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Klassik-Adaptionen in Populärer Musik als Gegenstand des Musikunterrichts

Titel: Klassik-Adaptionen in Populärer Musik als Gegenstand des Musikunterrichts

Examensarbeit , 2007 , 102 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Janice Höber (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Musik ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Ob zu Hause oder auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen im Supermarkt oder während der Fahrt mit dem Aufzug - aufgrund der technischen Entwicklung ist sie mittlerweile nicht nur zu jeder Zeit, sondern auch an jedem Ort verfügbar. Dabei lässt sich mit Gewissheit sagen, dass Jugendliche deutlich mehr Musik konsumieren als Erwachsene. Weitere Unterschiede zeigen sich auch im Hinblick auf die Musikpräferenzen, was häufig dadurch zum Ausdruck kommt, dass die ältere Generation mit der Musik, die die jungen Leute so hören, selten etwas anfangen kann. Doch auch unter den Gleichaltrigen findet man voneinander abweichende Geschmäcker. Sie alle hören zwar populäre Musik, doch die einen mögen ausschließlich Metal, während die anderen eher zu HipHop oder Techno tendieren. Hinzukommen diejenigen, die sich vor allem für Rock oder Jazz interessieren und wieder andere, die keine speziellen Vorlieben haben und alles hören, „was halt so im Radio kommt" (w, 16 Jahre).

Die äußerst vielseitigen Interessen der Jugendlichen machen eine Behandlung von populärer Musik nicht gerade einfach, da es neben den Musikvorlieben der Schüler und des Lehrers, die sich nicht selten konträr zueinander verhalten, auch die der Gleichaltrigen zu berücksichtigen gilt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Musik der Mädchen und Jungen etwas ist, was nur ihnen gehört und dass sie in der Regel eine Abwehrhaltung einnehmen, sobald sie merken, dass Erwachsene versuchen, belehrend in ihre musikbezogene Welt einzudringen. [...]

Ein Musikunterricht, der sowohl auf Seiten der Schüler als auch auf Seiten des Lehrers auf Ehrlichkeit und Toleranz beruht und dadurch beiden Parteien das Ausleben ihrer Musikpräferenzen zugesteht, kann der Behandlung von populärer Musik sehr dienlich sein. [...]

Das Ziel der vorliegenden Arbeit besteht nicht nur darin, diese Fragen zu beantworten. Es sollen darüber hinaus auch auf einem Lehrversuch basierende Anregungen für die Behandlung von populärer Musik im Unterricht gegeben und eine Materialsammlung bereit gestellt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Hinführung zum Thema

1.2 Abgrenzung des Themas

1.3 Gang der Untersuchung

1.3.1 Die Methode der schriftlichen Befragung

1.3.2 Konzeption des Fragebogens

1.3.3 Auswertung des Fragebogens

1.3.4 Allgemeine Angaben zur befragten Zielgruppe

2. Populäre Musik im Fachunterricht

2.1 „Mehr aktuelle Musik“ - Wie Schüler sich den Musikunterricht vorstellen (FB)

