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Der Händedruck. Persönliche Komponenten und sozial relevante Faktoren

Title: Der Händedruck. Persönliche Komponenten und sozial relevante Faktoren

Essay , 2023 , 8 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Marco Fiedler (Author)

History - Miscellaneous
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Was macht den Händedruck so wichtig und einzigartig? Kann er außer einer persönlich empfundenen psychologischen Komponente, noch weitere Eigenschaften hervorbringen, die sich eventuell auch mit sozial relevanten Faktoren verbinden lassen?

Bei der Eingabe des deutschen Wortes Händeschütteln in die Suchmaschine Google ergeben sich beim ersten Aufruf nahezu 7.770.000 mögliche Ergebnisse. Bei der Eingabe des englischen Wortes handshake ergeben sich ähnliche hohe Ergebnisse und beim japanischen Wort akushu liegt die erste Trefferzahl sogar bei 48.200.000 Ergebnissen. Beim Händeschütteln scheint es sich also, schenkt man den hohen Ergebniszahlen der Suchmaschine Glauben, um ein weitverbreitetes Phänomen zu handeln. Das Händeschütteln - eine eigentlich recht unspektakuläre Handlung - ist fest im Rhythmus des täglichen Lebens vieler Menschen verankert. Eine einfache, oft freundlich gemeinte Geste, beispielsweise des Begrüßens oder des Verabschiedens.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Bedeutung des Händeschüttelns im Wandel der Zeit

3. Die Auswirkungen von Pandemien auf körperliche Rituale

4. Symbolik und soziale Signalwirkung des Handschlags

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Der vorliegende Essay untersucht die soziokulturelle Bedeutung des Händeschüttelns als körperliches Ritual im Kontext von gesellschaftlichen Veränderungen und Pandemien, wobei insbesondere die Signalwirkung von physischer Nähe und Berührung analysiert wird.

  • Kulturelle Praxis des Händeschüttelns im Alltag
  • Politische Inszenierung des Handschlags
  • Einfluss der HIV/Aids-Pandemie auf soziale Kontakte
  • Wandel von Begrüßungsritualen durch COVID-19
  • Die Rolle prominenter Vorbilder bei der Entstigmatisierung

Auszug aus dem Buch

A short handshake?

Bei der Eingabe des deutschen Wortes Händeschütteln in die Suchmaschine Google ergeben sich beim ersten Aufruf nahezu 7.770.000 mögliche Ergebnisse. Bei der Eingabe des englischen Wortes handshake ergeben sich ähnliche hohe Ergebnisse und beim japanischen Wort akushu liegt die erste Trefferzahl sogar bei 48.200.000 Ergebnissen. Beim Händeschütteln scheint es sich also, schenkt man den hohen Ergebniszahlen der Suchmaschine Glauben, um ein weitverbreitetes Phänomen zu handeln. Das Händeschütteln - eine eigentlich recht unspektakuläre Handlung - ist fest im Rhythmus des täglichen Lebens vieler Menschen verankert. Eine einfache, oft freundlich gemeinte Geste, beispielsweise des Begrüssens oder des Verabschiedens.

Spektakulärer und wesentlich prestigeträchtiger hingegen wirkt diese eher unscheinbare Geste bei prominenten professionellen Händeschüttlerinnen und -schüttlern, wie beispielsweise der 2022 verstorbenen britischen Königin Elisabeth II, bei der der handshake praktisch zur Berufsbeschreibung gehörte und die in ihrem Leben sicherlich endlos viele Hände geschüttelt hat. Eine eindrucksvolle Vorstellung davon vermittelt die Folge Marionettes (1) der Netflixserie The Crown. Die junge Souveränin begibt sich hier mit ihrer Mutter der Queen-Mom dazu, geladene Gäste zu begrüssen und ihnen die Hand zu reichen. Kurz bevor die Tür zu dem Saal geöffnet wird, in dem die Geladenen sich versammelt haben, um auf das Erscheinen der Monarchin zu warten, wird diese von ihrer Mutter mahnend erinnert: „Gloves on“ (2).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Das Kapitel führt in die Alltäglichkeit des Phänomens Händeschütteln ein und beleuchtet dessen globalen Stellenwert als Begrüßungsgeste.

2. Die Bedeutung des Händeschüttelns im Wandel der Zeit: Hier wird der Handschlag als politisches Instrument und als Ausdruck von Macht sowie Hierarchie am Beispiel internationaler Akteure analysiert.

3. Die Auswirkungen von Pandemien auf körperliche Rituale: Das Kapitel vergleicht die gesellschaftliche Abkehr von physischer Nähe während der HIV/Aids-Krise mit den Verhaltensänderungen durch die COVID-19-Pandemie.

4. Symbolik und soziale Signalwirkung des Handschlags: Es wird erörtert, wie durch prominente Unterstützung, insbesondere durch Lady Diana, psychologische Barrieren abgebaut wurden.

5. Fazit: Die abschließenden Überlegungen fassen zusammen, dass Händeschütteln eine essenzielle soziale Funktion zur Vermittlung von Sicherheit und menschlicher Nähe erfüllt.

Schlüsselwörter

Händeschütteln, Handschlag, Begrüßungsrituale, Körperkontakt, Pandemie, HIV, Aids, COVID-19, Lady Diana, Soziale Interaktion, Stigmatisierung, Politik, Kommunikation, Haptik, Ritual.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Händeschütteln als ein tief verwurzeltes, kulturelles Ritual und analysiert, wie sich dessen gesellschaftliche Bedeutung unter dem Einfluss medialer Inszenierung und durch pandemische Krisen verändert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen zählen die Symbolik der Berührung, die Wahrnehmung von Nähe in der Politik sowie die Auswirkungen von Krankheitsausbrüchen auf das zwischenmenschliche Verhalten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum der Handschlag weit mehr als eine formelle Geste ist und welche stabilisierende Wirkung er auf soziale Beziehungen in schwierigen Zeiten hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine kulturanthropologische Betrachtungsweise und wertet mediale Berichterstattungen, historische Ereignisse sowie psychologische Erkenntnisse zur Haptik aus.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit dem Kontrast zwischen der medial inszenierten Etikette und den durch Gesundheitskrisen erzwungenen Ersatzhandlungen wie dem Ellenbogencheck.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Händeschütteln, Soziale Interaktion, Stigmatisierung, Ritual und Kommunikation definiert.

Wie unterscheidet sich der Einfluss von Prominenten wie Lady Diana bei der Stigmatisierung einer Krankheit?

Lady Diana nutzte ihre öffentliche Reichweite, um durch das bewusste Nichttragen von Handschuhen bei HIV-Patienten direkt gegen Vorurteile und Homophobie aktiv zu werden und Menschlichkeit zu demonstrieren.

Warum wird der Ellenbogencheck im Text als "knochig statt warm" kritisiert?

Diese Formulierung spiegelt eine Sehnsucht wider, da der Ellenbogencheck im Vergleich zum klassischen Händeschütteln als unpersönlich, unelegant und als bloße Ersatzhandlung ohne emotionale Wärme empfunden wird.

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Details

Title
Der Händedruck. Persönliche Komponenten und sozial relevante Faktoren
College
University of Kassel
Grade
1,7
Author
Marco Fiedler (Author)
Publication Year
2023
Pages
8
Catalog Number
V1415137
ISBN (PDF)
9783346963741
Language
German
Tags
Händedruck Händeschütteln Aids Lady Diana
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marco Fiedler (Author), 2023, Der Händedruck. Persönliche Komponenten und sozial relevante Faktoren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1415137
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