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Der europäische Emissionshandel ab 2013 und seine Auswirkungen auf (deutsche) Industrieunternehmen

Wie Unternehmen sich auf den Emissionshandel ab 2013 vorbereiten können

Titel: Der europäische Emissionshandel ab 2013 und seine Auswirkungen auf (deutsche) Industrieunternehmen

Studienarbeit , 2009 , 28 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: B. A. in International Business Malte Gelück (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der globale Klimawandel und seine weit reichenden Folgen werden zukünftig wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand weltweit gefährden. Die EU hat diese Gefahren erkannt und im März 2007 neue Klimaschutzziele für die Mitgliedsstaaten beschlossen. Der Ausstoß von Treibhausgasen in der EU soll bis 2020 um 20% im Vergleich zum Jahr 1990 gesenkt werden, bei Zustandekommen eines
neuen globalen Klimaschutzabkommens sogar um 30%.

Ein wesentliches Instrument zur Erreichung dieser Ziele ist das seit 2005 existierende Europäische Emissionshandelssystem (EU-ETS). Dieses Handelssystem macht den Ausstoß von Treibhausgasen zu einem Kostenfaktor, indem die einbezogenen Unternehmen für jede von ihnen emittierte Tonne CO2 ein entsprechendes Zertifikat erwerben und vorzeigen müssen. Die ersten beiden Handelsperioden (2005-2007 und 2008-2012) waren zunächst als Implementierungs- und Probephase gedacht. Dabei sollten die Mitgliedsstaaten bei der Erreichung ihrer Klimaschutzziele von Kyoto unterstützt werden. Trotz zahlreicher Probleme bei der anfänglichen Ausgestaltung des Systems und des Handels wurden hierbei wertvolle Erfahrungen mit dem neuen Instrument gesammelt.

Ab 2013 bekommt das Instrument des Emissionshandels bei der Erreichung der neuen Klimaschutzziele der EU jedoch zentrale Bedeutung. Daher verabschiedete das Europäische Parlament am 17. Dezember 2008 im Rahmen eines umfassenden Klimapakets u. a. eine Änderung der Emissionshandelsrichtlinie mit neuen Regelungen für den Handel ab 2013. Dieser Kompromiss hat weit reichende Konsequenzen für alle betroffenen Unternehmen, da diese zukünftig einen ernsthaften Beitrag zum Klimaschutz leisten müssen. Für die strategische Planung von Unternehmen wird der Emissionshandel künftig eine immer wichtigere Rolle spielen.

Vor diesem Hintergrund ist das Ziel dieser Studienarbeit eine ausführliche Darstellung der neuen Regelungen zum Emissionshandel
ab 2013 sowie eine Analyse von deren Auswirkungen, insbesondere auf deutsche Industrieunternehmen. Hierbei stellt sich u. a.
auch die Frage, welche verschiedenen Strategien und Optionen den Unternehmen im Rahmen des Emissionshandels zur Verfügung stehen, um die neuen Auflagen möglichst wirtschaftlich zu erfüllen. Am Ende der Studienarbeit stehen Handlungsempfehlungen, wie sich Industrieunternehmen trotz noch bestehender Planungsunsicherheiten bereits heute auf die Änderungen und Kosten des Emissionshandels ab 2013 vorbereiten können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Ziele und Ausgestaltung des europäischen Emissionshandels

1.1. Erfahrungen der ersten Handelsperioden

1.2. Der Emissionshandel ab 2013

1.2.1. Umfang und Aufbau des Handels

1.2.2. Allokation der Zertifikate

1.2.3. Offene Punkte

2. Strategien und Optionen für Unternehmen im Emissionshandel

2.1. Verringerung der Emissionen

2.2. Aktiver Handel mit Emissionszertifikaten

2.3. Erwerb von Emissionsgutschriften

3. Auswirkungen des Emissionshandels auf Industrieunternehmen

3.1. Auswirkungen auf unterschiedliche Branchen

3.2. Wettbewerbsauswirkungen

3.3. Voraussichtliche Entwicklung des Handels

4. Möglichkeiten der Vorbereitung auf den Emissionshandel ab 2013

4.1. Anforderungen an das interne Management des Emissionshandels

4.2. Strategische Stabsstelle als möglicher Lösungsansatz

Zielsetzung & Themen

Diese Studienarbeit analysiert die neuen Regelungen des europäischen Emissionshandels ab 2013 sowie deren Auswirkungen auf deutsche Industrieunternehmen. Das Hauptziel ist die Identifikation von Handlungsoptionen und die Entwicklung strategischer Empfehlungen, wie Unternehmen ihre Vorbereitungen auf die veränderten regulatorischen Rahmenbedingungen und Kostenstrukturen gestalten können.

  • Analyse der Änderungen im EU-Emissionshandel (EU-ETS) ab 2013.
  • Untersuchung der wirtschaftlichen Auswirkungen auf energieintensive Industriebranchen.
  • Bewertung strategischer Optionen zur Emissionsverringerung und Zertifikatsverwaltung.
  • Strategien für ein effizientes betriebliches Emissionsmanagement.
  • Konzeption einer strategischen Stabsstelle zur Koordination der Klimaschutzaktivitäten.

