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Die geschlechtsneutrale Erziehung. Abbau von Stereotypen und Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts

Titel: Die geschlechtsneutrale Erziehung. Abbau von Stereotypen und Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts

Hausarbeit , 2020 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Nina Haas (Autor:in)

Geschlechterstudien / Gender Studies
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts sind leider keine Seltenheit und auch stereotypische Geschlechterrollen finden immer noch ihren Platz in unserer Gesellschaft. So kommt häufig der Begriff des "doing gender" auf, der Menschen immer ihrem Sozialisationsprozess strikt einem bestimmten Geschlecht zuordnet nach dem man sich auch verhalten soll. Ein neues Konzept bietet die geschlechtsneutrale Erziehung. Kinder sollen ohne typische Geschlechterrollen aufwachsen und sich so freier entfalten sollen. Ein Beispiel ist dafür Egalia, ein Kindergarten in Schweden, der dieses Konzept auslebt. Doch was sind die Probleme des "doing gender" und was die Potentiale, aber auch Probleme der geschlechtsneutralen Erziehung? Diesen Fragen wird in dieser Hausarbeit nachgegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschlecht: „sex“ und „gender“

3. Geschlechtsspezifische Sozialisation

3.1 „Doing gender“

3.2 Probleme der Geschlechtsspezifität

4. Geschlechtsneutrale Erziehung

4.1 Geschlechtsneutrale Erziehung in der Praxis: Egalia

4.2 Probleme der geschlechtsneutralen Erziehung

4.3 Kritik

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der geschlechtsneutralen Erziehung, um aufzuzeigen, wie durch den Abbau von Geschlechterstereotypen Benachteiligungen und Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts in unserer Gesellschaft verringert werden können.

  • Soziale Konstruktion von Geschlecht („Doing gender“)
  • Die Auswirkungen geschlechtsspezifischer Sozialisation auf die kindliche Entwicklung
  • Praktische Umsetzung geschlechtsneutraler Pädagogik am Beispiel des Kindergartens Egalia
  • Vorteile und Potenziale hinsichtlich der Entfaltung kindlicher Potenziale
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Konzept und den gesellschaftlichen Herausforderungen

Auszug aus dem Buch

4.1 Geschlechtsneutrale Erziehung in der Praxis: Egalia in Schweden

Wie erwähnt ist das Prinzip der geschlechtsneutralen Erziehung bzw. Pädagogik noch relativ neu, dementsprechend auch noch nicht sonderlich weit verbreitet. Ein Land was jedoch dabei auf dem Vormarsch ist, ist das Land Schweden. Laut dem europäischen „Gender equality index“ veröffentlicht durch das European Institute for Gender Inequality (EIGE), der verschiedene Differenzen im Bezug auf Frauen und Männer in verschiedenen Bereichen wie Arbeitsplatz, Einkommen, Macht, Gesundheit etc. misst, landet Schweden auf dem ersten Platz (vgl. EIGE, 2019). Interessanterweise landen hinter Schweden Dänemark auf dem zweiten und Finnland auf dem vierten Platz, woraus sich erschließen lässt, dass vor allem in den skandinavischen Ländern die Geschlechtergleichstellung eine große Rolle einnimmt. Das bekannteste Beispiel einer praktisch umgesetzten geschlechtsneutralen Erziehung/ Pädagogik ist dabei der Kindergarten Egalia in Schweden. Egalia befindet sich in der Hauptstadt Stockholm, genauer in dem Viertel Södermalm. Egalia hat zwar seine Besonderheiten im Gegensatz zu anderen Kindergärten, jedoch ist er ansonsten ein ganz normaler Kindergarten, der wie alle anderen, die Regeln und Ordnungen, die vom Staat vorgegeben sind, einhalten muss (vgl. Lind-Valdan, 2014, S. 129). Wie schon beschrieben weist Egalia eine geschlechtsneutrale Pädagogik auf, die bestimmte Grundsätze bzw. Ziele verfolgt. Diese beinhalten, dass gelehrt und gezeigt werden soll, dass jedes Individuum, unabhängig von Geschlecht, Alter, Fähigkeiten und Fertigkeiten, sowie ethnischen Wurzeln, die gleichen Rechte, Chancen und Pflichten hat, dass Kinder ohne jegliche geschlechtsspezifischen Erwartungen aufgezogen werden, dass eine Pädagogik ausgeführt werden soll, die sich auf die Persönlichkeit statt auf das Geschlecht eines jeden Kindes fokussiert und die des Weiteren auf Gleichberechtigung basiert, dass gewährleistet wird, dass die Kinder die Richtlinien der Demokratie lernen, theoretisch, sowie praktisch, sodass sie gute Bürger der Gesellschaft werden, dass aufgezeigt wird, dass das Geschlecht nichts ist worüber man urteilen darf und schlussendlich, dass die Kinder auf eine sich verändernde Welt vorbereitet werden (vgl. Hebblethwaite 2011).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle von Geschlechterunterschieden in der Gesellschaft und begründet das Interesse an der geschlechtsneutralen Erziehung als Ansatz zur Minderung von Diskriminierung.

