Die Betitelung "Psychopath" ist gesellschaftlich meist negativ behaftet. Genau wird diese psychische Krankheit als "dissoziale Persönlichkeitsstörung" oder auch "antisoziale Persönlichkeitsstörung" bezeichnet. Gibt es eine Kausalität zwischen dieser Störung und objektivem Erfolg im Beruf? Haben Betroffene dadurch bessere Aussichten hinsichtlich Ihrer Karrierelaufbahn? Und ist der beschriebene objektive Erfolg wichtiger als subjektiver Erfolg wie z.B. Spaß an der Arbeit?
Die meisten Menschen streben nach sozialer Anerkennung, Erfolg und Glück. Besonders Erfolg in der Karriere wird immer wichtiger für den Einzelnen und in seinem Beruf nur "gut" zu sein, reicht meist nicht mehr aus. Der Arbeitnehmer soll selbstmächtig, kontrolliert und rational sein. Es gibt eine Vielzahl von Menschen, bei denen diese Charaktereigenschaften zutreffen. Doch in extremen Fällen werden Personen, mit diesen Eigenschaften, mit der antisozialen Persönlichkeitsstörung diagnostiziert und oft von der Allgemeinheit als "Psychopathen" betitelt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definition antisoziale Persönlichkeitsstörung
3 Definition Erfolg im Beruf
4 Studie: „Psychopathie am Arbeitsplatz“ Schütte & Blickle
5 Studie: Zusammenhänge zwischenPersönlichkeitseigenschaften, betriebswirtschaftlichem Denken und beruflichem Erfolg
5.1 Ausgangslage
5.2 Persönlichkeitsdimension Psychopathie
5.3 Methodik und Vortests
5.4 Operationalisierungen
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der antisozialen Persönlichkeitsstörung (Psychopathie) und dem beruflichen Erfolg. Ziel ist es zu analysieren, ob und unter welchen Bedingungen die mit der Störung assoziierten Eigenschaften – wie etwa Skrupellosigkeit oder Charme – in der Arbeitswelt zu objektiven Erfolgen führen können oder ob sie überwiegend schädlich wirken.
- Definition und klinische Merkmale der antisozialen Persönlichkeitsstörung
- Abgrenzung von objektivem und subjektivem beruflichen Erfolg
- Analyse des "erfolgreichen Psychopathen" im Kontext betriebswirtschaftlicher Leistung
- Untersuchung von sozialen Kompetenzen als moderierende Variablen
- Empirische Studienlage zu Psychopathie am Arbeitsplatz und unternehmerischem Denken
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
Die meisten Menschen streben nach sozialer Anerkennung, Erfolg und Glück. Besonders Erfolg in der Karriere wird immer wichtiger für den Einzelnen und in seinem Beruf „gut“ zu sein, reicht meist nicht mehr aus. Der Arbeitnehmer soll selbstmächtig, kontrolliert und rational sein. Es gibt eine Vielzahl von Menschen, bei denen diese Charaktereigenschaften zutreffen. Doch in extremen Fällen werden Personen, mit diesen Eigenschaften, mit der antisozialen Persönlichkeitsstörung diagnostiziert und oft von der Allgemeinheit als „Psychopathen“ betitelt.
Die Betitelung „Psychopath“ ist gesellschaftlich meist negativ behaftet. Genau wird diese psychische Krankheit als „dissoziale Persönlichkeitsstörung“ oder auch „antisoziale Persönlichkeitsstörung“ bezeichnet. Charakterisieren lassen sich die Betroffenen als gefühlskalt, manipulativ, ebenso verspüren sie keine Reue und suchen frei von jeglicher Angst den Nervenkitzel.
Menschen mit dieser paradoxen Persönlichkeit sind häufig sehr erfolgreich in ihrem Beruf, da sie risikobereit, rücksichtslos und charmant zugleich sind. Dennoch stehen sie aber im Ruf, schädlich für Unternehmen zu sein: Das reicht von riskanten Entscheidungen über missachten von Anweisungen und Schädigung von Mitarbeitern bis hin zum Drogen- und Alkoholkonsum. Doch gibt es eine Kausalität zwischen dieser Störung und objektivem Erfolg im Beruf? Haben Betroffene dadurch tatsächlich bessere Aussichten hinsichtlich Ihrer Karrierelaufbahn? Und ist der beschriebene objektive Erfolg wichtiger als subjektiver Erfolg wie z.B. Spaß an der Arbeit?
