Diese Einsendeaufgabe aus dem Modul "Kognition und Lernen" umfasst die folgenden Inhalte: Sozial-kognitive Theorie nach Bandura, Untersuchungen zur sozial-kognitiven Theorie, Bobo-Doll Studie von 1963 und 1965, Gesundheitsförderung durch Modelllernen sowie Modelllernen als didaktisches Konzept.
Inhaltsverzeichnis
1. Die Sozial-kognitive Theorie nach Bandura
1.1. Definition
1.2. Aneignungsphase
1.2.1 Aufmerksamkeitsprozesse
1.2.2. Gedächtnisprozesse
1.3. Ausführungsphase
1.3.1. motorische Reproduktionsprozesse
1.3.2. Verstärkungs- und Motivationsprozesse
1.4. Selbstwirksamkeitserwartung
2. Untersuchungen zur sozial-kognitiven Theorie
2.1. Bobo-Doll Studie von 1963
2.1.1. Untersuchungskontext
2.1.2. zentrale Ergebnisse
2.2. Bobo-Doll Studie von 1965
2.2.1. Untersuchungskontext
2.2.2. zentrale Ergebnisse
2.3. Gesundheitsförderung durch Modelllernen
2.3.1. Untersuchungskontext
2.3.2. zentrale Ergebnisse
3. Modelllernen als didaktisches Konzept
3.1. Vorteile von Modellvideos
3.2. Vorbereitung und Erstellung eines Modellvideos
3.3. Günstige Lernbedingungen schaffen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das Konzept des Modelllernens nach Albert Bandura theoretisch zu fundieren, anhand klassischer und moderner Studien empirisch zu beleuchten und dessen Anwendungspotenzial als didaktisches Konzept im Bildungsbereich aufzuzeigen.
- Grundlagen und Definitionen der sozial-kognitiven Theorie
- Analyse der Aneignungs- und Ausführungsphasen des Lernprozesses
- Empirische Evidenz durch die Bobo-Doll-Studien
- Transfer des Modelllernens in didaktische Konzepte
- Gestaltung effektiver Lernumgebungen mittels Modellvideos
Auszug aus dem Buch
1.1. Definition
Es gibt zahlreiche Vorstellungen darüber, wie der Vorgang des Lernens abläuft. Eine der bekanntesten Ansichten ist die Sozial-kognitive Theorie von Bandura und dem National Institut of Mental Health (1986). Diese Theorie ist auch unter dem Namen des Modelllernens bekannt, da der Lernende als Beobachter und der Lehrende als Modell bezeichnet wird. Das Modelllernen nach Bandura ist das Verändern oder Neulernen von Verhaltensweisen eines Menschen durch das Wahrnehmen von Verhaltensweisen eines Modells und deren Verhaltenskonsequenzen. Hierbei wird von verschiedenen Effekten des sozialen Lernens ausgegangen (Madsen, 1988; Petermann, Maercker & Stangier, 2011):
Zum einen kann es zu einem Auslöseeffekt kommen. Hierbei spielt soziale Erleichterung und Gruppenzwang eine Rolle dabei bereits bzw. soeben gelerntes Verhalten auszulösen. Aus dem Zeigen der Verhaltensweisen ergeben sich in diesem Fall zumeist keine besonderen Konsequenzen.
Zum anderen gibt es Hemmungs- und Enthemmungseffekte. Diese beziehen sich ebenfalls auf bereits bekannte Verhaltensweisen. Werden bei einem Modell positive Konsequenzen infolge des gezeigten Verhaltens beobachtet, so sinkt die Hemmschwelle, dieses Verhalten ebenfalls zu zeigen. Werden jedoch negative Konsequenzen beobachtet, so steigt die Hemmschwelle bzw. sinkt die Bereitschaft das jeweils beobachtete Verhalten gleichermaßen auszuführen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die Sozial-kognitive Theorie nach Bandura: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen des Modelllernens, erläutert die Phasen (Aneignung und Ausführung) sowie die zentrale Bedeutung der Selbstwirksamkeitserwartung.
2. Untersuchungen zur sozial-kognitiven Theorie: Hier werden die klassischen Bobo-Doll-Experimente sowie eine Feldstudie zur Gesundheitsförderung analysiert, um die empirische Basis der Theorie zu untermauern.
3. Modelllernen als didaktisches Konzept: Dieses Kapitel überträgt die theoretischen Erkenntnisse in die Unterrichtspraxis, insbesondere durch den Einsatz von Modellvideos und die Schaffung optimaler Rahmenbedingungen.
Schlüsselwörter
Modelllernen, Sozial-kognitive Theorie, Albert Bandura, Aneignungsphase, Ausführungsphase, Selbstwirksamkeitserwartung, Bobo-Doll-Studie, Beobachtungslernen, didaktisches Konzept, Modellvideos, Lernbedingungen, Verhaltensänderung, Motivationsprozesse, Verstärkung, Kognitivismus
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die sozial-kognitive Theorie nach Albert Bandura und deren Anwendungsmöglichkeiten, insbesondere das Lernen durch Beobachtung von Modellen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der psychologischen Theorie des Modelllernens, exemplarischen empirischen Studien und der praktischen Umsetzung im didaktischen Bereich, vor allem durch den Einsatz von Videos.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die theoretische Darlegung des Konzepts sowie die Aufarbeitung von Studien, um schließlich konkrete Ansätze für die didaktische Praxis abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Zusammenfassung und Interpretation von empirischen Studien (z.B. Banduras Experimente und die Rumpf-Dissertation).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die psychologischen Grundlagen (Phasen des Modelllernens) erklärt, gefolgt von der Analyse bedeutender Studien und endend mit didaktischen Strategien zur Nutzung von Modellvideos.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Modelllernen, Selbstwirksamkeit, Beobachtungslernen, didaktisches Konzept und motivierende Lernumgebungen.
Welche Rolle spielen die Bobo-Doll-Studien für die Argumentation?
Sie dienen als empirischer Beleg für die Wirksamkeit von Lernmodellen und verdeutlichen, wie aggressive Verhaltensweisen durch Beobachtung erlernt oder enthemmt werden können.
Wie lassen sich Modellvideos didaktisch effektiv einsetzen?
Durch strukturierte Vorbereitung (Drehbuch), die Trennung von visuellen und auditiven Kanälen sowie die Synchronisation mit den eigenen Gedanken ("lautes Denken") des Lehrenden.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2022, Sozial kognitive Theorie nach Bandura, Gesundheitsförderung durch Modelllernen und Modelllernen als didaktisches Konzept, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1383221