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Romanverfilmungen von „Im Westen nichts Neues“ im Geschichtsunterricht. Rezeptionsgeschichte und didaktisches Potenzial

Titel: Romanverfilmungen von „Im Westen nichts Neues“ im Geschichtsunterricht. Rezeptionsgeschichte und didaktisches Potenzial

Masterarbeit , 2023 , 89 Seiten , Note: 2,5

Autor:in: Tobias Kosche (Autor:in)

Didaktik - Geschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit behandelt Verfilmungen von „Im Westen nichts Neues“. Es wird die Rezeptionsgeschichte der Romanverfilmungen, mit Blick auf ihr didaktisches Potenzial für das historische Lernen im Geschichtsunterricht untersucht. Außerdem beschäftigt sie sich nicht nur mit der Rezeptionsgeschichte der drei Verfilmungen von "Im Westen nichts Neues", sie behandelt außerdem die Entstehungsgeschichte der Verfilmungen und des Romans und bietet eigenständig entwickeltes Unterrichtsmaterial an. Es handelt sich hierbei zudem um eine der aktuellsten (2023) Literatursammlungen um die Verfilmungen des Romanklassikers. Es wird ein umfangreicher Überblick über die Didaktik hinsichtlich des Einsatzes von Filmen im Geschichtsunterricht geboten.

Der erste Teil der Arbeit widmet sich der theoretischen Basis und beleuchtet die Bedeutung von Geschichtsfilmen in der heutigen Geschichtskultur. Dabei wird das Zusammenspiel von Geschichtskultur und Geschichtsbewusstsein erörtert und die Rolle des Films als Ausdruck und Vermittler von Geschichtskultur diskutiert. Im Anschluss daran befasst sich der zweite Teil der Arbeit mit der Relevanz von Geschichtsfilmen im schulischen Kontext. Hierbei werden die Bedeutung von Geschichtskultur und Geschichtsbewusstsein für Lernende analysiert, sowie die historischen (Kern-)Kompetenzen betrachtet, die durch den Einsatz von Geschichtsfilmen gefördert werden können.

Im Zentrum der Arbeit stehen die drei Romanverfilmungen von Erich Maria Remarques Roman "Im Westen nichts Neues". Die Entstehungsgeschichte des Romans wird kurz beleuchtet, bevor der Inhalt des Werles vorgestellt wird. Im Anschluss daran liegt der Fokus auf dem didaktischen Potenzial der Rezeptionsgeschichte für den Geschichtsunterricht. Hier wird erörtert, wie diese Filme dazu beitragen können, historisches Lernen und Geschichtsbewusstsein bei den Lernenden zu fördern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtsfilme und Geschichtskultur

