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Die französische Sprache in Luxemburg. Der Vergleich mit dem Standardfranzösischen

Titel: Die französische Sprache in Luxemburg. Der Vergleich mit dem Standardfranzösischen

Hausarbeit , 2018 , 16 Seiten , Note: 1.7

Autor:in: Jacqueline Janßen (Autor:in)

Französische Philologie - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit macht es sich zum Ziel zu zeigen, dass das Französische sehr präsent in Luxemburg ist, es sich aber nichtsdestotrotz um eine erlernte Sprache handelt und es somit zu einigen Unterschieden zum Standard Französisch kommt. Es werden als Grundlage Begriffe wie Exoglossie, Diglossie und Codeswitching erklärt.

Zuerst wird diese Arbeit einen kurzen Überblick über Begrifflichkeiten geben, die signifikant für diese Arbeit sind. Im Anschluss wird ein historischer Rückblick dargestellt, der Aufschluss darüber gibt, warum das Französische bis heute omnipräsent in Luxemburg ist. Anschließend wird die heutige Sprecherverteilung dargestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärungen

2.1 Exoglossie

2.2 Diglossie

2.3 Codeswitching – „mélange de langues“

3. Die sprachliche Situation in Luxemburg

3.1 Geschichtliche Hintergründe

3.2 Heutige Sprecherverteilung

4. Sprachliche Besonderheiten in Luxemburg

4.1 Phonetik

4.2 Lexik

4.3 Grammatikalische Besonderheiten

4.3.1 Die Vergangenheitsformen

4.3.2 Morphosyntax

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die komplexe Rolle und Verwendung der französischen Sprache im Großherzogtum Luxemburg. Dabei wird analysiert, wie sich das Französische durch historischen Einfluss und gesellschaftliche Faktoren vom Standardfranzösischen abhebt und welche linguistischen Spezifika dabei entstehen.

  • Historische Entwicklung der Tri- bzw. Triglossie in Luxemburg
  • Soziolinguistischer Status und Funktion des Französischen im Alltag
  • Einfluss des Deutschen und des Lëtzebuergeschen auf die französische Varietät
  • Strukturelle Abweichungen in Phonetik, Lexik und Morphosyntax

Auszug aus dem Buch

3.1 Geschichtliche Hintergründe

Luxemburg weist im Laufe der Jahrhunderte eine Diversität von Machtübernahmen und Veränderung auf. Dabei findet die Nutzung des Französischen bereits seit dem Mittelalter statt, die Intensität der Verwendung variiert allerdings im Laufe der Historie. Erste Urkunden auf Französisch in Luxemburg lassen sich auf das 13. Jahrhundert zurückführen (Vgl. Bruch 1953: 71-75). Im Jahre 1443 kam es zur Eroberung des damaligen Herzogtums durch Phillipe le Bon. Von diesem Moment an gehörte Luxemburg zum Burgunderreich und die Rolle des Französischen wurde intensiviert (Vgl. Hoffmann 1979: 28). Es fungierte als Amtssprache, selbst als im Jahr 1505 die Spanier Luxemburg eroberten. Im Anschluss kam es wiederholt zu Herrschaftswechseln, so dass 1684 erneut die Franzosen das Gebiet zurückeroberten. 1697 gelang es den Spaniern es zurückzuerlangen, bevor es 1714 an die Österreicher ging. Diese verloren es im Jahre 1795 erneut an die Franzosen (Vgl. Hoffmann 1979: 4f.).

