In der vorliegenden Arbeit soll es um das Konsumverhalten von Jugendlichen in Deutschland gehen. Die Grundlage hierfür bilden zwei Untersuchungen der Einkommens-, Konsum- und Verschuldungsmuster der Jugendlichen in Deutschland, die 2006 bzw. 2007 von Elmar Lange und Karin Fries veröffentlicht wurden. Nachdem einführend kurz die Begriffe „Konsum“ und „Konsumgesellschaft“ erläutert werden, wird unter Zuhilfenahme der eben genannten Studie auf die Einnahmen und Ausgaben der Jugendlichen eingegangen. Es folgt eine knappe Darstellung des Sparverhaltens und der Verschuldungsmuster, die den meisten Teenagern innewohnen. Des Weiteren interessiert, welche Güter von den Jugendlichen in welchem Maße käuflich erworben werden. Im dritten Abschnitt werden die Hauptfaktoren, die das Konsumverhalten beeinflussen („soziales Umfeld“, „Erziehung der Eltern“ und „Einkommen der Eltern“) untersucht.
Da die modernen Medien nicht nur eine zentrale Rolle im Leben der Teenager sondern auch bezüglich ihres Kaufverhaltens spielen, soll der Schwerpunkt der Arbeit auf dem Medium Internet, dass in den letzten drei Jahrzehnten eine erstaunliche Entwicklung genommen hat, liegen. Im vierten Kapitel gilt es herauszufinden, inwiefern dieses das Konsumverhalten der Jugendlichen beeinflusst.
Das abschließende Fazit fasst nicht nur die Ergebnisse der Untersuchung zum Konsumverhalten Jugendlicher zusammen, sondern es soll des Weiteren versucht werden auf die Leitfrage nach der Rolle des Internets beim Konsumverhalten der Kinder und Jugendlichen eine Antwort zu geben.
2.2.3 Das Sparverhalten und die Verschuldungsmuster der Kinder und Jugendlichen
Betrachtet man das Sparverhalten der Kinder und Jugendlichem, muss zunächst angemerkt werden, dass diese umso häufiger und umso mehr sparen, je älter sie sind. Insgesamt sparen trotzdem 84% der Jugendlichen etwas von ihren monatlichen Einnahmen. Das Sparguthaben beträgt durchschnittlich 400 Euro und Jungen sparen dabei häufiger und mehr als Mädchen. (...)
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das Konsumverhalten von Kindern und Jugendlichen
2.1 Konsum und Konsumgesellschaft
2.2 Sozioökonomische Ressourcen: Einkünfte und Ausgaben der Kinder und Jugendlichen
2.3 Das Sparverhalten und die Verschuldungsmuster der Kinder und Jugendlichen
2.4 Güterkonsum der Kinder und Jugendlichen
3. Einflussfaktoren auf das Konsumverhalten
4. Empirische Befunde zur Internetnutzung der Kinder und Jugendlichen
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konsumverhalten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Einfluss des Internets als Medium und Shopping-Plattform liegt. Ziel ist es, das Einkommens-, Konsum- und Sparverhalten der jungen Generation zu analysieren und kritisch zu hinterfragen, welche Rolle das Internet bei der Konsumgestaltung spielt.
- Analyse der Einkommensquellen und Ausgabemuster junger Menschen.
- Untersuchung von Einflussfaktoren wie Erziehung, soziales Umfeld und globale Entwicklungen.
- Auswertung der Internetnutzung und deren Bedeutung für das Kaufverhalten.
- Betrachtung von Sparverhalten und Verschuldungsrisiken im Jugendalter.