2.1 Geschichtskultur und Geschichtsbewusstsein

2.2 Der Film als Ausdruck von Geschichtskultur

3. Geschichtsfilme und Geschichtsunterricht

3.1 Geschichtskultur und Geschichtsbewusstsein im schulischen Kontext

3.2 Historische (Kern-)Kompetenzen und der Geschichtsfilm

3.2.1 Geschichtskompetenz

3.2.2 Medienkompetenz

3.2.3 Historische Methodenkompetenzen

3.2.4 Historische Fragekompetenz(en)

4. Im Westen nichts Neues

4.1 Im Westen nichts Neues - Der erfolgreichste Kriegsroman/-film aller Zeiten?

4.1.1 Eine kurze Entstehungsgeschichte des Romans

4.1.2 Inhalt des Romans

4.2 Lewis Milestone - All Quiet on the Western Front - 1930

4.2.1 Entstehung der Verfilmung

4.2.2 Unterschiede zum Roman

4.2.3 Rezeption

4.3 Delbert Manns All Quiet on the Western Front - 1979

4.3.1 Entstehungsgeschichte

4.3.2 Unterschiede zur Verfilmung von 1930

4.3.3 Rezeption

4.4 Edward Berger - Im Westen nichts Neues - 2022

4.4.1 Entstehungsgeschichte

4.4.2 Unterschiede zu den Vorverfilmungen

4.4.3 Rezeption

4.5 Die Rezeption aller drei Verfilmungen im Vergleich

5. Didaktisches Potenzial und Materialentwicklung

5.1 Didaktisches Potenzial der Verfilmungen

5.2 Materialentwicklung

5.2.1 Arbeitsblock I

5.2.2 Arbeitsblock II

5.2.3 Arbeitsblock III

5.2.4 Arbeitsblock IV

5.3 Zusammenfassung der Lernaufgaben und des didaktischen Potenzials

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rezeptionsgeschichte der Romanverfilmungen von "Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque, um deren didaktisches Potenzial für den Geschichtsunterricht kritisch zu hinterfragen und zu bewerten. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie diese Filme historiographische Prozesse widerspiegeln und welche Rolle sie als Vermittler von Geschichtskultur einnehmen.

  • Bedeutung der Geschichtskultur und Geschichtsbewusstsein als theoretisches Fundament.
  • Vergleichende Analyse der drei bedeutendsten Verfilmungen aus den Jahren 1930, 1979 und 2022.
  • Untersuchung des didaktischen Potenzials von Geschichtsfilmen für das historische Lernen.
  • Entwicklung und Reflexion von Lehrmaterialien auf Basis der Filmanalyse.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Rezeption und Medialität von Geschichtsdarstellungen.

Auszug aus dem Buch

4.1.2 Inhalt des Romans

Im Westen nichts Neues handelt von Paul Bäumer, einem jungen deutschen Soldaten, welcher seine Erfahrungen an der Westfront im ersten Weltkrieg aus seiner Perspektive schildert. Hinter der Front erinnert sich dieser, wie er und seine gesamte Klasse von den patriotischen Reden seines kriegsbefürwortenden Lehrers Kantorek angespornt wurden, sich freiwillig zum Kriegsdienst zu melden. Dort angekommen werden Bäumer und seine Kameraden von der Grundausbildung und dem Drill ihres Ausbilders Unteroffizier Himmelstoß schockiert und die Regeln, die sie aus der Schule kennen, geraten schnell in Vergessenheit. Himmelstoß macht den jungen Rekruten das Leben schwer, allerdings finden diese in Frontkämpfer Stanislaus Katczinsky einen Mentor, der sie auf die Gefahren des Schlachtfeldes vorbereitet. Dieser wird für Paul durch seine autoritäre Art und Erfahrung ein Vorbild und für die unerfahrenen Soldaten zum inoffiziellen Anführer. Er bereitet sie auf den Kampf vor und gibt ihnen wichtige Tipps zum Überleben an der Front.

Bäumer lernt zu überleben, lernt aber auch, dass neue Rekruten als Ersatz für gefallene Soldaten verwendet werden. Diese sterben durch ihren Mangel an Erfahrung besonders schnell. Durch ihren Einsatz fängt die Gruppe um Paul Bäumer an, über den Krieg nachzudenken und zweifeln an der Sinnhaftigkeit ihres Lebens. Der Krieg entfremdet sie immer weiter von ihrem Alltag. Allmählich erscheint ihnen dieser als absurd. Als Bäumer für eine kurze Weile in seine Heimat zurückkehrt, stellt er fest, wie sehr der Krieg ihn verändert hat. Es scheint ihm unmöglich über die Erfahrungen aus den Schützengräben zu sprechen und er findet keinen Anschluss zu seiner Familie. Die Realität des Krieges unterscheidet sich so sehr vom Alltag, dass Paul nicht die Kraft besitzt, seine Liebsten aufzuklären.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Quellenarbeit sowie des Geschichtsfilms als Medium ein und skizziert das Forschungsziel der Arbeit.

2. Geschichtsfilme und Geschichtskultur: Hier wird der theoretische Rahmen abgesteckt, indem die Begriffe Geschichtskultur und Geschichtsbewusstsein definiert und als Wechselspiel zueinander erläutert werden.

