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Klimawandel im Literaturunterricht. Potenzial des Genres "climate fiction" in der Schule

Titel: Klimawandel im Literaturunterricht. Potenzial des Genres "climate fiction" in der Schule

Hausarbeit , 2021 , 15 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser wissenschaftlichen Arbeit geht es darum, Möglichkeiten zu entwickeln, wie man das „Cli-Fi“ oder „Climate Fiction“ Genre für den Deutschunterricht verwenden kann und welches Potenzial es für die Umweltbildung von Schüler*innen birgt. Da der Deutschunterricht daran ansetzt, kommunikative Kompetenzen aller Schüler*innen in der deutschen Sprache weiter zu entwickeln und sie zur Reflexion und zum Diskurs zu befähigen, kann dieses Genre ein hervorragendes Mittel sein, über Umweltschutz und Klimawandel sprechen zu lernen. Da Literatur oft darauf ausgelegt ist, Emotionen bei den Leser*innen hervorzurufen und diese völlig einzunehmen durch das Herstellen und Eröffnen von lebensweltlichen Bezügen, liegt das Potenzial des Genres darin, die Leser*innen mit dem Thema zu konfrontieren und es erfahrbarer zu machen, als dies durch Fachliteratur der Fall ist.

Um die Nutzung von Climate Fiction im Literaturunterricht zu analysieren, beschäftigt sich die Arbeit mit der frühen Umweltbildung und Umwelterziehung, um eine grundlegende Basis des Themas im schulischen Kanon zu schaffen. Außerdem werden die die pädagogischen Ansätze zum Einsatz von Cli-Fi in der Schule aufgegriffen und erklärt, inwiefern man Klimafiktion im Unterricht einsetzen kann. Es werden außerdem Handlungsalternativen aufgezeigt, da sich für verschiedene Altersklassen unterschiedliche Lerninhalte eignen. Des Weiteren werden Beispiele für den Einsatz bestimmter Literatur genannt. Eine didaktische Perspektive des Genres wird untersucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Zielsetzung

Frühe Umwelterziehung und Umweltbildung

Pädagogische Ansätze der Klimafiktion

Climate Fiction – Dystopie als Hindernis für Lernerfolge

„Solarpunk“ –

mögliche Alternative und Ergänzung zum Cli-Fi – Genre?

Motivierender Einsatz von Cli-Fi

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das pädagogische Potenzial des Genres „Climate Fiction“ (Cli-Fi) für den Deutschunterricht, um ein tieferes Verständnis für Klimawandel und Umweltschutz bei Schülerinnen und Schülern zu fördern. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Frage, wie Literatur als Medium genutzt werden kann, um Lernmotivation zu steigern und einen Zugang zu komplexen ökologischen Themen jenseits rein faktenbasierter Lehrmittel zu ermöglichen.

  • Pädagogische Relevanz von Umweltbildung in der Schule
  • Einsatzmöglichkeiten von Cli-Fi im Deutschunterricht
  • Abwägung zwischen dystopischer Wirkkraft und Motivationsverlust
  • Solarpunk als motivierende, utopische Alterative im Unterricht
  • Förderung von Empathie und kritischem Denken durch Literatur

Auszug aus dem Buch

Climate Fiction – Dystopie als Hindernis für Lernerfolge

Forscher*innen stellten in Diskussionen bezüglich des Einsatzes von Climate Fiction Romanen im Schulunterricht die Wirkung von dystopischen Charakter in Frage. Die Frage ist, ob sich dieser negativ auf Lernerfolge auswirken könnte und Motivationen für das Themengebiet sogar mindert.

Das Cli-Fi Genre umfasst Themen, die sich mit der möglichen Zukunft befassen, je nachdem wie die Menschheit auf die Auswirkungen des Klimawandels reagiert. Diese Geschichten haben einen dystopischen Charakter, welchen man auch mit einer negativen oder schwarzen Utopie gleichsetzen kann (vgl. Ricklefs 1996: 1943). Die Schauplätze dieser Handlungen sind bedrohte Städte, Inseln und abgelegene arktische Regionen, die ein drohendes Ende oder einen Untergang vorhersagen. Somit kann man das Genre definitiv als etwas beschreiben, dass mit negativen Assoziationen arbeitet und eine mahnende Botschaft enthält.

Ein Problem könnte bei der Vermittlung von Climate Fiction bei besonders jungen Leser*innen entstehen, da die meisten Klima-Romane eine düstere Zukunft ausmalen: „most works of climate fiction are leading readers to associate climate change with intensely negative emotions, which could prove counterproductive to efforts at environmental engagement or persuasion“ (vgl. Schneider-Mayerson 2018: 474). Zu befürchten ist, dass Schüler*innen die Thematik mit etwas Negativem assoziieren, wodurch auch der Lernerfolg gemindert werden könnte, genauso wie die Motivation, sich mit dem Klimawandel auseinanderzusetzen.

