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Entwicklung der sozialen und moralischen Identität

Titel: Entwicklung der sozialen und moralischen Identität

Hausarbeit , 2023 , 21 Seiten , Note: 15

Autor:in: M. Dürr (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Psychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Identitätskonstruktion im Hinblick auf die Dimensionen der sozialen und moralischen Entwicklung von Individuen. Hierzu werden die theoretischen Entwicklungsmodelle der berühmten Wissenschaftler Erik Erikson und Lawrence Kohlberg herangezogen und einander gegenübergestellt. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich diese Arbeit mit der Fragestellung: Inwiefern unterscheidet sich die Theorie der sozialen Identitätsentwicklung nach Erik Erikson von Lawrence Kohlbergs Theorie der moralischen Entwicklung?

„Wer bin ich – und wenn ja wie viele?“ - lautet der Titel des Bestsellers des deutschen Philosophen und Autors Richard David Precht, welcher mit über 200.000 verkauften Exemplaren und der Übersetzung in über 30 Sprachen große Resonanz fand. Das Zitat verweist auf die Komplexität der menschlichen Identität, auf die Frage, wer wir als Individuen sind und wodurch wir uns definieren. Die Frage der Identität beschäftigt nicht nur im Alltag viele Menschen, sondern stellt in den Geistes- und Sozialwissenschaften einen wesentlichen Ausgangspunkt für Auseinandersetzungen über Individualität, Zugehörigkeit, Sozialisation und Bildung in einer stetig komplexer werdenden Welt dar.

Insofern steht der Begriff als Untersuchungsgegenstand im Zentrum verschiedener theoretischer Perspektiven interdisziplinärer Fachbereiche. Folglich beschäftigen sich die Gender-Studies unter anderem mit der Frage der Entwicklung der Geschlechtsidentität und die Anthropologie untersucht die Identität aus einer kulturvergleichenden Perspektive. Identität ist facettenreich; die Schwerpunkte und Erklärungsansätze für die Entwicklung einer spezifischen Identität variieren daher je nach wissenschaftlicher Disziplin, sodass theoretische Modelle sich teilweise ergänzen, überschneiden oder sogar widersprechen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Psychosoziale Identitätsentwicklung nach Erik. H. Erikson

2.1.Definition Soziale Identität

2.2.Die Brücke zwischen Freud und Erikson: Der psychoanalytische Hintergrund von Eriksons Theorie und seine Weiterentwicklungen

2.2.1. Eriksons Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung

3. Moralische Entwicklung nach Lawrence Kohlberg

3.1. Definition der moralischen Identität

3.2. Die Brücke zwischen Piaget und Kohlberg: Grundannahmen und Forschungsmethoden

3.2.1. Kohlbergs Stufenmodell zur Entwicklung der moralischen Identität

4. Vergleich der Theorien

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Identitätskonstruktion durch einen theoretischen Vergleich der entwicklungspsychologischen Ansätze von Erik H. Erikson und Lawrence Kohlberg, um die Unterschiede zwischen psychosozialer und moralischer Entwicklung aufzuzeigen.

  • Vergleich der psychosozialen Entwicklung nach Erikson und der moralischen Entwicklung nach Kohlberg
  • Analyse der theoretischen Grundannahmen und historischen Hintergründe beider Modelle
  • Untersuchung der Bedeutung von Sozialisation, Interaktion und kognitiven Prozessen für die Identität
  • Kontrastierung der Stufenmodelle hinsichtlich ihrer Struktur, Anwendbarkeit und Altersbezüge

Auszug aus dem Buch

2.1.Definition Soziale Identität

Der Begriff Soziale Identität umfasst den Teil des Selbstkonzepts einer Person, der sich aus dem Wissen um die Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe und dem individuellen Wert sowie der emotionalen Bedeutung dieser Zugehörigkeit ergibt (Simon & Trötschel, 2007, S.172). Diesbezüglich kann die Identitätskonstruktion als ein sozialer Prozess betrachtet werden, der in der Interaktion zwischen einem Individuum und einer sozialen Bezugsgruppe stattfindet. Das Bedürfnis nach einer sozialen Identität beruft sich dabei auf das menschliche Grundbedürfnis nach Anerkennung und Zugehörigkeit (ebd., S.173). Es geht darum, eine Übereinstimmung zwischen dem subjektiven Inneren und dem sozialen Äußeren herzustellen, um somit eine individuelle soziale Position einzunehmen (Keupp, 2000). Die soziale Identität fungiert somit als Bindeglied zwischen dem inneren und dem äußeren Bild einer Person, das sowohl die einzigartige Individualität eines Menschen als auch das gesellschaftlich akzeptierte Bild repräsentieren soll. Der Begriff versteht sich somit auch als Kompromiss zwischen Individualität und Konformität (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Komplexität menschlicher Identität ein und formuliert die Fragestellung zur Differenzierung zwischen Eriksons psychosozialer und Kohlbergs moralischer Entwicklungstheorie.

2. Psychosoziale Identitätsentwicklung nach Erik. H. Erikson: Dieses Kapitel erläutert Eriksons Modell und betont die Bedeutung sozialer Wechselwirkungen sowie des lebenslangen Entwicklungsprozesses für die Identitätsbildung.

