In dieser Ausarbeitung steht die Freude an Bewegung der Kinder im Vordergrund. Die praktische Durchführung einer Bewegungsgeschichte mit Kindern im Kindergarten wird detailliert beschrieben. Eine bildliche Darstellung des Aufbaus in einem Bewegungsraum ist ebenfalls vorhanden.
Grobziel: Die Kinder erleben gemeinsam eine Bewegungsgeschichte mit fantastischen Elementen.
Feinziele: Die Kinder werden durch die unterschiedlichen Bewegungsabläufe, die in der Bewegungsgeschichte möglich sind, in ihren motorischen Fertigkeiten gefördert. Die sprachlichen und kognitiven Fähigkeiten werden durch das Zuhören der Geschichte, dem Verknüpfen von Bewegungsabläufen aus der Geschichte und dem Einbringen von den eigenen Ideen gefördert. Die Vorstellungskraft der Kinder wird durch das Spielen der verschiedenen Situationen in der Bewegungsgeschichte gefördert. Der Gemeinschaftssinn der Gruppe wird durch das gemeinsame Bewältigen der unterschiedlichen Stationen und Aufgaben gefördert.
Inhaltsverzeichnis
1. Ausgangssituation
2. Gruppenzusammensetzung
2.1 Teilnehmende Kinder
2.2 Alternativ teilnehmende Kinder
3. Sachanalyse
3.1 Wieso ist Bewegung wichtig?
3.2 Was ist eine Bewegungsgeschichte?
3.2.1 Was wird durch die Bewegungsgeschichte in der Lernsituation gefördert?
3.3 Motorische Entwicklungen der Kinder bis 5 Jahre
3.4 Benötigte Materialien
3.5 Mögliche Fragen der Kinder
3.6 Mögliche Schwierigkeiten während der Lernsituation
4. Eigene Ziele
4.1 Grobziel und Feinziele
5. Vorbereitung der Lernsituation
5.1 Praktische Vorbereitung
5.2 Materialaufzählung
5.3 Zeitlicher Rahmen
6. Geplantes Vorgehen
7. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel der Arbeit ist die Durchführung einer pädagogisch angeleiteten Bewegungsstunde in Form einer interaktiven Bewegungsgeschichte, um die Kinder durch fantasievolle Elemente in ihren motorischen, kognitiven und sozialen Kompetenzen zu fördern und ihr Interesse an Bewegung gezielt zu unterstützen.
- Förderung der grobmotorischen Fähigkeiten durch vielfältige Bewegungsabläufe.
- Stärkung der sozialen Interaktion und des Gemeinschaftssinns in einer festen Kleingruppe.
- Anregung der Vorstellungskraft und kreativen Gestaltung durch narrative Elemente.
- Sprachliche Förderung durch aktives Zuhören und die Versprachlichung von Handlungen.
- Unterstützung der emotionalen Intelligenz durch Empathieübungen und Hilfsangebote im Rollenspiel.
Auszug aus dem Buch
3.1 Wieso ist Bewegung wichtig?
Bewegung ist für Kinder sehr wichtig, denn Kinder entfalten dadurch ihre motorischen, sozialen, emotionalen und kognitiven Fähigkeiten (vgl. Stein 2007, S.7).
Erkenntnisse aus der Sprach-, Kognitions-, und Bewegungsforschung haben erreicht, dass Bewegung nicht nur als Mittel zur Entwicklungsförderung genutzt wird, sondern auch das Bewegung als ein wichtiger Bildungsbereich im Kindergartenalltag angesehen wird (vgl. Zimmer 2014, S. 8). Denn über die Bewegung und über den eigenen Körper setzen sich Kinder mit ihrer Umwelt und ihrem Umfeld auseinander (vgl. Zimmer 2014, S. 15). Nur wenn sie sich selbst in Bewegung setzen, also Eigenaktivität stattfindet und sie Bewegung erleben, lernen die Kinder sich selbst einzuschätzen und sie bauen Vertrauen in sich selbst und in ihren Fähigkeiten auf (vgl. Zimmer 2014, S.15).
