Diese Einsendeaufgabe befasst sich mit der Bedeutung und der Zielsetzung der ISO Standard 19600 "Compliance-Management-Systems" sowie die damit einhergehende Bedeutung für Unternehmen und mit der Compliance. Die interne und externe Kommunikation in Unternehmen wird in diesem Zusammenhang beleuchtet.
Der Begriff Compliance kommt ursprünglich aus dem Angloamerikanischen und bedeutet, dass Regeln, also aufgestellte Gesetze sowie Richtlinien innerhalb und außerhalb einer Organisation gegenüber anderen eingehalten werden müssen. Es handelt sich also um die Beachtung und Verfolgung von vorgegebenen Pflichten, die gesetzlich und vertraglich festgelegt sind. Häufig wird der Begriff Compliance mit dem Code of Conduct in Verbindung gebracht, welcher eine Sammlung von angemessenen Verhaltensweisen im Unternehmen widerspiegelt.
Inhaltsverzeichnis
Aufgabe 1
Aufgabe 2
Aufgabe 3
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und praktischen Implikationen von Compliance-Management-Systemen (CMS) sowie deren Abgrenzung und Synergien mit Corporate Social Responsibility (CSR), um aufzuzeigen, wie Unternehmen durch diese Instrumente ihre strategische Marktposition sichern und ethisches Handeln fördern können.
- Bedeutung und Zielsetzung des ISO-Standards 19600 für Compliance-Management-Systeme.
- Definition, Herkunft und unternehmerische Relevanz von Compliance.
- Konzeptionelle Einordnung und gesellschaftliche Verantwortung durch CSR.
- Vergleich der Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Compliance und CSR.
- Diskussion der Vor- und Nachteile sowie der Kosten-Nutzen-Aspekte bei der Implementierung eines CMS.
Auszug aus dem Buch
Aufgabe 1
Die erste Aufgabe befasst sich mit der Bedeutung und der Zielsetzung der ISO Standard 19600 „Compliance-Management-Systems“ sowie die damit einhergehende Bedeutung für Unternehmen.
Erstmalig wurde der ISO Standard 19600 im Juni 2012 in Australien als Compliance Anforderung empfohlen, jedoch wurde dieser anfangs aufgrund von Lücken abgelehnt. Nach weiterer Überarbeitung durch die DIN und weitere ISO Mitglieder wurde die Norm zunächst beschlossen. Der ISO Standard 19600 wurde am 15. Dezember 2014 durch die Internationale Organisation für Normung veröffentlicht. Zuvor wurde dieser im September 2014 final freigegeben. Zwei Jahre später nach der Veröffentlichung wurde der ISO Standard 19600 im Oktober 2016 in die deutsche Sprache übersetzt und in die DIN-Norm übernommen und veröffentlicht. Diese neue DIN-Norm entspricht in der deutschen Fassung dem Typ B. Dies bedeutet, dass sie aktuell nur eine Empfehlung darstellt. Zu Typ A ist sie aktuell noch in der Umsetzungsphase aber noch nicht abgegolten. Auf insgesamt 31 Seiten enthält dieser ISO Standard 19600 51 Klauseln mit Handlungsempfehlungen, die als Leitfaden für Compliance Managementsysteme dienen.
Diese internationalen Rahmenbedingungen stellen die Einhaltung aller Verpflichtungen von Organisationen dar und bezeichnen damit den Compliance. Hierbei besteht keine gesetzliche Verpflichtung, sondern es handelt sich um eine Leitlinie. Wichtig zu beachten ist, dass sie auf Organisationen jeglicher Art zutrifft und somit universell für Organisationen, Behörden, Verbände und Unternehmen gilt. Unwichtig bei der Art von Organisationen ist zudem, ob diese wohltätig oder gewinnbringend sind. Die Einrichtung des ISO Standards 19600 ist in den Organisationen individuell und richtet sich nach der Größe, Struktur oder auch Komplexität, also nach dem Aufbau der Organisation. Diese neue DIN-Norm enthält Empfehlungen zur Umsetzung und der Erstellung von CSM in der Praxis. Es bestehen aber keine festen Vorgaben, da die Gesetzgebung international unterschiedlich ist. CSM ist die Abkürzung für Compliance Management Systeme und beinhaltet die Organisationspflichten der internen und externen Unternehmensorganisation.
Zusammenfassung der Kapitel
Aufgabe 1: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung, den Zweck und die universelle Anwendbarkeit der ISO-Norm 19600 als Leitfaden für Compliance-Managementsysteme.
Aufgabe 2: Hier wird der Begriff Compliance definiert, von internen und externen Regularien abgegrenzt und der Zusammenhang zwischen Compliance, CSR und ethischem Unternehmensverhalten beleuchtet.
Aufgabe 3: Dieses Kapitel diskutiert die strategischen Vor- und Nachteile sowie die kritische Bedeutung der Kommunikation und Auswahl geeigneter Fachkräfte bei der Einführung eines Compliance-Management-Systems.
Schlüsselwörter
Compliance, Compliance-Management-System, ISO 19600, Corporate Social Responsibility, CSR, Unternehmensführung, ethisches Verhalten, Risikominimierung, Stakeholder, Wettbewerbsvorteil, CSR-Berichtspflicht, Unternehmenskultur, Unternehmenswerte, Nachhaltigkeit, Compliance-Kultur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den betriebswirtschaftlichen Grundlagen des Compliance-Managements und dessen Schnittstellen zur gesellschaftlichen Unternehmensverantwortung (CSR).
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder umfassen die Compliance-Norm ISO 19600, die Definition und Abgrenzung von Compliance und CSR sowie die Analyse der Erfolgsfaktoren bei der Implementierung eines CMS.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, die Bedeutung von CMS für den nachhaltigen Unternehmenserfolg, die Risikoprävention und die Stärkung einer ethischen Unternehmenskultur wissenschaftlich darzulegen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit ist als analytische Literaturarbeit angelegt, die auf Basis aktueller Fachliteratur und dem ISO-Standard 19600 eine fundierte Diskussion zu Compliance-Strukturen aufbaut.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in Compliance, die Untersuchung von CSR als komplementäres Modell und eine detaillierte Diskussion der Vor- und Nachteile bei der Einführung eines Compliance-Systems.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Compliance, ISO 19600, Corporate Social Responsibility (CSR), Risikominimierung, Unternehmenskultur und Stakeholder-Management.
Worin liegt laut Text der Hauptunterschied zwischen Hard Law und Soft Law in der Compliance?
Soft Law bezeichnet selbst auferlegte freiwillige Pflichten einer Organisation, während Hard Law rechtliche Vorgaben und Gesetze umfasst, die zwingend beachtet werden müssen.
Warum ist bei der Implementierung eines CMS laut Autor die externe Beratung oft zweischneidig?
Externe Berater bieten zwar einen wertvollen Blick über den Branchenhorizont hinaus, verfügen jedoch oft über weniger tiefe Einblicke in die internen Prozesse einer Organisation und tragen zudem weniger Verantwortung für die langfristigen Folgen ihrer Empfehlungen.
- Arbeit zitieren
- Berrit Lambardt (Autor:in), 2022, Betriebswirtschaftliche Grundlagen des Compliance. Der ISO Standard 19600, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1366156