Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der akademischen Debatte über die Gemeinsamkeiten und Eigenheiten der Konstrukte Kreativität und Intelligenz. Zu Beginn der Arbeit wurde ein kurzer Überblick über die jeweilige Begriffsbestimmung und Erfassungsmethoden gegeben.
Dabei wird relativ schnell deutlich, dass sich weder für Kreativität noch für Intelligenz eine einheitliche Definition finden lässt. Nicht zuletzt deswegen entfachte in den letzten Jahrzehnten eine heftige Diskussion über die Abgrenzbarkeit beider Konstrukte. Neben dem Einfluss der Intelligenz werden vorallem Persönlichkeitsmerkmale untersucht. Zum Ender der Arbeit wird ein Forschungsausblick gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung
2 Einleitung
3 Kreativität
3.1 Begriffsbestimmung
3.2 Erfassung von Kreativität
4 Intelligenz
4.1 Begriffsbestimmung
4.2 Erfassung von Intelligenz
5 Kreativität und Intelligenz
5.1 Kreativität und Intelligenz als zwei eigene Konstrukte
5.2 Kreativität als Korrelat der Intelligenz
6 Diskussion und Fazit
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Gemeinsamkeiten und methodischen Unterschiede zwischen den psychologischen Konstrukten Kreativität und Intelligenz, um ein differenziertes Verständnis ihres Zusammenwirkens innerhalb der akademischen Debatte zu vermitteln.
- Grundlagen und Definitionen von Kreativität und Intelligenz
- Kritische Analyse des sogenannten Schwellenmodells
- Einfluss von Persönlichkeitsmerkmalen auf kreative Leistungen
- Vergleich der Messmethodik in der aktuellen Forschung
Auszug aus dem Buch
3.1 Begriffsbestimmung
Die wohl prägnanteste Begriffsbestimmung der Kreativität stammt von Baron (1965, zitiert nach Amelang et al., 2006), der sie als Fähigkeit, etwas Neues zu schaffen definiert.
Laut Guilford (1950, zitiert nach Asendorpf, 1996) zählen neben dieser Fähigkeit außerdem Sensitivität gegenüber Problemen, Flüssigkeit des Denkens, Originalität der Ideen und Flexibilität im Denken dazu.
Hinzukommend wird in diesem Zusammenhang auch oft die Nützlichkeit eines Produktes als charakteristisch angesehen (Amelang et al., 2006).
Dennoch sollte beachtet werden, dass über 60 verschiedene Definitionen von Kreativität existieren und bis zum heutigen Zeitpunkt keine einheitliche Begriffsbestimmung verwendet wird. Allen gemeinsam ist dabei jedoch der Aspekt der Neuigkeit und Nützlichkeit eines Produkts (Furnham & Bachtiar, 2008).
Im nächsten Abschnitt wird erläutert, wie kreative Leistung erfasst werden kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Vorbemerkung: Die Arbeit führt in die Zielsetzung ein, die Gemeinsamkeiten und Eigenheiten von Kreativität und Intelligenz im Rahmen eines Seminars an der Universität zu Köln zu beleuchten.
2 Einleitung: Dieses Kapitel thematisiert die zunehmende Bedeutung der Kreativitätsforschung und die offene akademische Debatte über das Verhältnis der beiden Konstrukte zueinander.
3 Kreativität: Es erfolgt eine definitorische Einordnung der Kreativität sowie eine Übersicht über gängige Erfassungsmethoden mittels psychometrischer Tests.
4 Intelligenz: Hier werden die wichtigsten Intelligenztheorien, wie die Zwei-Faktoren-Theorie, sowie die gängigen Verfahren zur Intelligenzmessung dargestellt.
5 Kreativität und Intelligenz: Dieses Hauptkapitel analysiert empirische Studien, die das Schwellenmodell hinterfragen und die Rolle von Persönlichkeitsfaktoren untersuchen.
6 Diskussion und Fazit: Die Arbeit fasst die verschiedenen Befunde zusammen und diskutiert die Herausforderungen der Messmethodik sowie die Notwendigkeit weiterer Forschung.
Schlüsselwörter
Kreativität, Intelligenz, Psychologie, Konstrukt, Schwellenmodell, divergentes Denken, Persönlichkeitsmerkmale, Big Five, Offenheit für Erfahrung, Messmethodik, Korrelation, kognitive Fähigkeiten, psychometrische Tests, Wissenschaftler, Begriffsbestimmung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen Kreativität und Intelligenz unter Berücksichtigung verschiedener psychologischer Theorien und empirischer Studien.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Begriffsbestimmung, der methodischen Erfassung der Konstrukte sowie der Bedeutung von Persönlichkeitseigenschaften für kreative Prozesse.
Was ist die zentrale Forschungsfrage?
Im Fokus steht die Klärung, ob und wie Kreativität und Intelligenz zusammenhängen und inwieweit das sogenannte Schwellenmodell wissenschaftlich haltbar ist.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung diverser empirischer Studien, darunter Metaanalysen und psychometrische Untersuchungen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der kritischen Prüfung des Schwellenmodells durch Studien wie die von Preckel et al. (2006) und Kim (2005) sowie dem Einfluss von Persönlichkeitsfaktoren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Kreativität, Intelligenz, Offenheit für Erfahrung, das Schwellenmodell und verschiedene testtheoretische Ansätze.
Warum wird das Schwellenmodell von Guilford so intensiv diskutiert?
Es dient als zentrale Kontroverse in der Forschung, da es eine hohe Intelligenz als zwingende Voraussetzung für Kreativität postuliert, was durch neuere Studien zunehmend in Frage gestellt wird.
Welche Rolle spielen Persönlichkeitsmerkmale bei der Kreativität?
Empirische Befunde legen nahe, dass neben kognitiven Aspekten insbesondere Persönlichkeitsmerkmale wie Extraversion und Offenheit für Erfahrungen maßgeblich für kreative Leistungen sind.
Was ist das Fazit der Autorin zur Messbarkeit von Kreativität?
Die Autorin weist auf die Problematik hin, dass klassische Untersuchungssituationen kreative Leistungen möglicherweise nur begrenzt erfassen und ein einheitliches Verständnis des Konstrukts fehlt.
- Arbeit zitieren
- Maria Christ (Autor:in), 2009, Kreativität und Intelligenz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137612