Zunächst wird die antisoziale Persönlichkeitsstörung und objektiver Erfolg im Beruf definiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der antisozialen Persönlichkeitsstörung in der Arbeitswelt und die zentrale Fragestellung nach deren Einfluss auf beruflichen Erfolg.
2 Definition antisoziale Persönlichkeitsstörung: Erläuterung der klinischen Diagnose der ASPD basierend auf der Literatur, insbesondere hinsichtlich Verhaltensauffälligkeiten.
3 Definition Erfolg im Beruf: Abgrenzung und Definition von objektiven (Position/Einkommen) und subjektiven (Zufriedenheit/Wohlbefinden) Erfolgsfaktoren im beruflichen Kontext.
4 Studie: „Psychopathie am Arbeitsplatz“ Schütte & Blickle: Analyse der Auswirkungen psychopathischer Persönlichkeitsmerkmale auf die Arbeitsleistung und die Rolle sozialer Kompetenzen für den Erfolg.
5 Studie: Zusammenhänge zwischen Persönlichkeitseigenschaften, betriebswirtschaftlichem Denken und beruflichem Erfolg: Untersuchung, ob betriebswirtschaftliches Denken und berufliche Leistung mit psychopathischen Dispositionen korrelieren.
6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und kritische Reflexion über die Nutzbarkeit psychopathischer Wesensarten in der Arbeitswelt.
Schlüsselwörter
Antisoziale Persönlichkeitsstörung, Psychopathie, beruflicher Erfolg, objektiver Erfolg, subjektiver Erfolg, Arbeitsleistung, soziale Kompetenzen, Charme, Personalführung, Management, betriebswirtschaftliches Denken, dissoziale Persönlichkeitsstörung, Persönlichkeitsdiagnostik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Fragestellung, wie sich die antisoziale Persönlichkeitsstörung auf das berufliche Leben und den Erfolg eines Angestellten oder Managers auswirkt.
Welche zentralen Themenbereiche werden bearbeitet?
Zentral sind die Definition klinischer Krankheitsbilder, die Abgrenzung verschiedener Erfolgsbegriffe sowie die empirische Analyse des Verhaltens von Psychopathen am Arbeitsplatz.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Es soll geklärt werden, ob es eine Kausalität zwischen psychopathischen Tendenzen und beruflichem Aufstieg gibt und ob diese Verhaltensweisen für Unternehmen schädlich oder potenziell nützlich sind.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung existierender Studien und Meta-Analysen, darunter Fallstudien wie „Atlas“ sowie Befragungen von Führungskräften und Studierenden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zwei spezifische Studien detailliert besprochen, die Zusammenhänge zwischen der Psychopathie-Skala, sozialen Fertigkeiten und Kriterien wie Kontraproduktivität und Arbeitsleistung untersuchen.
Welche Eigenschaft ist charakteristisch für den untersuchten Typus?
Besonders die Kombination aus Manipulationsfähigkeit, Charme und einem Mangel an Empathie steht im Fokus, da diese Merkmale einerseits für den Erfolg genutzt werden können, andererseits jedoch oft schädliches Verhalten begründen.
Inwiefern spielen soziale Kompetenzen eine Rolle?
Die Arbeit verdeutlicht, dass primäre Psychopathen mit gut ausgebildeten sozialen Kompetenzen (wie politischen Fertigkeiten) ihre Defizite kaschieren und im beruflichen Alltag erfolgreicher agieren können als jene ohne diese Fähigkeiten.
Sind Psychopathen in Unternehmen generell erfolgreich?
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Psychopathie keine generelle Erfolgsgarantie oder positive Eigenschaft für Angestellte darstellt, wenngleich sie in spezifischen, risikoreichen Situationen punktuell von Nutzen sein kann.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Die antisoziale Persönlichkeitsstörung und beruflicher Erfolg. Gibt es einen Zusammenhang?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1366230