Diese Arbeit stellt mögliche Ursachen im Rahmen der Unterrichtsgestaltung sowie schulexterner Prädiktoren für das Auftreten bestimmter Gemütszustände dar.
Bereits in der Grundschule sammeln Kinder soziale und emotionale Erfahrungen für ihren zukünftigen Bildungsweg. Sie lernen zum einen die Institution Schule mit deren Lern- bzw. Arbeitsformen kennen und entwickeln zum anderen eine grundlegende Arbeitsmoral, in der sich ihre jeweiligen Einstellungen gegenüber der Schule widerspiegeln. Jedes Kind hat eine
bestimmte Erwartungshaltung, geprägt von Hoffnungen und Pflichten, jedoch auch von Unsicherheiten hinsichtlich des Verständnisses von Schule. Resultierend bauen sich positive, aber auch negative Emotionen auf, welche das Lernverhalten bestimmen. In diesem Sinne stehen Lehrer_innen (LuL) pädagogisch-didaktisch vor der Herausforderung, die
Unterrichtsgestaltung zugunsten des Wohlbefindens der Schüler_innen (SuS) auszurichten.
Der World Vision Kinderstudie des Jahres 2013 sowie dem LBS Kinderbarometer aus 2020 ist zu entnehmen, dass Lernende ab der Grundschulzeit zunehmend ein negatives Wohlbefinden entwickeln. Aus eigener aktueller Erfahrung und Erlebnissen meiner Grundschulzeit, ist mir rückblickend bewusst geworden, von welcher Relevanz die Schulzufriedenheit und der damit
einhergehende Einbezug der Interessen eines jeden Kindes für erfolgreiches Lernen sind. Ich habe im Praxissemester beobachtet, dass insbesondere leistungsschwache Kinder zurückhaltend sind und sich aufgrund ihrer Defizite schämen, sodass ihr Gemütszustand ungewollt von den LuL nicht wahrgenommen wird. Diese Umstände weckten bei mir das
Interesse, auch vor dem Hintergrund von persönlichen Anforderungen an meine zukünftige berufliche Tätigkeit, anhand der Untersuchung des subjektiven schulischen Wohlbefindens von Grundschulkindern einer zweiten Klasse Maßnahmen zur individuellen Förderung zu eruieren. Hierzu gilt es, mithilfe der Auffassungen von Hascher (2018) zu bestimmen, unter
welchen Gesichtspunkten das schulische Wohlbefinden festzulegen ist und welche Faktoren dieses wechselseitig beeinflussen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretischer Rahmen der Fragestellung
2.1 Konzeptionen des schulischen Wohlbefindens
2.2 Prädiktoren
3. Forschungsstand
4. Forschungsmethodik
4.1 Forschungsdesign
4.2 Darstellung der Ergebnisse
4.3 Ergebnisinterpretation
5. Resümee
8. Anhang
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das subjektive schulische Wohlbefinden von Grundschulkindern einer zweiten Klasse, um fundierte Unterrichtsmaßnahmen zur individuellen Förderung eines angenehmen und erfolgreichen Lernklimas abzuleiten.
- Analyse theoretischer Konzepte des schulischen Wohlbefindens
- Identifikation relevanter Prädiktoren für das Wohlbefinden von Grundschulkindern
- Empirische Untersuchung mittels Fragebogen zur schulischen Befindlichkeit
- Evaluation von Unterrichtsgestaltung und sozialen Lernformen
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Bereits in der Grundschule sammeln Kinder soziale und emotionale Erfahrungen für ihren zukünftigen Bildungsweg. Sie lernen zum einen die Institution Schule mit deren Lern- bzw. Arbeitsformen kennen und entwickeln zum anderen eine grundlegende Arbeitsmoral, in der sich ihre jeweiligen Einstellungen gegenüber der Schule widerspiegeln. Jedes Kind hat eine bestimmte Erwartungshaltung, geprägt von Hoffnungen und Pflichten, jedoch auch von Unsicherheiten hinsichtlich des Verständnisses von Schule. Resultierend bauen sich positive, aber auch negative Emotionen auf, welche das Lernverhalten bestimmen.
