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Industrielle Standortwahl nach A. Weber

Title: Industrielle Standortwahl nach A. Weber

Term Paper , 2007 , 13 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: B.Sc. Marcel Demuth (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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In dieser Arbeit soll ein Überblick über die Methoden, Kriterien und Annahmen verschaffen werden, nach welchen Professor Weber seine Theorie entwickelte. Allgemein ist zu sagen, dass er diese auf dem deduktiven Weg erarbeitete (KULKE 2004, S. 66). In dieser Theorie wird unter dem betriebswirtschaftlichen Aspekt des optimalen Standortes für ein industrielles Einzelunternehmen die Standortfrage behandelt (SCHÄTZL 2003, S. 38). Weber geht dabei in drei sukzessiven Schritten vor. Zu Beginn ermittelt A. Weber den Standort minimaler Transportkosten und überprüft diesen anschließend auf eventuelle Abweichungen aufgrund von Arbeitskosten- und Agglomerationsvorteilen. Die Transportkosten, die Arbeitskosten und die Agglomerationswirkung sind folglich die drei beeinflussenden Standortfaktoren bei der Ermittlung des optimalen Standortes. Dabei sind die Transportkosten die zentrale Größe bei der Bestimmung des Standortes. Die zwei weiteren Faktoren dienen als eventuelle Korrekturgrößen (BATHELT 2002, S. 124).

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Inhaltsverzeichnis

1 KURZBIOGRAPHIE

2 GRUNDANNAHMEN UND KERNAUSSAGEN DER WEBER´SCHEN THEORIE

3 UNTERTEILUNG UND CHARAKTERISIERUNG DER VERWENDETEN MATERIALIEN

4 TRANSPORTKOSTENMINIMALPUNKT, STANDORTDREIECK, VARIGNONSCHES GESTELL

5 LOHNKOSTENEINFLUSS, AGGLOMERATIONSVORTEIL

6 KRITIK

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit bietet einen systematischen Überblick über die Industriestandorttheorie von Alfred Weber, analysiert deren methodische Grundlagen sowie die zentralen Faktoren der Standortwahl für Einzelbetriebe.

  • Die drei sukzessiven Standortfaktoren nach Weber: Transportkosten, Arbeitskosten und Agglomerationsvorteile.
  • Methodik der isolierten Abstraktion und die Annahme des "homo oeconomics".
  • Klassifizierung von Produktionsmaterialien (Ubiquitäten vs. lokalisierte Materialien).
  • Geometrische und mechanische Verfahren zur Ermittlung des optimalen Standortes (Standortdreieck, Varignonsches Gestell).
  • Kritische Würdigung der Theorie im Kontext moderner industrieller Anforderungen.

Auszug aus dem Buch

4 Transportkostenminimalpunkt, Standortdreieck, Varignonsches Gestell

Die Ermittlung des Transportkostenminimalpunktes stellt den ersten von drei Schritten zur Standortbestimmung nach der Theorie von Alfred Weber dar. Aufgrund der aufgestellten Vereinfachungen werden die Transportkosten von zwei wesentlichen Faktoren beeinflusst. Der erste Faktor ist das Gewicht der Materialien, die in der Produktion eingesetzt werden und zum Produktionsort transportiert werden müssen und das Gewicht des Fertigerzeugnisses, welches von dem Produktionsort zum Konsumort transportiert werden muss. Die dabei zurückgelegte Entfernung stellt den zweiten Faktor dar, welcher auf die Transportkosten einwirkt. Durch die Kombination der beiden Elemente Entfernung und Gewicht leitet sich ein einfacher Kostenindex ab, der sogenannte Tonnenkilometer. Daher kann man den Transportkostenminimalpunkt ebenso als tonnenkilometrischer Minimalpunkt angeben.

Dieser Punkt ist jener Ort, an dem die Transportkosten der eingesetzten Materialien zum Produktionsort und des Fertigerzeugnis zum Konsumort am geringsten sind (DICKEN / LLOYD 1999, S. 74-75). Die zu Beginn aufgestellten Vereinfachungen lassen nun folgende Aussagen zu, die bei der Berechnung des Transportkostenminimal-punktes eine Rolle spielen. Der betrachtete Industrie-betrieb setzt nur zwei unterschiedliche Materialien ein. Das daraus produzierte Fertigerzeugnis wird an einem einzigen Konsumort abgesetzt. Diese drei Punkte spannen geometrisch ein Dreieck im Raum auf, welches als Standortdreieck bezeichnet wird. In der Abbildung 1 ist ein solches Standortdreieck abgebildet. Dort sind die jeweiligen Materiallager sowie der Konsumort dargestellt. In dem von diesem Dreieck abgegrenzten Raum befindet sich der optimale Produktionsort.

