Die primitivistischen Momente in der Geschichte und Rezeption des Jazz


Seminararbeit, 2009

17 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung
Anmerkungen zum Forschungsstand

2. Kolonialismus, Avantgardismus, Primitivismus

3. Jazz und das Primitive
3.1. Historischer Überblick
a) Vorformen
b) Blüte
3.2. Rhythmus der Vorformen des Jazz –
Theoretische Grundbegriffe
„Den Rhythmus“ gibt es nicht
Arhythmizität des Rhythmus
Annäherung, Imitation und Exzess
3.3. Rezeption des Jazz

4. Erfolg durch Weißung. Fazit

Literaturverzeichnis

Though you’re only seventeen far too much of live you’ve seen,

Syncopated child.

Maybe if you only knew where your path is leading to

You’d become less wild.

But I know it’s vain trying to explain

While there’s this insane music in your brain.

Noël Coward: Dance, Little Lady (1928)[1]

1. Einleitung

Glaubt man den Kuratoren der Ausstellung „Le Siècle du Jazz“, die in diesem Jahr im Musée du quai Branly in Paris stattfand[2], handelt es sich beim Jazz um einen Gegenstand epochaler Dimension. Diese Huldigung im Rahmen einer großen, öffentlichen Kulturveranstaltung überrascht, wenn man bedenkt, dass „Jazz“ ursprünglich einmal soviel wie „ficken“ bedeutet haben könnte.[3] Dass der Jazz eine prägende kulturelle Marke im 20. Jahrhundert sein würde, ist allerdings schon länger bekannt: Bereits F. Scott Fitzgerald hatte den Begriff „Jazz Age“ geprägt, als er über das Lebensgefühl vor der ersten Weltwirtschaftskrise schrieb[4] – zu einer Zeit, als die Jazzmusik symbolhaft für einen Kulturbruch stand, jedoch noch längst nicht die Akzeptanz gefunden hatte, die für das heutige Mainstreamprodukt selbstverständlich ist. Tatsächlich hat es lange gedauert, bis sich der Jazz in der westlichen Musiklandschaft etabliert hatte. Umso bemerkenswerter ist es deshalb, dass er einen entscheidenden Impuls für die Entwicklung heutiger Popmusik bildete und damit seinerseits zu einer ästhetischen Basis insbesondere für die abendländische Kultur geworden ist.

Dumm nur, dass der Jazz auf den ersten Blick rein gar nichts Primitivistisches an sich hat. Einer lange dominanten Lehrmeinung zufolge entstand er nämlich nicht aus der Auseinandersetzung westlicher Künstler mit der Kultur fremder Völker, sondern als Abkömmling der Kultur eben dieser Völker. Zudem drückte sich in dieser Musikform, die ganz gewiss eine Mischform aus schwarzafrikanischer und asiatischer Folklore und der europäischen Musiktradition ist, scheinbar immer auch die Abgrenzung zur kulturellen Elite der USA aus.

Doch obwohl dies nahelegt, den Jazz als Kultur von „Fremden“ zu interpretieren, weist seine Entwicklung Parallelen zum Primitivismus der Klassischen Moderne auf: Die zeitliche Überschneidung des „Jazz Age“ mit der Konjunktur primitivistischer Kunst in Europa bietet einen ersten Hinweis; aber auch ästhetische Gesichtspunkte wie etwa die Gestaltung der Plattencover oder Veranstaltungsplakate legen die Annahme von Übereinstimmungen nahe. Nicht zuletzt bewegt er sich schon in seinen Vorformen im Spannungsfeld zwischen Europa und Amerika einerseits und Afrika und Asien andererseits und ist damit, lange vor seiner Blüte Anfang des 20. Jahrhunderts, eine Kultur der Imitation. Primitivitisch wird der Jazz vielleicht auch in dem Moment, in dem er vom weißen Mainstream adaptiert und damit zum Vorreiter des Pop wird.

Bei all dieser Fülle von vagen Anhaltspunkten: Wo kann die Suche nach primitivistischen Momenten in der Geschichte und Rezeption des Jazz nun genau beginnen? Die vorliegende Arbeit möchte dieser Frage in mehreren Schritten nachgehen. Zum einen sollen überblicksartige Betrachtungen aus dem Bereich der Kunsttheorie und der Jazzgeschichte den Gegenstand verständlicher machen, andererseits werden Einblicke in Rhythmustheorie und Rezeptionsgeschichte helfen, das europäische im Jazz genauer zu lokalisieren.

