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Bedeutung und Funktion pädagogischer Prävention. Der Einfluss mangelnder elterlicher Fürsorge auf das Gehirn und die Persönlichkeit

Title: Bedeutung und Funktion pädagogischer Prävention. Der Einfluss mangelnder elterlicher Fürsorge auf das Gehirn und die Persönlichkeit

Term Paper , 2019 , 9 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nessa Ahmadkhani (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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In der vorliegenden Arbeit soll der Einfluss mangelnder elterlicher Fürsorge auf das Gehirn und der Persönlichkeit aufgezeigt und in einem ergänzenden Schritt erläutert werden, wie "generationsübergreifende Teufelskreise" entstehen, durch die Risikofaktoren an nachfolgende Generationen weitergegeben werden. Anschließend werden mögliche präventive Maßnahmen innerhalb von Schulen, Kindertagesstätten sowie in der direkten Arbeit mit Eltern vorgestellt und in einem abschließenden Fazit Bedeutung und Funktion dieser Konzepte aufgezeigt.

Kinder und Jugendliche, die von sogenannten "Risikofaktoren" wie psychische Erkrankungen der Eltern, Scheidung, Suchterkrankungen, oder zu starkem Leistungsdruck betroffen sind, tragen ein erhöhtes Risiko hinsichtlich ihrer sozial-emotionalen Entwicklung, dem Aufbau von Kompetenzen zur Bewältigung sozialer Anforderungen sowie der Entwicklung psychischer und körperlicher Gesundheit. Liegen diese oder ähnliche Risikofaktoren vor, ist ein verstärktes Augenmerk auf präventive Maßnahmen von Seiten der Frühpädagogik zu richten. Aber welche Funktion und Bedeutung nimmt Prävention dabei im Konkreten ein?

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Wenn elterliche Fürsorge nicht genügt

2.1 Die vier Ebenen der Persönlichkeit

2.2 Der generationsübergreifende Teufelskreis

3 Prävention im sozialpädagogischen Kontext

3.1 Prävention in Schulen und Kindertagesstätten

3.2 Präventive Arbeit mit Eltern

4 Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Funktion präventiver Maßnahmen zur Förderung der sozial-emotionalen Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen, die durch mangelnde elterliche Fürsorge und schwierige Lebensumstände belastet sind.

  • Einfluss von Bindungserfahrungen auf die neurobiologische Entwicklung
  • Entstehung und Durchbrechung generationsübergreifender Teufelskreise
  • Sozialpädagogische Präventionsstrategien in Bildungseinrichtungen
  • Videobasierte Feinfühligkeitstrainings als Interventionsmethode
  • Bedeutung der professionellen Resilienzförderung

Auszug aus dem Buch

2.1 Die vier Ebenen der Persönlichkeit

Kinder brauchen eine stressarme Kindheit, in der sie Liebe, zugewandte und verfügbare Bindungspersonen erfahren, die ihre Bedürfnisse erkennen, ihre Gefühle feinfühlig aufgreifen, sie spiegeln und gegebenenfalls trösten (vgl. Strüber, 2019, S. 11). Auch Langzeitstudien weisen darauf hin, dass es sichere Bindungsbeziehungen sind, die die Bildung von Resilienz fördern (vgl. ebd. S 277). Ob Kinder also eher resilient oder vulnerabel sind, liegt an der frühen Prägung des limbischen Systems, das zusammen mit der kognitiv-sprachlichen Ebene, die Basis der Persönlichkeit bildet und das, zusammen mit genetischen Faktoren, über Gefühle und Verhalten herrscht (vgl. ebd. S. 17).

„Genetische und vorgeburtlich-epigenetische Prozesse bestimmen […] auf der „unteren limbischen Ebene“ […] die psychische Grundausstattung eines Neugeborenen und damit sein Temperament als Kern seiner späteren Persönlichkeit.“ (Roth, 2015). Vorgeburtlich epigenetisch meint damit u.a. die Ausschütung von Stresshormonen wie Cortisol während der Schwangerschaft, die sich auf das Stressverarbeitungssystem im Gehirn des Ungeborenen auswirken können. Somit steht bereits bei der Geburt fest, ob das Kind eher ängstlich und gehemmt auf seine Umwelt reagiert oder Selbstbewusst und extrovertiert (vgl. Strüber, 2019, S. 26). Die sich in dieser frühen Phase manifestierten Eigenschaften sind durch Erziehung nur noch schwer zu verändern (vgl. ebd. S. 27).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Risikofaktoren im Kindesalter ein und umreißt die Notwendigkeit sowie die Zielsetzung präventiver Ansätze in der Sozialpädagogik.

