Metropolregion Halle/Leipzig-Sachsendreieck

Scheitern durch Erweiterung? Die Metropolregion Halle/Leipzig-Sachsendreieck im Fokus!


Hausarbeit, 2008
18 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhalt

Abbildungen

1 Einleitung

2 IST-Situation: Metropolregion Halle/Leipzig-Sachsendreieck

3 Szenarien zur Kooperation
3.1 Szenario „MetroStatus quo - Metropolregion Sachsendreieck“
3.2 Szenario „MetroFlex - Variable Geometrie“
3.3 Szenario „MetroDuo - Mitteldeutschland und Dresden“
3.4 Szenario „MetroPlus - Erweiterte Metropolregion“
3.5 Scheitern durch Erweiterung? – Diskussion der Szenarien

4 Die Kernfunktionen der Metropolregion Halle/Leipzig-Sachsendreieck
4.1 Entscheidungs- und Kontrollfunktion
4.2 Innovations- und Wettbewerbsfunktion
4.3 Gateway-Funktion

5 Zusammenfassung

Literatur

Abbildungen

Abbildung 1: Die Metropolregion Halle/Leipzig-Sachsendreieck

Abbildung 2: Szenario „MetroStatus quo - Metropolregion Sachsendreieck“

Abbildung 3: Szenario „MetroFlex - Variable Geometrie“

Abbildung 4: Szenario „MetroDuo - Mitteldeutschland und Dresden“

Abbildung 5: Szenario „MetroPlus - Erweiterte Metropolregion“

Abbildung 6: Ausweitung der Metropolregion „vom Dreieck zum Sechseck“

1 Einleitung

In Folge der Globalisierung gewinnt die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Regionen an Bedeutung. Die Förderung des wirtschaftlichen Wachstums wird mehr und mehr zu einer Kernaufgabe der Raumentwicklungspolitik (BMVBS 2007b: 1). Eine besondere Bedeutung kommt dabei den Metropolregionen zu. In unserem Siedlungssystem nehmen Metropolregionen die Spitzenstellung ein, denn sie zeichnen sich durch ihre Gröl3e, ihre enge Integration in das globale Städtesystem und ihre herausragenden Funktionen aus (ADAM & GÖDDECKE-STELLMANN 2002: 513). Die Ministerkonferenz für Raumordnung definiert Metropolregionen als „räumliche und funktionale Standorte, deren herausragende Funktionen im internationalen Mal3stab über die nationalen Grenzen hinweg ausstrahlen“ (BICK 2008: o.S.).

Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Metropolregion Halle/Leipzig-Sachsendreieck. Infolge der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung haben die Städte Dresden und Leipzig wichtige Industriestandorte und Dienstleistungsfunktionen verloren (BAUER 2007: 95). Da weder Dresden noch Leipzig die Funktionen einer Metropolregion alleine erfüllen konnten, wurden die Regionen Dresden, Leipzig-Halle und Chemnitz-Zwickau als europäische Metropolregion ausgewiesen.

Im Mittelpunkt der Arbeit steht einerseits die Frage: Welche Möglichkeiten der räumlichen Weiterentwicklung der Metropolregion Halle/Leipzig-Sachsendreieck gibt es, die zu einer Stärkung einer möglichen Metropolregion Mitteldeutschland beitragen können? Andererseits die These: Der Name Metropolregion Halle/Leipzig-Sachsendreieck definiert die Region zu eng. Ein greifbarer Name wie Metropolregion Mitteldeutschland ist notwendig.

Entsprechend der Fragestellung und der These ist die Arbeit in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil wird anhand von Daten und Fakten die IST-Situation der Metropolregion Halle/Leipzig-Sachsendreieck dargestellt. Der zweite Teil analysiert die Entwicklungsperspektiven der Metropolregion. Es werden mögliche Weiterentwicklungen der Kooperation innerhalb der Metropolregion anhand von vier Szenarien beschrieben. Im letzten Teil werden die Kernfunktionen der Metropolregion betrachtet. Es wird untersucht, welche Entwicklungsperspektiven bei einer Erweiterung um die Thüringer Städtereihe und den Oberzentren Sachsen-Anhalts bestehen. Eine Zusammenfassung schliel3t die Arbeit ab.

2 IST-Situation: Metropolregion Halle/Leipzig-Sachsendreieck

Die Europäische Metropolregion Halle/Leipzig-Sachsendreieck umfasst die Städte Chemnitz-Zwickau, Dresden und Leipzig-Halle (Abb. 1). Sie ist neben der Metropolregion Berlin-Brandenburg die einzige in den neuen Bundesländern (BMVBS 2007a: 44). Im Jahr 2004 lebten 3,5 Millionen Menschen in der Metropolregion (IKM 2008a: o.S.). Die Metropolregion liegt im Kreuzungspunkt der europäischen West-Ost-Verbindung Frankfurt-Sachsendreieck-Prag/Breslau und der europäischen Nord-Süd-Verbindung Berlin-Sachsendreieck-München-Mailand (BMVBS 2007a: 43). Sie verfügt durch den TEN-Binnenwasserkorridor Elbe über einen Weltmeeranschluss und über die beiden internationalen Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle (IKM 2008b: o.S.).