Im Zuge dieser Herrschaftswechsel kam es allerdings zum Verlust seines Territoriums. Somit verlor das Herzogtum im Jahr 1659 diverse südliche Teile des Landes an Frankreich. Der Wiener Kongress im Jahr 1815 beschloss zum einen den weiteren Verlust sämtlicher östlicher Gebiete an Preußen, aber auch die Übernahme Luxemburgs in den persönlichen Besitz des Königs der Niederlande. Zudem wurde im Jahr 1815 Luxemburg zum Großherzogtum erhoben (Vgl. Hoffmann 1979: 32f). Der Gebrauch der Französischen Sprache wurde durch die erneute Übernahme Frankreichs noch einmal verstärkt, aber auch durch die Übernahme der Niederlande kam es zu keiner Veränderung der Verwendung des Französischen, da Wilhelm I das Deutsche als hinderlich für seine Absichten ansah und somit das Französische favorisierte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die komplexe sprachliche Situation Luxemburgs ein und definiert das Untersuchungsziel, nämlich die Analyse der Abweichungen vom Standardfranzösischen.

2. Begriffserklärungen: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundkonzepte wie Exoglossie, Diglossie und das Phänomen des Codeswitching erläutert.

3. Die sprachliche Situation in Luxemburg: Dieser Abschnitt beleuchtet die langjährige historische Entwicklung der Mehrsprachigkeit und die aktuelle Verteilung der Sprecher im Land.

4. Sprachliche Besonderheiten in Luxemburg: Hier werden spezifische Abweichungen in den Bereichen Phonetik, Lexik und Morphosyntax analysiert, die durch den Kontakt zum Deutschen geprägt sind.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Verwendung des Französischen in Luxemburg eine eigene soziolinguistische Ausprägung darstellt, die stark durch den Bildungsgrad und das Milieu beeinflusst wird.

Schlüsselwörter

Luxemburg, Französisch, Mehrsprachigkeit, Triglossie, Exoglossie, Codeswitching, Lëtzebuergesch, Sprachwissenschaft, Soziolinguistik, Varietäten, Interferenz, Sprachkontakt, Morphosyntax, Phonetik, Lexik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit behandelt die soziolinguistische Stellung und die spezifischen Ausprägungen der französischen Sprache im Kontext des Großherzogtums Luxemburg.

Welche zentralen Themenfelder werden in dem Dokument analysiert?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung der Mehrsprachigkeit, der heutigen Sprachverteilung im Arbeits- und Alltagskontext sowie den sprachstrukturellen Besonderheiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, dass sich das in Luxemburg verwendete Französische als eine eigenständige, erlernte Sprachvarietät von der französischen Standardnorm unterscheidet.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse herangezogen?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Konzepte (z.B. Exoglossie, Diglossie) mit soziolinguistischen Studien und historischen Daten verknüpft.

Was genau wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der historischen Hintergründe, die Analyse der heutigen Sprecherkonfiguration sowie die linguistische Untersuchung von Phonetik, Lexik und Grammatik.

Welche Schlüsselwörter beschreiben diese Publikation am besten?

Die zentralen Begriffe sind Luxemburg, Französisch, Mehrsprachigkeit, Triglossie, Sprachkontakt und Soziolinguistik.

Welche Rolle spielt der deutsche Einfluss auf die französische Sprache in Luxemburg?

Der germanische Einfluss führt laut Arbeit zu sogenannten Interferenzen, die sich besonders in der Phonetik, der Wortwahl und grammatikalischen Strukturen sowie beim Codeswitching zeigen.

Warum wird das Französische in Luxemburg trotz des Sprachkontakts als Prestigewortschatz gewertet?

Aufgrund historischer Herrschaftswechsel und der bewussten Abgrenzung zu einer reinen deutschsprachigen Identität wird das Französische traditionell höher bewertet.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die französische Sprache in Luxemburg. Der Vergleich mit dem Standardfranzösischen
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
1.7
Autor
Jacqueline Janßen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
16
Katalognummer
V1370869
ISBN (PDF)
9783346904140
ISBN (Buch)
9783346904157
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Luxemburg Sprache Exoglossie Sprachwissenschaften Diglossie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jacqueline Janßen (Autor:in), 2018, Die französische Sprache in Luxemburg. Der Vergleich mit dem Standardfranzösischen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1370869
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Leseprobe aus  16  Seiten
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