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Über Rainer Werner Fassbinders Verfilmung "Effi Briest" (1974)

Umsetzung im Deutschunterricht

Titel: Über Rainer Werner Fassbinders Verfilmung "Effi Briest" (1974)

Referat (Ausarbeitung) , 2009 , 31 Seiten , Note: 12 Punkte

Autor:in: Lisa Sangmeister (Autor:in), Franziska Rolapp (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Theodor Fontanes Romane sind seit jeher eine beliebte Vorlage für Filme. Allein Effi Briest wurde seit 1939 insgesamt fünfmal verfilmt. Die aktuellste Fassung der Regisseurin Hermine Huntgeburth ist zurzeit im Kino zu sehen. Auch andere Werke Fontanes sind beliebte Vorlagen für eine filmische Adaption, wie beispielweise Frau Jenny Treibel und Mathilde Möring, welche insgesamt dreimal verfilmt wurden (vgl. Biener, in: Grawe/Nürnberger 2000: 985). Doch was macht Fontanes Werke so beliebt für Film und Fernsehen? Und wie verfahren die verschiedenen Regisseure, insbesondere Rainer Werner Fassbinder, bei der Transformation von einem Medium (Literatur) in das andere Medium (Film)? Diese Fragen machten das Referatsthema aus fachwissenschaftlicher Sicht besonders interessant für uns.
Doch auch aus didaktischer Sicht sprach uns dieses Thema an. Das Medium Film ist äußerst beliebt und spielt in der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler eine wichtige Rolle. Viele Schülerinnen und Schüler schauen sich lieber einen Film an, als ein Buch zu lesen. Dieser Punkt kann im Unterricht genutzt werden. Die Verbindung von Film und Literatur im Unterricht dürfte auf die Schülerinnen und Schüler motivierend wirken und ihnen darüber hinaus die Besonderheiten der beiden Medien verdeutlichen. Während das Medium Film eine Fantasiewelt vorgibt, kann sich der Leser seine eigene Fantasiewelt schaffen.
Unser Referat besteht daher aus einem didaktischen Teil, welcher es uns ermöglicht ausgewählte Methoden im Umgang mit Literaturverfilmungen im Unterricht auszuprobieren. Während der zweite Teil des Referats das Thema aus fachwissenschaftlicher Sicht beleuchtet. An dieser Stelle werden wir unter anderen Fassbinders Umsetzung der literarischen Vorlage und seine besonderen filmtechnischen Mittel thematisieren und anhand von Beispielen veranschaulichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Didaktische Möglichkeiten des Films

2.1 Arbeitsblatt „Vorüberlegungen eines Regisseurs“

2.2 Vom Text zum Film

2.2.1 Aufgabenstellung und Durchführung

2.2.2 Intention

2.2.3 Reflexion

3. Fachwissenschaftliche Erläuterung

3.1 Rainer Werner Fassbinders Biografie

3.2 Verschiedene Verfilmungen des Romans

3.3 Das Verhältnis von Literatur und Film

3.3.1 Fassbinders Effi Briest

3.3.2 Filmtechnische Umsetzung

3.3.3 Rezeption des Films

3.4 Vergleich mit Luderers Verfilmung

3.5 Filmtechnische Motive

3.6 Analyse einer Szene

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die filmische Adaption von Theodor Fontanes Roman „Effi Briest“ durch Rainer Werner Fassbinder, wobei sowohl didaktische Ansätze für den Literaturunterricht als auch fachwissenschaftliche Aspekte der Literaturverfilmung im Zentrum stehen.

  • Didaktische Konzepte zur Arbeit mit Literaturverfilmungen im Unterricht
  • Biografie und filmisches Schaffen von Rainer Werner Fassbinder
  • Analyse der spezifischen filmtechnischen Mittel in Fassbinders Verfilmung
  • Vergleichende Filmanalyse zwischen Fassbinders Interpretation und der DEFA-Verfilmung von Wolfgang Luderer

Auszug aus dem Buch

3.5 Filmtechnische Motive

Wenn wir über die Verfilmung von Effi Briest sprechen, müssen wir uns immer die Frage stellen, ob diese eine „Literaturverfilmung“ oder ein „literarischer Film“ ist. Es gibt viele Aspekte, welche Fassbinder bei der Umsetzung des Filmes wichtig waren, welche die These des literarischen Films stützen. So verwendete er fast in jeder Szene literarische Motive. Diese Motive sind Bausteine eines filmischen Erzählens. Fassbinder setzt sie als Requisiten ein und versieht sie mit spezifischen Bedeutungen. Die eingesetzten Requisiten definieren schließlich die Person, die mit und in ihnen lebt. Dabei wird deutlich, dass das Requisit die Person umklammert. Durch diesen wichtigen Aspekt werden die Menschen letztendlich selber zu Requisiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit begründet die Wahl des Themas durch Fontanes anhaltende Popularität und die didaktische Eignung von Filmen für den Deutschunterricht.