2.1.Definition Soziale Identität: Hier wird der theoretische Rahmen der sozialen Identität als Bindeglied zwischen individuellem Selbstkonzept und gesellschaftlicher Zugehörigkeit definiert.

2.2.Die Brücke zwischen Freud und Erikson: Der psychoanalytische Hintergrund von Eriksons Theorie und seine Weiterentwicklungen: Dieser Abschnitt ordnet Erikson in den psychoanalytischen Kontext ein und zeigt auf, wie er Freuds Theorien um psychosoziale Faktoren erweiterte.

2.2.1. Eriksons Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung: Das Kapitel beschreibt das achtstufige Modell der Identitätsentwicklung und die jeweils zu bewältigenden psychosozialen Krisen.

3. Moralische Entwicklung nach Lawrence Kohlberg: Hier wird die moralische Entwicklung als kognitiver Prozess vorgestellt und die Ausgangslage für Kohlbergs Moralkonzept dargelegt.

3.1. Definition der moralischen Identität: Dieser Teil betrachtet die moralische Identität als wesentlichen Einflussfaktor für das eigene moralische Handeln und das Streben nach moralischer Integrität.

3.2. Die Brücke zwischen Piaget und Kohlberg: Grundannahmen und Forschungsmethoden: Das Kapitel beleuchtet die kognitiven Grundlagen der Moralentwicklung und erläutert die methodische Herangehensweise durch Dilemma-Diskussionen.

3.2.1. Kohlbergs Stufenmodell zur Entwicklung der moralischen Identität: Hier werden die drei Niveaus und sechs Stufen der moralischen Urteilsentwicklung detailliert dargestellt.

4. Vergleich der Theorien: In diesem Kapitel werden Erikson und Kohlberg gegenübergestellt, um inhaltliche Schwerpunkte und Unterschiede in den theoretischen Ansätzen herauszuarbeiten.

5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Unterschiede zwischen den Theorien zusammen und reflektiert deren komplementäre Möglichkeiten für zukünftige Betrachtungen.

Schlüsselwörter

Identität, psychosoziale Entwicklung, moralische Entwicklung, Erik H. Erikson, Lawrence Kohlberg, Stufenmodell, Identitätskonstruktion, Sozialisation, kognitive Entwicklung, Identitätsdiffusion, moralische Urteilsfähigkeit, Selbstkonzept, Interaktion, Moral, Persönlichkeitswachstum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Identitätskonstruktion aus entwicklungspsychologischer Perspektive und vergleicht die zwei zentralen Theorien zur sozialen Identitätsentwicklung nach Erik H. Erikson sowie zur moralischen Entwicklung nach Lawrence Kohlberg.

Welche Themenfelder stehen bei der Untersuchung im Vordergrund?

Zentrale Themenfelder sind das psychosoziale Stufenmodell von Erikson, welches die Lebensspanne betrachtet, und das kognitiv-moralische Stufenmodell von Kohlberg, das sich auf das moralische Urteilsvermögen konzentriert.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, inwiefern sich die Theorie der sozialen Identitätsentwicklung nach Erik H. Erikson von Lawrence Kohlbergs Theorie der moralischen Entwicklung theoretisch unterscheidet.

Welche wissenschaftliche Methodik wird für den Vergleich herangezogen?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, bei der die Grundannahmen, Wirkmechanismen und Stufenmodelle beider Wissenschaftler anhand der Fachliteratur gegenübergestellt und verglichen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Beschreibung von Eriksons psychosozialem Modell und einer Analyse von Kohlbergs moralischem Modell, gefolgt von einem direkten Vergleich unter Berücksichtigung ihrer verschiedenen Schwerpunkte.

Welche Begriffe beschreiben die Arbeit am besten?

Die Charakterisierung erfolgt vor allem durch die Begriffe Identitätskonstruktion, psychosoziale Krisen, Moralentwicklung, kognitive Stufen, Sozialisation und gesellschaftliche Interaktion.

Wie unterscheidet sich Eriksons Konzept des Lebenszyklus von Kohlbergs Ansatz?

Erikson betrachtet Identitätsentwicklung über die gesamte Lebensspanne in acht psychosozialen Phasen, während Kohlberg den Fokus auf die kognitive Entwicklung des moralischen Urteils in sechs Stufen legt.

Welche Relevanz misst die Arbeit der sozialen Umgebung bei?

Beide Theorien sind interaktionistisch. Erikson betont dabei besonders die sozialen Beziehungen und kulturellen Rahmenbedingungen, während Kohlberg primär das kognitive Verständnis universeller moralischer Prinzipien bei steigenderen Autonomie des Individuums hervorhebt.

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Details

Titel
Entwicklung der sozialen und moralischen Identität
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Erziehungswissenschaft)
Veranstaltung
Grundfragen der Erziehungs- und Bildungswissenschaft
Note
15
Autor
M. Dürr (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
21
Katalognummer
V1405795
ISBN (PDF)
9783346962447
ISBN (Buch)
9783346962454
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Identität Identitätsentwicklung Erik H. Erikson Lawrence Kohlberg Moralische Urteilsbildung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M. Dürr (Autor:in), 2023, Entwicklung der sozialen und moralischen Identität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1405795
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Leseprobe aus  21  Seiten
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