Anmerkungen zum Forschungsstand

Gibt man den Suchbegriff "primitivismus jazz" bei Google ein, so erhält man als ersten Treffer einen Link auf die Datenbank jenes Seminars, das dieser Arbeit zugrunde liegt.[5] Die wissenschaftliche Recherche hat sich zwar nicht auf Google zu beschränken, dennoch illustriert dieses Beispiel, dass die Forschung zur primitivistischen Lesart des Phänomens Jazz bisher nicht die nötige Tiefe erreicht hat, um von einem Kanon einschlägiger Literatur ausgehen zu können. Allerdings wurden und werden in der musikhistorischen Forschung Erkenntnisse zum Einfluss afrikanischer Musiktraditionen auf Jazz und Pop gewonnen, die bei der Analyse des vorliegenden Gegenstandes hilfreich sind.

In jedem Fall sollte beachtet werden, dass sich Fachvokabular und Forschungsansätze von Musiktheorie und -geschichtsforschung einerseits und Kunsttheorie andererseits stark voneinander unterscheiden, was das Destillieren einer konsistenten Theorie von Jazz und Primitivismus erschwert.

2. Kolonialismus, Avantgardismus, Primitivismus

Da der gesellschaftliche und kulturelle Umbruch der Moderne um 1900 den Entstehungshintergrund des Phänomens Primitivismus bildet, ist dessen kunsthistorische Betrachtung nicht der einzig mögliche Blickwinkel. Mehr noch: Ohne Kenntnis der politischen, technischen und wissenschaftlichen Gegebenheiten der damaligen Zeit und ihrer Wechselwirkungen lässt sich die Kunst des Primitivismus – und auch anderer Strömungen – überhaupt nicht verstehen.

Bevor wir einige entscheidende Impulse betrachten wollen, sollten wir uns jedoch vor Augen führen, dass „exotische“ Tendenzen in der Kunst auch damals nicht neu waren. So gab es bereits von Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts in Europa Phasen des verstärkten Interesses für Japanische, Chinesische oder Nahöstliche Kunst[6], das keineswegs nur versteckt in elitären Zirkeln existierte, sondern den Weg bis in die Pariser Weltausstellungen fand.

Der Kontakt mit der Kunst anderer Völker und das darauffolgende Interesse Europäischer Künstler verdankten sich nicht zuletzt Eroberungs- und Kolonialisierungsunternehmungen der europäischen Großmächte.[7] So steht der „Orientalismus“ im Zusammenhang mit dem Napoleonischen Feldzug in Ägypten im Jahre 1798, während der „Japonismus“ der erzwungenen wirtschaftlichen Öffnung Japans 1853 folgte. Ebenso bietet die Kolonialisierung Zentralafrikas gegen Ende des 19. Jahrhunderts den historischen Hintergrund für die Entstehung des Primitivismus.

Allerdings bot die militärische Erschließung und Unterwerfung fremder Kulturräume keinen direkten Impuls auf Kunst und Kultur. Dieser bestand vielmehr in der Verlockung, abendländische Fantasien und Sehnsüchte auf das Fremde zu projizieren, nicht obwohl, sonder gerade weil der gesellschaftliche, technische und wissenschaftliche Umbruch – also das Anwachsen der Großstädte, das „Verschwinden von Raum und Zeit“[8], und die zunehmende wissenschaftliche Durchdringung scheinbar nichtphysischer Zusammenhänge – einer idealisierten Form ursprünglichen Lebens zu widersprechen schien.

Die Faszination an afrikanischer Kultur blieb ambivalent: Der Künstler, der eine Heimat in der Großstadt der Moderne gefunden hatte, bekämpfte gleichzeitig diesen Ort industrieller Mythologie. Reisen in exotische Gegenden waren dazu nicht unbedingt notwendig. „Schon Cézanne galt als Stubenhocker“[9], schreibt Klaus von Beyme. Und auch für andere Künstler entstand der Kontakt mit den Naturvölkern, von denen sie so fasziniert waren, eher auf den Trödelmärkten der Großstadt als auf weiten Reisen. So bot die europäische Stadt einen Raum zur „inneren Flucht“.

So, wie es Exotismus und Primitivismus schon lange vor der vorletzten Jahrhundertwende gegeben hat, wäre es auch ein Irrtum, von seinem späteren Verschwinden auszugehen. Gewiss: Die zeitgenössische Kunst hat zwischenzeitlich andere Impulse für sich entdeckt. Doch der Traum von der Flucht aus der westlichen urbanen Zivilisation in ein ursprüngliches (und deswegen wahrhaftes) Leben hat bis heute überlebt.

