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Die italienische Renaissance. Kleidung als Ausdruck von Identität

Titel: Die italienische Renaissance. Kleidung als Ausdruck von Identität

Hausarbeit , 2020 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: León Cascone (Autor:in)

Design (Industrie, Grafik, Mode)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Was kennzeichnete die italienische Renaissance? Wie sah der italienische Hof in der Epoche der Renaissance aus? Welche Rolle spielten Kleidung und Mode in Form des Ausdrucks von Identität und der Repräsentation von Macht und Reichtum? Diese wissenschaftliche Arbeit soll Antworten auf diese Fragen liefern. Sie befasst sich historisch mit den Anfängen der italienischen Renaissance, der Gestaltung des italienischen Hofs und der neuen Wertevorstellung dieser Zeit. Mit einer Fokussierung auf die Kleidung und Mode des Mannes während der italienischen Renaissance stellt diese Arbeit, basierend auf der Analyse wissenschaftlicher Quellen, deren Funktion als Materialisierung des neuen Bewusstseins des Menschen dar und hebt ihre Funktion als Ausdruck des Individuums hervor.

Ausgehend von einer Definition der italienischen Renaissance, sowie des neuen humanistischen Ideals der Gesellschaft wird zunächst der Aufbau und die Struktur der höfischen Gesellschaft beschrieben und analysiert. In Folge dessen befasst sich diese Arbeit mit der neuen Rolle des Bürgertums und seinen Auswirkungen auf die Mode, den Hof und die soziale Hierarchie der italienischen Gesellschaft. Bei der Analyse und Darstellung der modischen Entwicklung des Mannes dienten Erika Thiels "Geschichte des Kostüms" und Wiebke Koch-Mertens "Der Mensch und seine Kleider" als Hauptquellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Renaissance und Humanismus

2. Der Hof der italienischen Renaissance

3. Höfische Repräsentation der Identität

4. Mode und Kleidung als Ausdruck der Identität

4.1 Die Rolle des neuen Bürgertums

4.2 Stoffe, Farben und Muster

4.3 Die Männermode der Frührenaissance

4.4 Die Männermode der Hochrenaissance

5. Ein kleiner Ausblick: Das Ende der italienischen Renaissance

Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die historische Bedeutung von Mode und Kleidung als zentrales Mittel zur Identitätsbildung und Repräsentation während der italienischen Renaissance. Dabei wird insbesondere analysiert, wie sich das neue Selbstverständnis des Bürgertums sowie höfische Ideale in der Männermode materialisierten und welchen Einfluss sozioökonomische Faktoren auf die Kleiderkultur dieser Epoche ausübten.

  • Historischer Kontext der Renaissance und des Humanismus
  • Die soziologische Struktur und Funktion des italienischen Renaissance-Hofs
  • Transformation der Identität durch Kleidung und Mode
  • Einfluss des aufstrebenden Bürgertums auf modische Standards
  • Materialkunde: Die Bedeutung von Stoffen, Farben und technischem Fortschritt

Auszug aus dem Buch

4.1 Die Rolle des neuen Bürgertums

Speziell in Italien entwickelte sich Anfang des 15. Jahrhunderts innerhalb der Gesellschaft eine neue aufstrebende Kultur des Bürgertums. Dieses, immer mehr an gesellschaftlicher Bedeutung gewinnende Bürgertum setzte neue Ideale in den Mittelpunkt seiner Anschauung und distanzierte sich deutlich vom Idealbild der Aristokratie. Für das neue Bürgertum war keineswegs mehr der Feudaladel das Maß aller Dinge, der Geburtsadel verlor seine Funktion als Maßstab der Dinge, die als erstrebenswert galten.

Der neue Maßstab, das Ideal war der tätige und erschaffende Mensch selbst. Die Herkunft eines Menschen verlor immer mehr an Bedeutung. Worauf es nun ankam, war, was der Mensch, ungeachtet seiner Herkunft aus eigener Kraft und eigenem Wissen erschaffen und erreichen kann. Mit diesem Vertrauen in die eigenen menschlichen Möglichkeiten wuchsen das Selbstbewusstsein und eine Vorstellung von Würde der menschlichen Persönlichkeit als Ideal. Diese humanistische neue Betrachtungsweise wurde kennzeichnend für das neue aufstrebende Bürgertum.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage ein und erläutert die Bedeutung von Kleidung als Materialisierung des individuellen Selbstverständnisses in der Renaissance.

1. Renaissance und Humanismus: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der „Wiedergeburt“ und die humanistische Rückbesinnung auf antike Ideale, die den Menschen in den Fokus rückte.

2. Der Hof der italienischen Renaissance: Untersuchung der sozio-politischen Rolle des Hofes, der nicht nur ein Machtzentrum, sondern ein Ort der repräsentativen Selbstdarstellung war.