In diesem Sinne stehen Lehrer_innen (LuL) pädagogisch-didaktisch vor der Herausforderung, die Unterrichtsgestaltung zugunsten des Wohlbefindens der Schüler_innen (SuS) auszurichten. Der World Vision Kinderstudie des Jahres 2013 sowie dem LBS Kinderbarometer aus 2020 ist zu entnehmen, dass Lernende ab der Grundschulzeit zunehmend ein negatives Wohlbefinden entwickeln. Aus eigener aktueller Erfahrung und Erlebnissen meiner Grundschulzeit, ist mir rückblickend bewusst geworden, von welcher Relevanz die Schulzufriedenheit und der damit einhergehende Einbezug der Interessen eines jeden Kindes für erfolgreiches Lernen sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz des schulischen Wohlbefindens für den Bildungserfolg und begründet das Interesse an der Untersuchung durch eigene Erfahrungen während des Praxissemesters.
2. Theoretischer Rahmen der Fragestellung: Definiert das subjektive schulische Wohlbefinden anhand aktueller Forschungsansätze und analysiert zentrale Einflussfaktoren für dessen Ausprägung.
3. Forschungsstand: Beleuchtet den aktuellen Stand der empirischen Forschung in Bezug auf Emotionen, Kognitionen und Prädiktoren im kindlichen Schulumfeld.
4. Forschungsmethodik: Erläutert das gewählte Forschungsdesign, das angewandte Instrumentarium zur Datenerhebung und die anschließende Auswertung der Arbeitsergebnisse.
5. Resümee: Fasst die Kernergebnisse der Untersuchung zusammen und leitet unterrichtspraktische Konsequenzen für die zukünftige Schulentwicklung ab.
8. Anhang: Enthält den verwendeten Fragebogen zum schulischen Wohlbefinden sowie die konzeptionellen Vorlagen zur Erhebung.
Schlüsselwörter
Schulisches Wohlbefinden, Grundschule, Lernverhalten, Unterrichtsgestaltung, Lehrer-Schüler-Beziehung, Inklusion, empirische Forschung, Fragebogen, Emotionale Entwicklung, Sozialverhalten, Selbstwert, Bildungserfolg, Schulentwicklung, Fördermaßnahmen, Grundschulkinder
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Voraussetzungen für ein kindgerechtes Lernklima in der Grundschule durch die Stärkung des subjektiven schulischen Wohlbefindens.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen der Zusammenhang zwischen Unterrichtsgestaltung, persönlichen Emotionen der Kinder sowie die Bedeutung von sozialen Beziehungen im Schulalltag.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch eine Befragung von Zweitklässlern konkrete Fördermaßnahmen zu identifizieren, die ein angenehmes und erfolgreiches Lernen ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine quantitative Erhebungsmethode mittels Fragebogen durchgeführt, um subjektive Einschätzungen der Schülerinnen und Schüler zu erfassen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, einen Überblick über den Forschungsstand sowie eine Darstellung und Interpretation der erhobenen Umfrageergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind schulisches Wohlbefinden, Grundschule, Lernförderung, Unterrichtsgestaltung und die Analyse durch Schülerbefragungen.
Welche Rolle spielt die Lehrer-Schüler-Beziehung in dieser Studie?
Die Studie unterstreicht, dass eine positive Wahrnehmung der Lehrkraft durch die Kinder maßgeblich zu deren Wohlbefinden und damit zum Lernerfolg beiträgt.
Wie beeinflusste die Corona-Pandemie die Ergebnisse?
Die Autorin weist darauf hin, dass die pandemiebedingten Umstände wie Wechselunterricht und fehlende soziale Kontakte die Ergebnisse beeinflusst haben könnten.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2021, Unterrichtsmaßnahmen zur individuellen Förderung des schulischen Wohlbefindens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1398728