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Diagnose psychische Störung. Inwiefern haben psychische Störungen Einfluss darauf, dass Menschen morden?

Title: Diagnose psychische Störung. Inwiefern haben psychische Störungen Einfluss darauf, dass Menschen morden?

Bachelor Thesis , 2023 , 50 Pages , Grade: 2.3

Autor:in: Claudia Luley (Author)

Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention
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Die vorliegende Arbeit widmet sich der Untersuchung von möglichen Zusammenhängen zwischen psychischen Störungen und der Neigung zu mörderischem Verhalten. Um die Übersichtlichkeit über dieses Thema zu gewährleisten, wird der Fokus nur auf die psychische Erkrankung Schizophrenie gelegt.

Psychische Störungen und ihre möglichen Auswirkungen auf das Verhalten von Menschen sind von großer Bedeutung in den Bereichen der Psychologie und Psychiatrie. Insbesondere der Zusammenhang zwischen psychischen Störungen und der Neigung zu gewalttätigem Verhalten, wie beispielsweise Mord, hat in den letzten Jahrzehnten zunehmend an Interesse, in der Wissenschaft sowie in der Gesellschaft, gewonnen. Durch die zunehmende Produktion diverser Dokumentationen, Filme und Podcasts, über psychisch kranke (Serien-) Mörder*innen, in den Medien, wird die Aufmerksamkeit der Gesellschaft auf solche Themen gesteigert. Oft werden (Serien-) Mörder*innen in den Medien, durch Filme und/oder Serien, sowie die eigentliche Tat beziehungsweise Realität oberflächlich dargestellt. Auf die psychischen Aspekte der Täter*innen wird selten dabei eingegangen.

Eigene Recherchen haben ergeben, dass viele Mörder*innen unter psychischen Erkrankungen leiden. Besonders auffällig ist, dass viele (Serien-) Mörder*innen, wie zum Beispiel Edward Gein, Ted Bundy, Fritz Haarmann und Ernst August Wagner, an einer Schizophrenie erkrankt waren. Aufgrund dessen und dem eigenen Interesse an theoretischen Fakten über psychischen Erkrankungen, deren Zusammenhänge mit Alkohol und Drogen (Komorbidität) sowie die Auswirkungen der Erkrankung auf das Leben der Betroffenen, ist das Thema dieser Arbeit zustande gekommen.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmungen

2.1 Diagnose

2.2 Definition Krankheit

2.3 Definition psychische Störung

2.4 Forensische Psychiatrie

2.5 Mörder

3 Grundlagen von Schizophrenie

3.1 Schizophrenie

3.1.1 Arten und Verlauf

3.1.2 Ursachen und Risikofaktoren

3.1.3 aktuelle Zahlen

3.2 Resümee

4 Die Rolle der Sozialen Arbeit

4.1 Soziale Arbeit in der Straffälligenhilfe

4.2 Soziale Arbeit in der (forensischen) Psychiatrie

4.3 Resümee

5 Auswirkungen von psychischen Erkrankungen, speziell Schizophrenie

5.1 Auswirkungen auf kognitive Funktionen

5.2 Einfluss auf das soziale Leben

5.3 Berufspraktische Zusammenhänge in der Sozialen Arbeit

6 Mögliche Erklärungsansätze zur Entwicklung von Mördern

6.1 Die Bindungstheorie

6.2 Die Lerntheorie

6.3 Die Sozialisationstheorie

6.4 Resümee

7 Rechtliche Aspekte

7.1 §211 StGB Mord

7.2 §212 StGB Totschlag

7.3 §20 StGB Schuldunfähigkeit wegen seelischer Störungen

7.4 §63 StGB Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus

8 Fallbeispiel

9 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Untersuchung ist es, ein besseres Verständnis für den Zusammenhang zwischen psychischen Störungen, insbesondere der Schizophrenie, und der Entstehung von mörderischem Verhalten zu entwickeln, um daraus Erkenntnisse für einen professionellen Umgang in der Sozialen Arbeit zu gewinnen.

  • Grundlagen der Schizophrenie und deren Symptomatik
  • Einfluss der Erkrankung auf Kognition und soziale Teilhabe
  • Rolle der Sozialen Arbeit in der Straffälligenhilfe und Psychiatrie
  • Kriminologische Erklärungsansätze für die Entwicklung von Gewalttätern
  • Rechtliche Grundlagen bei schuldunfähigen Straftätern

Auszug aus dem Buch

Die Lerntheorie

Eine weitere mögliche Erklärung, wieso Menschen morden, bilden die Lerntheorien nach Edward Sutherland, Albert Bandura sowie Robert Burgess und Ronald Akers (vgl. Hermann in Kröber, 2009, S. 294).

Gemäß den Lerntheorien wird davon ausgegangen, dass abweichendes Verhalten ebenso erlernt werden kann wie konformes Verhalten. Der Lernprozess umfasst dabei nicht nur das schulische Lernen im engeren Sinne, sondern bezieht sich allgemein auf das soziale Lernen. Hierbei geht es auch um einen umfassenden Ansatz des Lernens, der nicht nur kognitive Aspekte einschließt (ebd.).

