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Das didaktische Konzept Freinets und dessen mögliche Umsetzung im Unterricht

Titel: Das didaktische Konzept Freinets und dessen mögliche Umsetzung im Unterricht

Hausarbeit , 2007 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Julia Selbach (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Zeit um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20.Jahrhundert war eine Zeit geprägt von Reformen in vielerlei Hinsicht. Nicht nur politisch und industriell war dies eine Zeit des Umbruchs. Besonders gesellschafts- und bildungstheoretischer Hinsicht entstanden Ideen und Ansätze, die bis in die heutige Zeit hinein das Bildungssystem beeinflussen und einen wichtigen Grundstein für ein völlig neues Verständnis von Pädagogik legten. Die Reformpädagogik des beginnenden 20.Jahrhunderts hatte das Ziel, eine Pädagogik zu schaffen, die den Bedürfnissen des Kindes angepasst war. Ein bedeutender Verfechter dieses Verständnisses ist Célestin Freinet. Sein erklärtes Ziel war es, eine für die damalige Zeit völlig neue Form von Schule zu schaffen, nämlich „[…]eine einheitliche Schule ohne Klassenunterschiede und Privilegien für alle Kinder des Volkes[…]“(Hellmich; Teigeler, 1995, S.95)
Die vorliegende Arbeit soll einen Überblick über die alternativen pädagogischen Ideen des Reformpädagogen Célestin Freinet geben, sowie seine Konzepte zu deren praktischer Umsetzung vorstellen. Darüber hinaus soll die heutige Umsetzung der Freinetpädagogik am Beispiel er Freinetgrundschule Köln dargestellt werden. Den Schluss der Arbeit bildet eine kritische Auseinandersetzung mit der pädagogischen Konzeption Célestin Freinets.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Lebensweg Célestin Freinets

3. Auffassung des Menschenbildes und Erziehungsziel der Pädagogik Célestin Freinets

4. Zentrale Aspekte des didaktischen Konzepts Célestin Freinets

4.1 Forschendes und entdeckendes Lernen

4.2 Bezug zum Leben

4.3 Sinn

4.4 Freiheit und Selbstständigkeit

4.5 Rechte der Kinder

4.6 Individualität

4.7 Ordnung, Disziplin und Demokratie

4.8 Arbeit/Selbsttätigkeit

4.9 Kooperation

5. Konkrete Umsetzung der Didaktik im Unterricht

5.1 Drucken

5.2 Freier Ausdruck

5.3 Freier Text

5.4 Klassenkorrespondenz

5.5 Klassenrat

5.6 Individueller Wochenarbeitsplan

5.7 Gruppenarbeit und Arbeitsateliers

5.8 Leistungsbewertung

6. Schluss

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über die reformpädagogischen Ideen von Célestin Freinet sowie deren praktische Umsetzung im Schulalltag zu geben. Dabei wird insbesondere untersucht, wie sein Ansatz der „Pädagogik vom Kinde aus“ die heutige Unterrichtsgestaltung beeinflusst und welche Möglichkeiten zur Integration dieser Methoden in moderne Regelschulen bestehen.

  • Biografische Prägung und Entwicklung der Freinet-Pädagogik
  • Kernprinzipien: Selbsttätigkeit, Freiheit und Kooperation
  • Didaktische Instrumente wie Schuldruckerei und Klassenkorrespondenz
  • Demokratische Partizipation im Klassenrat
  • Methoden der Leistungsbewertung und individuellen Förderung

Auszug aus dem Buch

4.1 Forschendes und entdeckendes Lernen

Entsprechend dem Menschenbild, welches der Pädagogik Célestin Freinets zu Grunde liegt, erschuf er eine Methode zu lernen, die auf dem natürlichen Nachahmungstrieb und Tätigkeitsdrang des Kindes beruht. Célestin Freinet ging bei den Überlegungen zu seiner Pädagogik stets davon aus, dass jedes Kind von Natur aus neugierig und wissbegierig sei.

