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Resilienz bei Kindern aus alkoholabhängigen Familien. Risikofaktoren und Schutzmaßnahmen

Titel: Resilienz bei Kindern aus alkoholabhängigen Familien. Risikofaktoren und Schutzmaßnahmen

Hausarbeit , 2021 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Psychologie - Sozialpsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Welche Faktoren wirken den vorhandenen Risiken bei Kindern mit alkoholabhängigen Eltern entgegen und wie können diese Faktoren durch spezielle Maßnahmen nachhaltig gestärkt beziehungsweise aufgebaut werden?
In dieser Hausarbeit werden zunächst die Risikofaktoren dargelegt, denen Kinder aus Familien mit einer Suchterkrankung ausgesetzt sind. Das dritte Kapitel beschreibt mithilfe des Challenge-Modells, welche Ressourcen die Entwicklung trotz vorhandener Risikofaktoren positiv beeinflussen, sodass die Grundlage für das vierte Kapitel gelegt ist. In diesem Teil werden konkrete Maßnahmen vorgestellt, die von einigen Einrichtungen eingesetzt werden, um die Resilienz der Kinder zu stärken.

In Deutschland leben über 2,5 Millionen Kinder unter 18 Jahren, die mit mindestens einem alkoholabhängigen Elternteil aufwachsen. Internationalen Forschungen zum Kindeswohl und der Entwicklungspsychologie ergaben, dass eine elterliche Suchtmittelabhängigkeit, speziell Alkoholabhängigkeit, als einer der gefährlichsten Risikofaktoren für die gesunde psychische und körperliche Entwicklung von Kindern, die im Umfeld leben, ist.

Kinder von Alkoholikern müssen als eine der größten Risikogruppen für die Entwicklung von Alkoholmissbrauch und Alkoholabhängigkeit angesehen werden. Sie haben ein bis zu 6-fach erhöhtes Risiko, selbst abhängig zu werden oder Alkohol zu missbrauchen. Ihre sozialen Fähigkeiten weisen oftmals Schwierigkeiten auf. Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch Heranwachsende aus suchtbelasteten Familien, die im Laufe ihres Lebens nicht auffällig werden.

Durch sogenannte Schutzfaktoren, also Variablen, die vorhandene Risiken abschwächen und die Entwicklung damit positiv beeinflussen, können diese Kinder trotz widriger Umstände zu mündigen und lebensfrohen Bürgern heranwachsen. Die wissenschaftliche Beschäftigung zu dem Thema "Kinder suchtkranker Eltern" gliedert sich in Risiko- und Resilienzstudien. Das Zusammenleben mit einem alkoholabhängigen Elternteil bedeutet einen chronisch stresshaften Zustand für das Kind. Kommt es zur erfolgreichen Bewältigung dieser Stressoren, ist von Bewältigungsstress auszugehen, der die Resilienzfähigkeit verstärkt und sich somit positiv auf die Entwicklung des Heranwachsenden auswirkt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Risikofaktoren für Kinder von alkoholabhängigen Eltern

2.1 Was ist Resilienz?

2.2 Risikofaktoren

3. Resilienz und Resilienzförderung

3.1 Was ist Resilienz?

3.2 Schutzfaktoren

3.3 Resilienzfaktoren bei Kindern

3.4 Das Challenge-Modell

4. Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz der betroffenen Kinder

4.1 Kindbezogene Ansätze

4.2 Gruppenarbeit

4.3 Familienorientierte Arbeit

4.4 Einzelfallhilfe

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Belastungen von Kindern in alkoholbelasteten Familien und erforscht, wie durch die Identifikation von Schutzfaktoren und gezielte resilienzfördernde Maßnahmen deren psychische Widerstandskraft gestärkt werden kann.

  • Analyse der spezifischen Risikofaktoren für Kinder suchtkranker Eltern
  • Grundlagen des Resilienzkonzepts und des Challenge-Modells
  • Darstellung konkreter Interventionsmöglichkeiten in Einzel- und Gruppenarbeit
  • Bedeutung der Elternarbeit für die langfristige Verbesserung der Kind-Situation

Auszug aus dem Buch

3.4 Das Challenge-Modell

Wolin und Wolin identifizierten aufgrund klinischer Interviews insgesamt sieben Resilienzen, die von den Folgen der krankmachenden Familienumwelt schützen können. Trotz starker Entwicklungsplastizität eine besonders hohe Stressresistenz aufweisen zu können, zeichnet einen resilienten Menschen aus. Kinder haben also auf einer Seite eine hohe Toleranz für stressreiche, widrige Ökologien und auf der anderen Seite eine gute Anpassungsfähigkeit an sich verändernde Lebensbedingungen. Differenziert werden diese sieben Resilienzen in: Einsicht, Unabhängigkeit, Beziehungsfähigkeit, Initiative, Kreativität, Humor und Moral (vgl. Klein, 2008, S.124).

