Das Ziel der Präsentation besteht darin, den Zuhörer:innen die systemische Grundhaltung im Kontext der Beratung näherzubringen, sodass ein optimaler Übergang zur späteren beruflichen Tätigkeit, der systemischen Beratung, gewährleistet werden soll. Die Präsentation gibt einen ersten Überblick auf die systemische Beratung und deren Grundannahmen, weswegen sie zu Beginn der Weiterbildung stattfindet. Im weiteren Verlauf der Weiterbildung werden die Inhalte weiter konkretisiert und spezialisiert, auch in Abhängigkeit des jeweiligen angestrebten Bereichs innerhalb der systemischen Beratung. Die Präsentation an sich findet in einem technisch gut ausgestatteten Raum der Weiterbildungseinrichtung mittels einer Power-Point-Präsentation statt. Die Dauer der Präsentation beträgt ca. 20 Minuten, wobei mit anschließenden Fragen gerechnet werden kann, was den zeitlichen Rahmen etwas steigen lässt. So kann also insgesamt von einer Dauer von 30-40 Minuten ausgegangen
werden. Die Präsentation gliedert sich in zwei Teile. Im ersten Teil werden nach einer Begriffsannäherung an die (systemische) Beratung sowie nach einer Definition von „sozialen Systemen“ die wichtigsten systemtheoretischen Grundlagen komprimiert dargestellt. Im zweiten Teil erfolgt die Darstellung der Unterschiede zwischen der systemischen Grundhaltung und klassischen psychologischen Ansätzen.
Inhaltsverzeichnis
1. Systemischer Ansatz
1.1 Einleitung Beratung
1.2 Systemische Beratung
1.3 Definition soziale Systeme
1.4 Systemtheoretische Grundannahmen
1.5 Systemische Grundhaltung
1.6 Systemische Grundregeln
2. Unterschiede zur klassischen Psychologie
2.1 Übersichtstabelle
2.2 Beispiele
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, Fachkräften in der sozialen Arbeit die systemische Grundhaltung im Kontext der Beratung zu vermitteln, um einen optimalen Übergang in die systemische Beratungsarbeit zu ermöglichen und die theoretischen Grundlagen von der klassischen Psychologie abzugrenzen.
- Grundlagen der systemischen Beratung und Definition sozialer Systeme
- Systemtheoretische Grundannahmen wie Kybernetik und Konstruktivismus
- Vermittlung der systemischen Grundhaltung und essenzieller Beratungsregeln
- Kontrastierung systemischer Ansätze gegenüber klassischen, problemorientierten Modellen
- Anwendungsorientierte Differenzierung anhand praxisnaher Fallbeispiele
Auszug aus dem Buch
Systemische Grundhaltung
Auf Folie 15 wird die systemische Grundhaltung, welche durch Neutralität (wertungsloses Wahrnehmen), Allparteilichkeit (Berücksichtigung alle Beteiligten im System des Klienten bzw. der Klientin), Respekt und Wertschätzung gegenüber den KlientInnen, Transparenz (Herstellen Rollenklarheit für alle Seiten) und Offenheit (freie und flexible systemische Prozessgestaltung) sowie durch respektvoller Neugier (authentische und empathische Exploration der Vorstellungwelt der KlientInnen) und ressourcenorientierten Lösungsfokus (Blick auf vorhandene Ressourcen) gekennzeichnet. Dabei wird das Merkmal „Respekt und Wertschätzung“ bewusst hervorgehoben, da dieses Merkmal eines der entscheidensten im Hinblick des zugrundeliegenden systemischen Menschenbildes ist sowie als maßgeblicher Wirkfaktor der Beratung aufgefasst werden kann. Es kann angemerkt werden, dass zwar der Respekt gegenüber den KlientInnen essenziell ist, im Gegenzug jedoch eine Respektlosigkeit gegenüber der Ideen, d.h. das mit angemessener Frechheit infragestellen von festgefahrenen Mustern, Ideen, Vorstellungen und Glaubensgrundsätzen zielführend sein kann.
Zusammenfassung der Kapitel
Systemischer Ansatz: Dieses Hauptkapitel führt in die theoretischen Grundlagen, die Definition sozialer Systeme und die essenziellen Grundannahmen sowie Haltungen der systemischen Beratung ein.
Unterschiede zur klassischen Psychologie: Dieser Teil stellt in einer übersichtlichen Gegenüberstellung die Diskrepanzen zwischen systemischen Ansätzen und klassischen, psychologischen Vorgehensweisen dar und verdeutlicht diese anhand von Praxisbeispielen.
Schlüsselwörter
Systemische Beratung, Systemische Grundhaltung, Kybernetik, Konstruktivismus, Soziale Systeme, Zirkuläre Kausalität, Ressourcenorientierung, Kommunikation, Fallbeispiele, Systemtheorie, Lösungsorientierung, Ganzheitliches Denken, Prozessgestaltung, Interaktion, Beratungspraxis
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Präsentation inhaltlich?
Die Präsentation bietet eine Einführung in die systemische Beratung für Sozialarbeiter, wobei sowohl die theoretischen Grundlagen als auch die praktische Haltung adressiert werden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die Definition sozialer Systeme, systemtheoretische Grundannahmen wie der Konstruktivismus, die systemische Grundhaltung und der Vergleich zur klassischen Psychologie.
Welches primäre Ziel verfolgt die Ausarbeitung?
Ziel ist es, den Teilnehmern der Weiterbildung die systemische Grundhaltung zu vermitteln, um eine professionelle Basis für die Beratungstätigkeit im sozialen Bereich zu schaffen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden zur Darstellung genutzt?
Es wird eine komprimierte theoretische Darlegung genutzt, die durch Definitionen, kybernetische Modelle sowie eine tabellarische Gegenüberstellung und Fallbeispiele ergänzt wird.
Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Einführung inklusive der systemtheoretischen Basis sowie einen zweiten Teil, der die Unterschiede zur klassischen Psychologie anhand konkreter Kriterien und Beispiele herausarbeitet.
Durch welche Schlagworte lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie systemische Haltung, Ressourcenorientierung, zirkuläre Kausalität und systemtheoretische Grundlagen beschreiben.
Warum wird im systemischen Ansatz der Fokus auf Lösungen statt auf Probleme gelegt?
Ein starker Fokus auf Probleme kann zu einer sogenannten "Problemtrance" führen, während Ressourcenorientierung den Glauben an die eigene Lösungskompetenz stärkt und Veränderung begünstigt.
Was bedeutet die "zirkuläre Kausalität" im Kontext der Beratung?
Sie beschreibt, dass im Gegensatz zu linearen Wirkungsmechanismen (A führt zu B) Wechselwirkungen zwischen allen Elementen eines Systems bestehen, bei denen A B beeinflusst und B wiederum A.
Wie unterscheidet sich systemische Beratung von klassischer Psychologie in Bezug auf die Sichtweise?
Systemische Beratung verfolgt eine interpersonelle Sichtweise und betrachtet Symptome als Folge der Systemdynamik, während klassische Ansätze oft individuumzentriert sind und Symptome als individuelle Eigenschaften bewerten.
Was ist mit der "Dezentralität" in der systemischen Kybernetik gemeint?
Dezentralität bezieht sich auf eine Steuerung im Sinne eines "Bottom-up"-Prozesses, bei dem die Organisation des Systems von innen bzw. unten heraus geschieht.
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- Anonym (Author), 2023, Grundlagen und Praxis der systemischen Beratung in der Sozialarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1375681