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Die Beziehung zwischen prosodischer Phrasierung und syntaktischer Struktur in der Produktion und Perzeption

Título: Die Beziehung zwischen prosodischer Phrasierung und syntaktischer Struktur in der Produktion und Perzeption

Trabajo Escrito , 2009 , 18 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Filología alemana - Lingüística
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Es ist unumstritten, dass die Prosodie in vielen Bereichen der Sprachwissenschaft eine Rolle spielt. So konnte z.B. gezeigt werden, dass Prosodie Kindern schon beim Spracherwerb hilft.
Kinder machen sich ihr (bereits bei der Geburt teilweise ausgebildetes) Wissen über die Prosodie zunutze, um einen Einstieg in die Grammatik zu finden (Bertschi-Kaufmann et al.
2006). Wie Watson & Gibson (2004) schreiben, ist es aber nicht ganz leicht, die Rolle der Prosodie zu verstehen und zu beschrieben, da sie viele Arten von Informationen übermitteln
kann. Sie kann z.B. Informationen über die Diskursstruktur geben und gleichzeitig die syntaktische Struktur eines Satzes anzeigen.
In dieser Arbeit wird die Rolle der Prosodie in Bezug auf die Beziehung der prosodischen Phrasierung und der syntaktischen Struktur beschrieben. Im ersten Teil wird diese Beziehung
in der Sprachproduktion dargestellt. Watson & Gibson (2004) haben eine Theorie zur Vorhersage prosodischer Grenzen aufgestellt (LHS/RHS boundary (LRB) hypothesis), die sie in zwei Experimenten mit drei weiteren Theorien vergleichen. Die LRB ist zwar eigentlich ein theoretischer Ansatz zur Sprachproduktion, gibt aber auch Hinweise auf die Rolle der Prosodie in der Sprachperzeption. Daher wird im zweiten Teil der Arbeit näher auf die Beziehung zwischen der prosodischen Phrasierung und der syntaktischen Struktur in der Sprachperzeption eingegangen. Watson & Gibson (2005) beschreiben zwei Erklärungsansätze bzw. Hypothesen (Anti-attachment-hypthesis und Domain-hypothesis), die sie in zwei Experimenten testen. Abschließend folgt dann ein Fazit, in dem die wichtigsten Ergebnisse noch einmal zusammengefasst werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorien zur Beziehung zwischen der syntaktischen Struktur und prosodischen Grenzen in der Sprachproduktion

2.1 Cooper und Paccia-Cooper (1980)

2.2 Gee und Grosjean (1983)

2.3 Ferreira (1988)

3. Experiment 1

4. Neue Theorie - LHS/RHS boundary (LRB) hypothesis

4.1 LRB und Experiment 1

5. Experiment 2

6. Prosodische Grenzen und Perzeption

7. Experiment 1

8. Experiment 2

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexe Beziehung zwischen prosodischer Phrasierung und syntaktischer Struktur sowohl in der Sprachproduktion als auch in der Sprachperzeption. Ziel ist es, durch die Analyse einschlägiger Theorien und experimenteller Studien zu evaluieren, wie prosodische Grenzen die syntaktische Verarbeitung beeinflussen und welche produktionstechnischen Mechanismen diesen zugrunde liegen.

  • Theoretische Grundlagen prosodischer Phrasierung (Cooper/Paccia-Cooper, Gee/Grosjean, Ferreira)
  • Die LHS/RHS boundary (LRB) hypothesis in der Sprachproduktion
  • Einfluss prosodischer Grenzen auf die Sprachperzeption
  • Anti-Attachment-Hypothese und Domänenhypothese
  • Empirische Überprüfung syntaktischer Strukturen mittels experimenteller Designs

Auszug aus dem Buch

4. Neue Theorie - LHS/RHS boundary (LRB) hypothesis

Die Theorie von Watson & Gibson (2004) stütz sich auf die Annahme von CPC, dass die Wahrscheinlichkeit einer Grenze mit der Anzahl rechter Klammern steigt und der daraus entstandenen Beobachtung von Ferreira (1993), dass viele Klammern das Ende einer langen Konstituente markieren. Sie nehmen also, wie in (1) beschrieben, an, dass die Größe der gerade geäußerten (linken) Konstituente einen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit einer Grenze hat, was damit zusammenhängen könnte, dass der Sprecher bzw. sein Sprachproduktionsmechanismus nach einer langen Konstituente eine Pause braucht.

(1) Größe der linken Konstituente (Left-hand side, LHS): Je länger eine Konstituente wird, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit einer Grenze am Ende dieser Konstituente.

Und auch die Größe der noch kommenden (rechten) Konstituente hat nach Watson & Gibson (2004) einen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit einer Grenze, was daran liegen könnte, dass Sprecher für längere Konstituenten eine längere Planungszeit benötigen.

(2) Größe der rechten Konstituente (Right-hand side, RHS): Je länger eine noch kommende Konstituente ist, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit einer Grenze vor dieser Konstituente.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Relevanz der Prosodie für den Spracherwerb und die Grammatik ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit bezüglich Produktion und Perzeption.

2. Theorien zur Beziehung zwischen der syntaktischen Struktur und prosodischen Grenzen in der Sprachproduktion: Hier werden die Ansätze von Cooper & Paccia-Cooper, Gee & Grosjean sowie Ferreira vorgestellt, die den Zusammenhang zwischen Syntax und Pausensetzung theoretisch begründen.

3. Experiment 1: Dieses Kapitel beschreibt eine empirische Überprüfung der drei zuvor genannten Theorien anhand von acht verschiedenen Satzstrukturen durch englische Muttersprachler.

4. Neue Theorie - LHS/RHS boundary (LRB) hypothesis: Die Autoren formulieren hier eine neue Theorie, die Probleme bisheriger Ansätze beheben soll, indem sie die Größe linker und rechter Konstituenten berücksichtigt.

5. Experiment 2: Dieses Kapitel präsentiert ein zweites Experiment, das darauf abzielt, die Vorhersagen der LRB gegenüber anderen Modellen unter Verwendung spezifischer Satzstrukturen zu isolieren.

6. Prosodische Grenzen und Perzeption: Der Fokus wechselt hier auf die Rolle prosodischer Grenzen bei der Zuhörerschaft und leitet aus der Produktions-LRB die Anti-Attachment-Hypothese ab.

7. Experiment 1: Ein experimentelles Design mit einem 2x2-Faktor-Test zur Untersuchung, ob prosodische Grenzen die wahrgenommene Schwierigkeit bei der Satzverarbeitung beeinflussen.

8. Experiment 2: Hier wird mittels einer cross-modalen Aufgabe zur lexikalischen Entscheidung die on-line-Verarbeitung prosodischer Grenzen empirisch untersucht.

9. Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Relevanz der LRB für die Produktion und der AAH für die Perzeption.

Schlüsselwörter

Prosodie, Syntaktische Struktur, Sprachproduktion, Sprachperzeption, Phrasierung, LHS/RHS boundary hypothesis, Anti-Attachment-Hypothese, Domänenhypothese, Konstituente, Intonationspause, Satzverarbeitung, Psycholinguistik, Experimentelle Linguistik, Syntax-Phonologie-Schnittstelle

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die wechselseitige Beziehung zwischen der syntaktischen Struktur und der prosodischen Phrasierung im menschlichen Sprachgebrauch.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Untersuchung von Pausensetzung während der Sprachproduktion sowie der Auswirkung dieser Pausen auf die Interpretation und Verarbeitung durch den Hörer.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Evaluation theoretischer Modelle (insbesondere der LRB und AAH), die erklären sollen, warum und wie Sprecher prosodische Grenzen setzen und wie diese dem Hörer als Orientierungshilfe dienen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf die theoretische Literaturanalyse sowie auf die Auswertung psycholinguistischer Experimente, die mit englischen Muttersprachlern durchgeführt wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst Produktionsmodelle (wie Cooper, Ferreira, Gee) diskutiert, eine eigene Theorie (LRB) hergeleitet und anschließend die perzeptiven Aspekte mittels der Anti-Attachment-Hypothese experimentell geprüft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Sprachproduktion, Sprachperzeption, prosodische Phrasierung, syntaktische Konstituenten und die LRB-Hypothese.

Warum unterscheidet sich die Theorie für die Produktion von der für die Perzeption?

Die Autoren argumentieren, dass Sprecher und Hörer unterschiedliche Ziele verfolgen; während der Sprecher Planungsaufwand minimiert, nutzt der Hörer die Prosodie als Hinweis auf die richtige syntaktische Struktur.

Was besagt die Sense Unit Condition?

Sie besagt, dass die unmittelbaren Konstituenten einer prosodischen Phrase eine Bedeutungseinheit bilden müssen, was eine semantische Beschränkung für die Phrasierung darstellt.

Warum wird die Domänenhypothese in der Arbeit kritisch betrachtet?

Die experimentellen Ergebnisse in der Arbeit stützen eher die Anti-Attachment-Hypothese, während die Vorhersagen der Domänenhypothese bezüglich der erhöhten Verarbeitungsschwierigkeit nicht bestätigt werden konnten.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Beziehung zwischen prosodischer Phrasierung und syntaktischer Struktur in der Produktion und Perzeption
Universidad
University of Potsdam
Calificación
2,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
18
No. de catálogo
V139782
ISBN (Ebook)
9783640500611
Idioma
Alemán
Etiqueta
Beziehung Phrasierung Struktur Produktion Perzeption
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2009, Die Beziehung zwischen prosodischer Phrasierung und syntaktischer Struktur in der Produktion und Perzeption, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139782
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