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Künstliche Intelligenz im Auto. Kognitionswissenschaftliche Ansätze für das Interface beim Take-Over-Request im hochautomatisierten Fahrzeug

Title: Künstliche Intelligenz im Auto. Kognitionswissenschaftliche Ansätze für  das Interface beim Take-Over-Request  im hochautomatisierten Fahrzeug

Term Paper , 2019 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Melissa Nordmann (Author)

Communications - Technical Communication
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Diese Arbeit zielt darauf ab, die Rolle und die Wirkung der automatisierten Fahrsysteme auf den kognitiven Zustand der Fahrer zu untersuchen und die Herausforderungen und Anforderungen an das Interface bei einem Take-Over-Request zu beleuchten. Durch die Verwendung verschiedener kognitionswissenschaftlicher Theorien wie der Dual-Process Theorie, dem Konzept der selektiven Aufmerksamkeit und der "Ironies of Automation" wird versucht, ein tieferes Verständnis der Schnittstelle zwischen Mensch und Künstlicher Intelligenz in kritischen Fahrsituationen zu erlangen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Künstliche Intelligenz?

3. Warum das (richtige) Interface so wichtig ist

4. (Hoch-)Automatisiertes Fahren

4.1 Übergabe der Fahrzeugführung: Take-Over-Request

5. Relevante Theorien der Kognitionswissenschaft

5.1. Dual-Process Theory

5.2. Selektive Aufmerksamkeit

5.3 Ironies of Automation

5.4 Kognitive Heuristiken

5.5 Situationsbewusstsein beim Umgang mit Automation

6. Ergebnis: Anforderungen an das Interface beim Take-Over-Request im hochautomatisierten Fahrzeug

7. Fazit und Ausblick

Zielsetzungen & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kognitionswissenschaftliche Ansätze, um Anforderungen an die Mensch-Maschine-Schnittstelle (Interface) in hochautomatisierten Fahrzeugen während eines Take-Over-Requests (TOR) abzuleiten.

  • Kognitive Prozesse und menschliches Verhalten bei der Interaktion mit KI
  • Analyse relevanter Theorien wie Dual-Process Theory und Situationsbewusstsein
  • Herausforderungen des automatisierten Fahrens (z. B. "Ironies of Automation")
  • Ableitung konkreter Gestaltungsanforderungen für ein fahrzeugseitiges Interface
  • Optimierung der Kommunikation zwischen Mensch und KI in kritischen Fahrsituationen

Auszug aus dem Buch

3. Warum das (richtige) Interface so wichtig ist

Ob oder was die KI berechnet, ist für uns nicht ersichtlich, wenn sie es uns nicht mitteilt. Dies ist vereinfacht am Programmiergress in Java zu veranschaulichen: Programmiert man die Berechnung einer Matheaufgabe, zeigt der Computer zunächst kein Ergebnis an, auch wenn offensichtlich ist, dass er die Lösung in kürzester Zeit errechnet hat – es findet keine Kommunikation des Ergebnisses statt. Erst wenn der Programmierer den Befehl system.out.println eintippt, wird das Ergebnis auch an den Menschen kommuniziert und auf dem Bildschirm angezeigt. Kommunikation in einer Form, die beide Parteien wahrnehmen können, ist somit unabdingbar. Mit dieser Herausforderung beschäftigt sich das Forschungsfeld der Mensch-Computer-Interaktion (oder auch Mensch-Maschine-Interaktion, kurz: HCI bzw. HMI). Dieses hat im Fokus, die Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine – oder treffender gesagt, KI – zu verstehen und zu verbessern.

Dafür bedient es sich der Kognitionswissenschaft, der Psychologie und der Informatik (welche, bleibt bei dieser Metaphorik, gewissermaßen die Psychologie der Maschine darstellt). Das Medium zwischen Mensch und KI wird in der HCI-Forschung als Interface bezeichnet, die Interaktion kann dabei über all das stattfinden, was der Mensch mithilfe seiner Sinne wahrnehmen imstande ist. Entsprechend sind Interfaces in der Regel physisch bzw. taktil (PC-Maus, Touchscreens), visuell (Desktop-Metaphern, Lichtsignale) oder auditiv (Geräuschsignale, sprachgesteuerte KI wie z.B. Siri). Die Geruchs- und Geschmackswahrnehmung werden im Interfacedesign bisher kaum berücksichtigt (vgl. Andersen et al. 2011, S. 7 und Ernst 2017, S. 100).

Ein leicht verständliches Interface, das schnelle und richtige Reaktionen ermöglicht, ist besonders beim automatisierten Fahren unerlässlich, da hier die Verantwortung für eine sichere Fahrt und somit auch die Verantwortung über menschliche Leben an die KI übergeben wird. Je nach Automatisierungsgrad wechselt die Fahrzeugführung situativ zwischen Mensch und KI (vgl. Vogelpohl et al. 2016, S. 11).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Rolle automatisierter Fahrzeuge im Alltag, die damit verbundenen ethischen Fragen und die Notwendigkeit einer optimierten Kommunikation zwischen Mensch und Maschine.

2. Was ist Künstliche Intelligenz?: Dieses Kapitel definiert Künstliche Intelligenz als eine der menschlichen Kognition nachempfundene Algorithmik und differenziert zwischen symbolischer KI (GOFAI) und neuronalen Netzen.

3. Warum das (richtige) Interface so wichtig ist: Das Kapitel erläutert die Bedeutung der Schnittstelle (Interface) für die Kommunikation zwischen Mensch und KI und stellt die verschiedenen sensorischen Kanäle für diese Interaktion dar.

4. (Hoch-)Automatisiertes Fahren: Hier werden die verschiedenen Stufen der Automatisierung definiert und der "Take-Over-Request" (TOR) als kritische Schnittstelle eingeführt.

5. Relevante Theorien der Kognitionswissenschaft: Dieser Abschnitt analysiert psychologische Konzepte wie die Dual-Process Theory, Aufmerksamkeit und das Situationsbewusstsein, um die menschliche Informationsverarbeitung zu verstehen.

6. Ergebnis: Anforderungen an das Interface beim Take-Over-Request im hochautomatisierten Fahrzeug: Das Kapitel fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen und leitet spezifische Anforderungen an Signale, zeitliche Aspekte und die Entscheidungsfindung ab.

7. Fazit und Ausblick: Das Fazit unterstreicht die Komplexität der Mensch-KI-Interaktion und fordert weitere Forschung sowie adaptive Lösungen, während die Verantwortung primär bei den Automobilherstellern verortet wird.

Schlüsselwörter

Künstliche Intelligenz, KI, Take-Over-Request, TOR, Mensch-Maschine-Interaktion, HCI, Kognitionswissenschaft, Automatisierung, Interface Design, Situationsbewusstsein, Dual-Process Theory, Dual-Tasking, Vigilanz, kognitive Heuristiken.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen bei der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine in hochautomatisierten Fahrzeugen, insbesondere in Situationen, in denen der Mensch die Kontrolle übernehmen muss.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Schnittstelle zwischen KI und Mensch, die kognitiven Grundlagen der menschlichen Informationsverarbeitung, die technischen Automatisierungsstufen und das Interfacedesign.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, auf Basis kognitionswissenschaftlicher Theorien konkrete Anforderungen an die Gestaltung von Interfaces für den "Take-Over-Request" in hochautomatisierten Fahrzeugen abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die verschiedene kognitionspsychologische Ansätze untersucht und auf den spezifischen Anwendungsfall des autonomen Fahrens überträgt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen wie die Dual-Process Theory, Aspekte der selektiven Aufmerksamkeit, die "Ironies of Automation", kognitive Heuristiken sowie das Konstrukt des Situationsbewusstseins detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Mensch-Maschine-Interaktion, Take-Over-Request, Automatisierung, kognitive Ergonomie und Interface-Design beschreiben.

Warum ist das Situationsbewusstsein für den Fahrer so entscheidend?

Ein fundiertes Situationsbewusstsein ist die Basis für korrekte Entscheidungen; da die Automation diesen Prozess oft verschlechtert, ist eine gezielte Unterstützung durch das Interface notwendig.

Welche Rolle spielt die "Dual-Process Theory" in diesem Kontext?

Sie erklärt, warum menschliche Entscheidungen manchmal intuitiv (System 1) oder durch bewusste Anstrengung (System 2) erfolgen, was für das Design von Warnsignalen in Stresssituationen fundamental ist.

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Details

Title
Künstliche Intelligenz im Auto. Kognitionswissenschaftliche Ansätze für das Interface beim Take-Over-Request im hochautomatisierten Fahrzeug
College
University of Bonn  (Medienwissenschaften)
Course
Seminar Media/Cognition
Grade
1,3
Author
Melissa Nordmann (Author)
Publication Year
2019
Pages
22
Catalog Number
V1377049
ISBN (eBook)
9783346917119
ISBN (Book)
9783346917126
Language
German
Tags
Künstliche Intelligenz, Autonomes Fahren, Interface, Mensch-Maschine-Kommunikation, Take-Over-Request
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melissa Nordmann (Author), 2019, Künstliche Intelligenz im Auto. Kognitionswissenschaftliche Ansätze für das Interface beim Take-Over-Request im hochautomatisierten Fahrzeug, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1377049
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