So finden sich in Michael Jacksons Videoclips aus den 1990er Jahren oft „edle Wilde“, zumeist Familien und insbesondere Kinder aus Schwarzafrika, die mahnend auf den westlichen Kulturkonsumenten dreinblicken.[10] Auch in den Texten zeitkritischer Intellektueller, zu deren zentralen Aussagemotiven oft die Abkehr von der zivilisatorischen Entwicklung Europas zugunsten einer als ursprünglich angenommenen Natur gehört, wird bisweilen heute noch von einer Rückkehr ins Dschungelparadies geträumt. Der „Anarcho-Primitivist“[11] Derrick Jensen etwa beklagt in seinem kürzlich unter den Namen „Endgame. Zivilisation als Problem“ und „Das Öko-Manifest“ erschienenen Doppelband den Verlauf der menschlichen Entwicklung in einer selbst für das Genre Kulturkritik ungewohnten Radikalität. So setzt Jensen den Einstieg des Menschen in seinen selbstverschuldeten Niedergang nicht erst bei der Industrialisierung an, sondern bereits bei der Erfindung der Landwirtschaft, die es dem Menschen erstmals ermöglicht hätte, seiner natürlichen Umgebung mehr Ressourcen zu entziehen als diese ihm quasi im Urzustand zur Verfügung stellen könnte. Jensens Forderung nach einem Sturz des „Systems“ ist nur die logische Konsequenz dieser Überlegungen.[12]

3. Jazz und das Primitive

Bevor wir uns der Frage widmen werden, inwiefern sich das zentrale Motiv der Primitivisten – die Bezugnahme auf die Kunst der Naturvölker – in der Entwicklung und Rezeption des Jazz wiederfindet, soll das Phänomen Jazz selbst in zweierlei Hinsicht erklärt werden: Zum einen wird versucht, seine historische Entwicklung zu umreißen, zum anderen sollen rhythmische Besonderheiten der afrikanischen Folklore und des Jazz anhand einiger Begriffe erläutert werden.

3.1. Historischer Überblick

a) Vorformen

Zusammenfassende Darstellungen von Geschichte und Charakter des Jazz[13] legen in der Regel Wert auf die Feststellung, dass sich der Jazz einer einheitlichen Definition entzieht; und dies nicht nur, weil sich so viele unterschiedliche musikalische Strömungen und historische Entwicklungen in ihm wiederfinden lassen, sondern auch und vor allem, weil es gerade jenes klanglich-ästhetische Moment des Nicht-festgelegten ist, das einen großen Teil der Faszination ausmacht. Doch damit nicht genug: Nicht nur seine Natur, auch Entstehungsort und -zeit sind, ganz abgesehen von der Bedeutung des Wortes an sich, nicht eindeutig geklärt.[14]

Konsens herrscht allerdings darüber, dass Jazz ein Phänomen des Kulturübergriffs und der Kulturmischung ist. Über die Entwicklung der Musik schrieb Marshall Stearns 1956:

„Sie ist das Ergebnis einer dreihundertjährigen in den Vereinigten Staaten vor sich gegangenen Mischung der Musiktraditionen von Europa und Westafrika. Ihre überwiegenden Bestandteile sich europäische Harmonik, euro-afrikanische Melodik und afrikanischer Rhythmus.“[15]

Diese Darstellung ist aus Sicht der heutigen Forschung stark vereinfachend, wenn nicht gar teilweise falsch.[16] Doch auch die neuere Forschung verwendet einen großen Teil der Arbeit darauf, die spezifischen Anteile der verschiedenen Kulturen möglichst genau zu bestimmen.

Die Mischung dieser Kulturen wurde insbesondere bedingt durch die Einwanderungs- und Sklavenimportsituation in den USA des 19. Jahrhunderts, weshalb der Jazz auch als sozialgeschichtliches Phänomen erfasst worden ist. So schreibt Agirro Polillo:

„Die Wahrheit ist, dass man heute unter ‚Jazz’ nichts anderes versteht, als den musikalischen Ausdruck – in dauerndem, sehr schnellem Wandel – einer bestimmten Kultur: der der Neger [sic!] die in den großen Städten der Vereinigten Staaten leben, umgeben von einem Kreis sehr zahlreicher Sympathisanten [...] die die herrschende weiße Klasse, das Establishment, in irgendeinem Grade zur Assimilation oder zur Annäherung mit den Negern gebracht hat.“[17]

Der Fokus auf eine Unterdrückungssituation am Beginn der Jazzgeschichte könnte zu der Annahme verleiten, dass das Protestlied die früheste Vorform bildet, was nicht der Fall ist; dennoch spiegelt sich die Lebenssituation der Sklaven ganz unmittelbar in den Liedern wieder:

