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Die Immigrationspolitik Kanadas als Vorbild für Deutschland. Unterschiede, Parallelen und Möglichkeiten

Title: Die Immigrationspolitik Kanadas als Vorbild für Deutschland. Unterschiede, Parallelen und Möglichkeiten

Term Paper , 2018 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Osman Taskiran (Author)

Politics - Other International Politics Topics
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Die vorliegende Arbeit widmet sich dem Thema: Wie gestalten sich die Einwanderungsbestimmungen Deutschlands im Vergleich zu Kanada? Was ist das Besondere am Punktesystem Kanadas, welche Vorteile und welche Nachteile sind zu erkennen? Schlussendlich wird die Frage gestellt, ob denn ein kanadisches Vorbild in Deutschland ebenfalls eine Möglichkeit sein könnte oder nicht.

Der amtierender Premierminister Kanadas Justin Trudeau postete im Jahre 2017 im bekannten sozialen Netzwerk Twitter eine herzliche Willkommenshaltung gegenüber Flüchtlingen, die Krieg und Terror gelitten hatten. Bereits 2015 zu seinem Amtsantritt versprach er sich dem Vorhaben der Aufnahme von 25.000 Syrern bis zum Jahresende nach seiner Inauguration. Jedoch verschob das Land mit einer der höchsten Immigrantendichten der Welt das Versprechen von 2015 auf Ende 2016. Auch die Zahl von 40.000 Flüchtlingen, die der Premierminister am Weltflüchtlingstag in seiner Rede erwähnte, war keine reine Eigenleistung der Regierung - ein Blick auf die offiziellen Statistiken Kanadas offenbart nämlich, dass mehr als ein Drittel der Flüchtlinge in die Kategorie "privately sponsored" fielen. Im internationalen Vergleich belegt Kanada bei der Aufnahme von Flüchtlingen sogar lediglich den 20. Platz.

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Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. EINWANDERUNGSBESTIMMUNGEN IM VERGLEICH

2.1. EINWANDERUNGSBESTIMMUNGEN DEUTSCHLAND

2.1.1. MÖGLICHKEITEN DER EINWANDERUNG

2.2. EINWANDERUNGSBESTIMMUNGEN KANADA

2.2.1. MÖGLICHKEITEN DER EINWANDERUNG

2.2.1.1. DAS PUNKTESYSTEM

2.3. PUNKTESYSTEM FÜR DEUTSCHLAND?

2.3.1. VORTEILE UND NACHTEILE EINES PUNKTESYSTEMS

3. SCHLUSS

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht im Rahmen des Proseminars die Möglichkeiten einer Übertragung des kanadischen Einwanderungsmodells auf Deutschland. Es wird analysiert, inwieweit die dortigen, primär am Arbeitskräftebedarf orientierten Strukturen zur Lösung der ökonomischen und demografischen Herausforderungen in der Bundesrepublik beitragen können.

  • Vergleich der Einwanderungsbestimmungen von Kanada und Deutschland
  • Analyse der Funktionsweise des kanadischen Punktesystems
  • Bewertung der Anwendbarkeit des Punktesystems für den deutschen Arbeitsmarkt
  • Diskussion demografischer Herausforderungen und des Fachkräftemangels
  • Untersuchung notwendiger gesellschaftspolitischer Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Einwanderungskultur

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Möglichkeiten der Einwanderung

Die Migrationspolitik Kanadas im Bereich der ökonomischen Einwanderung ist im Gegensatz zu Deutschland differenzierter. Während jene Politik eine „lange Zeit reine humankapital- bzw. personenorientiert [war], d.h. auf die pauschale Rekrutierung von Hochqualifizierten ausgerichtet [gewesen ist] ohne auf die tatsächliche Nachfrage auf dem heimischen Arbeitsmarkt zu achten“19, hat sie bis heute einige Veränderungen erfahren und sich der Anpassung an die Umstände versprochen. So „orientiert sich das kanadische Einwanderungsmodell sowohl am Arbeitsmarktangebot, also an potenziellen Arbeitskräften in aller Welt, die nach Kanada kommen wollen, als auch an der Arbeitsmarktnachfrage der einheimischen Unternehmen“20. Diesen Umstand bezeichnen Hinte et al. als „Hybridsystem“. So seien „in kurzfristiger Perspektive vor allem Kriterien wie eine Qualifikation in einem Mangelberuf entscheidend [...]“, jedoch auf lange Sicht gesehen „allgemeine Humankapitalaspekte und Integrationsfragen“ von Belang.21

Mit den jüngsten Erneuerungen im Punktesystem konnte auf diesem Wege das Problem der „academics driving taxis“ zumindest abgemildert werden. Der Missstand, dass gut ausgebildete Migranten nicht ihrer Qualifikation entsprechende Arbeit finden konnten, sollte so gut wie möglich vermieden werden.22

Das Punktesystem, das sich aus diesen Prämissen heraus entwickelt hat, wird in vier Kategorien unterteilt. Zu der ersten Gruppe gehören Hochqualifizierte, die eine Möglichkeit der Bewerbung über den „Federal Skilled Workers Program“ haben und einem Auswahlverfahren mittels eines Punktesystems unterliegen. Die zweite Gruppe zielt auf qualifizierte Migranten, denen drei verschiedene Wege der Bewerbung offenstehen. Diese wären zum einen das „Federal Skilled Trades Program“, das „Canadian Experience Class Program“ und das „Provincial Nominee Program“. Diese Gruppe kann sich online bewerben und den Vorteil eines schnellen Verfahrens, genannt „Express-Entry“, nutzen und wird ebenfalls über ein Punktesystem bewertet. Die dritte Kategorie betrifft Unternehmer und Investoren; diese bewerben sich über das „Business Immigration Program“ und müssen durch den Umstand, dass sie in die Wirtschaft des Landes investieren, weniger Punkte erzielen als die anderen Gruppen. Die letzte Gruppe schließt den Kreis mit den geringqualifizierten Einwanderern, die meist aufgrund einer kurzfristigen Beschäftigung nur temporär in das Land einreisen. Sie können sich über das „Temporary Foreign Worker Program“ bewerben. Bei dieser Gruppe ist eine Bewertung durch das Punktesystem nicht erforderlich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Problematik ein, skizziert die kanadische Einwanderungspolitik und stellt die Relevanz einer Adaption des Modells für Deutschland dar.