3. Geschichtsfilme und Geschichtsunterricht: Dieses Kapitel prüft, wie aktuelle Kompetenzmodelle die Arbeit mit Geschichtsfilmen stützen und welche spezifischen Fähigkeiten durch deren Einsatz gefördert werden können.

4. Im Westen nichts Neues: Der Hauptteil analysiert detailliert drei Verfilmungen des Romans von Erich Maria Remarque, deren Entstehungshintergründe und ihre jeweilige Rezeption.

5. Didaktisches Potenzial und Materialentwicklung: Basierend auf den vorangegangenen Analysen werden hier konkrete Arbeitsblöcke für den Unterricht entwickelt und didaktisch begründet.

6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Nutzen von Geschichtsfilmen als Lehrmittel.

Schlüsselwörter

Geschichtskultur, Geschichtsbewusstsein, Geschichtsfilm, Remarque, Im Westen nichts Neues, historische Kompetenz, didaktisches Potenzial, Rezeptionsgeschichte, Medienkompetenz, Schützengraben, Erste Weltkrieg, Filmanalyse, kollektives Gedächtnis, Geschichtsunterricht, Dekonstruktion.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Anliegen dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie Geschichtsfilme, am Beispiel von "Im Westen nichts Neues", als Medien der Geschichtskultur fungieren und welchen pädagogischen Nutzen sie für den Geschichtsunterricht haben.

Welche filmischen Werke werden primär analysiert?

Analysiert werden die Verfilmungen von Lewis Milestone (1930), Delbert Mann (1979) und Edward Berger (2022).

Welches wissenschaftliche Ziel verfolgt der Autor?

Das primäre Ziel ist es, das didaktische Potenzial der Verfilmungen auszuloten und aufzuzeigen, wie Lernende durch die Arbeit mit diesen Filmen ein reflektiertes Geschichtsbewusstsein entwickeln können.

Welche methodischen Ansätze werden zur Filmanalyse genutzt?

Der Autor stützt sich auf geschichtsdidaktische Kompetenzmodelle, insbesondere auf die Konzepte der De-Konstruktion und Re-Konstruktion historischer Narrationen.

Was wird im theoretischen Teil der Arbeit behandelt?

Der theoretische Teil definiert die Begriffe Geschichtskultur und Geschichtsbewusstsein sowie deren enge Wechselbeziehung und Rolle in der modernen Gesellschaft.

Was sind die charakteristischen Schlüsselwörter?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Geschichtskultur, Filmrezeption, historische Kompetenzen und Geschichtsbewusstsein geprägt.

Wie reagierte die zeitgenössische Öffentlichkeit auf die erste Verfilmung von 1930?

Die Verfilmung von 1930 löste in der Weimarer Republik massive Kontroversen und Proteste von rechter Seite aus, was schließlich zu einem Aufführungsverbot führte.

Warum wird die Darstellung des Krieges in den Verfilmungen in der Arbeit kritisiert?

Der Autor hinterfragt kritisch, inwieweit die filmische Aufbereitung des Krieges historischen Tatsachen entspricht oder ob sie durch heutige Sehgewohnheiten und interpretatorische Freiheiten der Regisseure verfälscht wird.

Ende der Leseprobe aus 89 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Romanverfilmungen von „Im Westen nichts Neues“ im Geschichtsunterricht. Rezeptionsgeschichte und didaktisches Potenzial
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Historische Fakultät)
Note
2,5
Autor
Tobias Kosche (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
89
Katalognummer
V1401524
ISBN (PDF)
9783346949578
ISBN (Buch)
9783346949585
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Im Westen nichts Neues Geschichte Didaktik Unterrichtsmaterial Film im Unterricht Geschichtsdidaktik Filmgeschichte All quiet erster weltkrieg didaktisierung masterarbeit Geschichtsfilm Spielfilm Berger Oscar didaktisch Material Schule
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tobias Kosche (Autor:in), 2023, Romanverfilmungen von „Im Westen nichts Neues“ im Geschichtsunterricht. Rezeptionsgeschichte und didaktisches Potenzial, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1401524
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Leseprobe aus  89  Seiten
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