Zu Beginn begrüßt der Ausbilder die Auszubildenden und versucht eine angenehme, spannungsfreie und lernfördernde Situation herzustellen, benennt das Thema der heutigen Unterweisung und stellt die Verbindung zum vorausgegangenen Thema dar.
Im weiteren Verlauf werden die 6 Stufen der Fallmethode durchlaufen:
1. Stufe: Konfrontation:
Die Auszubildenden bekommen einen Stapel Rechnungen aus der Buchhaltung, mit der schriftlichen Aufforderung, diese auf formale Vollständigkeit zu prüfen und zu entscheiden, wie die Rechnungen weiterverarbeitet werden sollen (...)
Inhaltsverzeichnis
I. Allgemeine Daten und Vorüberlegungen
II. Beschreibung der Ausgangssituation
III. Didaktische Vorüberlegungen
1. Auswahl des Themas
2. Lernziele
a) Richtlernziel
b) Groblernziel
c) Feinlernziel
IV. Methodische Vorüberlegungen
1. Auswahl und Begründung der Unterweisungsmethode (Fallmethode)
2. Hilfsmittel und Medien
V. Durchführung der Unterweisung
1. Einleitung
2. 1.-6. Phase der Fallmethode
VI. Abschluss und Nachbereitung
VII. Anlagen
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit dient als strukturierter Entwurf für eine praktische Unterweisung im Ausbildungsberuf Industriekaufmann. Das primäre Ziel ist es, den Auszubildenden die Kompetenz zur eigenständigen formalen Rechnungsprüfung zu vermitteln, sodass sie fehlerhafte Rechnungen identifizieren und korrekt bearbeiten können.
- Grundlagen der formalen Rechnungsprüfung
- Anwendung der Fallmethode in der betrieblichen Praxis
- Entwicklung von Entscheidungs- und Problemlösungskompetenz
- Erstellung und Nutzung von Arbeitsmitteln wie Checklisten
- Integration in betriebliche Buchhaltungsvorgänge
Auszug aus dem Buch
Die Ausbildungssituation
Die Auszubildenden befinden sich im ersten Halbjahr des zweiten Ausbildungsjahres zum Industriekaufmann. Im Verlauf ihrer Ausbildung haben sie bereits den Lagerbereich, den Einkauf und die Personalabteilung durchlaufen.
Sie werden nun seit einer Woche in der Rechnungsprüfung der Buchhaltung ausgebildet und mit den inhaltlichen Voraussetzungen an Rechnungen vertraut gemacht.
Der Ausbilder und die Auszubildenden kennen sich bereits aus vorausgegangenen Unterweisungen und Beurteilungsgesprächen.
Die Auszubildenden haben bisher überdurchschnittlich gute Leistungen erbracht. Dies kann auch den vorausgegangenen Beurteilungen entnommen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Allgemeine Daten und Vorüberlegungen: Zusammenfassung der Rahmenbedingungen wie Teilnehmer, Thema, Zeit und der verwendeten Unterweisungsmittel.
II. Beschreibung der Ausgangssituation: Darstellung des aktuellen Ausbildungsstandes der Lernenden sowie Charakterisierung ihrer persönlichen Stärken und der gewählten Lernumgebung.
III. Didaktische Vorüberlegungen: Begründung der Themenwahl und detaillierte Definition der Richt-, Grob- und Feinlernziele im kognitiven und affektiven Bereich.
IV. Methodische Vorüberlegungen: Erläuterung der Fallmethode als didaktisches Instrument zur Förderung von Problemlösungskompetenz sowie Auflistung der benötigten Hilfsmittel.
V. Durchführung der Unterweisung: Beschreibung des konkreten Ablaufs der Unterweisung in den sechs Phasen der Fallmethode von der Konfrontation bis zur Kollation.
VI. Abschluss und Nachbereitung: Erläuterung des Feedbacks, der Dokumentation im Berichtsheft und des Ausblicks auf die nächste Einheit.
VII. Anlagen: Bereitstellung der für die Unterweisung notwendigen Dokumente, wie Checklisten, Vordrucke und Auszüge aus dem Rahmenplan.
Schlüsselwörter
Industriekaufmann, Unterweisung, Fallmethode, Rechnungsprüfung, Buchhaltung, Ausbildung, Lernziele, Geschäftsabläufe, Rechnungswesen, Ausbildungsrahmenplan, Problemlösungskompetenz, Fachkompetenz, Methodik, Lehrlingsausbildung, formale Prüfung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit stellt einen detaillierten Plan für eine praktische Unterweisung von Industriekaufleuten zum Thema formale Rechnungsprüfung dar.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Im Zentrum stehen die korrekte Prüfung von Rechnungsbestandteilen, die Anwendung der Fallmethode und die Vorbereitung auf die buchhalterische Praxis.
Was ist das primäre Ziel der Unterweisung?
Die Auszubildenden sollen befähigt werden, Rechnungen eigenständig auf ihre formale Richtigkeit zu prüfen und anschließend die korrekte Weiterbearbeitung (Buchung oder Rücksendung an den Lieferanten) zu entscheiden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird die Fallmethode eingesetzt, um durch realitätsnahe Probleme die Entscheidungs- und Problemlösungskompetenz der Lernenden zu trainieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die didaktische und methodische Vorbereitung sowie die phasenorientierte Durchführung der praktischen Unterweisung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Rechnungsprüfung, Fallmethode, Industriekaufmann, Ausbildung und betriebliche Buchhaltungsprozesse.
Warum wird speziell die Fallmethode für diese Unterweisung genutzt?
Die Fallmethode simuliert betriebliche Realität und fördert besonders das kooperative Arbeiten sowie die Methoden- und Sozialkompetenz der Auszubildenden.
Wie gehen die Auszubildenden vor, wenn eine Rechnung unvollständig ist?
Sie sollen die Rechnung unter Verwendung eines standardisierten Vordrucks mit Angabe der fehlenden Gründe an den jeweiligen Lieferanten zurücksenden.
Welche Rolle spielt die Checkliste für den Lernprozess?
Die Checkliste dient als Hilfsmittel, um den Auszubildenden die notwendigen Kriterien (wie Steuersatz, Anschrift, Rechnungsnummer) für eine rechtskonforme Rechnung zu vermitteln.
Was passiert in der Disputationsphase?
Die Auszubildenden präsentieren dem Ausbilder ihre erarbeiteten Lösungen, wobei der Ausbilder die Notwendigkeit bestimmter Entscheidungen kritisch hinterfragt und begründet.
- Arbeit zitieren
- Thorsten Spicker (Autor:in), 2009, Formale Rechnungskontrolle (Unterweisung Industriekaufmann / -kauffrau), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137144