Die Theorie nach Sutherland besagt, dass kriminelles Handeln als Ergebnis einer fraglichen Einstellung gesehen wird (ebd.). Die erforderlichen Fähigkeiten und Techniken zur Verrichtung kriminellen Verhaltens werden in der Regel durch den Kontakt mit Kriminellen erlernt, insbesondere in engen persönlichen (Freundes-)Kreisen. Hierbei spielt das Erlernen delinquenter Verhaltensmuster eine entscheidende Rolle (ebd.). Die Lerntheorie von Burgess und Akers beschreibt die Mechanismen, die durch abweichendes Verhalten angenommen werden. Aufgrund dieser Theorie wird kriminelles Auftreten gemäß den Prinzipien der operanten Konditionierung erlernt (ebd.). Demnach ist die Wahrscheinlichkeit für das Vorkommen von kriminellen Verhalten umso höher, je öfter dieses in der Vergangenheit belohnt und je seltener bestraft wurde. Bestrafung und Belohnung können hierbei verschiedene Formen annehmen. Eine ständige Belohnung der Handlungen kann beispielsweise das Selbstwertgefühl oder die Anerkennung von Freund*innen steigern. Ebenso kann Bestrafung die Angst vor Ablehnung oder einer Gefängnisstrafe fördern (ebd.). Entscheidend hierbei ist die subjektive Beurteilung des Handelns. Die kriminellen Verhaltensmuster werden bei positiver Verstärkung eher erlernt, während sie bei negativer Verstärkung gehemmt werden können (ebd.). Wenn ein Mensch bei einem Vergehen nicht bestraft wird, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese Handlung wiederholt wird (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Thematik des Zusammenhanges zwischen psychischen Störungen und Gewalt, insbesondere mit Fokus auf Schizophrenie.

2 Begriffsbestimmungen: Klärung zentraler Begriffe wie Diagnose, Krankheit, psychische Störung sowie der Rollen der forensischen Psychiatrie und Mörder-Definition.

3 Grundlagen von Schizophrenie: Darstellung der klinischen Aspekte der Schizophrenie, ihrer Verläufe, Ursachen, Risikofaktoren und aktueller statistischer Daten.

4 Die Rolle der Sozialen Arbeit: Analyse der professionellen Aufgaben der Sozialen Arbeit in der Straffälligenhilfe und in der (forensischen) Psychiatrie.

5 Auswirkungen von psychischen Erkrankungen, speziell Schizophrenie: Untersuchung der kognitiven Einschränkungen und der sozialen Folgen für Betroffene sowie Ansätze zur Reintegration.

6 Mögliche Erklärungsansätze zur Entwicklung von Mördern: Erläuterung wissenschaftlicher Theorien (Bindungs-, Lern- und Sozialisationstheorie) in Bezug auf delinquentes Verhalten.

7 Rechtliche Aspekte: Behandlung der rechtlichen Grundlagen des Strafgesetzbuches bezüglich Mord, Totschlag, Schuldunfähigkeit und der Unterbringung in Fachkliniken.

8 Fallbeispiel: Veranschaulichung der theoretischen Aspekte anhand eines realen Gerichtsbeschlusses bei einem Betroffenen mit paranoider Schizophrenie.

9 Fazit: Zusammenführende Betrachtung der Arbeit und Beantwortung der zentralen Forschungsfrage zum Einfluss psychischer Störungen auf Tötungsdelikte.

Schlüsselwörter

Schizophrenie, psychische Störung, soziale Arbeit, forensische Psychiatrie, Straffälligenhilfe, Mord, Kriminalität, Bindungstheorie, Lerntheorie, Sozialisationstheorie, StGB, Schuldunfähigkeit, Maßregelvollzug, Rehabilitation, Gewalt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den theoretischen und praktischen Zusammenhang zwischen der psychischen Erkrankung Schizophrenie und der Neigung zu gewalttätigem Verhalten beziehungsweise Mord.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Neben der medizinischen und psychologischen Grundlage der Schizophrenie stehen die Rolle der Sozialen Arbeit, kriminologische Erklärungsmodelle sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen im Strafgesetzbuch im Zentrum.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, welchen Einfluss psychische Störungen auf das Risiko von Mordtaten haben und wie die Soziale Arbeit professionell mit dieser komplexen Thematik umgehen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zur Erstellung theoretischer Grundlagen sowie die Fallstudienmethode, um die Anwendung rechtlicher Konzepte am Beispiel eines realen Gerichtsurteils zu veranschaulichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Erkrankung, die Analyse der Interventionsmöglichkeiten in der Sozialen Arbeit, die Darstellung kriminalistischer Erklärungsansätze und die Erläuterung der §§ 211, 212, 20 und 63 des Strafgesetzbuches.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören Schizophrenie, forensische Psychiatrie, Straffälligenhilfe, Maßregelvollzug, Schuldunfähigkeit und soziale Rehabilitation.

Welche Rolle spielt die Bindungstheorie in dieser Untersuchung?

Die Bindungstheorie nach Bowlby und Harlow wird als ein möglicher Erklärungsansatz herangezogen, um zu verdeutlichen, wie gestörte frühkindliche emotionale Bindungen die spätere Entwicklung von kriminellem Verhalten beeinflussen können.

Warum ist das Fallbeispiel für die Arbeit von Bedeutung?

Das Fallbeispiel dient der Verknüpfung der abstrakten juristischen und medizinischen Theorie mit der Realität, indem der Werdegang eines an paranoider Schizophrenie erkrankten Täters und dessen gerichtliche Beurteilung aufgezeigt wird.

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Details

Title
Diagnose psychische Störung. Inwiefern haben psychische Störungen Einfluss darauf, dass Menschen morden?
College
Erfurt University of Applied Sciences  (Angewandte Sozialwissenschaft)
Grade
2.3
Author
Claudia Luley (Author)
Publication Year
2023
Pages
50
Catalog Number
V1395298
ISBN (PDF)
9783346942630
ISBN (Book)
9783346942647
Language
German
Tags
Schizophrenie psychische Störung psychische Erkrankung Mord Diagnose Straffälligenhilfe Soziale Arbeit Forensik forensische Psychiatrie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Luley (Author), 2023, Diagnose psychische Störung. Inwiefern haben psychische Störungen Einfluss darauf, dass Menschen morden?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1395298
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