3. Höfische Repräsentation der Identität: Analyse darüber, wie Kunst, Architektur und das äußere Erscheinungsbild zur Demonstration von Reichtum und sozialem Status genutzt wurden.

4. Mode und Kleidung als Ausdruck der Identität: Überblick über die grundlegende Verschiebung der Modeparameter durch gesellschaftliche Veränderungen.

4.1 Die Rolle des neuen Bürgertums: Fokussiert auf den Wandel hin zu einem Leistungsbegriff, der das Privileg der Herkunft durch das des individuellen Handelns ersetzte.

4.2 Stoffe, Farben und Muster: Erläutert die technologische Entwicklung in der Textilherstellung und die soziokulturelle Bedeutung spezifischer Luxusmaterialien.

4.3 Die Männermode der Frührenaissance: Beschreibt die Abkehr von unpraktischer, rein höfischer Kleidung hin zu schlichteren, funktionaleren Formen basierend auf dem neuen Menschenbild.

4.4 Die Männermode der Hochrenaissance: Analyse der ästhetischen Vollendung im Zusammenspiel von bürgerlichen und höfischen Einflüssen bis hin zur Symbolik des männlichen Körpers.

5. Ein kleiner Ausblick: Das Ende der italienischen Renaissance: Reflektion über den modischen und politischen Bedeutungsverlust Italiens gegen Ende des 16. Jahrhunderts.

Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse: Kleidung als vergängliches, aber mächtiges Instrument für den Ausdruck von Individualität und sozialem Status.

Schlüsselwörter

Italienische Renaissance, Humanismus, Mode, Kleidung, Identität, höfische Gesellschaft, Bürgertum, Repräsentation, Männermode, Luxusgüter, Textilentwicklung, Individualität, Status, Wams, Wiedergeburt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Verbindung zwischen dem gesellschaftlichen Wandel während der italienischen Renaissance und der Entwicklung der Kleidung, insbesondere der Männermode.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder sind der humanistische Geist der Epoche, die Rolle des Hofes als Repräsentationsraum, der Aufstieg des Bürgertums und die daraus resultierende Veränderung im modischen Ausdruck.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kleidung als Ausdruckmittel für Identität, soziale Stellung und individuelles Selbstbewusstsein in einer Zeit gesellschaftlichen Umbruchs fungierte.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf Fachliteratur zur Mode- und Designgeschichte sowie Zeitzeugnissen und kunsthistorischen Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung höfischer Strukturen, die Bedeutung des Bürgertums, materialkundliche Aspekte wie Stoffwahl und die Entwicklung der Männermode von der Früh- bis zur Hochrenaissance.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Renaissance, Humanismus, Repräsentation, Identität, Bürgertum, Materialität und Männermode.

Warum war das „Wams“ ein so wichtiges modisches Element in dieser Epoche?

Das Wams (Pourpoint) diente als zentrales Kleidungsstück, das durch seine Schnittführung die Statur des Mannes betonte und somit die veränderten ästhetischen Ideale des menschlichen Körpers widerspiegelte.

Welche Rolle spielten Farben wie Scharlachrot?

Farbe wurde als Standesmerkmal genutzt; bestimmte, teure Farben waren den oberen Schichten vorbehalten und dienten dazu, politisch-soziale Macht und Privilegien für Außenstehende sofort sichtbar zu machen.

Wie veränderte sich die Kleidung durch den sozialen Wandel?

Mit dem Aufstieg des Bürgertums orientierte sich die Mode zunehmend an einem schlichteren Ideal, das die Leistung und das individuelle Handeln des Menschen in den Vordergrund stellte, anstatt nur herkunftsbasierte Privilegien des Feudaladels zu betonen.

Was markierte das Ende der modischen Freiheit im 16. Jahrhundert?

Der politische und wirtschaftliche Niedergang der italienischen Stadtstaaten sowie der wachsende Einfluss der starren spanischen Etikette führten zu einem Verlust der individuellen Vielfalt in der Mode.

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Details

Titel
Die italienische Renaissance. Kleidung als Ausdruck von Identität
Hochschule
AMD Akademie Mode & Design GmbH  (Wiesbaden)
Veranstaltung
Mode- und Designgeschichte
Note
1,3
Autor
León Cascone (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
21
Katalognummer
V1367188
ISBN (PDF)
9783346896162
ISBN (Buch)
9783346896179
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Italienische Renaissance Renaissance Kleidung in der Renaissance Männermode in der Renaissance Kleidung als Ausdruck von Identität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
León Cascone (Autor:in), 2020, Die italienische Renaissance. Kleidung als Ausdruck von Identität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1367188
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Leseprobe aus  21  Seiten
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