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Depression und körperliche Aktivität. Der Einfluss körperlicher Aktivität auf Studierende mit einer Depression oder depressiver Symptomatik

Title: Depression und körperliche Aktivität. Der Einfluss körperlicher Aktivität auf Studierende mit einer Depression oder depressiver Symptomatik

Term Paper , 2021 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Health - Miscellaneous
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Zu den Sportarten, die weltweit am häufigsten durchgeführt werden, zählt das Laufen und das, obwohl es auch eine der anstrengendsten ist. Seit den 1960er Jahren zeichnet sich auch in der freizeitorientierten Richtung des Laufens ein starker Anstieg der Beliebtheit ab. Es wird vermutet, dass dieser Anstieg unter anderem durch positive Effekte auf die mentale Gesundheit erklärt werden kann. Aber wie viel empirisch Fundiertes steckt dahinter und gilt das auch für Studierende? Diese Ausarbeitung soll einen groben Überblick darüber geben.

Körperliche Aktivität hat tatsächlich viele Vorteile, besonders auf depressive Symptomatik. Sowohl präventiv als auch im Rahmen einer Intervention. Bewegungstherapie kann gute Effekte bei der Behandlung erzielen, die teilweise vergleichbar mit anderen weit verbreiteten Methoden sind. Dies gilt sowohl für ältere Erwachsene als auch für Studierende. Studierende nutzen bereits häufig den Hochschulsport, auch um Stresssituationen besser verarbeiten zu können. Darüber hinaus stehen ihnen weitere spezifische Angebote zur Verfügung, über die sie Unterstützung erhalten können.

Körperliche Aktivität kann als eine durch die Skelettmuskulatur entstandene Bewegung des Körpers angesehen werden, die zu einem substanziellen Anstieg des Energieverbrauchs über den Ruheenergieverbrauch hinaus führt. Nach dieser Definition umfasst körperliche Aktivität sowohl Bewegung im Rahmen von Freizeitaktivitäten, (Haus-) Arbeit, Fortbewegung, als auch von geplanter Bewegung oder Sport.

Möchte man nun die Intensität von Bewegung und Sport operationalisieren, wird oft das sogenannte metabolische Äquivalent (MET) als Maßeinheit genutzt. Ein MET entspricht entweder 3,5ml Sauerstoff / pro kg Körpergewicht / pro Minute bei Männern und 3,15ml bei Frauen oder 1kcal / pro 1kg Körpergewicht / pro 1 Stunde Sport und steht für den Ruheenergieverbrauch (Die Techniker, 2020). Werden nun die verschiedenen Intensitätsstufen der körperlichen Aktivität danach beurteilt, werden alle Bewegungen von 1,6 bis 2,9 MET als leicht-intensiv, von 3 bis 5,9 MET als moderat-intensiv und alles größer als 6 MET als hoch-intensiv bezeichnet. Körperliche Inaktivität, die mit langen Sitzperioden am Arbeitsplatz und/oder in der Freizeit und einem Verbrauch von weniger als 1,5 MET verbunden ist, wird als sedentäres oder sitzendes Verhalten bezeichnet. Alltagsaktivitäten bis 2,8 MET werden als Basisaktivität bezeichnet.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Körperliche Aktivität

2.1 Definitionen

2.2 Empfohlene Richtlinien

3. Depressionen und depressive Symptomatik

3.1 Prävalenz von Depressionen

3.2 Diagnosekriterien

3.3 Verlauf und Diagnose

3.4 Behandlungsmöglichkeiten

3.4.1 Psychopharmakologische Behandlung

3.4.2 Psychotherapeutische Behandlung

3.4.3 Wirksamkeit psychopharmakologischer und -therapeutischer Behandlung

3.4.4 weitere Behandlungsmöglichkeiten

4. Depressionen und körperlicher Aktivität

4.1 Forschungslage

4.2 Angebote und Möglichkeiten für Studierende

4.2.1 Hochschulsport

4.2.2 weitere Angebote

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss von körperlicher Aktivität auf Studierende, die unter Depressionen oder depressiver Symptomatik leiden, mit dem Ziel, präventive und interventionelle Potenziale von Bewegung für diese Bevölkerungsgruppe aufzuzeigen.

  • Wissenschaftliche Definitionen von körperlicher Aktivität und Bewegungsempfehlungen
  • Klinische Grundlagen und Behandlungsmöglichkeiten von Depressionen
  • Analyse der Forschungslage zum Zusammenhang von Sport und depressiver Symptomatik
  • Etablierte Unterstützungs- und Sportangebote an Universitäten

Auszug aus dem Buch

3.2 Diagnosekriterien

Wie genau werden aber nun Depressionen diagnostiziert? Im Folgenden wird sich auf die Diagnosekriterien der ICD-10 für depressive Episoden (F32) bezogen (Dilling, Mombour, Schmidt, Schulte-Markwort, Remschmidt & Weltgesundheitsorganisation, 2015). Die depressive Episode fällt unter die Kategorie der affektiven Störungen und zählt zu hierbei zu den unipolaren Störungsbildern.