2 Wenn elterliche Fürsorge nicht genügt: Das Kapitel erläutert die neurobiologischen Grundlagen der Persönlichkeitsentwicklung und analysiert, wie sich Belastungen durch mangelnde Fürsorge über Generationen hinweg negativ auswirken können.

2.1 Die vier Ebenen der Persönlichkeit: Hier wird detailliert dargestellt, wie frühe Bindungserfahrungen und das limbische System maßgeblich die psychische Struktur und das Verhalten eines Kindes prägen.

2.2 Der generationsübergreifende Teufelskreis: Dieser Abschnitt thematisiert die intergenerationale Transmission, bei der emotionale Defizite und Traumata an nachfolgende Generationen weitergegeben werden.

3 Prävention im sozialpädagogischen Kontext: Hier werden praktische Strategien zur Unterstützung von Risikokindern durch pädagogische Fachkräfte diskutiert.

3.1 Prävention in Schulen und Kindertagesstätten: Das Kapitel beschreibt, wie pädagogische Fachkräfte im Alltag durch bewusste Interaktionen und Programme wie Marte Meo entwicklungsfördernd wirken können.

3.2 Präventive Arbeit mit Eltern: Dieser Teil fokussiert auf Trainingsangebote für Eltern, die durch professionelle Rückmeldung und videobasierte Verfahren die Feinfühligkeit im Umgang mit dem Kind stärken.

4 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenführung der Erkenntnisse, wobei die präventive Arbeit als essenzielles Instrument zum Schutz der frühkindlichen Entwicklung und zur Gesellschaftsstabilisierung hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Prävention, Frühpädagogik, Risiko, Kindheit, Resilienz, Bindungstheorie, limbische Ebene, Neurobiologie, intergenerationale Transmission, Marte Meo, Feinfühligkeitstraining, Sozialisation, Persönlichkeitsentwicklung, emotionale Entwicklung, Stressverarbeitung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von präventiven Maßnahmen in der Sozialpädagogik für Kinder, die durch ungünstige familiäre Einflüsse in ihrer Entwicklung gefährdet sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit behandelt die neurobiologischen Grundlagen der Persönlichkeitsentwicklung, die Auswirkungen elterlicher Fürsorge und verschiedene Interventionsmethoden für den pädagogischen Alltag.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie funktionale Prävention dazu beitragen kann, negative lebensgeschichtliche Prägungen zu kompensieren und die Resilienz von Kindern zu stärken.

Welche wissenschaftlichen Perspektiven werden verwendet?

Es werden Erkenntnisse aus der Bindungstheorie, der Neurobiologie der Persönlichkeit sowie Ansätze der ressourcenorientierten sozialpädagogischen Praxis kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über die vier Ebenen der Persönlichkeit und eine praktische Anwendung von Präventionskonzepten in Schulen, Kitas und Elternprogrammen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Resilienzförderung, Bindung, epigenetische Prägung, intergenerationale Transmission und das Marte Meo Konzept.

Wie unterscheidet sich die intergenerationale von der transgenerationalen Transmission?

Die Arbeit differenziert zwischen der durch soziale Lernprozesse und Umweltfaktoren geprägten intergenerationalen Weitergabe von Verhalten und der (hier eher kritisch hinterfragten) direkten genetischen Übertragung von Traumata auf Genmaterial.

Welche Rolle spielt die Videobasierung in der Prävention?

Videogestützte Verfahren ermöglichen es, unbewusste Interaktionsmuster zwischen Eltern und Kind oder Fachkraft und Kind sichtbar zu machen, um positive Verhaltensweisen gezielt zu verstärken.

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Details

Title
Bedeutung und Funktion pädagogischer Prävention. Der Einfluss mangelnder elterlicher Fürsorge auf das Gehirn und die Persönlichkeit
College
University of Tubingen  (Erziehungswissenschaften)
Course
Entwicklung, Förderung und Kausuistik
Grade
1,0
Author
Nessa Ahmadkhani (Author)
Publication Year
2019
Pages
9
Catalog Number
V1367710
ISBN (PDF)
9783346900081
Language
German
Tags
Marte Meo Konzept Prävention Risikofaktoren Elternarbeit Generationsübergreifende Teufelskreise
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nessa Ahmadkhani (Author), 2019, Bedeutung und Funktion pädagogischer Prävention. Der Einfluss mangelnder elterlicher Fürsorge auf das Gehirn und die Persönlichkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1367710
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