Die Entwicklung der Metropolregion erstreckt sich über 12 Jahre. 1994 wurde die räumliche Verflechtung der Oberzentren Dresden, Halle/Leipzig und Chemnitz-Zwickau als Europäische Cityregion im Landesentwicklungsplan Sachsens benannt (BMVBS 2007b: 2). 1997 wurde die Region als europäische Metropolregion von der Ministerkonferenz für Raumordnung anerkannt (ebd.: 2). 2002 wurde die Arbeitsgruppe „Metropolregion Halle/Leipzig-Sachsendreieck“ aus Vertretern der Städte Dresden, Chemnitz, Leipzig und Zwickau sowie aus Vertretern des sächsischen Innenministeriums gegründet (LANDESHAUPTSTADT DRESDEN – STADTPLANUNGSAMT FÜR DIE AG HALLE/LEIPZIG-SACHSENDREIECK 2005: 12). Seit dem Jahr 2005 werden die Oberzentren in Sachsen-Anhalt (Magdeburg, Dessau-Rosslau) und die Thüringer Städtereihe (Erfurt, Weimar, Jena, Gera) mit in die Arbeit der Metropolregion einbezogen (Abb. 1) (METROPOLREGION SACHSENDREIECK 2008: o.S.).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Die Metropolregion Halle/Leipzig-Sachsendreieck
Quelle: METROPOLREGION SACHSENDREIECK 2008: o.S.

3 Szenarien zur Kooperation

„Mit zunehmender Gröl3e einer Region wachsen die Komplexität der Akteursbeziehungen und die räumlichen Distanzen zwischen den Akteuren“ (BMVBS 2007b: 48). Demgegenüber steht das Ziel, eine Metropolregion so zu organisieren, dass sie ihre Aufgaben optimal wahrnehmen kann und dass die Zusammenarbeit der Akteure gelingt (ebd.: 48). Daraufhin beschloss die Ministerkonferenz für Raumordnung im Jahr 2005, die Oberzentren Sachsen-Anhalts und die Thüringer Städtereihe in die Entwicklung der Metropolregion Halle/Leipzig-Sachsendreieck einzubeziehen (ebd.: 48). Dieser Beschluss wirft die Frage auf, wie die Kooperation mit den neuen Partnern gestaltet werden muss, damit möglichst alle Beteiligten Vorteile erzielen und Nachteile vermieden werden können.

Im Folgenden werden vier Varianten der Kooperation im erweiterten Sachsendreieck als Szenarien dargestellt. Diese Szenarien beschreiben, wie die räumliche Abgrenzung, die Aufgabenverteilung und die Organisation der Metropolregion zukünftig aussehen könnten (BMVBS 2007b: 48). Jedes Szenario ist textlich beschrieben und mit einer Abbildung illustriert. Anschliel3end werden Vor- und Nachteile der jeweiligen Szenarien genannt.

3.1 Szenario „MetroStatus quo - Metropolregion Sachsendreieck“

Das Szenario „MetroStatus quo - Metropolregion Sachsendreieck“ geht von folgenden Kooperationen aus:

- Die Kooperation zwischen den Städten Chemnitz, Dresden, Halle, Leipzig und Zwickau bleibt unverändert bestehen (Abb. 2) (BMVBS 2007b: 49).
- Die Städte Erfurt, Weimar und Jena sowie der Landkreis Weimarer Land kooperieren weiterhin als ImPulsRegion miteinander (Abb. 2) (ebd.: 49).
- Zwischen den Oberzentren Sachsen-Anhalts (Halle, Dessau und Magdeburg) besteht keine festgeschriebene Kooperation (Abb. 2) (ebd.: 49).

Nach diesem Szenario arbeiten die drei Teilräume in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen weitgehend selbstständig in ihren bestehenden Organisations- und Arbeitsstrukturen (ebd.: 49). Bei den genannten Kooperationen handelt es sich vor allem um eine Zusammenarbeit zwischen den Städten der drei Bundesländer, denn die Räume zwischen den Städten sind an der Zusammenarbeit nicht beteiligt.

Vorteile:

- Das Label „Sachsendreieck“ kann weitergeführt werden (BMVBS 2007b: 50).
- Die Beteiligten sind innerhalb der Kooperation gleichberechtigt (ebd.: 50). Nachteile:
- Es gibt keine gemeinsamen Gremien für die Abstimmungen. Somit sind gemeinsame Aktivitäten des Raumes nur eingeschränkt möglich (BMVBS 2007b: 50).
- Potentielle metropolitane Akteure aus Sachsen-Anhalt und Thüringen sind nicht als feste Mitglieder in die Kooperation miteinbezogen (ebd.: 50).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Szenario „MetroStatus quo - Metropolregion Sachsendreieck“
Quelle: BMVBS 2007b: 49

[...]

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Metropolregion Halle/Leipzig-Sachsendreieck
Untertitel
Scheitern durch Erweiterung? Die Metropolregion Halle/Leipzig-Sachsendreieck im Fokus!
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
2,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
18
Katalognummer
V138362
ISBN (eBook)
9783640496440
Dateigröße
816 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Metropolregion, Halle/Leipzig-Sachsendreieck, Scheitern, Erweiterung, Fokus
Arbeit zitieren
Anja Wilde (Autor), 2008, Metropolregion Halle/Leipzig-Sachsendreieck, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138362

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