Auszug aus dem Buch
2.1 Konsum und Konsumgesellschaft
Einer Definition von Wiswede (1989: 359) zu Folge wird als Konsum die „Verhaltensweisen, die auf Erlangung und privater Nutzung wirtschaftlicher Güter gerichtet sind“ verstanden. Konsum ist jedoch keine ausschließlich ökonomische Verhaltensweise, sondern für den Einzelnen auch von persönlichkeitsspezifischer Bedeutung. Der moderne Konsum zeichnet sich weniger durch den Wunsch nach Gebrauchswerten als vielmehr durch die Einlösung von Glücksversprechen aus. Er fungiert oft als Mittel der sozialen Belohnung für den arbeitenden Menschen. (vgl. INSTITUT FÜR GESELLSCHAFTSPOLITK 1987: 18)
Die Ausdehnung des Marktes auf alle Bereiche, die Industrialisierung der Freizeit und das stetige Wachstum des tertiären Sektors sind die bedeutendsten Kennzeichen der Konsumgesellschaft. Das Phänomen, Güter und Dienstleistungen intensiv verbrauchen zu wollen, ist hingegen nicht so jung, wie man im ersten Moment denken würde, denn es existierte schon vor der Entstehung der Massenkultur, so Stearns. (1997: 140) Bereits seit dem 18. Jahrhundert kann in England und anderen westlichen Ländern eine neue Leidenschaft für den Konsum von Waren, nicht nur bei den Aristokraten, sondern auch bei den „einfachen Bürgern“, verzeichnet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Relevanz der Zielgruppe Kinder und Jugendliche als Verbraucher ein und legt die Forschungsfrage sowie den inhaltlichen Aufbau der Untersuchung dar.
2. Das Konsumverhalten von Kindern und Jugendlichen: Es werden theoretische Grundlagen des Konsums erläutert sowie Einnahmequellen, Ausgabestrukturen, das Sparverhalten und Verschuldungsmuster der jungen Zielgruppe detailliert betrachtet.
3. Einflussfaktoren auf das Konsumverhalten: Hier werden zentrale Einflussgrößen wie die elterliche Erziehung, das soziale Umfeld sowie globale Entwicklungen auf das Konsumverhalten analysiert.
4. Empirische Befunde zur Internetnutzung der Kinder und Jugendlichen: Dieses Kapitel widmet sich der rasanten Verbreitung des Internets und untersucht, wie dieses Medium das Informations- und Kaufverhalten der Jugendlichen beeinflusst.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einer kritischen Einordnung der Rolle des Internets beim Konsumverhalten sowie einem Ausweis für weiteren Forschungsbedarf.
Schlüsselwörter
Konsumverhalten, Jugendliche, Internetnutzung, Taschengeld, Finanzerziehung, Kaufkraft, Peergroup, Medienkompetenz, Konsumgesellschaft, Sparverhalten, Verschuldung, Onlineshopping, Markenartikel, Konsumkultur, Jugendforschung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Konsumverhalten von Jugendlichen in Deutschland und analysiert, wie diese ihre finanziellen Mittel nutzen und welche Faktoren ihr Kaufverhalten beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen umfassen die Einkommensquellen, das Ausgabeverhalten, das Sparen, den Einfluss der Eltern sowie die spezifische Rolle des Internets als Informationsquelle und Marktplatz.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Leitfrage ist, welche Rolle das Internet beim Konsumverhalten von Kindern und Jugendlichen spielt und wie diese junge Generation mit dem wachsenden digitalen Angebot umgeht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literatur- und Sekundärdatenanalyse bestehender Konsumstudien, insbesondere unter Einbeziehung von Untersuchungen von Lange und Fries sowie aktueller Jugendstudien.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung des Konsums, die Analyse von Einnahmen und Ausgaben, die Diskussion von Erziehungseinflüssen sowie eine detaillierte empirische Untersuchung der Internetnutzung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Typische Schlüsselbegriffe sind Konsumverhalten, Finanzerziehung, Jugendforschung, Onlineshopping und Medienkompetenz.
Welchen Einfluss hat die elterliche Erziehung auf das Konsumverhalten?
Die Studie zeigt, dass Eltern durch den Taschengeld-Einsatz und ihr Vorbildverhalten die Finanzerziehung maßgeblich prägen, wobei liberale Erziehungsstile oft mit höheren Einkünften korrelieren.
Spielt das Onlineshopping für Jugendliche eine große Rolle?
Interessanterweise ist die Bedeutung des Onlineshoppings trotz der hohen Internetaffinität der Jugendlichen als untergeordnet einzustufen, da nur ein kleiner Teil regelmäßig im Netz einkauft.
- Arbeit zitieren
- Eva Meyer (Autor:in), 2008, Das Konsumverhalten von Jugendlichen. Welche Rolle spielt das Internet?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137560