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Konzepte von Liebe, Eros, Lebenskrisen und Thanatos in ausgewählten Prosawerken Arthur Schnitzlers

Title: Konzepte von Liebe, Eros, Lebenskrisen und Thanatos in ausgewählten Prosawerken Arthur Schnitzlers

Academic Paper , 2022 , 20 Pages , Grade: non graded paper (passed)

Autor:in: Jean Delteil (Author)

Literature - Modern Literature
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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Arbeit werden ausgewählte Prosawerke Arthur Schnitzlers anhand von drei Themen untersucht, welche diese Werke stark prägen, nämlich Liebe und Eros, Lebenskrisen und Tod (Thanatos). Das Thema Liebe und Eros wird einerseits unter dem Licht der gesellschaftlichen Konventionen und der männlichen Doppelmoral auf Kosten der weiblichen Identität analysiert, und andererseits wird der Paradigmenwechsel, nämlich das Auftreten emanzipierter Frauen, in der späten Prosa Schnitzlers aufgezeigt. Im weiteren Verlauf der Arbeit werde ich versuchen, die zwei vorherrschenden Arten von Lebenskrisen in den Werken Schnitzlers zu analysieren; die Ehrenkrise und die Liebeskrise. Das Motiv des Todes wird unter Berücksichtigung von vier Todesmodi behandelt: Selbstmord, Krankheit, Mord und Unfall. Basierend auf der Analyse dieser Themen wird zum Schluss der Versuch unternommen, eine Charakterisierung von Schnitzlers Prosawerken zu skizzieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 – Einleitung

2 – Liebe, Eros, Geschlechtsverhältnisse

2.1 – Liebe, Eros

2.2 – Frauen als Handelsgut

2.3 – Emanzipierte Frauen: ein Paradigmenwechsel in der späten Prosa

3 – Lebenskrisen: Auswege oder Endstation?

3.1 – Ehrenkrisen

3.2 – Liebeskrisen

3.2.1 – Frau Berta Garlan

3.2.2 – Albertine und die Traumnovelle

4 – Thanatos

4.1 – Selbstmord

4.2 – Krankheit

4.3 – Mord

4.4 – Unfall

5 – Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht ausgewählte Prosawerke von Arthur Schnitzler hinsichtlich der drei zentralen Themenkomplexe Liebe und Eros, Lebenskrisen sowie Tod (Thanatos), um daraus eine Charakterisierung seines literarischen Schaffens abzuleiten.

  • Analyse gesellschaftlicher Konventionen und der männlichen Doppelmoral
  • Untersuchung des Paradigmenwechsels durch emanzipierte Frauenfiguren in der späten Prosa
  • Erforschung der Arten von Lebenskrisen, insbesondere der Ehren- und Liebeskrise
  • Behandlung des Todesmotivs anhand der vier Modi Selbstmord, Krankheit, Mord und Unfall

Auszug aus dem Buch

2.1 – Liebe, Eros und Spiel

Zwei Erzählungen könnten uns veranlassen zu denken, dass Schnitzler eine echte Liebesgeschichte erzählen kann, es handelt sich hierbei um Sterben und die Traumnovelle. Die zwei Protagonisten von Sterben, Felix und Marie, „are not-middle aged bourgeois stuck in an unsatisfying marriage and a conventional, boring and meaningless life, [...] They are very much in love“. Dennoch fokussiert die Erzählung auf den langen Weg von Felix in den Tod und am Ende Maries Flucht, die nicht sterben möchte. Die Traumnovelle, die anfänglich das Bild eines glücklichen Ehepaares liefert, begibt sich schnell auf die Ebene der Sexualität herab und nach der Aussprache mit seiner Frau denkt Fridolin er müsse sich von Ihr scheiden lassen. Ende gut, alles gut könnte man fast denken, doch der Schein trügt, weil Albertine Fridolin darum bittet, nicht an die Zukunft zu denken. Kann ein Paar, welches nicht in die Zukunft blicken kann, überhaupt glücklich sein? Man könnte daran zweifeln.

Schnitzler scheint das Thema Liebe hauptsächlich auf zwei Ebenen abzuhandeln, die der Erotik und jene des Spiels. Dies wird meines Erachtens von zwei Faktoren bestimmt. Einerseits spielen die damaligen gesellschaftlichen Konventionen eine entscheidende Rolle, andererseits stellen Schnitzlers eigene Einstellungen und persönliche Schwierigkeiten ein Problem dar. Barbara Gut fasst die damalige Situation sehr gut zusammen: „Die gesellschaftliche Situation der Frau im Österreich der Jahrhundertwende war gekennzeichnet durch eine emanzipationsfeindliche Grundstimmung. Diese äußerte sich in einer wirtschaftlichen, wie auch sozialen Unterlegenheit gegenüber dem männlichen Geschlecht“.