2.2 Populäre Musik und Musikpädagogik - ein Spannungsverhältnis!?

2.2.1 Ansätze der 1950er bis 1970er Jahre

2.2.2 Die ersten ausgewogenen Ansätze

2.2.3 Die Balance zwischen Distanz und Nähe - Ansätze der 1980er Jahre

2.2.4 Neuere Entwicklungstendenzen

2.3 Die Verankerung der populären Musik im Lehrplan

2.3.1 Analyse des Rahmenlehrplans Musik für die Sekundarstufe I

2.3.2 Analyse des Rahmenlehrplans Musik für den Unterricht in der gymnasialen Oberstufe im Land Brandenburg

3. Jugend und Musik

3.1 Das Jugendalter

3.2 Die Herausbildung musikalischer Präferenzen im Jugendalter

3.2.1 Die Bedeutung der Eltern (FB)

3.2.2 Die Bedeutung der Peers (FB)

3.3 Wozu Jugendliche Musik gebrauchen

4. Populäre Musik - eine Gegenstandsanalyse

4.1 Zum Problem einer Begriffsbestimmung

4.1.1 Abgrenzung vom Begriff Popular Music

4.1.2 Abgrenzung vom Begriff Popmusik

4.1.3 Der Begriff Populäre Musik

4.2 Musikalische Grundlagen der populären Musik

4.3 Hauptformen der populären Musik

4.4 Klassik-Adaptionen in populärer Musik

4.4.1 Der Begriff Adaption

4.4.2 Das Adaptions-Prinzip in der Musik

4.4.2.1 Die Anfänge des Adaptions-Prinzips

4.4.2.2 Classic-Rock - Klassik-Adaptionen als ein Genre der Rockmusik

4.4.2.3 Pop goes Classic - ein gegenläufiger Trend

4.4.2.4 Classic-Rap - ein Trend der späten 1990er Jahre

4.4.2.5 Auswahl klassischer Werkvorlagen

4.4.3 Erkennen klassischer Werkvorlagen in populärer Musik (FB)

4.4.4 Bewertung von Klassik-Adaptionen in populärer Musik (FB)

5. Klassik-Adaptionen in Populärer Musik als Gegenstand des Musikunterrichts

5.1 Vorbemerkungen

5.2 Analyse der Klassensituation

5.3 Konzeptuelle Vorüberlegungen

5.4 Beitrag der Unterrichtssequenz zur Ausbildung fachbezogener Kompetenzen

5.5 Methodisch-didaktische Vorüberlegungen

5.5.1 Vorschläge für den Einstieg in die Unterrichtssequenz

5.5.2 Phase der Erarbeitung theoretischer Grundlagen

5.5.3 Vorstellung der einzelnen Projektideen

5.6 Auswertung des Lehrversuches

5.6.1 Die Phase der Erarbeitung theoretischer Grundlagen

5.6.2 Die Tanz-Gruppe

5.6.2.1 Vorbereitung auf den Projekttag

5.6.2.2 Klassik meets HipHop im Tanz - der Projekttag

5.6.2.3 Die Präsentation

5.6.3 Die Computer-Gruppe

5.6.3.1 Vorbereitung auf den Projekttag

5.6.3.2 Mondschein im Music Maker - der Projekttag

5.6.3.3 Die Präsentation

5.6.4 Die Band

5.6.4.1 Vorbereitung auf den Projekttag

5.6.4.2 Der Bergkönig rockt - der Projekttag

5.6.4.3 Die Präsentation

5.6.5 MC Alex

5.6.5.1 Elise meets HipHop - Präsentation der Sonderaufgabe

5.6.6 Zusammenfassung des Projekttages

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, zu untersuchen, wie Jugendliche klassische Musikadaptionen in populären Musikstücken wahrnehmen und bewerten. Auf Basis dieser Erkenntnisse soll ein Lehrversuch entwickelt werden, der praxisnahe Anregungen für den Musikunterricht bietet, um populäre Musik unter Einbeziehung jugendkultureller Interessen didaktisch sinnvoll zu vermitteln.

  • Verhältnis zwischen populärer Musik und Musikpädagogik
  • Jugendliche Hörgewohnheiten und Musikpräferenzen
  • Theoretische Grundlagen und Begriffsbestimmung populärer Musik
  • Analyse von Klassik-Adaptionen (z. B. Classic-Rock, Classic-Rap)
  • Konzeption und Auswertung einer Unterrichtssequenz zur Musikadaption

Auszug aus dem Buch

4.4.2.2 Classic-Rock - Klassik-Adaptionen als ein Genre der Rockmusik

Die Entwicklung führte soweit, dass sich die so genannten Klassik-Adaptionen Ende der 1960er Jahre zu einem eigenen Genre der populären Musik herausbildeten. Vor allem in der Rockmusik erfreuten sie sich unter der Bezeichnung Classic-Rock bzw. Baroque-Rock größter Beliebtheit. Zu den ersten Rockbands, die sich auf das Adaptieren kunstmusikalischer Stil- und Formprinzipien oder die Neubearbeitung klassischer Werkvorlagen konzentrierten, gehörte die amerikanische Gruppe VANILLA FUDGE, die 1968 ihr Album The Beat Goes On veröffentlichte. Der darauf enthaltene Titel Für Elise & Moonlight Sonate verrät bereits, welche Originale die Band verwendete, um sie durch Uminstrumentierung sowie das Unterlegen eines durchlaufenden Beat an den Stil des Rock anzupassen. Auch BLOOD, SWEAT & TEARS versuchten sich 1968 mit einer Version von ERIC SATIES Trois Gymnopédies im Adaptieren klassischer Werkvorlagen. Eine wirkliche Welle solcher Bearbeitungen löste jedoch erst die englische Gruppe THE NICE mit ihrem nach Teilen des 1. Satzes aus dem 3. Brandenburgischen Konzert von JOHANN SEBASTIAN BACH benannten und 1969 veröffentlichten Titel The Brandenburger aus. Gruppen wie EKSEPTION oder EMERSON, LAKE & PALMER spezialisierten sich regelrecht auf das Genre der Klassik-Adaption.