Zusammenfassung der Kapitel

1 KURZBIOGRAPHIE: Bietet einen kurzen Überblick über das Leben und Werk des deutschen Nationalökonomen Alfred Weber.

2 GRUNDANNAHMEN UND KERNAUSSAGEN DER WEBER´SCHEN THEORIE: Erläutert die deduktive Methode, die Annahme des "homo oeconomics" und die drei zentralen Einflussfaktoren auf den Standort.

3 UNTERTEILUNG UND CHARAKTERISIERUNG DER VERWENDETEN MATERIALIEN: Klassifiziert Materialien in Ubiquitäten und lokalisierte Materialien, wobei letztere weiter in Reingewichts- und Gewichtsverlustmaterialien unterteilt werden.

4 TRANSPORTKOSTENMINIMALPUNKT, STANDORTDREIECK, VARIGNONSCHES GESTELL: Beschreibt die mathematische und mechanische Ermittlung des Standortes mit minimalen Transportkosten anhand von Modellen.

5 LOHNKOSTENEINFLUSS, AGGLOMERATIONSVORTEIL: Analysiert, wie niedrigere Arbeitskosten oder Konzentrationseffekte (Agglomeration) zu Abweichungen vom transportkostenminimalen Punkt führen können.

6 KRITIK: Reflektiert die realitätsfernen Annahmen Webers und diskutiert die abnehmende Bedeutung der Transportkosten in der heutigen Industriewirtschaft.

Schlüsselwörter

Alfred Weber, Standorttheorie, Transportkosten, Standortdreieck, Varignonsches Gestell, Isodapane, Agglomerationsvorteil, Materialindex, homo oeconomics, Industriestandort, Standortwahl, Gewichtsverlustmaterialien, Ubiquitäten, Kostenminimierung, Wirtschaftsgeographie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der systematischen Industriestandorttheorie nach Alfred Weber und untersucht die methodischen Ansätze zur optimalen Standortwahl für Einzelbetriebe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Transportkostenminimierung, die Einflüsse von Arbeitskosten und Agglomeration sowie die Klassifizierung verschiedener Materialtypen für den Produktionsprozess.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, ein Verständnis für die von Weber entwickelten Kriterien, Methoden und Annahmen zur Ermittlung eines ökonomisch optimalen industriellen Standortes zu vermitteln.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit basiert auf der Analyse deduktiver Theorien sowie der Anwendung geometrischer und mechanischer Modelle zur Standortbestimmung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die sukzessiven Schritte der Standortfindung (Transportkosten, Arbeitskosten, Agglomerationsvorteile) sowie die theoretischen Werkzeuge wie das Standortdreieck detailliert erläutert.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Industriestandort, Transportkosten, Isodapane und Agglomerationsvorteile geprägt.

Was unterscheidet Webers Modell von der heutigen industriellen Realität?

Kritikpunkte sind insbesondere die Vernachlässigung der Erlösseite, die Annahme konstanter Faktorpreise und die historisch bedingte Überbewertung der Transportkosten.

Wie funktioniert das Varignonsche Gestell?

Es handelt sich um ein mechanisches Modell, bei dem Materialgewichte durch Gewichte an Fäden simuliert werden, um durch den Ausgleich der Kräfte den optimalen Produktionsort als Ruhepunkt eines Knotens zu finden.

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Details

Title
Industrielle Standortwahl nach A. Weber
College
Martin Luther University  (Institut für Geowissenschaften)
Course
Grundlagen der Wirtschaftsgeographie
Grade
1,3
Author
B.Sc. Marcel Demuth (Author)
Publication Year
2007
Pages
13
Catalog Number
V139495
ISBN (eBook)
9783640494415
ISBN (Book)
9783640494484
Language
German
Tags
Wirtschaftsgeographie Alfred Weber Standorte Transportkosten Standortfaktoren Theorie optimaler Standort
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.Sc. Marcel Demuth (Author), 2007, Industrielle Standortwahl nach A. Weber, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139495
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