Auszug aus dem Buch

1.1. Erfahrungen der ersten Handelsperioden

In den ersten Handelsperioden von 2005-2007 und von 2008-2012 erfasst das EU-ETS die CO2-Emissionen von ca. 10.500 Anlagen aus allen 27 Mitgliedstaaten. Dies entspricht etwa 41% aller THG-Emissionen der EU (vgl. European Commission 2008, S. 13). Einbezogen werden alle THG emittierenden Anlagen aus den Sektoren Energieerzeugung, Raffinerieprozesse, Kokereien, Stahl-, Zement-, Kalk-, Glas-, Keramik-, Zellstoff- und Papierindustrie, die gewisse Grenzwerte überschreiten (vgl. European Commission 2008a, S. 1 und 9). Ab 2012 wird auch der Flugverkehr berücksichtigt, andere Sektoren sollen später folgen. Außerdem nehmen seit Anfang 2008 mit Norwegen, Lichtenstein und der Schweiz auch die Mitglieder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) am Emissionshandel teil.

Insbesondere die erste Handelsperiode war als Probephase angelegt, um Erfahrungen mit dem weltweit ersten Emissionshandelssystem dieser Größe zu sammeln (der folgende Absatz basiert auf European Commission 2008, S. 13-14 und Gelück 2008, S. 47-52). Abgesehen von einigen Schwierigkeiten und Verzögerungen bei der Implementierung wurde in allen Mitgliedstaaten ein funktionierendes Monitoring-, Reporting- und Strafsystem für die Emissionen und die Zertifikate eingeführt.

Darüber hinaus entstand ein liquider Markt für Emissionsrechte in Europa mit stetig steigendem Handelsvolumen. Auf der anderen Seite konnten einige große Problemfelder identifiziert werden (siehe Abb. 1), die in der zukünftigen Ausgestaltung des Emissionshandels verbessert werden sollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ziele und Ausgestaltung des europäischen Emissionshandels: Dieses Kapitel erläutert die Erfahrungen der ersten beiden Handelsphasen des EU-ETS und analysiert die neuen regulatorischen Regelungen für die Handelsperiode ab 2013.

2. Strategien und Optionen für Unternehmen im Emissionshandel: Hier werden die drei Kernstrategien für betroffene Unternehmen – Emissionsverringerung, aktiver Zertifikatehandel und der Erwerb von Emissionsgutschriften – im Detail vorgestellt.

3. Auswirkungen des Emissionshandels auf Industrieunternehmen: Das Kapitel untersucht die spezifischen direkten und indirekten wirtschaftlichen Belastungen für Industriebetriebe und beleuchtet Wettbewerbsverzerrungen sowie die zukünftige Marktentwicklung.

4. Möglichkeiten der Vorbereitung auf den Emissionshandel ab 2013: Abschließend werden Managementempfehlungen gegeben, wie Unternehmen sich strategisch organisieren können, um den Herausforderungen durch die neuen Emissionsvorgaben effizient zu begegnen.

Schlüsselwörter

Europäischer Emissionshandel, EU-ETS, Treibhausgasemissionen, Klimaschutzziele, Industrieunternehmen, Emissionszertifikate, Carbon Leakage, Energieeffizienz, Strategisches Management, Emissionsmanagement, Kyoto-Protokoll, CDM, JI, Zertifikatspreis, Reduktionsvorgaben.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Auswirkungen der neuen EU-Emissionshandelsregeln ab 2013 auf die deutsche Industrie und zeigt auf, wie Unternehmen ihre Strategien anpassen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der regulatorischen Ausgestaltung des EU-ETS, den betriebswirtschaftlichen Handlungsoptionen und den ökonomischen Folgen für energieintensive Sektoren.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Das Ziel ist die Bereitstellung eines Leitfadens für Industrieunternehmen, um trotz Planungunsicherheiten eine effektive Strategie für den Emissionshandel ab 2013 zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse sowie eine Auswertung von Berichten der EU-Kommission und Fachquellen zur Ableitung strategischer Handlungsempfehlungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Mechanismen des Emissionshandels, die Kostenfaktoren wie den Strompreisanstieg und organisatorische Lösungsansätze wie die Einrichtung einer Stabsstelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind EU-ETS, Emissionsmanagement, Carbon Leakage, Zertifikatehandel, Energieintensive Industrie und Reduktionsstrategien.

Warum ist das "Carbon Leakage"-Problem für Industrieunternehmen so relevant?

Es besteht die Gefahr, dass Unternehmen aufgrund hoher Kosten durch den Emissionshandel ihre Produktion in Länder außerhalb der EU verlagern, was die Wettbewerbsfähigkeit gefährdet.

Welche Rolle spielt eine "strategische Stabsstelle" für das Emissionsmanagement?

Sie dient der zentralen Koordination aller abteilungsübergreifenden Aktivitäten – von der Budgetplanung bis hin zur Marktbeobachtung – um widersprüchliche Entscheidungen im Unternehmen zu vermeiden.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der europäische Emissionshandel ab 2013 und seine Auswirkungen auf (deutsche) Industrieunternehmen
Untertitel
Wie Unternehmen sich auf den Emissionshandel ab 2013 vorbereiten können
Hochschule
Hochschule München
Veranstaltung
European Structures and Organizations
Note
1,0
Autor
B. A. in International Business Malte Gelück (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
28
Katalognummer
V136155
ISBN (eBook)
9783640443772
ISBN (Buch)
9783640444410
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Emissionshandel Klimaschutz strategisches Controlling Unternehmensführung EU-ETS EU Wirtschaftspolitik Kyoto-Protokoll Carbon trading Industrieunternehmen Treibhausgase CO2 Energiepreise Windfall profits Europäische Union dritte Handelsperiode Umweltpolitik Emissionszertifikat Emissionsrechte europäischer Emissionshandel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B. A. in International Business Malte Gelück (Autor:in), 2009, Der europäische Emissionshandel ab 2013 und seine Auswirkungen auf (deutsche) Industrieunternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136155
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Leseprobe aus  28  Seiten
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