2. Didaktische Möglichkeiten des Films: Es werden Methoden vorgestellt, um Schüler durch Regieübungen und kreative Szenenumsetzung aktiv mit der Adaption literarischer Vorlagen vertraut zu machen.

3. Fachwissenschaftliche Erläuterung: Dieser Teil bietet eine Biografie Fassbinders, ordnet verschiedene Verfilmungen des Romans ein und analysiert spezifische filmische Stilmittel sowie deren Rezeption.

4. Fazit: Die Autoren reflektieren den Erfolg ihrer didaktischen Einheiten und betonen die Notwendigkeit der Schwerpunktsetzung bei der Analyse komplexer Literaturverfilmungen.

Schlüsselwörter

Effi Briest, Theodor Fontane, Rainer Werner Fassbinder, Literaturverfilmung, Filmtechnik, Didaktik, Regie, Adaption, Spiegelmotiv, Preußische Gesellschaft, Sozialistischer Realismus, Filmanalyse, Literaturrezeption, Literaturunterricht, Medienästhetik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Referatsausarbeitung grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Auseinandersetzung und filmischen Umsetzung des Romans „Effi Briest“ von Theodor Fontane durch den Regisseur Rainer Werner Fassbinder im Jahr 1974.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Analyse?

Die zentralen Felder sind die didaktische Vermittlung von Literaturverfilmungen im Unterricht sowie die wissenschaftliche Untersuchung von Fassbinders filmästhetischen Mitteln und seinem Verständnis von Literatur und Film.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Literatur durch filmische Gestaltung in ein neues Medium übertragen werden kann und wie diese Prozesse didaktisch im Deutschunterricht nutzbar gemacht werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine qualitative Filmanalyse, ergänzt durch einen Vergleich mit der DEFA-Verfilmung von Wolfgang Luderer (1968) sowie die Anwendung didaktischer Methoden in der Seminarsitzung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen didaktischen Teil mit Praxisbeispielen und einen fachwissenschaftlichen Teil, der Fassbinders Biografie, seine spezifischen Filmtechniken wie Spiegelmotive und den Umgang mit dem Originaltext untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die wichtigsten Begriffe sind Literaturverfilmung, Fassbinder, Fontane, Filmtechnik, didaktische Methode und Mehrdimensionalität.

Warum spielt der Spiegel als filmtechnisches Motiv eine so große Rolle?

Der Spiegel fungiert als zentrales Gestaltungselement, das Distanz schafft, die Figuren in ein „Gefängnis“ aus gesellschaftlichen Ritualen setzt und den Zuschauer zur Reflexion über die Determiniertheit der Hauptfigur anregt.

Was unterscheidet Fassbinders Adaption von der Verfilmung durch Wolfgang Luderer?

Während Luderer eine eher traditionelle, handlungsorientierte Verfilmung wählte, nutzt Fassbinder den Film als „verfilmten Leseprozess“ und macht seine eigene, perspektivische Lesart durch bewusste Unterbrechungen und Inserts transparent.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Über Rainer Werner Fassbinders Verfilmung "Effi Briest" (1974)
Untertitel
Umsetzung im Deutschunterricht
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Institut für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft)
Note
12 Punkte
Autoren
Lisa Sangmeister (Autor:in), Franziska Rolapp (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
31
Katalognummer
V140185
ISBN (eBook)
9783640505142
ISBN (Buch)
9783640505340
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fassbinder Filmdidaktik Filme im Deutschunterricht Effi Briest Film Film Methoden Sekundarstufe 2 Medienerziehung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lisa Sangmeister (Autor:in), Franziska Rolapp (Autor:in), 2009, Über Rainer Werner Fassbinders Verfilmung "Effi Briest" (1974), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140185
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  31  Seiten
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