Es gibt laut Zimmer acht zentrale Funktionen, die die Bewegung bei der Entwicklung von Kindern einnimmt (vgl. Zimmer 2014, S.21-22):
Die personale Funktion: Die Kinder lernen ihren eigenen Körper und dadurch sich selbst (besser) kennen. Bei der personalen Funktion von Bewegung setzen sich die Kinder mit ihren körperlichen Fähigkeiten auseinander und entwickeln dadurch ein Bild von sich selbst. Die Kinder können dadurch einschätzen, zu was sie bereits fähig sind und worin sie sich noch verbessern können/ möchten. Beispielsweise erfährt ein Kind beim Klettern, wie hoch es bereits kommen kann und welchen körperlichen Einsatz es braucht, um erfolgreich eine Kletterwand zu besteigen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Ausgangssituation: Es wird die Bedeutung des Bewegungsraums in der Gruppe erläutert und das Interesse der Kinder an Geschichten als Basis für die geplante Lernsituation dargelegt.
2. Gruppenzusammensetzung: Die Auswahl der vier teilnehmenden bzw. alternativ teilnehmenden Kinder wird begründet und deren individueller Entwicklungsstand sowie die pädagogischen Förderziele für jedes Kind werden beschrieben.
3. Sachanalyse: Dieses Kapitel liefert die theoretische Fundierung zur Bedeutung von Bewegung bei Kindern, definiert den Begriff "Bewegungsgeschichte" und analysiert die verschiedenen Fördermöglichkeiten sowie notwendige Rahmenbedingungen.
4. Eigene Ziele: Der Fokus liegt auf der Förderung des Bildungsfeldes Körper durch fantastische Elemente in der Bewegungsgeschichte sowie ergänzend auf Denken und Sprache.
5. Vorbereitung der Lernsituation: Es werden die praktischen Vorbereitungen, das notwendige Material und der zeitliche Ablauf der geplanten Bewegungsstunde detailliert gelistet.
6. Geplantes Vorgehen: Dies stellt den konkreten Ablauf der Lernsituation dar, unterteilt in Einleitung, Hauptteil inklusive der verschiedenen Bewegungsstationen und Abschluss.
7. Literaturverzeichnis: Hier werden alle verwendeten Quellen und theoretischen Grundlagen aufgelistet.
Schlüsselwörter
Bewegungserziehung, Bewegungsgeschichte, Kindergarten, Förderung, Grobmotorik, Partizipation, Kleingruppe, Vorstellungskraft, Sozialverhalten, Sprachentwicklung, Lernsituation, Motorik, emotionale Intelligenz, pädagogische Praxis, Drachengeschichte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschreibt die methodische Planung und Durchführung einer Bewegungsstunde in Form einer interaktiven "Bewegungsgeschichte" im Kindergarten, bei der Kinder aktiv in eine fantasievolle Rettungsmission eingebunden werden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Bedeutung frühkindlicher Bewegung, die Förderung der Grobmotorik und sozialer Kompetenzen sowie die Gestaltung pädagogischer Lernsituationen unter Einbeziehung von Geschichten.
Was ist das primäre Ziel der Lernsituation?
Das Hauptziel ist es, den Kindern einen Raum zu bieten, in dem sie ihre motorischen Fertigkeiten durch eine spannende, fortlaufende Geschichte erproben und gleichzeitig soziale Kooperation in der Gemeinschaft erfahren können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt die Methode der Bewegungsgeschichte, die auf Erkenntnissen der Bewegungspädagogik basiert und die Kinder dazu anregt, eine Erzählung durch körperliche Aktionen aktiv mitzugestalten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Umsetzung der verschiedenen Spielstationen im Bewegungsraum, wie etwa dem Fliegen mit Reifen, dem Balancieren auf einer Brücke und der gemeinsamen Rettungsaktion für die "Drachenfreunde".
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Bewegungsgeschichte, Förderung, Grobmotorik, soziale Interaktion, Vorstellungskraft und pädagogische Lernsituation.
Warum spielt die Auswahl der Kinder eine besondere Rolle?
Die Kinder wurden bewusst ausgewählt, um sowohl schüchterne als auch impulsivere Kinder in einem geschützten Kleingruppenrahmen individuell zu fördern und ihnen Erfolgserlebnisse innerhalb einer festen Gemeinschaft zu ermöglichen.
Welche Bedeutung haben die "Drachenfreunde" für den Verlauf der Geschichte?
Die Drachenfreunde dienen als zentrale Motive für die Hilfsbereitschaft und das Einfühlungsvermögen der Kinder, da sie die Kinder durch die Geschichte führen und eine klare Zielvorgabe – die Rettung aus einem Zauberschloss – schaffen.
- Arbeit zitieren
- Angela Pronestì (Autor:in), 2022, Eine Bewegungsgeschichte erleben. Ausarbeitung für den Praxisbesuch (Kindergarten), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1401205