In dem vorliegenden Text habe ich mich mit den Fragen: „Was ist Autismus überhaupt?“, „Wo kommt die Krankheit her?“ und „Welche Therapieformen gibt es?“ beschäftigt. Da ich selbst eine Reiterin bin und später evtl. auch die Ausbildung zur Reittherapeutin machen möchte, bin ich im letzten Teil der Arbeit besonders auf die Aspekte der Heilpädagogischen Reittherapie eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Hauptteil
2.1 Was ist Autismus?
3 Ursachen
4 Therapie
4.1 Besonderheiten bei Menschen mit Autismus
4.2 Therapieformen
5 Auch Pferde können helfen
5.1 Definition
5.2 Das Pferd als Medium
5.3 Erfolge und Beobachtungen
6 Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Krankheitsbild Autismus, beleuchtet dessen Ursachen sowie aktuelle Therapieansätze und analysiert spezifisch die heilpädagogische Reittherapie als unterstützende Interventionsmöglichkeit.
- Grundlagen und Symptomatik des Autismus
- Ursachen und neurologische Hintergründe
- Überblick über gängige Therapieformen
- Das Pferd als therapeutisches Medium
- Wirkungsweisen der Reittherapie bei autistischen Menschen
Auszug aus dem Buch
5.2 Das Pferd als Medium
Im Jahr 1997 wurden die medialen Qualitäten des Pferdes im Rahmen von Förderprozessen näher untersucht und vier Funktionen herausgearbeitet:
Das Pferd dient als Medium zur Selbst- und Fremdwahrnehmung.
Das Pferd kann sozial – kognitive Lernprozesse initiieren, sozusagen als Erziehungshelfer.
Das Pferd dient als Medium zu sozialem Kontakt, Kommunikation und Kooperation.
Das Pferd befriedigt Bedürfnisse nach sozialer Nähe und Körperkontakt.
Da für die Förderung von autistischen Menschen die letzten beiden Punkte am bedeutsamsten sind, werde ich auf diese zwei Funktionen näher eingehen.
a) Befriedigung von Bedürfnissen nach sozialer Nähe und Körperkontakt
Während des Heilpädagogischen Reitens/Voltigierens geht der Klient immer einen Bewegungsdialog mit und auf dem Pferd ein. So entsteht dabei die Vermittlung eines Beziehungsangebotes. Da Pferde von Natur aus neugierig und dem Menschen zugewandt sind, suchen sie immer den direkten Kontakt zum Menschen. Um diesen Kotakt aufrecht zu erhalten, muss auch der Mensch von sich aus in der Begegnung mit dem Pferd initiativ und aktiv bleiben. Ist dies nicht der Fall, wendet sich das Pferd schnell wieder ab vom Menschen hin zu seinen Artgenossen. Da Pferde einen breiten Rücken haben und auch schwere Lasten tragen können, lädt es natürlich zu einem großflächigen Körperkontakt ein. Weiterhin wird dem Reiter eine günstige Trage Halte Situation in rhythmischer Bewegung geboten. Diese beiden Gesichtspunkte kann man auch als Aufforderungscharakter des Pferdes bezeichnen. Weiterhin sind in diesem Verhalten der Pferde Ähnlichkeiten und Anknüpfungspunkte zum frühkindlichen, nonverbalen Dialog zu erkennen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die persönliche Motivation der Autorin, die sich aus Erfahrungen im sozialen Bereich und einem Interesse an der Reittherapie zusammensetzt.
2 Hauptteil: Dieser Abschnitt führt in die Definition und die historische Einordnung des Autismus ein.
2.1 Was ist Autismus?: Es werden die zentralen Symptome sowie die theoretischen Konzepte der Wahrnehmungsstörung erläutert.
3 Ursachen: Dieses Kapitel behandelt den aktuellen Forschungsstand zu genetischen und neurologischen Ursachen von Autismus.
4 Therapie: Es wird die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Behandlungsansatzes bei autistischen Störungen dargelegt.
4.1 Besonderheiten bei Menschen mit Autismus: Hier werden die spezifischen Herausforderungen in der Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und zeitlichen Orientierung beschrieben.
4.2 Therapieformen: Das Kapitel bietet einen Überblick über verschiedene Verfahren wie Frühförderung, Verhaltenstherapie und körperbezogene Methoden.
5 Auch Pferde können helfen: Die Einführung in den Themenkomplex der therapeutischen Arbeit mit Pferden.
5.1 Definition: Definition des heilpädagogischen Voltigierens und Reitens im Kontext von Behinderungen.
5.2 Das Pferd als Medium: Beschreibung der vier Funktionen des Pferdes als therapeutisches Medium, insbesondere in Bezug auf Nähe und Kontakt.
5.3 Erfolge und Beobachtungen: Darstellung der positiven Auswirkungen der Reittherapie auf Kommunikation, Körperhaltung und Selbstbewusstsein.
6 Schluss: Ein abschließendes persönliches Fazit zur Wirksamkeit der heilpädagogischen Reittherapie.
Schlüsselwörter
Autismus, Autistische Spektrumsstörungen, Heilpädagogische Reittherapie, Frühkindlicher Autismus, Asperger-Syndrom, Wahrnehmungsstörung, Therapiemethoden, Soziale Interaktion, Kommunikation, Körperkontakt, Verhaltensauffälligkeiten, Entwicklungsstörung, Bewegungsdialog, Psychotherapie, Förderprogramme
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit behandelt das Krankheitsbild Autismus, seine theoretischen Grundlagen und die therapeutischen Möglichkeiten, mit besonderem Fokus auf die heilpädagogische Reittherapie.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die medizinische/psychologische Definition von Autismus, die Ursachenforschung, verschiedene Interventionsmethoden sowie der Einsatz von Pferden in der Therapie.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Störungsbild zu gewinnen und aufzuzeigen, wie Reittherapie autistische Menschen in ihrer Entwicklung unterstützen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse sowie ihre eigenen praktischen Beobachtungen aus dem Bereich des therapeutischen Reitens.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in den Autismus, eine Übersicht der gängigen therapeutischen Ansätze und eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Reittherapie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Autismus, Reittherapie, soziale Interaktion, Wahrnehmung, therapeutisches Medium und Entwicklungsförderung.
Warum spielt das Pferd eine besondere Rolle für autistische Menschen?
Das Pferd bietet einen nonverbalen Zugang, fördert durch seinen rhythmischen Bewegungscharakter die Wahrnehmung und ermöglicht eine soziale Kontaktaufnahme ohne hohen Erwartungsdruck.
Welchen Einfluss hat das Reiten auf die Kommunikation?
Durch den engen Kontakt zum Tier und die notwendige Interaktion mit dem Therapeuten wird ein nonverbaler Austausch angeregt, der gerade bei nicht sprechenden Klienten zu neuen Kommunikationsformen führen kann.
- Citation du texte
- Susanne Meidel (Auteur), 2008, Kunsttherapie bei Autismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141657