbeit ist die Beantwortung der Frage, ob mit der Errichtung einer Familienstiftung die Ertragsteuerbelastung auf die laufenden Einkünfte aus der Vermietung einer Immobilie reduziert werden kann. Auf Grundlage dieser Feststellungen erfolgt eine kritische Analyse der herausgestellten Potentiale.

Familienstiftungen werden als Instrumente der Vermögensnachfolge angesehen, um unter anderem Familienvermögen dauerhaft zu erhalten und Streitigkeiten unter Erben vorzubeugen. Durch die niedrige Besteuerung einer Familienstiftung könnte diese allerdings auch zur Optimierung der laufenden Ertragsteuerbelastung geeignet sein und damit dem Familienverbund bereits zu Lebzeiten des Stifters die Möglichkeit offenbaren, steuerliche Gestaltungspotentiale im Hinblick auf Ertragsteuerbelastungen zu nutzen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Zielsetzung der Arbeit

1.2 Gang der Untersuchung

2 Einleitende Definitionen und Ausgangssituation des Beispielsachverhalts

2.1 Immobilien als Sachwerte

2.2 Die Familienstiftung als privatnützige Ausprägungsform der Stiftung

2.3 Darlegung der Ausgangssituation des Beispielsachverhalts

3 Ertragsteuerbelastung einer natürlichen Person unter besonderer Darlegung der Bedeutung von Immobilieneigentum

3.1 Die Besteuerung nach dem Einkommensteuergesetz

3.1.1 Persönliche Steuerpflicht

3.1.2 Sachliche Steuerpflicht

3.1.3 Progressiver Steuertarif bei Privatpersonen

3.1.4 Abgeltungsteuer als Ausnahme vom progressiven Steuertarif

3.2 Die besondere Bedeutung von Immobilieneigentum im Rahmen der sachlichen Steuerpflicht

3.2.1 Abgrenzung zwischen Vermögensverwaltung und Gewerbebetrieb

3.2.2 Laufende Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

3.2.3 Sonstige Einkünfte bei Veräußerung von Immobilieneigentum

3.3 Beispielhafte Ermittlung der Ertragsteuerbelastung von Privatpersonen in Bezug auf den Ausgangssachverhalt

4 Ertragsteuerbelastung einer Familienstiftung und ihrer Destinatäre unter besonderer Darlegung der Bedeutung von Immobilieneigentum

4.1 Die Besteuerung nach dem Körperschaftsteuergesetz

4.1.1 Die Familienstiftung als Steuersubjekt

4.1.2 Die Besteuerung der Familienstiftung

4.2 Die besondere Bedeutung von Immobilieneigentum im Stiftungsvermögen im Rahmen der sachlichen Steuerpflicht

4.2.1 Begründung einer Gewerbesteuerpflicht

4.2.2 Laufende Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

4.2.3 Veräußerung von Immobilien

4.3 Ertragsbesteuerung auf Ebene der Destinatäre

4.3.1 Ertragsbesteuerung auf Ebene der Destinatäre bei Zugehörigkeit der Auskehrungen zu Einkünften aus Kapitalvermögen

4.3.2 Ertragsbesteuerung auf Ebene der Destinatäre bei Zugehörigkeit der Auskehrungen zu sonstigen Einkünften

4.3.3 Beispielhafter Vergleich der Steuerbelastungen bei Zugehörigkeit zu Einkünften aus Kapitalvermögen bzw. sonstigen Einkünften

4.4 Beispielhafte Ermittlung der Ertragsteuerbelastung von Familienstiftungen und ihren Destinatären in Bezug auf den Ausgangssachverhalt

5 Darlegung ertragsteuerlicher Gestaltungspotentiale und kritische Analyse

5.1 Gestaltungspotential in Bezug auf die Höhe der Ertragsteuern

5.2 Thesaurierungsmöglichkeit vor Investitionen

5.3 Gestaltungspotential durch freie Wahl der Auskehrungszeitpunkte

5.4 Kritische Analyse der Gestaltungspotentiale

6 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht, ob durch die Errichtung einer Familienstiftung ertragsteuerliche Gestaltungspotentiale im Hinblick auf Immobilieneigentum entstehen und wie diese zur Optimierung der laufenden Steuerbelastung genutzt werden können, wobei die Ertragsbesteuerung natürlicher Personen derjenigen von Familienstiftungen und deren Destinatären gegenübergestellt wird.

  • Ertragsteuerliche Belastungsunterschiede zwischen natürlichen Personen und Familienstiftungen
  • Einfluss der Besteuerung bei Auskehrung von Stiftungserträgen an Destinatäre
  • Bedeutung der Einordnung als Einkünfte aus Kapitalvermögen oder sonstige Einkünfte
  • Möglichkeiten der Thesaurierung für zukünftige Investitionen
  • Gestaltung durch zeitliche Flexibilität bei der Gewinnausschüttung

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Abgrenzung zwischen Vermögensverwaltung und Gewerbebetrieb

Die Vermietung von Immobilien stellt grundsätzlich Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung dar, wenn keine Subsidiarität zu anderen Einkunftsarten besteht. Erfolgt diese allerdings in einem bestimmten Ausmaß, kann dadurch ein Gewerbebetrieb begründet werden. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn durch den Vermieter besondere Verpflichtungen übernommen werden oder neben der reinen Vermietung zusätzliche Leistungen erbracht werden. Folglich wären die Mieteinkünfte als Einkünfte aus Gewerbebetrieb i.S.d. § 15 EStG einzuordnen und das Vorliegen eines Gewerbebetriebs würde eine Gewerbesteuerpflicht begründen.