2. EINWANDERUNGSBESTIMMUNGEN IM VERGLEICH: Das Kapitel vergleicht die gesetzlichen Grundlagen und Migrationshintergründe zwischen Deutschland und Kanada.

2.1. EINWANDERUNGSBESTIMMUNGEN DEUTSCHLAND: Hier werden die restriktiven Möglichkeiten der Einwanderung nach Deutschland, unter Berücksichtigung von Herkunftsländern und Qualifikationsnachweisen, erläutert.

2.1.1. MÖGLICHKEITEN DER EINWANDERUNG: Dieser Teil konkretisiert die rechtlichen Hürden für Arbeitserlaubnisse und Aufenthaltsbestimmungen in Deutschland.

2.2. EINWANDERUNGSBESTIMMUNGEN KANADA: Es wird die historische und strategische Ausrichtung der kanadischen Immigrationspolitik anhand der Reden von Mackenzie King hergeleitet.

2.2.1. MÖGLICHKEITEN DER EINWANDERUNG: Das Kapitel beschreibt das kanadische „Hybridsystem“, das sowohl Humankapitalaspekte als auch den aktuellen Arbeitsmarktbedarf berücksichtigt.

2.2.1.1. DAS PUNKTESYSTEM: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Aufschlüsselung der vier kanadischen Einwanderungskategorien und der Funktionsweise des Punktesystems.

2.3. PUNKTESYSTEM FÜR DEUTSCHLAND?: Die Autorin bzw. der Autor erörtert, ob Deutschland durch das Lernen aus kanadischen Fehlern und Erfolgen eine eigene Steuerungslogik etablieren kann.

2.3.1. VORTEILE UND NACHTEILE EINES PUNKTESYSTEMS: Hier werden die Chancen einer Professionalisierung der Einwanderung gegen die strukturellen Hürden und die Notwendigkeit gesellschaftlicher Akzeptanz abgewogen.

3. SCHLUSS: Im Fazit wird die Notwendigkeit einer klaren, transparenten Integrationspolitik betont, um eine erfolgreiche Einwanderungskultur in Deutschland langfristig zu etablieren.

Schlüsselwörter

Einwanderung, Kanada, Deutschland, Punktesystem, Arbeitsmarkt, Fachkräftemangel, Humankapital, Migration, Sozialsystem, Integration, Wirtschaftsflexibilität, Einwanderungskultur, demografischer Wandel, Remigration, Qualifikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Vergleich der Einwanderungssysteme von Kanada und Deutschland vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und demografischer Herausforderungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Zentrale Themen sind die ökonomische Steuerung von Fachkräftezuwanderung, das kanadische Punktesystem sowie die rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in der Bundesrepublik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, zu analysieren, ob das kanadische Modell als Vorbild für eine effektivere Einwanderungspolitik in Deutschland dienen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich von Rechtsvorschriften und Migrationsstatistiken beider Länder.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die aktuellen rechtlichen Möglichkeiten zur Einwanderung, erklärt die Funktionsweise des kanadischen Punktesystems und beurteilt Herausforderungen einer Adaption für Deutschland.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Migration, Punktesystem, Arbeitsmarkt, Demografie, Fachkräftemangel und Integration.

Wie unterscheidet sich die kanadische Vorgehensweise bei der Selektion von Migranten?

Kanada nutzt ein hybrides Punktesystem, das sowohl spezifische berufliche Qualifikationen in Mangelberufen als auch allgemeines Humankapital flexibel an den Bedarf des Marktes anpasst.

Warum wird im Dokument das Problem der „academics driving taxis“ erwähnt?

Es dient als Beispiel für das Scheitern von Integration durch fehlende Anerkennung von Qualifikationen, was Kanada durch modernisierte Auswahlverfahren gezielt zu minimieren versucht.

Welche Rolle spielt die demografische Entwicklung in der Argumentation?

Die sinkenden Geburtenraten und die Überalterung der Gesellschaft werden als zwingende Gründe für eine gesteuerte Einwanderung genannt, um das deutsche Sozialsystem langfristig zu stützen.

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Details

Title
Die Immigrationspolitik Kanadas als Vorbild für Deutschland. Unterschiede, Parallelen und Möglichkeiten
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Politische Wissenschaft)
Course
Einwanderung und Multikulturalismus in Kanada
Grade
1,0
Author
Osman Taskiran (Author)
Publication Year
2018
Pages
15
Catalog Number
V1373492
ISBN (PDF)
9783346908568
ISBN (Book)
9783346908575
Language
German
Tags
Immigration kanada punktesystem einwanderung fachkräftemangel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Osman Taskiran (Author), 2018, Die Immigrationspolitik Kanadas als Vorbild für Deutschland. Unterschiede, Parallelen und Möglichkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1373492
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