Cotton needs a picking, so bad / cotton needs a picking, so bad / cotton needs a picking, so bad / gonna pick all over this field. / We planted this cotton in April / on the full of the moon. / We’ve had a hot dry summer, that’s why it opened so soon. […][18]

So lautet der Text eines der bekanntesten Work-Songs, einer eindeutig Westafrikanisch verwurzelten Liedform, die sich aus den Rufen und Gesängen während der Feldarbeit entwickelte[19] und die bereits von den Weißen zum Teil mit einer gewissen Bewunderung wahrgenommen wurde.[20] Ein spezifisches Element muss hier besondere Beachtung finden: Das Verhältnis von Arbeitstakt und rhythmischem Schlag der Musik. Schon sehr früh wurden in der Betonung der Schläge Unterschiede zur klassisch europäischen Rhythmik bemerkt, die sich noch in der heutigen Jazzmusik wiederfinden.

Zunächst sei jedoch noch der andere Schauplatz der frühen Jazzgeschichte erwähnt: Die religiöse Praxis. Die Unterschiede zwischen dem protestantischen Gottesdienst europäischer Tradition und denen der Afroamerikanischen Bevölkerung in den USA (und mittlerweile auch in anderen Erdteilen) sind noch heute für jedermann offensichtlich. Sie sind Überbleibsel der einst geheim abgehaltenen religiösen Rituale christianisierter Sklaven, in denen es sehr munter und vor allem musikalisch zuging, wenn etwa „Spiritual“ und „Gospel“ zur Zeremonie gesungen wurden.[21] Das sicherlich bekannteste Spritual:

When Israel was in Egypt’s Land, / Let my people go. / Oppressed so hard, they couldn’t stand, / Let my people go. / Go down, Moses, way down in Egypt’s Land, / Tell old Pharaoh, let my People go.[22]

soll deshalb erwähnt werden, weil es ein herausragendes Beispiel für die Identifikation mit der alttestamentarischen Mythologie ist, die sich an der Bezugnahme auf die ägyptische Gefangenschaft der Juden zeigt.[23]

b) Blüte

Das nach dem Import von Sklaven und deren Christianisierung dritte wichtige Moment der Kulturmischung ist die wechselseitige Imitation, oder auch die Imitation der Imitation. Einige der noch heute typischen Instrumente des Jazz wie Trompete, Posaune oder kleine Trommel, sind traditionelle Militärinstrumente, die während des Sezessionskrieges zahlreich produziert und anschließend von Afroamerikanern erlernt wurden. Die frühe Entwicklung einer neuen Rhythmik oder die Betonung des Improvisierten war der Unkenntnis europäische Harmonie- und Rhythmuslehre geschuldet, die wiederum Raum für die Fortführung afrikanischer Musiktraditionen ließ.

Die Rede vom frühen Jazz als einer Imitation ist dennoch zutreffend; mitunter verwendeten selbst die Interpreten den Begriff „Fakemusic“. Auch der bekannte „Ragtime“, der in der vorliegenden Arbeit noch einmal aufgegriffen wird, enthält Elemente der Salonmusik des 19. Jahrhunderts, amerikanischer Volksmusik und afrikanischen Volkstanzes.[24]

Die frühe Entwicklung des Jazz wurde aber noch durch eine ganz andere Art der Imitation geprägt. Die Minstrel-Shows, die seit spätestens 1799 nachweisbar sind und um 1830 ihre Blüte erlebten[25], waren insbesondere in den Nordstaaten der USA, in denen vergleichsweise wenige Afroamerikaner lebten, äußerst populär. Hier machten sich europäischstämmige Amerikaner (sprich: Weiße) über alles Dunkelhäutige lustig, indem sie sich die Gesichter mit verbranntem Kork schwarz anmalten, Lieder sangen und dabei tanzten:

[...]


[1] Songtext zit. nach: Chinitz, David (a): “Dance, Little Lady”. Poets, Flappers and the Gendering of Jazz. In: Rado, Lisa / William E. Cain (Hg.): Modernism, Gender, and Culture. A Cultural Studies Approach. New York: Garland 1997, S. 319-335.

[2] Die Webseite der Ausstellung ist online abrufbar unter <http://www.quaibranly.fr/fr/programmation/expositions/expositions-passees/le-siecle-du-jazz.html>; letzter Zugriff: 22.09.2009, 23.42 Uhr.

