Die Welt der Finanzmärkte bietet zahlreiche Anlagestrategien, die Anlegern helfen sollen, ihre finanziellen Ziele zu erreichen. Eine solche Strategie ist der Covered-Short-Call, der als eine Optionsstrategie angesehen wird. Bei dieser Strategie geht der Anleger eine Short-Position auf einen Call ein, während er gleichzeitig eine riskante Anlage hält, wie zum Beispiel einen DAX ETF.
Durch den Erwerb der riskanten Anlage ist die offene Position des Calls abgesichert. Das Hauptziel dieser Strategie besteht darin, in jedem Fall die Call-Prämie zu vereinnahmen, allerdings zulasten eines erweiterten Upside-Potentials im Vergleich zu einer Investition ohne die Anwendung der Covered-Short-Call-Strategie.
Die Verwendung von Optionen als Teil einer Anlagestrategie hat in den letzten Jahren zunehmend an Beliebtheit gewonnen. Der Covered-Short-Call bietet Anlegern die Möglichkeit, zusätzliches Einkommen zu generieren und ihre Portfolios abzusichern. Durch den Verkauf von Calls können Anleger eine Optionsprämie einnehmen, was zu einer Steigerung der Gesamtrendite führen kann. Jedoch ist es wichtig, die mit dieser Strategie verbundenen Risiken zu verstehen, da sie den potenziellen Gewinn begrenzen kann.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Hintergrund und Motivation der Covered-Short-Call-Strategie
1.2 Zielsetzung der Hausarbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Erklärung des Covered-Short-Call-Konzepts
3 Methodik
3.1 Beschreibung des monatlichen Sparplans
3.2 Einbindung des Covered-Short-Calls in den Code für den Sparplan
4 Analyse der Verteilung der Strategie
4.1 Analyse der Verteilung nach 1, 5, 10 und 30 Monaten
4.2 Analyse der Verteilung mit und ohne Short-Call-Position
5 Analyse der Shortfall-Maße
5.1 Berechnung und Analyse der Shortfall-Maße für die Covered-Short-Call-Strategie und 100%-ETF-Strategie
6 Upside-Potential der beiden Strategien
6.1 Berechnung und Vergleich des Upside-Potentials der Covered-Short-Call-Strategie und 100%-ETF-Strategie
7 Sensitivitätsanalyse
7.1 Sensitivitätsanalyse durch Variation des Strike-Preises
8 Fazit
8.1 Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen einer rollierenden Covered-Short-Call-Strategie auf die Wertentwicklung eines monatlichen ETF-Sparplans mittels MATLAB-Simulationen, um Risiko- und Ertragsprofile im Vergleich zu einem reinen Investment zu bewerten.
- Methodische Implementierung der Covered-Short-Call-Strategie in MATLAB
- Analyse der Endvermögensverteilung über verschiedene Anlagezeiträume
- Vergleich der Shortfall-Risiken zwischen der Optionsstrategie und einem reinen ETF-Sparplan
- Quantifizierung des Upside-Potentials und Auswirkungen von Strike-Preis-Variationen
Auszug aus dem Buch
3 Methodik
Der MATLAB-Code des Sparplans (hier auch als „100%-ETF-Sparplan“ genannt) stellt das Grundgerüst für die Implementierung der Covered-Short-Call-Strategie dar. Grundlegende Parameter werden hier bereits definiert und sind identisch mit der später darauf aufbauenden Covered-Short-Call-Strategie. Der Sparplan umfasst eine monatliche Sparrate von EUR 1.000 und basiert auf der Anlage in einem DAX ETF, wobei die Erstsparrate ebenfalls auf EUR 1.000 festgelegt wird. Definiert wird ein simulierender Anlagezeitraum von 30 Monaten unter Verwendung von 100.000 Pfaden. Grundlage für die Simulation sind monatliche Kursdaten des iShares Core DAX® UCITS ETF (DE) im Zeitraum vom 31. Januar 2001 bis 28. April 2023. Für die Generierung der Zufallszahlen wurde stets der Mersenne-Twister-Algorithmus (mt19937ar) mit dem Wert 1 verwendet. Dies ermöglicht die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse bei mehrfacher Ausführung des Codes.