Damit ein Kind mit den häuslichen Umständen so umgehen kann, dass sie eher förderlich als schädlich sind, muss es zur Einsicht kommen, dass in seinem Familienleben etwas nicht stimmt. In der Kindheit ist dieses zunächst ein Empfinden, welches sich im Laufe der Zeit durch Erfahrungen und Informationen über Alkoholprobleme zu Wissen entwickelt (vgl. Oswald, 2019, S.13).

Unabhängigkeit hilft den Kindern, sich von dem alkoholabhängigen Elternteil zu differenzieren und diesem so weniger ausgesetzt sind. Ebenso hilft es, sich von den Stimmungen innerhalb der Familie nicht mehr beeinflussen zu lassen. Sie beginnt mit einer inneren Distanz zu dem häuslichen Geschehen und führt mit der Zeit zu einer emotionalen und physischen Distanz zur Familie (vgl. Oswald, 2019, S.13).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beleuchtung der Relevanz des Themas angesichts der hohen Anzahl von Kindern in suchtbelasteten Familien und Formulierung der Forschungsfrage zur Resilienzstärkung.

2. Risikofaktoren für Kinder von alkoholabhängigen Eltern: Darlegung der belastenden Auswirkungen elterlicher Sucht, einschließlich psychischer und sozioökonomischer Risiken sowie Rollenveränderungen.

3. Resilienz und Resilienzförderung: Definition von Resilienz und Vorstellung des Challenge-Modells zur Ressourcenaktivierung von gefährdeten Kindern.

4. Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz der betroffenen Kinder: Vorstellung praktischer pädagogischer und therapeutischer Interventionsmöglichkeiten in Gruppen und Einzelsituationen.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Plädoyer für einen stärkeren Fokus auf die Unterstützung betroffener Kinder jenseits der reinen Suchtprävention für Eltern.

Schlüsselwörter

Resilienz, Sucht, Alkoholabhängigkeit, Kinder, Schutzfaktoren, Challenge-Modell, Kindeswohl, Risikofaktoren, Resilienzförderung, Gruppentherapie, Entwicklungspsychologie, Sozialpädagogik, Bewältigungsstrategien, Elternarbeit, Selbstwirksamkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Kindern, die in Familien mit alkoholabhängigen Elternteilen aufwachsen, und erforscht, wie deren psychische Widerstandsfähigkeit (Resilienz) gestärkt werden kann.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Das Spektrum reicht von der Identifikation der Risikofaktoren über psychologische Resilienzkonzepte bis hin zu praktischen pädagogischen Unterstützungsangeboten für die betroffenen Kinder.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Schutzfaktoren identifiziert und durch gezielte, praxisorientierte Maßnahmen gefördert werden können, damit Kinder trotz widriger Umstände eine gesunde Entwicklung nehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär genutzt?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Aufarbeitung bestehender Resilienz- und Suchtmodelle (insbesondere des Challenge-Modells) basiert.

Was wird im umfangreichen Hauptteil thematisiert?

Dort werden zunächst die Risiken erörtert, gefolgt von einer theoretischen Fundierung der Schutzfaktoren und einer detaillierten Vorstellung von Therapie- und Gruppenangeboten zur Resilienzstärkung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Resilienz, Risikofaktoren, Schutzfaktoren, Suchtbelastung, Kindeswohl, Bewältigungsstrategien und pädagogische Intervention.

Was besagt das im Text erwähnte Challenge-Modell konkret?

Das Modell von Wolin und Wolin benennt sieben spezifische Resilienzen, wie Einsicht, Unabhängigkeit und Kreativität, die Kindern helfen, die negativen Folgen eines suchtbelasteten häuslichen Umfelds abzufedern.

Warum wird betont, dass Arbeit mit der gesamten Familie notwendig ist?

Da familiäre Konflikte oft auf Diskrepanzen in der Wahrnehmung basieren, ist eine begleitende Elternarbeit essenziell, um die Erziehungsfähigkeit zu verbessern und ein förderliches Umfeld für das Kind zu schaffen.

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Details

Titel
Resilienz bei Kindern aus alkoholabhängigen Familien. Risikofaktoren und Schutzmaßnahmen
Hochschule
DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen; Zentrale
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
16
Katalognummer
V1353982
ISBN (PDF)
9783346870995
ISBN (Buch)
9783346871008
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alkoholabhängigkeit Kinder abhängiger Eltern Alkoholkranke Familien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Resilienz bei Kindern aus alkoholabhängigen Familien. Risikofaktoren und Schutzmaßnahmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1353982
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Leseprobe aus  16  Seiten
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