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Erste schriftliche Dokumente: Die Glossen. El Cantar de Mío Cid. Mester de Clerecía.

Title: Erste schriftliche Dokumente: Die Glossen. El Cantar de Mío Cid. Mester de Clerecía.

Seminar Paper , 2005 , 12 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Elisabeth Fritz (Author)

Romance Studies - Spanish Studies
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Summary Excerpt Details

Um die Entwicklung einer Sprache zu rekonstruieren, bedarf es schriftlicher Dokumente, aus denen der jeweilige Zustand ersichtlich wird. Dies erweist sich natürlich als schwierig, sobald man die romanischen Sprachen zur Zeit ihrer Entstehung untersucht, als nur das Lateinische in der Schriftsprache Verwendung fand. Volkssprachliche Elemente finden jedoch im Laufe einer Übergangszeit (etwa 5.-10. Jahrhundert) vermehrt Einzug in den schriftsprachlichen Bereich, meistens in Form von unbewussten „Fehlern“ der Schreiber, die auf mangelnde Bildung oder Achtsamkeit schließen lassen. Um ca. 1000 n. Chr. hat die Volkssprache ein Stadium erreicht, in dem sie sich so sehr vom Lateinischen unterscheidet, dass lateinischen Texte in der Regel nicht mehr ohne Hilfestellungen verstanden werden. Zwei der ersten schriftlichen Dokumente der Volkssprache auf der Iberischen Halbinsel sind die Glossen, die genau diesem Zweck dienen: Sie bestehen aus lateinischen oder romanischen Worterklärungen, Über¬setzungen und anderen Verständnishilfen. Neben den Glossen sollen hier auch El Cantar de Mío Cid und die Mester de Clerecía vorgestellt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Glossen: Glosas Emilianenses und Glosas Silenses

3 El Cantar de Mio Cid – Mester de Juglaría

4 Mester de Clerecía

5 Bedeutung der ersten schriftlichen Dokumente

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anfänge der volkssprachlichen Literatur auf der Iberischen Halbinsel und analysiert anhand ausgewählter Dokumente die sprachlichen Entwicklungen vom Lateinischen zum Altspanischen. Ziel ist es, durch die Untersuchung dieser frühen Zeugnisse den Übergang zur romanischen Sprache nachzuvollziehen und die soziokulturelle Bedeutung der literarischen Gattungen zu beleuchten.

  • Entstehung und Bedeutung der Glosas Emilianenses und Glosas Silenses
  • Sprachliche Analyse des Heldenepos „El Cantar de Mio Cid“
  • Charakteristika der Dichtungsschule „Mester de Clerecía“
  • Vergleich zwischen volkssprachlicher Spielmannsdichtung und gelehrter Klerikerdichtung
  • Rekonstruktion der spanischen Sprachgeschichte anhand historischer Dokumente

Auszug aus dem Buch

3 El Cantar de Mio Cid – Mester de Juglaría

El Cantar de Mio Cid, das berühmte spanische Heldenepos, markiert den Beginn der volkssprachlichen Literatur auf der Iberischen Halbinsel. Es ist nur in einer auf Kastilisch verfassten fragmentarischen Abschrift vom Anfang des 14. Jahrhunderts erhalten, in der der Anfang fehlt; das Werk selbst wird inzwischen frühestens auf Beginn des 13. Jahrhunderts datiert, nachdem Menéndez Pidal aufgrund archaischer Elemente in der Sprache von einer Entstehung um 1140 ausging. Nach neuerer Auffassung sind diese kein Argument für eine frühere Entstehung des Epos, da der Autor – der bis heute nicht bekannt ist – absichtlich archaische Formen verwendet haben kann (Bollée/Neumann-Holzschuh 62f.). Dennoch gilt auch dieses Datum keineswegs als sicher (vgl. Wesch 132).

Das Heldenepos erzählt vom bewegten Leben des historischen Rodrigo Díaz de Vivar, eines Vasallen am Hofe Alfons’ VI, der 1043 in Vivar geboren wurde, 1094 Valencia eroberte und dort 1099 starb. Anders als es wohl der historischen Figur entsprechen würde, wird er im Epos zum vollkommenen mittelalterlichen Helden idealisiert, der beim König in Ungnade fällt, verbannt wird und mit seiner Gefolgschaft auszieht, um, ganz nach Art des heldenhaften Ritters, gegen die Mauren zu kämpfen und so schließlich die Gunst des Königs wiedererlangt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert den Prozess der sprachlichen Rekonstruktion des Übergangs vom Lateinischen zur Volkssprache auf der Iberischen Halbinsel durch frühe schriftliche Zeugnisse.

