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Der Neoinstitutionalismus

Titel: Der Neoinstitutionalismus

Seminararbeit , 2008 , 16 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Christina Menge (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit thematisiert die neo-institutionalistischen Grundgedanken, welche vorwiegend anhand des „world-polity“-Ansatzes von John W. Meyer u.a. dargestellt und erläutert werden. Der Bezug zum Bildungssystem stellt ebenfalls einen wichtigen Aspekt dieser Ausarbeitung dar, da es entscheidend ist, die Relevanz des Neo-Institutionalismus für die Erziehungswissenschaft aufzuzeigen.
Das erste Kapitel greift die Grundlagen des Neo-Institutionalismus auf und beginnt mit einer begrifflichen Einführung. Der zweite Teil der Arbeit stellt den „world-polity“-Ansatz und die zentralen Begriffe des Konzeptes vor. Im dritten Kapitel wird dann auf den Bezug der Theorie zum Bildungssystem eingegangen. Hier wird unter anderem die funktionalistische Schultheorie thematisiert, die von Meyer u.a. als falsch bezeichnet und kritisiert wird. Im Anschluss daran wird stark verkürzt die globale Institutionalisierung der Bildung beschrieben, welche sich laut Meyer u.a. die Bildungsforschung vor neue Herausforderungen stellt. Eine genaue Beschreibung des global standardisierten Bildungssystems sowie den einzelnen Dimensionen der Standardisierung muss auf Grund des Umfangs leider entfallen. Im letzten Teil der Arbeit wird eine Einschätzung des Konzepts bezogen auf ausgewählte Aspekte vorgenommen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Der Neo-Institutionalismus – Allgemeines

1.1 Zum Begriff Institution

1.2 Neo-institutionalistische Theorierichtungen

2. Der „world-polity“-Ansatz

2.1 Die theoretischen Grundlagen

2.2 Die Schlüsselbegriffe

3. Der Bezug zum Bildungssystem

3.1 Kritik an funktionalistischen Theorien

3.2 Die globale Institutionalisierung der Bildung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Grundgedanken des Neo-Institutionalismus unter besonderer Berücksichtigung des „world-polity“-Ansatzes von John W. Meyer und analysiert deren Relevanz für das Bildungssystem sowie die Auswirkungen globaler Standardisierungstendenzen.

  • Grundlagen und zentrale Begriffe des Neo-Institutionalismus
  • Erläuterung des „world-polity“-Ansatzes und der Rolle der Weltkultur
  • Kritische Analyse funktionalistischer Bildungstheorien
  • Phänomene der Isomorphie und Entkopplung in Bildungssystemen
  • Globale Standardisierung von Bildung und deren Konsequenzen

Auszug aus dem Buch

2.2 Die Schlüsselbegriffe

Neben dem zentralen Begriff der world polity sind bereits weitere genannt worden, deren Bedeutung nicht zwangsläufig mit dem alltäglichen Verständnis des Wortes übereinstimmt. Die Begriffe Kultur, Isomorphie und Nationalstaaten sind hierbei so grundlegend, dass eine hinreichende Beschreibung dieses neo-institutionalistischen Ansatzes ohne eine genaue Erläuterung dieser Begriffe nicht auskommt. Ergänzt werden muss diese Liste noch durch die Entkopplung.

