Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Material Kunststoff, welches seit seiner Entwicklung das menschliche Leben in Form einer immer größer werdenden Produktvielfalt bestimmt und fortlaufend immer weiter prägt. Dies steht damit in Verbindung, dass dem Werkstoff Kunststoff eine Reihe von geschichtlichen und aktuellen Errungenschaften zugestanden werden muss, welche den Fortschritt auf vielen Gebieten ermöglichen und die Lebensqualität prägnant erhöhen. Dies verdeutlicht die starke Verbreitung, sowie Notwendigkeit dieses Werkstoffes für Mensch, Leben und ihr fortschrittliches Wachstum. Trotz dessen stehen Kunststoffe immer wieder im Disput bezüglich ihrer Auswirkungen auf Umwelt und Mensch und lassen ihren Einsatz bedenklich erscheinen.
Die vorliegende Hausarbeit knüpft hieran an und soll die Materie dieses Werkstoffes ganzheitlich analysieren, sowie die Frage erforschen, welche positiven und negativen Aspekte der Entwicklung von Kunststoffen zuzuschreiben sind. Darüber hinaus soll insbesondere die These Erwähnung finden, dass Kunststoff das menschliche Leben bestimmt, für dessen Probleme es in Zukunft entsprechende Alternativen zu schaffen gilt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Kunststoffe früher – die Entwicklung von Plastik
2.1 Soziokulturelle Motivation und Entstehung
2.2 Neue Kunststoffe, ihre Möglichkeiten und Vorteile
2.3 Aufstrebende Kunststoffindustrie und wirtschaftliche Bedeutung
3. Kunststoffe heute – eine Welt aus Plastik
3.1 Kunststoffbranche heute und Verbreitung
3.2 Problematiken hinsichtlich Umwelt, Gesundheit und Sicherheit
3.2 Neue Kunststoffarten und Trends
4. Kunststoffe in Zukunft – eine Plastik-Prognose
4.1 Anzunehmende Entwicklungen der Kunststoffbranche
4.2 Zukunftsweisende Forschungsansätze
5. Diskussion und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit analysiert die historische Entwicklung, den aktuellen Status quo sowie die Zukunftsaussichten von Kunststoffen und untersucht dabei kritisch, inwieweit dieser Werkstoff als Segen für den menschlichen Fortschritt oder als Fluch für Umwelt und Gesundheit zu bewerten ist.
- Historische Entstehung und soziokulturelle Hintergründe der Kunststoffindustrie
- Ökonomische Bedeutung und globale Verbreitung moderner Kunststoffe
- Kritische Betrachtung ökologischer Belastungen und gesundheitlicher Risiken
- Die Rolle nachhaltiger Innovationen und zukunftsweisender Forschungsansätze
- Die Ambivalenz von Kunststoffen im Spannungsfeld zwischen Nutzen und Umweltverschmutzung
Auszug aus dem Buch
2.1 Soziokulturelle Motivation und Entstehung
Der geschichtliche Ausgangspunkt der Kunststoffe geht dabei viel weiter in die menschliche Historie zurück als heutzutage mit dem Begriff “Kunststoff“ in Verbindung gebracht wird. Die Zeittafel des Deutschen Kunststoff Museums siedelt den Beginn der Kunststoffgeschichte im Jahre 1530 durch den Werkstoff Galalith an, gefolgt von weiteren Entwicklungen, wie beispielsweise dem Radiergummi aus Naturkautschuk (1770) oder dem Begriff der Polymerie (1833), wohingegen der prägnante Aufschwung Ende des 19. Jahrhunderts zu erkennen war (vgl. Schwedt, 2013:1; Internetpräsenz Deutsches Kunststoff Museum, 2017). Die dabei bis zu diesem Zeitpunkt überwiegend verbreiteten Materialen wie beispielsweise Holz, Metall oder Keramik kamen in dieser Zeit bedingt durch die aufkommende Industrialisierung an ihre Grenzen und konnten den neuen vielseitigen Anforderungen an Werkstoffe nur bedingt gerecht werden (vgl. Schwarz, u.a., 2016: 11). Der steigende Konsum an Rohstoffen ließ parallel auch die Preise für diese steigen, deren Verarbeitung kostenspieliger wurde und sie zu Luxusgütern werden ließ. Gleichzeitig konnte die Erhöhung des Lebensstandards beobachtet werden, was das Bedürfniss an qualitativen Konsumgütern enorm wachsen ließ und die Lage zu verschärfen vermochte. Begleitet durch den Ausbau der Waffenbranche und die Forderungen des Militärs wurde der Bedarf an neuen Werkstoffen immer größer und weitläufiger (vgl. Abts, 2010: 5).
