Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › World History - Early and Ancient History

Oktavian und das Bündnis mit dem Senat

Title: Oktavian und das Bündnis mit dem Senat

Term Paper , 2007 , 14 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Lars Rothenpieler (Author)

World History - Early and Ancient History
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Diese Arbeit beschäftigt sich im Rahmen des Hauptseminars Augustus mit dem Bündnis, das der junge Oktavian mit dem Senat unter Führung Ciceros kurz vor dem Ende der römischen Republik schloss. Dieses Bündnis bestand für den kurzen Zeitraum von etwa Ende 44 bis Mitte 43 v. Chr.. Interessanterweise war es das Bündnis von Caesars Adoptivsohn und Erben mit eben jenem Gremium, durch welches Caesar wenige Monate zuvor getötet worden war, und richtete sich zudem mit Antonius gegen den damaligen rechtmäßigen Konsul. Doch wie konnte es dazu kommen?
Um zu verstehen, wie dieses Bündnis zustande kam, muss man die Vorraussetzungen und die Vorgeschichte kennen, unter denen es zustande kam, und welche Absichten und Ziele der jeweilige Bündnispartner verfolgte. Des weiteren ist die Frage zu klären, wie das Bündnis denn nun genau aussah, und was es den Bündnispartnern an Vorteilen brachte. Weiterhin gilt es den Fragen nachzugehen, wie das Bündnis nun gegen seine Feinde, hier speziell Antonius, handelte, und schließlich, warum es nach relativ kurzer Zeit schon wieder zerbrach. Diesen Fragen soll nun in dieser Arbeit nachgegangen werden. Bei der Bearbeitung dieses Themas wurde auf antike Quellen zurückgegriffen. Von Oktavian/ Augustus berichten uns Appian, Cassius Dio und weitere Autoren. Doch besonders sind hier die Briefe und Reden Ciceros hervorzuheben, die diese wenigen Monate zu einer der bestüberlieferten Zeiträume in der Geschichte der römischen Republik werden ließen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Vorgeschichte des Bündnisses

3. Das Bündnis entsteht

4. Im Auftrag des Bündnisses: Forum Gallorum und Mutina

5. Das Bündnis zerfällt

6. Fazit

7. Quellen- und Literaturverzeichnis

7.1 Quellen

7.2 Literatur

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht das kurzlebige, strategische Bündnis zwischen dem jungen Oktavian und dem römischen Senat unter der Führung Ciceros in der Übergangsphase vom Ende der römischen Republik. Dabei liegt der Fokus auf den politischen Voraussetzungen, den gegenseitigen Interessenkonflikten und den militärischen Auseinandersetzungen, die schließlich zum Zerfall dieser Allianz führten.

  • Analyse der politischen Vorgeschichte und der Machtinteressen nach dem Tod Caesars.
  • Untersuchung der Rolle Ciceros bei der Vermittlung zwischen dem Senat und Oktavian.
  • Darstellung der militärischen Ereignisse bei Forum Gallorum und Mutina.
  • Erörterung der Rolle der Veteranen und der finanziellen Abhängigkeiten („Versteigerung der Republik“).
  • Aufarbeitung der Gründe für das Scheitern des Bündnisses und den Machtaufstieg Oktavians.

Auszug aus dem Buch

3. Das Bündnis entsteht

In dieser Situation, in der Oktavian zwar mit einer selbstaufgestellten und bis dahin illegalen Privatarmee, aber ohne irgendeinen offiziellen Auftrag dastand, kam ihm nun der Umstand zu Hilfe, dass der Senat sich ebenfalls mit Antonius überworfen hatte. Denn im Senat fürchtete man, dass Antonius zu mächtig werde und, wie schon Caesar, zum Diktator werden möchte. Dem Senat allerdings fehlte es an Truppen, um seine Position durchzusetzen. Dies war schließlich die Voraussetzung unter der es zwischen Oktavian und dem Senat zu einem Bündnis kam.

Vermittelt wurde dieses Bündnis maßgeblich von Cicero. Oktavian hatte sich sehr um den älteren Staatsmann bemüht, im Vorfeld des Bündnisses gab es regen Briefwechsel der beiden. Cicero war sich allerdings nicht im klaren über Oktavians Möglichkeiten und Ziele, wenn er an seinen Freund Atticus berichtet, dass ihn der Name und das jugendliche Alter Oktavians irritieren. Dennoch zeigt er sich von der Zielstrebigkeit Oktavians beeindruckt und wollte die Möglichkeit eines erfolgreichen Kampfes gegen Antonius nicht so einfach abtun. Dennoch solle sich Oktavian im Falle eines Bündnisses entgegen seines Anspruchs auf Rache für seinen Adoptivvater Caesar mit dessen Mördern freundlich stellen.