Aus diesen Gründen kann der Lernprozess eines Kindes also auch nicht in einer Art vorgezeichneter Reihenfolge ablaufen, sondern sollte sich an den Interessen, Fähigkeiten und Neigungen jedes einzelnen Kindes orientieren. Auch hier zeigt sich eine deutliche Abgrenzung zu den damals vorherrschenden Lernmethoden, wie folgende Aussage Célestin Freinets belegt: „In der traditionellen Schule ist nur ein schon im voraus von den Lehrplänen und dem Lehrer festgelegtes Arbeitsprogramm möglich, auf das die Kinder keinerlei Einfluss haben. Zwangsläufig ergibt sich daraus eine Atmosphäre der mehr oder weniger starken Opposition zwischen den Schülern und dem Erzieher […]“ (Hellmich; Teigeler, 1995, S.98).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung bettet die Arbeit in den historischen Kontext der Reformpädagogik ein und erläutert die Zielsetzung der Untersuchung.

2. Der Lebensweg Célestin Freinets: Dieses Kapitel zeichnet die Biografie Freinets nach, insbesondere die Einflüsse seiner Kindheit und Kriegsverletzungen auf seine pädagogische Haltung.

3. Auffassung des Menschenbildes und Erziehungsziel der Pädagogik Célestin Freinets: Hier werden das ganzheitliche Menschenbild und das Ziel der Erziehung zu einer freien, selbstbewussten Persönlichkeit dargelegt.

4. Zentrale Aspekte des didaktischen Konzepts Célestin Freinets: In diesem Hauptteil werden die theoretischen Grundpfeiler wie Selbsttätigkeit, Freiheit, Kooperation und der Lebensbezug des Lernens systematisch analysiert.

5. Konkrete Umsetzung der Didaktik im Unterricht: Dieses Kapitel stellt die praktischen Methoden wie Druckerei, Klassenrat und Wochenarbeitsplan vor, die das reformpädagogische Konzept im Alltag erfahrbar machen.

6. Schluss: Der Schluss fasst die Bedeutung der Freinet-Pädagogik für das heutige Schulsystem zusammen und würdigt ihre Relevanz trotz bestehender institutioneller Grenzen.

Schlüsselwörter

Célestin Freinet, Reformpädagogik, Freinet-Pädagogik, Selbsttätigkeit, entdeckendes Lernen, Schuldruckerei, Klassenrat, Kooperation, freier Ausdruck, individualisiertes Lernen, Wochenarbeitsplan, Schulpädagogik, Leistungsbewertung, Demokratieerziehung, kindzentrierter Unterricht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Übersicht über das pädagogische Konzept von Célestin Freinet, untersucht dessen theoretische Hintergründe und erläutert die Umsetzung in der Unterrichtspraxis.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören das Menschenbild Freinets, die Prinzipien der Freiheit und Selbsttätigkeit sowie die praktische Anwendung durch verschiedene Arbeitstechniken.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Konzepte Freinets vorzustellen und zu hinterfragen, inwieweit diese in der heutigen Regelschule, trotz bestehender Zwänge wie Notengebung, implementiert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Arbeit, die biographische Daten mit reformpädagogischen Theorien und Beschreibungen praktischer Unterrichtsmethoden verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Aspekte (Menschenbild, Didaktik) und die detaillierte Beschreibung konkreter Umsetzungselemente (Drucken, Wochenplan, Klassenrat).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Freinet-Pädagogik, Selbsttätigkeit, Kooperation, freier Ausdruck und lebensnahes Lernen.

Welchen Einfluss hatte Freinets Kriegsverletzung auf seine Pädagogik?

Seine Verletzung zwang ihn dazu, den Frontalunterricht aufzugeben, da er nicht mehr lange vor der Klasse sprechen konnte, was ihn zur Entwicklung alternativer, selbsttätiger Lernformen motivierte.

Warum spielt die Schuldruckerei eine so zentrale Rolle?

Die Druckerei dient als Symbol für das handlungsorientierte Lernen und ermöglicht Kindern, ihre eigene Arbeit zu veröffentlichen, was wiederum die Kommunikation und Kooperation innerhalb der Klasse stärkt.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das didaktische Konzept Freinets und dessen mögliche Umsetzung im Unterricht
Hochschule
Universität zu Köln  (Abteilung für allgemeine Didaktik und Schulpädagogik)
Veranstaltung
Reformpädagogik und Schulpädagogik
Note
1,0
Autor
Julia Selbach (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
22
Katalognummer
V137255
ISBN (eBook)
9783640458967
ISBN (Buch)
9783640458592
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Konzept Freinets Umsetzung Unterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Selbach (Autor:in), 2007, Das didaktische Konzept Freinets und dessen mögliche Umsetzung im Unterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137255
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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