Zusammenfassung der Kapitel

Zielsetzung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Umweltbildung und formuliert die Forschungsfrage nach dem Potenzial von Climate Fiction im Unterricht.

Frühe Umwelterziehung und Umweltbildung: Hier wird die historische und pädagogische Verankerung der Umweltbildung in deutschen Schulen sowie deren Bedeutung für das frühe Verständnis von Klimaschutz dargestellt.

Pädagogische Ansätze der Klimafiktion: Das Kapitel untersucht, wie literarische Werke Emotionen wecken und durch narrative Ansätze abstrakte Klimathemen erfahrbar machen können.

Climate Fiction – Dystopie als Hindernis für Lernerfolge: Hier wird kritisch hinterfragt, ob die oft düsteren, dystopischen Zukunftsszenarien des Genres bei Schülern eher Demotivation und Fatalismus erzeugen als Handlungsbereitschaft.

„Solarpunk“ – mögliche Alternative und Ergänzung zum Cli-Fi – Genre?: Die Analyse stellt Solarpunk als optimistische Ergänzung vor, die durch positive Zukunftsentwürfe und handlungsorientierte Ansätze neue Motivationspotenziale bietet.

Motivierender Einsatz von Cli-Fi: Dieses Kapitel zeigt praktische Wege auf, wie Lehrkräfte Cli-Fi gezielt einsetzen können, um Lernende zur kritischen Reflexion und kreativen Auseinandersetzung zu animieren.

Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass Climate Fiction ein machtvolles didaktisches Werkzeug ist, sofern die Auswahl der Texte auf die psychologische Reife der Schüler abgestimmt wird.

Schlüsselwörter

Klimawandel, Climate Fiction, Cli-Fi, Umweltbildung, Solarpunk, Dystopie, Literaturunterricht, Pädagogik, Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein, Lernmotivation, Wissenschaftskommunikation, Empathiefähigkeit, Schullehrplan, Umwelterziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Potenzial von klimabezogener Belletristik (Climate Fiction) als pädagogisches Instrument im schulischen Unterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt Umweltbildung, die didaktische Einbindung von fiktionalen Texten, die Herausforderungen dystopischer Erzählweisen für Lernende sowie das Konzept der Solarpunk-Literatur.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es zu analysieren, wie Cli-Fi im Unterricht genutzt werden kann, ohne Lernende aufgrund der düsteren Thematik zu demotivieren, und welche alternativen Ansätze existieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die pädagogische Theorien mit empirischen Befunden zur Wirkung von Literatur auf das Umweltbewusstsein und die Motivation von Schülern verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Umweltbildung, die Untersuchung didaktischer Potenziale von Cli-Fi, die Problematisierung dystopischer Narrative und die Vorstellung von Solarpunk als konstruktive Alternative.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Climate Fiction, Umweltbildung, pädagogische Didaktik, Dystopie, Solarpunk und Lernmotivation.

Warum wird Solarpunk als besonderes Genre hervorgehoben?

Solarpunk wird als „realistisch utopisches“ Gegenmodell zur meist düsteren Climate Fiction präsentiert, das den Fokus auf Lösungsansätze und positive Gestaltungsmöglichkeiten legt.

Wird empfohlen, Climate Fiction bereits in der Grundschule einzusetzen?

Der Autor empfiehlt eher eine differenzierte Herangehensweise und schlägt vor, die intensiveren, oft negativen dystopischen Inhalte erst in der Oberstufe zu behandeln, während jüngere Jahrgänge eher von positiven Szenarien profitieren.

Welche Rolle spielt die emotionale Ebene beim Lesen von Climate Fiction?

Literatur dient als „Tor“, das über die reine Faktenvermittlung hinausgeht: Sie fördert Empathie und Fremdverstehen, kann aber bei zu dystopischen Inhalten auch negative Emotionen wie Angst oder Fatalismus auslösen.

Was ist die Kernbotschaft des Fazits?

Ein produktiver Umgang mit der Welt wird durch Fiktion gefördert, wobei eine didaktisch kluge Auswahl zwischen dystopischen und utopischen Inhalten entscheidend für den Erfolg der Umweltbildung ist.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Klimawandel im Literaturunterricht. Potenzial des Genres "climate fiction" in der Schule
Hochschule
Universität Bremen
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
15
Katalognummer
V1355166
ISBN (PDF)
9783346865298
ISBN (Buch)
9783346865304
Sprache
Deutsch
Schlagworte
klimawandel literaturunterricht potenzial genres schule
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Klimawandel im Literaturunterricht. Potenzial des Genres "climate fiction" in der Schule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1355166
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Leseprobe aus  15  Seiten
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