In der vorliegenden Seminararbeit sollen die verwendeten Namen in den Harry Potter-Werken genauer analysiert werden.
In den folgenden Kapiteln sollen bestimmte Namen aus den genannten Werken vorgestellt sowie ihre Wirkung und Besonderheiten behandelt werden, wobei jedoch nicht auf alle 511 Charaktere des Harry Potter-Universums eingegangen werden kann. Daher wird lediglich auf die Haupt- sowie die wichtigsten Nebencharaktere referiert.
Des Weiteren verweist die Linguistin Martyna Gibka auf die verschiedenen Funktionen von literarischen Namen; auch diese werden in der vorliegenden Seminararbeit näher beschrieben. Zuletzt werden die analysierten Strategien in der Namensgebung vorgestellt und in der Folge genauer erläutert.
Abschließend wird ein prägnantes Fazit sowie ein Ausblick gewährt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Funktionen von literarischen Namen
2.1 Identifying-differential function
2.2 Semantic function
2.3 Sociological function
2.4 Conative function
2.5 Expressive function
2.6 Commemorative function
2.7 Allusive function
2.8 Camouflaging function
2.9 Humorous function
2.10 Intertextual function
2.11 Didactic-educative function
3 Analyse der Namen in Harry Potter
3.1 Hauptcharaktere
3.1.1 Harry Potter
3.1.2 Ronald Bilius Weasly
3.1.3 Hermione Granger
3.1.4 Albus Percival Wulfric Brian Dumbledore
3.1.5 Lord Voldemort
3.2 Nebencharaktere
3.2.1 Severus Snape
3.2.2 Sirius Orion Black
3.2.3 Minerva McGonagall
3.2.4 Draco Malfoy
3.2.5 Remus Lupin (Moony)
3.2.6 Bellatrix Lestrange
3.3 Andere Namen
4 Strategien in der Namensgebung
5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist es, die Namensgebung in der Buchreihe Harry Potter unter linguistischen Gesichtspunkten zu analysieren und dabei die verschiedenen Funktionen der Eigennamen aufzuzeigen. Die Forschungsfrage untersucht, wie die Namen der Charaktere zur Charakterisierung, Identifikation und zum Aufbau der Geschichte innerhalb des Fantasy-Genres beitragen.
- Systematische Einteilung von elf Funktionen literarischer Namen.
- Analyse von Hauptcharakteren bezüglich ihrer Namensherkunft und Bedeutung.
- Untersuchung von Nebencharakteren und deren Namenseigenschaften.
- Darlegung von Strategien in der Namensgebung durch die Autorin J.K. Rowling.
- Bezugnahme auf historische, mythologische und astronomische Namenskontexte.
Auszug aus dem Buch
3.1 Hauptcharaktere
Der Vorname Harry ist nach Brondsted und Dollercup ein typischer christlicher und britischer Name (vgl. Brondsted/Dollercup 2004, 5). Die Funktion jenes Namens ist, dass auf die magischen Fähigkeiten von Harry Potter verwiesen wird; so erhalten die sogenannten Halbblüter, sprich Personen, die in der fiktionalen Welt von Harry Potter sowohl magische als auch nicht-magische Verwandte haben, gewöhnliche Namen. Dies ist eine wichtige Strategie in der Namensgebung in Harry Potter; so erläutern Vanessa Compagnone und Marcel Danesi wie folgt: „A pure-blood Wizard […] is kept distinct form a half-blood one or from a “Muggle-born” (common, non-magical people) by his name.“ (Compagnone/Danesi 2012, 128)
Der Nachname Potter stellt des Weiteren einen Bezug auf die Geschichte der Briten dar; so war jener oftmals in der Mittelschicht vertreten. Brondsted und Dollercup verweisen hierbei auf Handwerker, so beispielsweise auf Arbeiter auf Farmen oder Bauernhöfen, welche oftmals jenen Nachnamen trugen (vgl. Brondsted/Dollercup 2004, 5).
Sharon Black und Brad Wilcox erläutern weiters die Intention der Autorin der Harry Potter-Reihe: „J.K. Rowling […] chose Harry because it was her favorite boy name and Potter because it was the surname of two of her closest childhood friends.” (Black/Wilcox 2011, 159)
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema der Namensanalyse im Genre Fantasy ein und begründet die Relevanz der Untersuchung für die Serie Harry Potter.
Funktionen von literarischen Namen: Hier werden elf verschiedene linguistische Funktionen vorgestellt, die Namen in literarischen Werken erfüllen können.
Analyse der Namen in Harry Potter: Dieser Hauptteil untersucht detailliert die Namen von Haupt- und Nebencharakteren sowie deren etymologische und semantische Hintergründe.
Strategien in der Namensgebung: Das Kapitel reflektiert die bewussten Strategien der Autorin, wie durch einfache Namen für Kinder und komplexe Anspielungen für Erwachsene unterschiedliche Zielgruppen erreicht werden.
Fazit und Ausblick: Eine abschließende kritische Reflexion über die methodischen Schwierigkeiten einer eindeutigen onomastischen Analyse innerhalb der Harry Potter-Welt.
Schlüsselwörter
Harry Potter, Onomastik, Literarische Namen, Namensfunktionen, Linguistik, Fantasy-Literatur, Etymologie, Charakterisierung, J.K. Rowling, Namensgebung, Halbblüter, Mythologie, Semantische Funktion, Soziologische Funktion, Analyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Eigennamen in der Harry-Potter-Reihe konstruiert sind und welche linguistischen oder erzählerischen Funktionen diese Namen erfüllen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Namensherkunft, sprachliche Funktionen wie die identifikatorische oder semantische Wirkung von Namen und die Strategien der Autorin bei der Namenswahl.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Namen in Harry Potter nicht zufällig gewählt wurden, sondern tiefere Assoziationen zu Geschichte, Mythologie und den Charaktereigenschaften der Figuren herstellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine linguistische bzw. onomastische Analyse durchgeführt, die sich auf fachliterarische Definitionen verschiedener Namensfunktionen stützt und diese auf die Romanfiguren anwendet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl Hauptcharaktere (wie Harry Potter oder Lord Voldemort) als auch Nebencharaktere (wie Severus Snape oder Remus Lupin) hinsichtlich ihrer Namen analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie Onomastik, Namensfunktionen, linguistische Analyse und Fantasy-Literatur charakterisiert.
Warum spielt die Etymologie bei den Namen eine so große Rolle?
Die Bedeutung der Namen, oftmals aus dem Lateinischen oder der keltischen Mythologie abgeleitet, unterstreicht die Charakterzüge oder die soziale Stellung der Figuren innerhalb der Zauberwelt.
Inwiefern beeinflussen Übersetzungen die wissenschaftliche Analyse?
Der Autor weist darauf hin, dass eine einheitliche onomastische Analyse schwierig ist, da die Namen durch Übersetzungen in andere Sprachen ihre ursprüngliche Bedeutung oder kulturelle Konnotation verlieren können.
- Arbeit zitieren
- BA Anna Bugl (Autor:in), 2022, Funktionen der literarischen Namen in "Harry Potter", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1378543