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Die Maiverfassung und die zweite Teilung Polens

Título: Die Maiverfassung und die zweite Teilung Polens

Trabajo Escrito , 2009 , 15 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Alexandra Krüger (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Nach drei Aufteilungen zwischen Russland, Preußen und Österreich bleibt der polnischen Nation nur noch das Streben nach einem eigenen Staat, der ihnen unter brutalen und zerstörerischen Maßnahmen der Nachbarstaaten genommen wurde. Das Land gehörte im 15. bis zum 17.Jh. zu den fortschrittlichsten Staaten seiner Zeit, unter Anderem wegen seiner Staatsform der Adelsrepublik und der Königswahl. Doch Polen ging nicht mit der Zeit, denn die Magnatenherrscher samt König wurden unfähig den Staat zu regieren und wirtschafteten es in die Krise, womit sie es angreifbar machten. Es folgte 1772 die erste Teilung Polens, die die Bevölkerung zutiefst schockierte. Doch die reformatorischen Kräfte hatten den Mut sich von Russland loszureißen und eine eigene Verfassung anzufertigen, sowie mehrere Reformen durchzuführen, um wieder den Status eines souveränen Staates zu erreichen. 1792 folgte jedoch die erneute Teilung.
Unter dem Titel Die Maiverfassung und die zweite Teilung Polens soll erarbeitet werden, inwieweit die Verfassung vom 3. Mai 1791 Schuld an der zweiten Teilung ist. Zunächst wird die historische Vorgeschichte der zweiten Teilung dargestellt. Insbesondere die erste Teilung und der Entstehungshergang der Maiverfassung sollen in diesem Teilkapitel fokussiert werden. Anschließend wird auf den Inhalt der Maiverfassung eingegangen, sowie Auffälligkeiten und Neuerungen herausgearbeitet. Insbesondere der Beginn der Verfassung, der sich mit der den sozialen Verhältnissen beschäftigt, wird untersucht.
Fakt ist: Auf die Maiverfassung folgt die zweite Teilung. Doch ist sie der Grund für die erneute Teilung oder gab es bereits vorher Absichten der Nachbarstaaten, Polen weiter aufzuteilen? War es nur die Attraktivität der territorialen Gebiete Polens oder war es der drohende Jakobinismus? Das Kapitel Die Maiverfassung als Grund für die zweite Teilung Polens? soll untersuchen, welche Faktoren die zweite Teilung herbeiführte und wo sich Indizien finden lassen, dass eine weitere Teilung schon lange geplant war.
Abschließend steht die Darstellung der Zeit nach der erneuten Teilung im Zentrum. Wie ging es mit Polen weiter? Und welche Konsequenzen hatte das revolutionäre Verhalten der Reformer wie Potocki und dem polnischen König für Polen? Fest steht, dass ab 1795 Polen restlos von der Landkarte verschwand und ein langer Kampf um den eigenen Staat begann, der erst 1918 erfolgreich endete.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Maiverfassung

2.1 Historischer Zusammenhang und die Entstehung der Verfassung

2.2 Besonderheiten & Neuerungen der Maiverfassung

2.3 Die zweite Teilung Polens

3 Auf die Maiverfassung folgt die zweite Teilung Polens

3.1 Die Maiverfassung als Grund für die zweite Teilung Polens?

3.2 Die Zeit nach der erneuten Teilung

4 Resümee

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Spannungsfeld zwischen den polnischen Reformbestrebungen durch die Verfassung vom 3. Mai 1791 und den machtpolitischen Interessen der Nachbarstaaten, die letztlich zur zweiten Teilung Polens führten. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, inwieweit die Verfassung selbst als Katalysator oder bloßer Vorwand für die intervenierenden Mächte fungierte.

  • Historische Genese der polnischen Adelsrepublik und ihrer Krisen
  • Analyse der Maiverfassung unter Berücksichtigung ihrer sozialen und politischen Neuerungen
  • Untersuchung der geopolitischen Interessen Russlands und Preußens
  • Bewertung des Einflusses der Französischen Revolution und der Angst vor dem Jakobinismus
  • Darstellung des Niedergangs des polnischen Staates bis 1795

Auszug aus dem Buch

2.2 Besonderheiten & Neuerungen der Maiverfassung

Potocki und der polnische König wollten mit ihrer Verfassung einige bedeutende Ziele für Polen erreichen. Die Unabhängigkeit von den Nachbarstaaten, die Abschaffung der Magnatenvorherrschaft, die Entwicklung der Städte, eine teilweise rechtliche Gleichstellung des Bürgertums mit dem Adel und die Verbesserung der Bauernlage standen im Mittelpunkt ihrer Verfassungsausarbeitung. Die Maiverfassung baute auf denselben Grundideen wie die vier Monate später verkündete französische Verfassung auf. Rousseaus Volkssouveränität und die Gewaltenteilung von Montesquieu prägten die Konstitution. Die Volkssouveränität erhält in der Verfassung im Paragraphen V ihren Ausdruck: „Jede Gewalt in der menschlichen Gesellschaft entspringt aus dem Willen der Nation“. Auch die physiokratische Doktrin sollte der Verfassung zu Grunde liegen und so für mehr Gerechtigkeit gegenüber den Bauern sorgen. Hinzu kam die nötige Abschaffung des Liberum Veto, dass immer wieder für die Handlungsunfähigkeit der Regierung sorgte.