Grundsätzlich aber gilt laut ständiger Rechtsprechung des BFH die Vermietung unbeweglichen Vermögens, auch bei großem Umfang und hohem Verwaltungsaufwand, als Vermögensverwaltung und noch nicht als Gewerbebetrieb. Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem langfristigen Halten von Immobilien und der Fruchtziehung aus diesen, womit die Betätigung als private Vermögensverwaltung und nicht als Gewerbebetrieb zu beurteilen ist. Gilt die Vermietung als private Vermögensverwaltung, stellt diese Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung gemäß § 21 EStG dar und begründet keine Gewerbesteuerpflicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die darin besteht, ertragsteuerliche Gestaltungspotentiale bei der Errichtung einer Familienstiftung für Immobilieneigentum zu prüfen, und skizziert den weiteren Gang der Untersuchung.

2 Einleitende Definitionen und Ausgangssituation des Beispielsachverhalts: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Immobilie und Familienstiftung und legt den Beispielsachverhalt als Basis für die weiteren Berechnungen fest.

3 Ertragsteuerbelastung einer natürlichen Person unter besonderer Darlegung der Bedeutung von Immobilieneigentum: Hier werden die Grundlagen der Einkommensbesteuerung natürlicher Personen erläutert und die Steuerbelastung anhand des Beispielsachverhalts für Privatpersonen ermittelt.

4 Ertragsteuerbelastung einer Familienstiftung und ihrer Destinatäre unter besonderer Darlegung der Bedeutung von Immobilieneigentum: Dieses Kapitel analysiert die Besteuerung auf Ebene der Familienstiftung sowie die zweistufige Besteuerung bei Ausschüttungen an die Destinatäre.

5 Darlegung ertragsteuerlicher Gestaltungspotentiale und kritische Analyse: Hier werden die durch den Vergleich der Steuerbelastungen identifizierten Gestaltungsmöglichkeiten, wie Thesaurierung und Wahl des Ausschüttungszeitpunkts, kritisch bewertet.

6 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung führt die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt Auskunft darüber, unter welchen Voraussetzungen die Nutzung der untersuchten Gestaltungspotentiale sinnvoll sein kann.

Schlüsselwörter

Familienstiftung, Ertragsteuerbelastung, Immobilieneigentum, Körperschaftsteuer, Einkommensteuer, Vermietung und Verpachtung, Destinatäre, Gestaltungspotential, Thesaurierung, Kapitalertragsteuer, Gewerbesteuer, Vermögensverwaltung, Steueroptimierung, Ausschüttung, Besteuerungsstufen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die Errichtung einer Familienstiftung steuerliche Vorteile bei der Vermietung von Immobilien bietet und ob dadurch die Ertragsteuerbelastung im Vergleich zu einer steuerpflichtigen natürlichen Person reduziert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von privater Vermögensverwaltung und gewerblichen Einkünften, die zweistufige Besteuerung von Stiftungen und Destinatären sowie der Einfluss von Gestaltungsmöglichkeiten wie Thesaurierung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Forschungsfrage lautet, ob mit der Errichtung einer Familienstiftung die Ertragsteuerbelastung auf laufende Mieteinkünfte effektiv reduziert werden kann und unter welchen Bedingungen dies gelingt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine rechtswissenschaftliche Fundierung kombiniert mit einer quantitativen Analyse anhand eines durchgehenden Beispielsachverhalts (Fall A: Privatperson, Fall B: Familienstiftung), um Steuerlasten vergleichbar zu machen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Besteuerung natürlicher Personen einerseits und Familienstiftungen andererseits, inklusive einer kritischen Analyse der Gestaltungspotentiale bei Investitionen und Ausschüttungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Familienstiftung, Ertragsteuerbelastung, Immobilieneigentum, Thesaurierung, Vermögensverwaltung und Steuergestaltung.

Kann die Familienstiftung immer zur Steuerersparnis genutzt werden?

Nein, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Errichtung einer Familienstiftung bei durchschnittlichem Einkommen meist nicht sinnvoll ist, da Gründungskosten und laufender Verwaltungsaufwand die steuerliche Ersparnis schmälern können.

Welche Rolle spielt die Einordnung der Auskehrungen für den Destinatär?

Die Einordnung als Einkünfte aus Kapitalvermögen (mit 25% Abgeltungsteuer) oder sonstige Einkünfte (Teileinkünfteverfahren) entscheidet maßgeblich über die finale Steuerbelastung auf Ebene des Destinatärs.

Excerpt out of 46 pages  - scroll top

Details

Title
Familienstiftungen. Ertragsteuerliche Gestaltungspotentiale im Hinblick auf Immobilieneigentum
College
University of Applied Sciences Flensburg
Grade
1,0
Author
Hannah Arija Ilchmann (Author)
Publication Year
2022
Pages
46
Catalog Number
V1353571
ISBN (PDF)
9783346864932
ISBN (Book)
9783346864949
Language
German
Tags
familienstiftungen ertragsteuerliche gestaltungspotentiale immobilieneigentum
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hannah Arija Ilchmann (Author), 2022, Familienstiftungen. Ertragsteuerliche Gestaltungspotentiale im Hinblick auf Immobilieneigentum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1353571
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  46  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint