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Die Bedeutung des Anderen - Identitätskonstruktion zur Zeit des Kolonialismus und im Zeitalter der Globalisierung im Vergleich

Titel: Die Bedeutung des Anderen - Identitätskonstruktion zur Zeit des Kolonialismus und im Zeitalter der Globalisierung im Vergleich

Hausarbeit , 2009 , 13 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Jasmin Ludolf (Autor:in)

Germanistik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit beschäftigt sich damit, wie Identität „produziert“ wird, wobei ein besonderes Augenmerk darauf gelegt werden soll, inwiefern die Differenz zu den „Anderen“ bei diesem Vorgang eine Rolle spielt. Um die Bedeutung des gesellschaftlichen Einflusses bei der Herstellung von Identität zu beleuchten, soll Identitätskonstruktion in unterschiedlichen gesellschaftlichen Verhältnissen untersucht werden – zum einen zur Zeit des Kolonialismus und zum anderen im Zeitalter der Globalisierung. Hierbei soll der Fragestellung nachgegangen werden, ob und wie sich Identität und damit auch ihre Konstruktion im Wandel der gesellschaftlichen Verhältnisse, in veränderten Beziehungen zu den Anderen, verändert hat.
Die Hausarbeit lässt sich in zwei Hauptteile gliedern: Der erste widmet sich der Herstellung von Identität zur Zeit des Kolonialismus, wobei, auf der Grundlage des Diskurses „Der Westen und der Rest“, gezeigt werden soll, welche Rolle die Differenz zu den Anderen für die Identität spielt. Im zweiten Teil soll zunächst deutlich gemacht werden, wie sich gesellschaftliche Verhältnisse im Zeitalter der Globalisierung gewandelt haben. Anschließend wird der Frage nachgegangen, welche Bedeutung die Differenz zu den Anderen bei der Identitätsbildung in diesen veränderten Kulturen hat. Darauffolgend soll die dargestellte Entwicklung der Herstellung von Identität am Beispiel Großbritanniens veranschaulicht werden. Abschließend steht ein Fazit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Westen und der Rest – Identitätskonstruktion zur Zeit des Kolonialismus

2.1 Diskurse des Westens über die kolonisierten Kulturen

2.2 Der Andere als Grundlage der Identitätskonstruktion

3. Der Rest im Westen – Identitätskonstruktion im Zeitalter der Globalisierung

3.1 Homogenisierung und Hybridität als Zeichen sich wandelnder Kulturen

3.2 Die Bedeutung von Differenz in einer globalisierten Welt

4. Veränderte Identität am Beispiel Großbritanniens

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Identität durch die Differenz zum „Anderen“ produziert wird und wie sich dieser Prozess im Wandel gesellschaftlicher Verhältnisse, konkret vom Kolonialismus bis hin zum Zeitalter der Globalisierung, verändert hat.

  • Identitätskonstruktion als produktiver Prozess
  • Die Rolle des Diskurses „Der Westen und der Rest“
  • Kulturelle Homogenisierung und Hybridität
  • Identitätswandel am Beispiel von Großbritannien

Auszug aus dem Buch

2.1 Diskurse des Westens über die kolonisierten Kulturen

Unter einem Diskurs versteht man die „Art, über etwas zu sprechen oder etwas zu repräsentieren“. Im Folgenden soll nun die von Europa während ihrer Expansion benutzten Sprechweisen über die Neue Welt näher betrachtet werden, mit welcher Europa die Differenz zwischen sich und den kolonisierten Völker repräsentierte.

Von Beginn ihrer Entdeckungsreisen an waren die Europäer entsetzt darüber, wie die Menschen in der Neuen Welt lebten. Ihre Lebensweisen wirkten auf die Europäer wild und unzivilisiert. Dabei existierten diese Kulturen bereits seit vielen Jahrhunderten und wiesen sehr ausgeprägt Sozialstrukturen auf. Es handelte sich also um hochentwickelte Kulturen, um „funktionierende Gesellschaften“. Die Mayas beispielsweise waren ein Staatenbund und besaßen Landwirtschaft und Schrift. Bloß: Diese Kulturen waren nicht europäisch, sie waren anders. Die Europäer betrachteten die Kulturen durch ihr voreingenommenes europäisches Auge, was schließlich in der Literatur, in Reiseberichten und Ähnlichem zu folgenden Berichten über die Menschen der Neuen Welt führte: Die Eingeborenen seien „‘Tiere in menschlicher Gestalt‘“, ohne Sinn für Gerechtigkeit, “bestialisch in ihren Gewohnheiten und feindselig gegenüber der Religion“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die theoretische Auffassung von Identität als fortlaufenden Produktionsprozess ein und erläutert die Zielsetzung, Identitätskonstruktionen im kolonialen sowie globalisierten Kontext zu vergleichen.

2. Der Westen und der Rest – Identitätskonstruktion zur Zeit des Kolonialismus: Dieses Kapitel analysiert, wie Europa durch diskursive Praktiken und die Ausgrenzung der „Anderen“ als Gegenbild eine eigene, privilegierte Identität schuf.

3. Der Rest im Westen – Identitätskonstruktion im Zeitalter der Globalisierung: Es wird untersucht, wie Globalisierungsprozesse durch kulturelle Homogenisierung und Hybridität traditionelle Identitätsgrenzen aufweichen und neue Formen der Identifikation ermöglichen.

4. Veränderte Identität am Beispiel Großbritanniens: Dieser Abschnitt konkretisiert den theoretischen Wandel am britischen Beispiel, von der imperialen Identität hin zur postkolonialen Fragmentierung und inneren Differenzierung.

5. Fazit: Das Fazit resümiert, dass Identität historisch und politisch gewandelt ist, jedoch die dialogische Beziehung zum „Anderen“ weiterhin ein fundamentales Element der Identitätsbildung bleibt.

Schlüsselwörter

Identität, Identitätskonstruktion, Kolonialismus, Globalisierung, Der Westen und der Rest, Kultur, Hybridität, Homogenisierung, Diskurs, Differenz, Machtverhältnisse, Großbritannien, Repräsentation, Cultural Studies, Anderssein

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen und kulturwissenschaftlichen Frage, wie Identität gesellschaftlich produziert wird und welche Rolle dabei die Abgrenzung zu „Anderen“ spielt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Wandel der Identitätskonstruktion von der kolonialen Ära, geprägt durch scharfe Dichotomien, bis hin zur globalisierten Welt, in der Identitäten hybrider und vielfältiger werden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob und wie sich Identitätskonstruktionen im Wandel gesellschaftlicher Verhältnisse – insbesondere durch die veränderte Beziehung zu den Anderen – gewandelt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die auf einer diskursanalytischen Betrachtungsweise basiert und sich maßgeblich auf die Cultural Studies, insbesondere die Theorien von Stuart Hall, stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Konstruktion des „Westens“ gegenüber dem „Rest“ im Kolonialismus, die Konzepte der Hybridität und Homogenisierung in der Globalisierung sowie ein konkretes Fallbeispiel zur britischen Identität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Identität, Kolonialismus, Globalisierung, Differenz, Macht, Diskurs, Hybridität und kulturelle Repräsentation.

Was besagt die „Architekturmetapher“ im Kontext der Globalisierung?

Sie symbolisiert Identitäten als Räume in einem Gebäude, verbunden durch ein Treppenhaus, was verdeutlicht, dass Identitäten im Zeitalter der Globalisierung nicht mehr als starre Polaritäten fixiert werden können.

Warum spielt die Differenz zum Anderen auch heute noch eine Rolle?

Laut der Arbeit existiert Identität nicht ohne eine dialogische Beziehung zum Anderen; selbst wenn Hierarchien aufgebrochen sind, bleibt die Abgrenzung ein notwendiger Faktor für das Wissen um das eigene Selbst.

Wie hat sich die britische Identität laut der Arbeit verändert?

Vom einstigen imperialen „Englischen Auge“, das die Welt ordnete, wandelte sich Großbritannien hin zu einer Gesellschaft, in der nationale Identität durch Arbeitsmigration und ökonomische Umbrüche zugunsten hybrider und lokaler Identitäten zerfällt.

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Details

Titel
Die Bedeutung des Anderen - Identitätskonstruktion zur Zeit des Kolonialismus und im Zeitalter der Globalisierung im Vergleich
Hochschule
Universität Vechta; früher Hochschule Vechta
Note
1,7
Autor
Jasmin Ludolf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
13
Katalognummer
V137770
ISBN (eBook)
9783640467785
ISBN (Buch)
9783640467389
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Identität Identitätskonstruktion Kolonialismus Globalisierung Cultural Studies
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jasmin Ludolf (Autor:in), 2009, Die Bedeutung des Anderen - Identitätskonstruktion zur Zeit des Kolonialismus und im Zeitalter der Globalisierung im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137770
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Leseprobe aus  13  Seiten
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