So kommt diese „unheilige Allianz“ zwischen Oktavian und Senat schließlich zustande. Verkündet wurde dieses Bündnis von Cicero in seiner dritten Philippischen Rede am 20. Dezember 44 im Senat. Dabei versuchte Cicero natürlich den Eindruck zu erwecken, dass es ihm gelungen sei, Oktavian für die republikanische Seite zu gewinnen. In der Rede stellte Cicero die Frage, ob denn der Aufstand gegen einen rechtmäßigen Konsul, wie ihn Oktavian versucht habe, nicht rechtswidrig sei. Doch Cicero stellte fest, dass Antonius’ Konsulat längst nichtig geworden wäre, und führte hierfür als Beweise an, dass Teile seiner Truppen gemeutert hätten, weil sie ihn nicht mehr als rechtmäßigen Konsul betrachteten, und dass Antonius es nicht gewagt habe Oktavian zum Staatsfeind erklären zu lassen. Außerdem hätte er das Amt schon verwirkt, als er Caesar bei den Lupercalien das Diadem angeboten hatte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung nach der Entstehung und dem schnellen Zerfall des Bündnisses zwischen Oktavian und dem Senat vor dem Ende der römischen Republik dar.

2. Die Vorgeschichte des Bündnisses: Dieses Kapitel behandelt die Zeit nach Caesars Tod, in der Oktavian und Antonius als konkurrierende Nachfolger um die Loyalität der Veteranen und die militärische Macht rangen.

3. Das Bündnis entsteht: Es wird analysiert, wie Cicero den Senat und den politisch isolierten Oktavian in einer „unheiligen Allianz“ gegen den als Tyrannen wahrgenommenen Antonius vereinte.

4. Im Auftrag des Bündnisses: Forum Gallorum und Mutina: Die militärischen Auseinandersetzungen um Mutina werden beschrieben, in denen Oktavian nominell unter senatischem Befehl gegen Antonius kämpfte.

5. Das Bündnis zerfällt: Dieses Kapitel erläutert, wie der Senat nach ersten militärischen Erfolgen versuchte, Oktavian zu marginalisieren, was diesen zum Bruch mit dem Senat und zum Marsch auf Rom zur Erlangung des Konsulats drängte.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Allianz ein Zweckbündnis war, das aufgrund gegenseitiger Interessenkonflikte und Oktavians wachsendem Machtanspruch zwangsläufig enden musste.

7. Quellen- und Literaturverzeichnis: Dies ist ein systematisches Verzeichnis der verwendeten antiken Quellen und der modernen wissenschaftlichen Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Oktavian, Augustus, Marcus Tullius Cicero, Antonius, Römische Republik, Senat, Caesar, Veteranen, Bürgerkrieg, Mutina, Forum Gallorum, Caesarianer, Machtkampf, Konsulat, Res publica.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das politische Bündnis zwischen Oktavian und dem Senat in den Jahren 44 und 43 v. Chr. und untersucht die Dynamik zwischen den beteiligten Akteuren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Machtpolitik der Caesarianer, die Vermittlerrolle Ciceros, die Rolle der Armee als politischer Faktor und der Übergang von der Republik zur Monarchie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu verstehen, wie und warum dieses ungleiche Bündnis zwischen dem jungen Oktavian und dem Senat zustande kam und warum es so rasch wieder zerbrach.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung antiker Quellen, insbesondere der Reden und Briefe Ciceros sowie Berichten von Appian und Cassius Dio, ergänzt durch moderne Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorgeschichte, die Entstehung des Bündnisses, die militärischen Kämpfe in Norditalien und den anschließenden Zerfall der Allianz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Oktavian, Römische Republik, Cicero, Antonius, Caesarianer, Veteranen und Machtkampf sind die prägenden Begriffe.

Warum war das Bündnis laut Autor ein "unheiliges" Bündnis?

Es wird als unheilig bezeichnet, da Oktavian als Erbe Caesars mit jenen Senatoren paktierte, die an der Ermordung seines Adoptivvaters beteiligt waren oder diese befürworteten.

Welche Rolle spielten die Veteranen bei der Entwicklung der Ereignisse?

Die Veteranen waren der entscheidende Machtfaktor; durch ihre finanziellen Forderungen und ihre Loyalität zu Oktavian zwangen sie diesen zu einer eigenständigen Politik gegenüber dem Senat.

Excerpt out of 14 pages  - scroll top

Details

Title
Oktavian und das Bündnis mit dem Senat
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Alte Geschichte)
Grade
sehr gut
Author
Lars Rothenpieler (Author)
Publication Year
2007
Pages
14
Catalog Number
V138206
ISBN (eBook)
9783640467112
ISBN (Book)
9783640467426
Language
German
Tags
Oktavian Augustus Senatsbündnis Mutina Triumvirat
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lars Rothenpieler (Author), 2007, Oktavian und das Bündnis mit dem Senat, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138206
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  14  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint