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Talcott Parsons Handlungs- und Systemtheorie im Vergleich zu Luhmanns Weiterentwicklung und Kritik

Soziale Strukturen

Titel: Talcott Parsons Handlungs- und Systemtheorie im Vergleich zu Luhmanns Weiterentwicklung und Kritik

Hausarbeit , 2013 , 12 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Tasja Schwormstedt (Autor:in)

Sozialwissenschaften allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit wird sowohl die Handlungs- als auch die Systemtheorie dargestellt. Dazu wird Talcott Parson in einer Kurzbiografie vorgestellt und Luhmanns Kritik und Weiterentwicklung am Werk gegenübergestellt.

Ausgehend von diesen beiden Theorien, wobei die Systemtheorie auch als Weiterentwicklung der Handlungstheorie betrachtet werden kann, wird Luhmanns Position vorgestellt. Er entwickelte die Systemtheorie weiter, indem er sie sowohl abstrahierte, als auch generalisierte. Dabei stimmte er nicht in allen Teilen mit Parsons überein, stellte seine Annahmen kritisch in Frage und überarbeitete sie in seiner eigenen Systemtheorie.

Diese hochkomplexe Thematik wird hier aufgezeigt. Zunächst wird die Person Talcott Parsons in Form einer Kurzbiografie in den Vordergrund gestellt, um den Kontext für die Entwicklung seiner Theorien nachvollziehbar werden zu lassen. Anschließend wird seine Handlungstheorie umfassend vorgestellt. Darauf folgt die Darstellung seiner Systemtheorie, sowie einer kurzen Aufzeigung der wesentlichen Annahmen der Rollentheorie. Im Anschluss wird Luhmanns Weiterentwicklung der Systemtheorie und seine damit einhergehende partielle Kritik an Parsons Annahme vorgestellt. Dabei werden sowohl übereinstimmende Merkmale als Parallelen gekennzeichnet, als auch kontroverse Positionen in den Vordergrund gestellt.

Ziel und Zweck dieser Arbeit ist es die wesentlichen Unterschiede beider Soziologen zu skizzieren und nachvollziehbar werden zu lassen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kurzbiografie Talcott Parsons

3. Darstellung der Theorien nach Talcott Parsons

3.1 Handlungstheorie

3.2 Systemtheorie

3.3 Rollentheorie

4. Zur Kritik Luhmanns an Parsons Theorien

5. Fazit

6. Literaturangaben

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese wissenschaftliche Arbeit setzt sich zum Ziel, die zentralen Theorien von Talcott Parsons – speziell seine Handlungs- und Systemtheorie – darzustellen und diese in den Kontext der kritischen Weiterentwicklung durch Niklas Luhmann zu stellen, wobei die wesentlichen Unterschiede und theoretischen Auseinandersetzungen beider Soziologen skizziert werden.

  • Biografischer Kontext der Entwicklung von Parsons' Theorien
  • Erläuterung der voluntaristischen Handlungstheorie inklusive des AGIL-Schemas
  • Darstellung der systemtheoretischen Ansätze und der Rollentheorie
  • Analyse der Luhmannschen Kritik an Parsons’ Theorieverständnis
  • Gegenüberstellung von System- und Handlungsperspektiven

Auszug aus dem Buch

Die Handlungssituation und das Konzept des unit act

Die Handlungssituation besteht in erster Linie aus anderen Personen, die mit ihren Normen den Akteur beeinflussen, so genannten sozialen Objekten. Sie kann allerdings auch aus nicht sozialen Objekten bestehen, zum Beispiel aus der Kultur, die durch Werte und Normen den Handlungsrahmen setzt. Ebenfalls kann die Handlungssituation aus physikalischen Objekten zum Beispiel technischen Gegenständen bestehen. (Grundlagen der soziologischen Theorie 2008, Seite 84 ff.)

Der Relationsmodus steht für die Art und Weise in der sich der Akteur auf die Situation bezieht. Für Parsons gibt es als Quellen der Handlungsmotivation die zweckrationale Zielsetzung sowie die in kulturellen Horizont eingebetteten Werte und Normen. Wertorientierungen beinhalten die Wertvorstellungen der Gesellschaft und beeinflussen Ziele und Mittel des Akteurs. Sie sind kulturelle Wertmuster. Sie sind nur analytisch von den motivationalen Orientierungen zu trennen. (Soziologische Theorien 2007, Seite 157 )

Parsons hat in seinem Werk „Toward a general Theory of Action“ fünf Begriffspaare, die Pattern Variables, kategorisiert, an denen sich Handelnde orientieren:

Affektivität affektive Neutralität

Selbstorientierung Kollektivorientierung

Universalismus Partikularismus

Zuweisung Leistungsorientierung

diffuses Verhalten spezifisches Verhalten

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themengebiete der Handlungs- und Systemtheorie von Talcott Parsons ein und skizziert die methodische Ausrichtung der Arbeit hinsichtlich der kritischen Auseinandersetzung durch Niklas Luhmann.