Als Reaktion hierauf folgte die Erforschung neuer Materialien, welche durch eine einfache Verarbeitung und kostenniedrige Herstellung profilierten, wodurch das Cellulosenitrat als Ergebnis verschiedener Experimente auf den Markt trat und neue Aspekte in der Produktion ermöglichte. Bald erfolgte ebenso der Einsatz von Erdöl, um natürliche Rohstoffe zu ersetzen und somit den Kosten- und Verfügbarkeitsfaktor zu regulieren. Ein entsprechendes erdölbasiertes Material wurde im Jahre 1907 unter dem Namen Bakelit bekannt. Mit der Einführung der Theorie der Makromoleküle nach Hermann Staudinger im Jahre 1922 konnten synthetische Polymere ihren Molekülanordnungen nach systematisiert und in Thermoplaste, Duroplaste und Elastomere aufgeteilt werden, worauf in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts die kontinuierlich steigende Produktion von Kunststoffen begann.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das zentrale Thema ein, beleuchtet die Ubiquität von Kunststoffen und legt die Gliederung der Arbeit fest, welche eine chronologische Untersuchung von den Ursprüngen bis hin zu künftigen Entwicklungen vorsieht.
2. Kunststoffe früher – die Entwicklung von Plastik: Dieses Kapitel widmet sich der historischen Entstehung, den soziokulturellen Bedürfnissen hinter der Erforschung neuer Materialien sowie dem wirtschaftlichen Aufstieg der Kunststoffindustrie.
3. Kunststoffe heute – eine Welt aus Plastik: Der Fokus liegt auf der aktuellen Marktsituation, der weitreichenden Verbreitung sowie den damit verbundenen ökologischen und gesundheitlichen Problematiken und neuen Materialtrends.
4. Kunststoffe in Zukunft – eine Plastik-Prognose: Dieses Kapitel wagt einen Ausblick auf die zukünftige industrielle Entwicklung und stellt innovative Forschungsansätze zur Lösung bestehender Entsorgungs- und Umweltprobleme vor.
5. Diskussion und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über die Ambivalenz des Werkstoffs Kunststoff ab, wobei die These diskutiert wird, dass dieser sowohl Segen als auch Fluch für die moderne Gesellschaft bedeutet.
Schlüsselwörter
Kunststoffe, Plastik, Kunststoffindustrie, Umweltverschmutzung, Makromoleküle, Biopolymere, Nachhaltigkeit, Entsorgungsproblematik, Thermoplaste, Rohstoffverbrauch, Innovation, Gesundheitsrisiken, Wirtschaftsgeschichte, Polymerforschung, Kreislaufwirtschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht die historische, gegenwärtige und zukünftige Rolle von Kunststoffen in der Gesellschaft und analysiert kritisch das Spannungsfeld zwischen industriellem Nutzen und ökologischer Belastung.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die Entstehungsgeschichte der Werkstoffe, die ökonomische Macht der Kunststoffbranche, die aktuellen Entsorgungsprobleme sowie zukunftsweisende Ansätze wie Biokunststoffe oder enzymatische Zersetzung.
Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?
Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, ob die Entwicklung von Kunststoffen eher als „Segen“ für den Fortschritt und den Lebensstandard oder als „Fluch“ aufgrund von Umweltbelastungen und gesundheitlicher Gefahren zu bewerten ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Autorin nutzt eine strukturierte, chronologische Analyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung von Statistiken basiert, um die Entwicklungsstadien der Kunststoffbranche ganzheitlich darzustellen.
Welche Inhalte bilden den Kern des Hauptteils?
Der Hauptteil behandelt die historische Motivationslage bei der Erfindung von Kunststoffen, die heutige wirtschaftliche Verbreitung des Materials sowie die kritische Auseinandersetzung mit ökologischen Herausforderungen und den technologischen Versprechen für die Zukunft.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören neben dem Kunststoff selbst die Begriffe Nachhaltigkeit, Biopolymere, Entsorgungsmanagement sowie die ökonomische und ökologische Ambivalenz des Materials.
Welche Rolle spielt die „Plastikphobie“ innerhalb der Arbeit?
Der Begriff wird im Kontext des geschichtlichen Wandels der Akzeptanz für künstliche Werkstoffe verwendet, die schließlich durch den „Plastik-Kult“ und die industrielle Etablierung aufgelöst wurde.
Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Biokunststoffen (z.B. Ecoflex)?
Die Arbeit sieht in Biokunststoffen eine wichtige Entwicklungsstufe, weist jedoch darauf hin, dass die aktuelle Ökobilanz dieser Stoffe noch unzureichend erforscht ist und sie derzeit eher als Marketinginstrument genutzt werden, statt das Abfallproblem vollständig zu lösen.
Welche Bedeutung kommt der Entdeckung der Wachsmotte Galleria mellonella zu?
Die Entdeckung dient als Beispiel für einen innovativen, biologischen Lösungsansatz, da die Raupen in der Lage sind, Polyethylen zu zersetzen und chemisch in andere Stoffe umzuwandeln.
Was ist das zentrale Fazit der Untersuchung?
Das Fazit betont, dass Kunststoffe für den modernen Lebensstandard unverzichtbar sind, aber nur durch ein aktives Zusammenwirken von Politik, Wirtschaft und Forschung die heutigen „Fluch-Aspekte“ wie Entsorgungsschwierigkeiten nachhaltig überwunden werden können.
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- Eugenie Geyman (Author), 2017, Kunststoffe früher, heute und in Zukunft. Die Entwicklung der Kunststoffe als Fluch oder Segen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1372374