[3] Die Forschung ist sich bezüglich der Herkunft des Wortes unsicher. Der Brockhaus 2003 schreibt dazu: „Der Begriff selbst entstammt dem afroamerikanischen Slang, in dem er vermutlich sexuelle Konnotationen besaß“, was in einer Frühphase der musikalischen Entwicklung durchaus auch eine abwertende Beurteilung zum Ausdruck bringen konnte.
Ein anderer Ansatz verortet den Ursprung des Wortes in einem später entstellten Eigenname eines Minstrel-Charakters: „Mr. Jasbo“, der wiederum aus dem französischen „chasse beau“ (etwa: „tanzender Schönling“) entlehnt wurde. Für diese These sprechen einst gebräuchliche abweichende Schreibweisen für „Jazz“: jas, jaz oder jascz; vgl. dazu Polillo, Arrigo: Jazz. Die neue Enzyklopädie. Überarb. u. erg. Neuausgabe. München: Herbig 2003.
Die Anwendung auf die Musikform geht vermutlich auf ein Instrumentalensemble mit dem Namen „Original Dixiland Jass [sic!] Band“ zurück und ist seit 1917 gebräuchlich.

[4] Fitzgerald, F. Scott: Echoes of the Jazz Age. In: Cowley, Malcolm / Robert Cowley (Hg.): Fitzgerald and the Jazz Age. New York: Charles Scribner’s Sons 1966, S. 178-183.

[5] Vgl. online unter <http://www.google.de/search?hl=de&q=primitivismus+jazz&btnG=Suche&meta=>; letzter Zugriff: 15.04.2009, 17.45 Uhr.

[6] Foster, Hal/Rosalind Krauss/Yve-Alain Bois/Benjamin H.D. Buchloh: Art Since 1900. Modernism Antimodernism Postmodernism. London: Thames & Hudson 2004, S. 66.

[7] Vgl. Ebd.

[8] Schivelbusch, Wolfgang: Geschichte der Eisenbahnreise. Zur Industrialisierung von Raum und Zeit im 19. Jahrhundert. München u.a., 1977, S.16; zit. nach: Kimmich, Dorothee/ Tobias Wilke: Einführung in die Literatur der Jahrhundertwende. Darmstadt: WBG 2006, S.19.

[9] von Beyme, Klaus: Das Zeitalter der Avantgarden. Kunst und Gesellschaft 1905-1955. München: Verlag C.H. Beck 2005, S. 88.

[10] Insbesondere wäre hier hervorzuheben: Brandt, Nick: Earth Song [Musikvideo], 1996.

[11] Steinberger, Petra: Sehnsucht nach dem Ende der Welt. In: Süddeutsche Zeitung Nr. 82, 08.04.2009, S. 14.

[12] Vgl. ebd.

[13] Vgl. u.a. Polillo; auch allgemeinere Darstellungen, wie etwa der Eintrag in der Brockhaus Enzyklopädie, sind in diesem Tenor verfasst.

[14] Vgl. Anm. 3.

[15] Zit. nach Polillo, S. 12.

[16] Dies bezieht sich insbesondere auf die eineindeutige Zuweisung von Erdteilen/Regionen zu musikalischen Parametern.

[17] Ebd., S. 12.

[18] Der Text ist einer online verfügbaren Partitur entnommen: <http://www.copy-us.com/media/1453/1453_A4.pdf>; letzter Zugriff: 04. September 2009, 18:02 Uhr.

[19] Polillo, S. 24.

[20] Polillo, S. 25.

[21] Ebd., S. 30ff.

[22] Zit. nach ebd., S. 33.

[23] Ebd., S. 33.

[24] Vgl. Pfleiderer, Martin: Rhythmus. Psychologische, theoretische und stilanalytische Aspekte populärer Musik. Bielefeld: Transcript Verlag 2006, S. 184.

[25] Vgl. Polillo, S. 51; die Idee, sich das Gesicht schwarz zu malen und den Sklaven abfällig zu imitieren, geht auf den Deutschen Johann Gottlieb Graupner zurück. Das Element „Imitation“ tauch hier bereits auf und nimmt damit die Geschichte des Jazz quasi vorweg: Die weißen Künstler hatten wenige Kenntnisse von der Mentalität der afroamerikanischen Bevölkerung, so das der musikalische Charakter, trotz der späteren Beteiligung schwarzer, stets europäischer Prägung war.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Die primitivistischen Momente in der Geschichte und Rezeption des Jazz
Hochschule
Universität Siegen
Veranstaltung
Primitivismus
Note
1,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
17
Katalognummer
V138723
ISBN (eBook)
9783640480265
ISBN (Buch)
9783640480326
Dateigröße
663 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Primitivismus, Jazz, Musikgeschichte, Kunstgeschichte
Arbeit zitieren
Ludwig Andert (Autor), 2009, Die primitivistischen Momente in der Geschichte und Rezeption des Jazz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138723

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