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Der Positivismusstreit und wissenschaftliche Objektivität

Titel: Der Positivismusstreit und wissenschaftliche Objektivität

Essay , 2023 , 8 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziologie - Allgemeines und Theorierichtungen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Dieser Essay wurde als Modulabschlussprüfung einer Einführungsvorlesung im Fach Soziologie angefertigt. Die zu bearbeitende Frage lautete: "Welche These zur Herstellung von Objektivität in der Wissenschaft überzeugt mehr? Poppers These oder die der Frankfurter Schule?" In dem Essay werden die Perspektiven Adornos und Poppers vor dem Hintergrund neuerer Literatur zu dem Thema dargelegt und anschließend wird eine Abwägung der beiden Positionen vorgenommen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die deutsche Soziologie der Nachkriegszeit

3. Popper: Objektivität durch die kritische Methode

4. Adorno: Dialektische Kritik der Gesellschaft

5. Kritische Theorie oder kritischer Rationalismus?

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedlichen wissenschaftstheoretischen Ansätze von Karl Popper und Theodor W. Adorno im Kontext des sogenannten Positivismusstreits, um zu bewerten, welcher Ansatz überzeugender zur Herstellung von Objektivität in der Soziologie beiträgt.

  • Wissenschaftslogische Grundlagen der Soziologie in der Nachkriegszeit
  • Gegenüberstellung von kritischem Rationalismus und Kritischer Theorie
  • Methodologische Ansätze: Falsifizierbarkeit vs. Dialektik
  • Die Rolle der gesellschaftlichen Totalität in der soziologischen Forschung
  • Reflektion über wissenschaftliche Objektivität und normative Positionierungen

Auszug aus dem Buch

3. Popper: Objektivität durch die kritische Methode

Die Objektivität der Wissenschaften wird Popper zufolge durch die Objektivität der kritischen Methode gewährleistet (1969: 106). Diese bestehe darin, Lösungsversuche für Probleme zu testen (ebd.: 105). Dabei stütze sie sich auf objektive logische Hilfsmittel wie den Satz der Widerspruchsfreiheit oder die Deduktion (ebd.: 106). Die Deduktion ist für Popper das Instrument bzw. die Theorie, welche es bei gegebener Gültigkeit von Prämissen und Folgerungen gestattet, diese Gültigkeit auf die Konklusion zu übertragen (ebd.: 115; Frisby 1972: 110).

Die kritische Methode erschöpft sich für Popper jedoch nicht auf den isolierten Forschungsprozess. Stattdessen sei es notwendig, dass die Lösungsvorschläge für die bestehenden Probleme theoretisch falsifizierbar seien und einer intersubjektiven Kritik zugänglich gemacht werden, welche sie widerlegen oder vorläufig akzeptieren könne (Popper 1969: 106). Objektivität ist in Poppers Konzeption also auch an die Existenz wissenschaftlicher Institutionen mit einer kritischen Tradition gebunden (1969: 112). Durch diese Voraussetzungen werde das Verfahren des trial and error veranlasst, welches eine Annäherung an die Wahrheit ermögliche (Popper 1969: 118).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in den Positivismusstreit ein und definiert die zentrale Forschungsfrage nach der überzeugenderen These zur Herstellung von Objektivität in der Wissenschaft.

2. Die deutsche Soziologie der Nachkriegszeit: Dieses Kapitel skizziert die verschiedenen soziologischen Schulen und die politischen sowie methodischen Konflikte, die zum Positivismusstreit führten.

3. Popper: Objektivität durch die kritische Methode: Hier wird Poppers Konzept erläutert, das auf der Falsifizierbarkeit von Hypothesen und deduktiven Verfahren basiert.

4. Adorno: Dialektische Kritik der Gesellschaft: Der Abschnitt stellt Adornos Ansatz vor, der die gesellschaftliche Totalität betont und eine dialektische statt einer deduktiven Methode fordert.

5. Kritische Theorie oder kritischer Rationalismus?: Ein Vergleich der Ansätze, der Poppers Stärken in der Einzelstudie und Adornos Stärken in der gesamtgesellschaftlichen Analyse beleuchtet.

6. Fazit: Das Fazit bewertet beide Ansätze kritisch und kommt zu dem Schluss, dass Adornos Fokus auf die gesellschaftliche Totalität der Soziologie angemessener ist, während Popper eine klare methodische Basis bietet.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Positivismusstreit, kritischer Rationalismus, Kritische Theorie, Theodor W. Adorno, Karl Popper, Soziologie, Objektivität, Falsifizierung, Dialektik, gesellschaftliche Totalität, Wissenschaftstheorie, Deduktion, Forschungslogik, Nachkriegszeit, Sozialwissenschaften

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den historischen "Positivismusstreit" zwischen Karl Popper und Theodor W. Adorno hinsichtlich ihrer unterschiedlichen Auffassungen von wissenschaftlicher Objektivität in der Soziologie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die wissenschaftstheoretischen Differenzen in der deutschen Soziologie der Nachkriegszeit, die Logik der Forschung sowie die Frage nach dem gesellschaftlichen Auftrag der Soziologie.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, welche der beiden Thesen zur Herstellung von Objektivität in der Wissenschaft – die von Popper oder die der Frankfurter Schule – überzeugender ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich wissenschaftstheoretischer Positionen der beiden Protagonisten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der soziologischen Strömungen der Nachkriegszeit sowie die detaillierte Ausarbeitung und Gegenüberstellung von Poppers kritischem Rationalismus und Adornos dialektischer Gesellschaftskritik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Positivismusstreit, Kritische Theorie, kritischer Rationalismus, Objektivität, Gesellschaftstheorie und wissenschaftliches Vorgehen.

Warum hält Adorno die deduktive Methode für unzureichend?

Adorno argumentiert, dass die deduktive Methode dazu führt, die widersprüchliche Realität der Gesellschaft künstlich in eine konsistente Einheit zu zwingen, weshalb er die Dialektik als adäquater ansieht.

Weshalb ist laut Popper eine intersubjektive Kritik entscheidend?

Popper betont die intersubjektive Kritik, da wissenschaftliche Institutionen und ein kontinuierlicher Austausch notwendig sind, um Hypothesen zu falsifizieren und sich somit der Wahrheit anzunähern.

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Details

Titel
Der Positivismusstreit und wissenschaftliche Objektivität
Hochschule
Universität Münster
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
8
Katalognummer
V1357096
ISBN (PDF)
9783346870964
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Positivismusstreit Popper Karl Popper Adorno Theodor W. Adorno Positivismus Objektivität Sozialwissenschaften Methode Soziologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2023, Der Positivismusstreit und wissenschaftliche Objektivität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1357096
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