Für die Diagnose substanzielle Symptome sind eine gedrückte oder depressive Stimmung, Interessenverlust oder Freudlosigkeit und die Verminderung der Energie, Aktivitätseinschränkungen und Verminderung des Antriebes. Andere häufige Symptome sind darüber hinaus eine verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit, ein vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, Schuldgefühle und Gefühle der Wertlosigkeit, negative Zukunftsperspektiven, Suizidgedanken, Selbstverletzung oder Suizidhandlungen, Schlafstörungen und ein verminderter Appetit. Depressionen lassen sich in drei verschiedene Schweregrade unterteilen. Dabei unterscheidet man einerseits die leichte depressive Episode, bei der betroffene Personen nur teilweise Einschränkungen in ihren Alltagsaktivitäten, sozialen Kontakten und Beruf zeigen und andererseits die mittelgradige depressive Episode, bei der bereits von erheblichen Einschränkungen in den oben genannten Bereichen ausgegangen werden kann. Die stärkste Ausprägung ist die schwere depressive Episode, bei der somatische Symptome praktisch immer vorhanden sind und Betroffene nicht mehr in der Lage sind, häusliche Aktivitäten, soziale Kontakte oder den eigenen Beruf fortzuführen (Rentrop et al., 2020; Dilling et al., 2015). Ein weiteres wichtiges Merkmal für Diagnose ist, dass die depressive Episode mindestens für zwei Wochen an der Mehrzahl der Tage andauern muss.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der physischen Aktivität für die mentale Gesundheit von Studierenden ein und skizziert das Ziel der Ausarbeitung.

2. Körperliche Aktivität: Hier werden grundlegende Begrifflichkeiten und MET-Werte definiert sowie die offiziellen Richtlinien der WHO zur gesundheitsförderlichen Bewegung erläutert.

3. Depressionen und depressive Symptomatik: In diesem Kapitel werden klinische Aspekte, von der Prävalenz über Diagnosekriterien bis hin zu therapeutischen Standardbehandlungen, detailliert dargestellt.

4. Depressionen und körperlicher Aktivität: Dieser Abschnitt verknüpft die beiden Themenkomplexe und untersucht die aktuelle Studienlage sowie spezifische Sportangebote für Studierende.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Bedeutung von Bewegung als Ressource zur Gesundheitsförderung, insbesondere unter Einbeziehung der Herausforderungen durch die COVID-19-Pandemie.

Schlüsselwörter

Körperliche Aktivität, Studierende, Depression, psychische Gesundheit, Bewegungstherapie, Prävention, Hochschulsport, metabolische Äquivalent, ICD-10, psychotherapeutische Behandlung, Antidepressiva, gesundheitsfördernde Bewegung, Symptomatik, psychosoziale Beratung, Intervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, inwieweit körperliche Aktivität eine effektive Methode zur Prävention und Behandlung von depressiven Symptomen bei Studierenden darstellen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die Definitionen körperlicher Aktivität, die klinische Symptomatik von Depressionen sowie die empirische Forschung zur Wirkung von Sport auf die psychische Verfassung Studierender.

Was ist das primäre Erkenntnisziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, ob Sport als niederschwelliges und kostengünstiges Mittel genutzt werden kann, um depressiven Verstimmungen im universitären Alltag entgegenzuwirken.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auswertung bestehender Forschungsberichte sowie medizinischer Leitlinien basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Grundlagen von Bewegung, eine detaillierte klinische Betrachtung von Depressionen und eine spezifische Zusammenführung dieser Aspekte in Bezug auf das Umfeld und die Angebote an Hochschulen.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit definiert?

Die Arbeit fokussiert sich primär auf Begriffe wie körperliche Aktivität, Depression, Prävention, Hochschulsport und studentische Gesundheit.

Welche konkreten Angebote werden für Studierende in Heidelberg genannt?

Die Arbeit führt die psychosoziale Beratung des Studierendenwerks Heidelberg sowie das Präventionsnetzwerk prEVENTion an.

Gibt es einen Einfluss der COVID-19-Pandemie auf das Thema?

Ja, die Arbeit thematisiert im Fazit, dass die Prävalenz von Depressionen während der Pandemie stark angestiegen ist, während gleichzeitig die körperliche Aktivität bei vielen Studierenden abgenommen hat.

Wie bewerten die Autoren die Rolle des Hochschulsports?

Der Hochschulsport wird als wichtige, gut zugängliche Ressource eingestuft, die nicht nur der körperlichen Fitness dient, sondern auch aktiv zur Stressbewältigung eingesetzt wird.

Gilt körperliche Aktivität als Ersatz für eine Therapie?

Die Arbeit verdeutlicht, dass körperliche Aktivität eine ergänzende Intervention oder Präventionsmaßnahme sein kann, bei schweren klinischen Diagnosen jedoch die psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung nicht ersetzt.

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Details

Title
Depression und körperliche Aktivität. Der Einfluss körperlicher Aktivität auf Studierende mit einer Depression oder depressiver Symptomatik
College
University of Heidelberg  (Institut für Sport und Sportwissenschaften)
Course
Gesundheitskompetenzen erlernen: gesund studieren – gesund leben
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2021
Pages
18
Catalog Number
V1400463
ISBN (eBook)
9783346950857
ISBN (Book)
9783346950864
Language
German
Tags
Depression Körperliche Aktivitäten Studierende
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2021, Depression und körperliche Aktivität. Der Einfluss körperlicher Aktivität auf Studierende mit einer Depression oder depressiver Symptomatik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1400463
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