2 Die Glossen: Glosas Emilianenses und Glosas Silenses: Dieses Kapitel analysiert die ältesten glossierten Kodizes als erste Verständnishilfen und markiert damit den Beginn der schriftlichen Fixierung romanischer Elemente.

3 El Cantar de Mio Cid – Mester de Juglaría: Es wird das bekannteste spanische Heldenepos als zentrales Werk der Spielmannsdichtung vorgestellt, das sprachlich bereits klare altspanische Merkmale aufweist.

4 Mester de Clerecía: Das Kapitel beschreibt die gelehrte Dichterschule der Kleriker, die als Gegenbewegung zur Spielmannsdichtung mit pädagogischem Anspruch christliches Gedankengut verbreitete.

5 Bedeutung der ersten schriftlichen Dokumente: Zum Abschluss werden die behandelten Dokumente in den Gesamtzusammenhang der spanischen Sprachgeschichte eingeordnet und ihre Bedeutung für die historische Sprachrekonstruktion hervorgehoben.

Schlüsselwörter

Spanische Sprachgeschichte, Glosas Emilianenses, Glosas Silenses, El Cantar de Mio Cid, Mester de Juglaría, Mester de Clerecía, Altspanisch, Romanisierung, Sprachwandel, Heldenepos, Gonzalo de Berceo, Volkssprache, Mittelalterliche Literatur, Philologie, Sprachdokumente

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der spanischen Sprache im Mittelalter und untersucht dazu frühe schriftliche Dokumente, die den Übergang vom Lateinischen zum Romanischen und Altspanischen belegen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören die Analyse früher Glossen, die Charakteristika des Heldenepos „Cantar de Mio Cid“ sowie die Rolle der klerikalen Dichtungsschule „Mester de Clerecía“.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die sprachliche Entwicklung hin zum heutigen Spanisch anhand historischer Texte nachzuvollziehen und wichtige Stationen dieser Entwicklung zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine philologische und linguistische Analyse historischer Kodizes und literarischer Texte unter Einbeziehung relevanter wissenschaftlicher Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Glossen, die Untersuchung des „Cantar de Mio Cid“ hinsichtlich seiner Sprache und Gattung sowie die Darstellung der literarischen Konzepte des „Mester de Clerecía“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sprachgeschichte, Altspanisch, Volkssprache, Glossen und die spezifischen literarischen Gattungen des Mittelalters definiert.

Welche Rolle spielt Gonzalo de Berceo in der Arbeit?

Gonzalo de Berceo wird als der bedeutendste Vertreter des „Mester de Clerecía“ und als erster namentlich bekannter spanischer Dichter hervorgehoben, dessen Werke wichtige Rückschlüsse auf den sprachlichen Fortschritt im 13. Jahrhundert zulassen.

Wie unterscheiden sich „Mester de Juglaría“ und „Mester de Clerecía“?

Während die „Mester de Juglaría“ als mündlich vorgetragene Spielmannsdichtung primär der Unterhaltung diente, verfolgte das „Mester de Clerecía“ als gelehrte, schriftlich fixierte Klerikerdichtung einen pädagogisch-religiösen Bildungsauftrag.

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Details

Title
Erste schriftliche Dokumente: Die Glossen. El Cantar de Mío Cid. Mester de Clerecía.
College
University of Augsburg  (Angewandte Sprachwissenschaft Romanistik/Spanisch)
Course
Geschichte der spanischen Sprache
Grade
1,7
Author
Elisabeth Fritz (Author)
Publication Year
2005
Pages
12
Catalog Number
V136242
ISBN (eBook)
9783640434817
ISBN (Book)
9783640435142
Language
German
Tags
Erste Dokumente Glossen Cantar Mester Clerecía
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Elisabeth Fritz (Author), 2005, Erste schriftliche Dokumente: Die Glossen. El Cantar de Mío Cid. Mester de Clerecía., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136242
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