2. Geschlecht: „sex“ und „gender“: Dieses Kapitel differenziert zwischen dem biologischen „Sex“ und dem sozialen „Gender“ als Grundlage für das Verständnis der Geschlechtersozialisation.

3. Geschlechtsspezifische Sozialisation: Hier wird analysiert, wie gesellschaftliche Einflüsse von Geburt an Rollenbilder festigen und welche konkreten Problematiken sich daraus für Kinder ergeben.

4. Geschlechtsneutrale Erziehung: Das Kapitel führt in das Konzept ein, illustriert die Umsetzung am Beispiel des Kindergartens Egalia, bewertet Potenziale und stellt sich der kritischen Debatte.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bilanzierung der Ergebnisse und reflektiert die notwendigen langfristigen gesellschaftlichen und politischen Veränderungen für einen Erfolg der geschlechtsneutralen Pädagogik.

Schlüsselwörter

Geschlechtsneutrale Erziehung, Doing Gender, Geschlechterstereotypen, Sozialisation, Egalia, Gleichberechtigung, Geschlechterdiskriminierung, Kindliche Entwicklung, Soziale Konstruktion, Pädagogik, Rollenbilder, Gender Index, Skandinavien, Geschlechterrollen, Diskriminierungsabbau.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen gesellschaftlicher Geschlechterrollen auf Kinder und untersucht das Konzept der geschlechtsneutralen Erziehung als Mittel zum Abbau von Diskriminierung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die soziale Konstruktion von Geschlecht, die Auswirkungen von Stereotypen in der Erziehung sowie die praktische Umsetzung und Kritik an geschlechtsneutralen Konzepten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist zu erforschen, ob eine geschlechtsneutrale Erziehung dazu beitragen kann, das Potenzial von Kindern freier zu entfalten und Benachteiligungen aufgrund des Geschlechts zu eliminieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Einbeziehung empirischer Studien, um sowohl die Risiken geschlechtsspezifischer Erziehung als auch die Erfolge neutraler pädagogischer Ansätze zu belegen.

Was wird im Hauptteil ausführlich behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen des "Doing Gender", die schädlichen Folgen traditioneller Erziehungsmuster und die praxisnahe Umsetzung im schwedischen Kindergarten "Egalia".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Geschlechtsneutrale Erziehung, Geschlechterstereotypen, "Doing Gender", Egalia und Gleichberechtigung definiert.

Was macht den Kindergarten Egalia in Stockholm so besonders?

Egalia setzt konsequent geschlechtsneutrale Pädagogik um, etwa durch das Vermeiden traditionell geschlechtsgetrennter Spielbereiche, den Einsatz geschlechtsneutraler Pronomen wie „hen“ und die gezielte Dekonstruktion von Rollenbildern.

Wie gehen Erzieher bei Egalia mit traditionellen Geschichten um?

Geschichten werden entweder inhaltlich so angepasst, dass sie keine einseitigen Rollenbilder vermitteln, oder an problematischen Stellen komplett ausgelassen, um keine Geschlechterstereotypen zu reproduzieren.

Welches wissenschaftliche Argument führen Kritiker der geschlechtsneutralen Erziehung an?

Kritiker befürchten, dass Kinder von der Realität der Zweigeschlechtlichkeit isoliert werden und dass die Anwendung geschlechtsneutraler Pronomen die biologische Identität des Menschen zu stark vernachlässigt.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Zukunft dieses Konzepts?

Die Autorin betont, dass das Konzept zwar großes Potenzial bietet, jedoch tiefgreifende gesellschaftliche und politische Veränderungen erfordert, um langfristig wirksam zu sein und Stereotypen erfolgreich aufzubrechen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die geschlechtsneutrale Erziehung. Abbau von Stereotypen und Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts
Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,3
Autor
Nina Haas (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
20
Katalognummer
V1394116
ISBN (PDF)
9783346940209
ISBN (Buch)
9783346940216
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschlechtsneutrale Erziehung geschlechterrollen Abbau von Stereotypen Stereotypen Diskriminierung geschlechtsneutral Egalia Doing gender Geschlecht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nina Haas (Autor:in), 2020, Die geschlechtsneutrale Erziehung. Abbau von Stereotypen und Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1394116
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Leseprobe aus  20  Seiten
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