Insgesamt ist diese Entwicklung nicht unumstritten geblieben. Vor allem die Musikliebhaber klassischer Kompositionen zeigten sich von dem respektlosen Umgang mit den Werken empört. Doch gerade in der bewussten Konfrontation mit dem traditionellen bürgerlichen Musikbetrieb lag ein Beweggrund für solche Bearbeitungen. Der eigene künstlerische Anspruch, den die Rockmusiker damit zeigen wollten, mag wiederum selbst ein Grund für die zahlreichen, um die Wende der 1970er Jahre veröffentlichten Adaptionen gewesen sein, denn dadurch konnten die Rockmusiker unter Beweis stellen, dass sie den spieltechnischen Anforderungen der klassischen Kompositionen gerecht wurden, was die möglichen Zweifel an ihrer Seriosität auf diesem Gebiet minimierte oder sogar vollkommen beseitigte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, erläutert die Relevanz der populären Musik im Kontext von Jugend und Schule und stellt den Gang der wissenschaftlichen Untersuchung dar.

2. Populäre Musik im Fachunterricht: Hier wird das historische Spannungsfeld zwischen populärer Musik und Musikpädagogik sowie deren Verankerung in den relevanten Rahmenlehrplänen analysiert.

3. Jugend und Musik: Dieses Kapitel beleuchtet das Jugendalter, die Herausbildung musikalischer Präferenzen durch Einfluss von Eltern und Peers sowie die Funktionen, die Musik im jugendlichen Alltag einnimmt.

4. Populäre Musik - eine Gegenstandsanalyse: Der theoretische Kernteil definiert die Begriffe Popular Music und Popmusik und analysiert das Adaptions-Prinzip anhand verschiedener Genres wie Classic-Rock oder Classic-Rap.

5. Klassik-Adaptionen in Populärer Musik als Gegenstand des Musikunterrichts: Dieser Abschnitt widmet sich der konkreten Planung, Durchführung und Auswertung eines Lehrversuchs mit drei verschiedenen Schüler-Projektgruppen.

6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einem Fazit über die Notwendigkeit, populäre Musik reflektiert und fachkundig in den Musikunterricht zu integrieren, ohne die pädagogische Balance zu verlieren.

Schlüsselwörter

Populäre Musik, Klassik-Adaption, Musikunterricht, Jugendkultur, Musikpädagogik, Classic-Rock, Classic-Rap, Musikpräferenzen, Lehrplan, Instrumentalunterricht, Musikrezeption, Adaptions-Prinzip, Musikproduktion, Schülermusik, Musiksoziologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie klassische Musik als Werkvorlage in populären Genres adaptiert wird und wie dies sinnvoll als Unterrichtsgegenstand für den gymnasialen Musikunterricht genutzt werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Verhältnis von Populärkultur und Schule, den Funktionen von Musik im Jugendalter sowie der theoretischen und praktischen Analyse von sogenannten Klassik-Adaptionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Bekanntheitsgrad und die Bewertung klassischer Werkvorlagen bei Jugendlichen zu ermitteln und daraus methodisch-didaktische Konzepte für einen modernen, schülerorientierten Musikunterricht abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin kombiniert eine theoretische Gegenstandsanalyse mit einer schriftlichen Befragung von 158 Schülern und dokumentiert zudem einen praktischen Lehrversuch in einer 12. Klasse.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Analyse der Musik- und Jugendkultur sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung einer Unterrichtssequenz, in der Schüler selbst Klassik-Adaptionen entwickelten.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Wichtige Begriffe sind Musikpädagogik, Adaptions-Prinzip, Jugendsozialisation, Unterrichtsgestaltung und die ästhetische Urteilsfähigkeit im Umgang mit populärer Musik.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen „Adaptieren“ und „Covern“ für die Arbeit eine Rolle?

Die Arbeit verdeutlicht, dass eine bloße Cover-Version meist eindimensional ist, während eine gelungene Adaption durch die kreative Umgestaltung ein eigenständiges künstlerisches Werk schafft, das im Unterricht als Ausgangspunkt für analytische Diskussionen dienen kann.

Wie reagierten die Schüler auf den Einsatz von Klassik im Unterricht?

Es zeigte sich, dass Jugendliche den Unterricht motivierter wahrnehmen, wenn aktuelle Themen mit ihren eigenen Interessen verbunden werden, sie jedoch durchaus bereit sind, sich mit klassischer Musik auseinanderzusetzen, sofern der Vermittlungsansatz interessant ist und aktuelle Musikbeispiele einbindet.

Ende der Leseprobe aus 102 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Klassik-Adaptionen in Populärer Musik als Gegenstand des Musikunterrichts
Hochschule
Universität Potsdam  (Institut für Musik und Musikpädagogik)
Note
1,5
Autor
Janice Höber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
102
Katalognummer
V138887
ISBN (eBook)
9783640469642
ISBN (Buch)
9783640469963
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Klassik-Adaptionen Populärer Musik Gegenstand Musikunterrichts
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Janice Höber (Autor:in), 2007, Klassik-Adaptionen in Populärer Musik als Gegenstand des Musikunterrichts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138887
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Leseprobe aus  102  Seiten
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