Die Kultur ist die zentrale Analysekategorie des „world-polity“-Ansatzes, wobei der Kulturbegriff weit über das übliche Verständnis von Kultur hinausgeht. „Gesellschaft erscheint als Kultur“ (Krücken 2005, S.10) und trägt die Grundprinzipien und Modelle oder auch Mythen, die die Weltgesellschaft wiederum zusammenhalten (vgl. ebd., S.10). „Kultur wird [...] als zumeist implizit bleibendes Hintergrundwissen verstanden, das allen sozialen Praktiken zugrunde liegt.“ (Krücken 2006, S.141). Die Umweltbedingungen, die durch die makrosoziologische Ausrichtung und den Fokus auf die Kultur als Einflussfaktoren auf gesellschaftliche Entwicklungen angesehen werden, sind so genannte weiche Faktoren. Dies bedeutet in der Praxis, dass Werte, Normen und Ideale, also der kulturelle Rahmen, anderen Faktoren wie technologische Bedingungen, finanzielle Ressourcen oder auch Marktstrukturen vorgezogen werden, die im Gegensatz zu den erstgenannten harte Faktoren darstellen (vgl. Hasse 2006, S.150). Die Kultur ist auf der globalen Ebene der sozialen Realität organisiert (vgl. Meyer u.a. 2005, S.90) und Hauptkonstituente der Nationalstaaten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Neo-Institutionalismus – Allgemeines: Dieses Kapitel führt in den theoretischen Begriff der Institution ein und beleuchtet die Entstehung und Entwicklung verschiedener neo-institutionalistischer Theorierichtungen seit den 1980er Jahren.

2. Der „world-polity“-Ansatz: Hier werden die theoretischen Grundlagen des von John W. Meyer geprägten Ansatzes sowie zentrale Begriffe wie Kultur, Isomorphie und Entkopplung erläutert, die das Verständnis der Weltgesellschaft bestimmen.

3. Der Bezug zum Bildungssystem: Das Kapitel kritisiert klassische funktionalistische Bildungstheorien und untersucht, wie globale Modelle zur Standardisierung von Bildungssystemen führen und welche Folgen dies für die Praxis hat.

Schlüsselwörter

Neo-Institutionalismus, world-polity, Weltkultur, Bildungssystem, Isomorphie, Entkopplung, Nationalstaat, Legitimation, Globalisierung, Organisation, Schulentwicklung, soziale Praxis, kulturelle Ordnung, Theorie, Bildungsforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die neo-institutionalistischen Grundgedanken und deren Anwendung auf globale Bildungstrends im Rahmen des „world-polity“-Ansatzes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Zentrum stehen die Konzepte von Weltkultur, die Rolle von Nationalstaaten als Akteure, sowie die Mechanismen der Isomorphie und der Entkopplung in modernen Organisationen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Relevanz des Neo-Institutionalismus für die Erziehungswissenschaft aufzuzeigen und zu klären, inwiefern globale Modelle die Entwicklung nationaler Bildungssysteme prägen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung und Literaturanalyse neo-institutionalistischer Ansätze, insbesondere der Arbeiten von John W. Meyer und seinem Umfeld.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Einführung des Neo-Institutionalismus, die Darstellung des „world-polity“-Ansatzes und die spezifische Anwendung dieser Theorie auf die internationale Bildungsentwicklung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist maßgeblich geprägt durch die Begriffe Isomorphie, Entkopplung, Legitimation und Weltkultur als zentraler Analysekategorie.

Warum kritisieren Meyer u.a. funktionalistische Bildungstheorien?

Laut den Autoren vernachlässigen funktionalistische Theorien die Ähnlichkeiten zwischen Bildungssystemen weltweit und können das empirisch nachweisbare Phänomen der Isomorphie nicht ausreichend erklären.

Was genau bedeutet der Begriff „Entkopplung“ in dieser Theorie?

Entkopplung beschreibt das Auseinanderdriften von formalen, legitimierten Organisationsstrukturen (Schein) und der tatsächlichen internen Praxis (Sein).

Welche Rolle spielen internationale Organisationen für die Bildung?

Internationale Organisationen wie die Weltbank dienen als „Diffusionsagenten“ für globale Modelle und fördern durch den Konformitätsdruck eine weltweit stattfindende Standardisierung von Bildungsinhalten.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Neoinstitutionalismus
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Veranstaltung
Globale Bildungstrends im Lichte weltgesellschaftlicher Theorien
Note
1,7
Autor
Christina Menge (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
16
Katalognummer
V135359
ISBN (eBook)
9783640433001
ISBN (Buch)
9783640432967
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Neoinstitutionalismus John W. Meyer
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christina Menge (Autor:in), 2008, Der Neoinstitutionalismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135359
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Leseprobe aus  16  Seiten
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