2. Kurzbiografie Talcott Parsons: Dieses Kapitel zeichnet den akademischen Werdegang Talcott Parsons von seinem Studium über seinen Aufenthalt in Europa bis hin zu seiner Professur in Harvard nach.

3. Darstellung der Theorien nach Talcott Parsons: Hier werden die theoretischen Säulen von Parsons dargestellt, wobei die Handlungstheorie, die Systemtheorie und die Rollentheorie als zentrale Konzepte erläutert werden.

3.1 Handlungstheorie: Dieses Kapitel erläutert die voluntaristische Handlungstheorie, den Begriff des „unit act“ sowie die grundlegenden Handlungsprinzipien und den Bezugsrahmen nach Parsons.

3.2 Systemtheorie: Dieses Kapitel beschreibt den Übergang zur Systemtheorie, das AGIL-Schema sowie die vier Subsysteme menschlichen Handelns im Kontext der Strukturerhaltung.

3.3 Rollentheorie: Dieses Kapitel thematisiert die Rolle als Verhaltensmuster im Sozialisationsprozess und deren Bedeutung für das dauerhafte soziale Handeln innerhalb von Bezugsgruppen.

4. Zur Kritik Luhmanns an Parsons Theorien: Hier wird der kritische Diskurs Luhmanns zu Parsons’ Theorieansatz, insbesondere zur Kreuztabellierung und dem Verständnis von Handlung als Ereignis statt als Relation, analysiert.

5. Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Bedeutung von Parsons als bedeutendem Soziologen zusammen und würdigt, trotz der Luhmannschen Kritik, seinen Stellenwert als Meilenstein der Theoriegeschichte.

6. Literaturangaben: Dieses Kapitel umfasst die Auflistung aller verwendeten Quellen für die vorliegende Arbeit.

Schlüsselwörter

Talcott Parsons, Niklas Luhmann, Handlungstheorie, Systemtheorie, AGIL-Schema, Rollentheorie, Soziale Ordnung, Strukturfunktionalismus, unit act, doppelte Kontingenz, Emergenz, Sozialisation, analytischer Realismus, Handlungssystem, soziologische Klassiker.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den soziologischen Grundtheorien von Talcott Parsons und vergleicht diese mit der systemtheoretischen Weiterentwicklung und konstruktiven Kritik durch Niklas Luhmann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Kernpunkte sind die Handlungstheorie („unit act“), die systemtheoretische Strukturerhaltung, das berühmte AGIL-Schema sowie die soziologische Rollentheorie.

Welches Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Arbeit?

Das Hauptziel ist es, die Unterschiede zwischen Parsons’ Theorien und Luhmanns Kritik systematisch aufzuarbeiten und die Bedeutung von Parsons' Werk für die Geschichte der Soziologie verständlich zu machen.

Welche wissenschaftliche Methodik kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, bei der Parsons' Ansatz des „analytischen Realismus“ und die darauf bezogene methodische Kritik von Luhmann kritisch gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biografische Einordnung, die detaillierte Darstellung von Handlungstheorie, Systemtheorie und Rollentheorie nach Parsons, sowie eine anschließende kritische Gegenüberstellung mit dem Ansatz von Niklas Luhmann.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Wichtige Schlagworte sind Handlungstheorie, Systemtheorie, AGIL-Schema, Rollentheorie, soziale Ordnung sowie der System-Handlungs-Diskurs zwischen Parsons und Luhmann.

Welche Rolle spielt die doppelte Kontingenz bei den beiden Soziologen?

Die doppelte Kontingenz bildet bei beiden Theoretikern ein zentrales Element ihrer Konzeption, da sie das soziale Handeln als Selektivität kontingenter Möglichkeiten unter diesen Bedingungen interpretieren.

Inwiefern unterscheidet sich Luhmanns Verständnis von Handlung von dem Parsons’?

Während Parsons die Handlung als Relation in unteilbaren Einheiten („unit acts“) betrachtet, definiert Luhmann die Handlung im Gegensatz dazu als Ereignis.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Talcott Parsons Handlungs- und Systemtheorie im Vergleich zu Luhmanns Weiterentwicklung und Kritik
Untertitel
Soziale Strukturen
Hochschule
Universität Hamburg  (Institut für Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Schule als Organisation
Note
1,7
Autor
Tasja Schwormstedt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
12
Katalognummer
V1369060
ISBN (PDF)
9783346899569
ISBN (Buch)
9783346899576
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Talcott Parson luhmann Systemtheorie Handlungstheorie Schule als Organisation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tasja Schwormstedt (Autor:in), 2013, Talcott Parsons Handlungs- und Systemtheorie im Vergleich zu Luhmanns Weiterentwicklung und Kritik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1369060
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  12  Seiten
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