Allem voran wird im ersten Artikel der Verfassung die Stellung der heiligen römisch-katholischen Kirche sichergestellt und weiterhin die vorherrschende Nationalreligion sein. Beim Austritt aus der römisch-katholischen Kirche drohen Strafen. Ist man jedoch anderen Glaubens, so gibt die Verfassung volle Toleranz gegenüber den Andersgläubigen vor.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Niedergang Polens als Nation und skizziert die Fragestellung, ob die Maiverfassung als Grund für die erneute Teilung Polens anzusehen ist.

2 Die Maiverfassung: Dieses Kapitel erläutert den historischen Kontext, die Hintergründe der Verfassungsentstehung, ihre zentralen Inhalte sowie die geopolitischen Faktoren, die zur zweiten Teilung Polens führten.

3 Auf die Maiverfassung folgt die zweite Teilung Polens: Hier wird kritisch analysiert, inwieweit die Verfassung tatsächlich Anlass für die Teilung war und wie sich die politischen Verhältnisse nach dem Verlust der staatlichen Souveränität weiterentwickelten.

4 Resümee: Das Schlusswort fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen und betont, dass die Teilungsgründe eine Kombination aus internem Reformdruck und äußeren machtpolitischen Interessen waren.

Schlüsselwörter

Maiverfassung, Polen, Teilung Polens, Adelsrepublik, Stanislaw II. August Poniatowski, Großer Sejm, Russland, Preußen, Liberum Veto, Reformen, Souveränität, Jakobinismus, Machtpolitik, Nation, Nationalreligion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die historischen Ereignisse rund um die polnische Verfassung vom 3. Mai 1791 und ihren Zusammenhang mit der zweiten Teilung des polnischen Staates im Jahr 1793.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die innenpolitischen Reformen Polens gegen Ende des 18. Jahrhunderts, die Außenpolitik der Teilungsmächte sowie die Auswirkungen der europäischen Aufklärung auf die polnische Staatsstruktur.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob die Maiverfassung als tatsächlicher Grund für die zweite Teilung Polens diente oder ob sie lediglich als Vorwand für bereits länger geplante territoriale Expansionspläne der Nachbarstaaten genutzt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer Auswertung von Fachliteratur und Primärquellen zur polnischen Geschichte des 18. Jahrhunderts basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Entstehung der Maiverfassung, die Analyse ihrer inhaltlichen Neuerungen und die Untersuchung der außenpolitischen Reaktionen Russlands und Preußens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Maiverfassung, Adelsrepublik, Teilungsmächte, Reformpolitik, Souveränitätsverlust und der Einfluss auf die polnische Bevölkerung.

Warum war das Liberum Veto ein zentraler Streitpunkt in der Verfassung?

Das Liberum Veto ermöglichte es, parlamentarische Beschlüsse durch eine einzige Gegenstimme zu Fall zu bringen, was Polen politisch lähmte und den Nachbarstaaten Möglichkeiten zur Einflussnahme bot; die Abschaffung war somit essentiell für eine staatliche Reform.

Welche Rolle spielte der Jakobinismus bei der Reaktion der Zarin Katharina II.?

Katharina II. sah in der Verfassung und den damit verbundenen revolutionären Bestrebungen eine Gefahr für ihr eigenes autokratisches System und nutzte die Angst vor einem "Überschwappen" französischer revolutionärer Ideen als Vorwand für militärische Interventionen.

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Detalles

Título
Die Maiverfassung und die zweite Teilung Polens
Universidad
University of Hannover  (Historisches Seminar)
Curso
Russland und die Teilungen Polens
Calificación
1,7
Autor
Alexandra Krüger (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
15
No. de catálogo
V140477
ISBN (Ebook)
9783640478347
ISBN (Libro)
9783640478071
Idioma
Alemán
Etiqueta
Polen Russland Frühe Neuzeit Maiverfasung 3. Mai 1791 Preußen Österreich Teilungen 2. Teilung Zweite Teilung Katharina I.
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Alexandra Krüger (Autor), 2009, Die Maiverfassung und die zweite Teilung Polens, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140477
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