Das Gewicht und die Trägheit der Konventionen ließen einer Frau wenig Handlungsspielraum. Sie konnte heiraten und wurde eine anständige bürgerliche Frau, die sich um den Haushalt und die Kinder kümmerte und auch die Seitensprünge des Ehemannes erduldete. Oder Sie war die Gefallene, das süße Mädel aus niedriger Herkunft und der Vorstadt, das gerne sozial aufsteigen möchte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 – Einleitung: Die Einleitung führt in die thematischen Schwerpunkte der Arbeit ein: Liebe und Eros, Lebenskrisen sowie Thanatos, und hinterfragt Schnitzlers Menschenbild sowie seinen deterministischen Ansatz.

2 – Liebe, Eros, Geschlechtsverhältnisse: Dieses Kapitel analysiert die Darstellung von Liebe und Erotik unter dem Einfluss gesellschaftlicher Konventionen und beleuchtet den Wandel des Frauenbildes in der späten Prosa.

3 – Lebenskrisen: Auswege oder Endstation?: Die Untersuchung konzentriert sich auf Ehren- und Liebeskrisen als Auslöser für existentielle Identitätsspaltungen bei Schnitzlers Protagonisten.

4 – Thanatos: Dieses Kapitel behandelt das wiederkehrende Todesmotiv in vier verschiedenen Erscheinungsformen: Selbstmord, Krankheit, Mord und Unfall.

5 – Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass Schnitzler ein scharfsinniger Analytiker der menschlichen Seele und Gesellschaft war, der trotz seines deterministischen Weltbildes eine tiefe Menschlichkeit zeigt.

Schlüsselwörter

Arthur Schnitzler, Liebe, Eros, Lebenskrisen, Thanatos, Determinismus, Doppelmoral, Emanzipation, Identitätskrise, Tod, Psychoanalyse, Psychologie, Gesellschaft, Traumnovelle, Fräulein Else

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundsätzliche Anliegen dieser Seminararbeit?

Die Arbeit analysiert die Prosawerke Arthur Schnitzlers anhand der drei dominierenden Themen Liebe, Lebenskrisen und Tod, um ein tieferes Verständnis für sein Menschen- und Gesellschaftsbild zu erlangen.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Untersuchung?

Die Arbeit konzentriert sich auf geschlechterspezifische Dynamiken, die Auswirkungen gesellschaftlicher Konventionen im Wien der Jahrhundertwende sowie die psychologischen Krisen der Protagonisten vor dem Hintergrund des Todes.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage ist, wie sich die Motive Liebe, Lebenskrisen und Thanatos in Schnitzlers Prosa manifestieren und ob man Schnitzler eher als Zyniker oder als Skeptiker bzw. Determinist einzuordnen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Die Arbeit führt eine literaturwissenschaftliche Analyse von ausgewählten Prosawerken durch, ergänzt durch die Einbeziehung psychologischer und gesellschaftshistorischer Kontexte.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil der Untersuchung im Fokus?

Im Hauptteil werden die Geschlechterverhältnisse und der Wandel der Frauenrollen, spezifische Arten von Lebenskrisen wie die Ehrenkrise sowie die verschiedenen Todesmodi detailliert analysiert.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Determinismus, geschlechtsspezifische Rollenbilder, psychische Deformation und die Darstellung des inneren Monologs maßgeblich geprägt.

Inwiefern spielt der "Innere Monolog" eine Rolle für die Analyse?

Der innere Monolog wird als zentrales Medium erkannt, das es Schnitzler ermöglicht, die psychische Spaltung und die inneren Qualen seiner Charaktere realistisch und tiefgründig darzustellen.

Wie wird Schnitzlers Haltung zum Tod in der Arbeit bewertet?

Der Tod wird nicht als reines Spannungselement, sondern als notwendige Konsequenz seines Determinismus gesehen, wobei die Arbeit hervorhebt, dass Schnitzlers Blick trotz der Konfrontation mit der Endlichkeit stets menschlich und mitfühlend bleibt.

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Details

Title
Konzepte von Liebe, Eros, Lebenskrisen und Thanatos in ausgewählten Prosawerken Arthur Schnitzlers
College
University of Geneva  (Faculty of letters)
Course
Seminar
Grade
non graded paper (passed)
Author
Jean Delteil (Author)
Publication Year
2022
Pages
20
Catalog Number
V1355332
ISBN (PDF)
9783346869746
ISBN (Book)
9783346869753
Language
German
Tags
Arthur Schnitzler Prosawerke Liebe Eros Lebenskrisen Thanatos Psychologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jean Delteil (Author), 2022, Konzepte von Liebe, Eros, Lebenskrisen und Thanatos in ausgewählten Prosawerken Arthur Schnitzlers, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1355332
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