Für die Einbindung der Covered-Short-Call-Strategie ist zunächst die Implementierung des Short-Calls notwendig. Hierfür wird für die Berechnung der Optionspreise mittels Black-Scholes-Formel der Strike Preis zunächst dem aktuellsten Aktienkurs gleichgesetzt (Variation des Strike Preises erfolgt im Abschnitt 7 „Sensitivitätsanalyse“). Als risikofreier Anlagezinssatz wird für die Optionspreisberechnung 3% p.a. angenommen. Dieser Zinssatz ist auch für die Tatsache wichtig, dass in dieser Analyse keine Reinvestition der vereinnahmten Call-Prämie vorgenommen wird. Vielmehr wird die vereinnahmte Call-Prämie zum risikofreien Anlagezinssatz von 3% p.a. angelegt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Covered-Short-Call Strategie als Mittel zur Einkommensgenerierung und definiert die Forschungsfragen der Hausarbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Erläuterung des technischen Konzepts der Covered-Short-Call Strategie anhand eines Gewinn/Verlustprofils.
3 Methodik: Beschreibung des simulativen Aufbaus eines monatlichen Sparplans unter Verwendung von MATLAB und historischen DAX-ETF-Daten.
4 Analyse der Verteilung der Strategie: Untersuchung der statistischen Verteilungsformen der Endvermögen über verschiedene Anlagezeiträume.
5 Analyse der Shortfall-Maße: Bewertung der Verlustrisiken durch Analyse von Shortfall-Wahrscheinlichkeit und Mean Excess Loss.
6 Upside-Potential der beiden Strategien: Quantitativer Vergleich der Zielvermögenswerte und Upside-Wahrscheinlichkeiten zwischen Optionsstrategie und reinem Sparplan.
7 Sensitivitätsanalyse: Untersuchung der Auswirkungen durch Variation des Strike-Preises auf Optionsprämie und Endkapitalverteilung.
8 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und kritische Reflexion des Anlagewerts der untersuchten Strategie.
Schlüsselwörter
Covered-Short-Call, MATLAB, ETF-Sparplan, DAX, Optionsstrategie, Shortfall-Maße, Upside-Potential, Volatilität, Black-Scholes, Risikomanagement, Strike-Preis, Performance-Analyse, Monte-Carlo-Simulation, Aktienindex, Finanzmärkte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Performance und Risiken einer kombinierten Anlagestrategie, die einen regelmäßigen ETF-Sparplan mit dem Verkauf von Call-Optionen (Covered Short Call) verbindet.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der statistischen Verteilung von Endvermögen, der Quantifizierung von Verlustrisiken (Shortfall) und dem Vergleich zur passiven ETF-Anlage.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die computergestützte Untersuchung mittels MATLAB, wie sich die Einbindung von Covered-Short-Calls auf die Wertentwicklung und das Risikoprofil einer monatlichen Sparrate auswirkt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein Simulationsmodell verwendet, das auf 100.000 Pfaden aufbaut und historische Kursdaten sowie die Black-Scholes-Formel zur Preisbildung nutzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die methodische Herleitung des MATLAB-Modells, die statistische Auswertung der Vermögensverteilung sowie Analysen zur Sensitivität gegenüber Strike-Preis-Änderungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Covered-Short-Call, MATLAB, ETF-Sparplan, Shortfall-Maße und Upside-Potential.
Welche Rolle spielt der Strike-Preis in der Sensitivitätsanalyse?
Der Strike-Preis beeinflusst maßgeblich die Höhe der Optionsprämie und verschiebt das Chancen-Risiko-Verhältnis der Strategie durch die Verschiebung der Endvermögensverteilung.
Was ist das Hauptergebnis bezüglich des Shortfall-Risikos?
Die Covered-Short-Call-Strategie weist im Vergleich zum 100%-ETF-Sparplan bei den untersuchten Kennzahlen ein geringeres Shortfall-Risiko auf, was auf eine stabilisierende Wirkung der vereinnahmten Prämien hindeutet.
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- Anonym (Autor:in), 2023, Modellierung und Bewertung eines rollierenden Covered-Short-Call-Sparplans. Eine MATLAB-Analyse der Performance, Risiken und Chancen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1376385